Zum Inhalt springen

AMOS-17

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
AMOS-17

Start der Falcon-9-Rakete mit AMOS-17
Betreiber Spacecom
Startdatum 6. August 2019, 23:23 UTC
Trägerrakete Falcon 9 Block 5
Startplatz Cape Canaveral SFS, SLC-40
COSPAR‑ID 2019-050A
Startmasse 6500 kg
Spannweite in Umlaufbahn 35 m
Hersteller Boeing Satellite Systems
Satellitenbus Boeing 702
Modell BSS-702MP
Stabilisation Dreiachsenstabilisierung
Lebensdauer > 20 Jahre (geplant)
Wiedergabeinformation
Transponder C-Band, Ka-Band, Ku-Band
Sonstiges
Elektrische Leistung 8,5 kW
Position
Aktuelle Position 17° Ost
Antrieb R-4D-Apogäumsmotor
Liste geostationärer Satelliten

AMOS-17 ist ein kommerzieller geostationärer Kommunikationssatellit, welcher von dem israelischen Unternehmen Spacecom mit Sitz in Tel Aviv betrieben wird. Er ist der insgesamt neunte Satellit der AMOS-Flotte.

Missionsverlauf

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Dezember 2016 gab Spacecom bekannt, einen Vertrag mit Boeing Satellite Systems zum Bau eines neuen Kommunikationssatelliten im Wert von etwa 161 Millionen US-Dollar geschlossen zu haben.[1] Ein Start wurde für 2019 angestrebt, um den im Jahr 2015 ausgefallenen AMOS-5 zu ersetzen. Spacecom beauftragte SpaceX mit dem Start, welcher als Wiedergutmachung (nach dem Verlust von AMOS-6 im September 2016 durch eine Explosion der Falcon 9 auf der Startrampe) kostenlos abgewickelt wurde.[2]

Der Start fand am 6. August 2019 mit einer Falcon-9-Rakete von der Cape Canaveral Space Force Station in eine geostationäre Transferbahn statt.[3] Aufgrund der hohen Startmasse des Satelliten konnte die Falcon-9-Erststufe nicht landen, um wiederverwendet zu werden.

AMOS-17 erreichte durch Zünden seines Bordtriebwerks die geplante geostationäre Umlaufbahn, wo er bei 17° Ost stationiert wurde und im Oktober selben Jahres den Betrieb aufnahm.

AMOS-17 stellt großflächig Satellitenfernsehen, Breitbandinternet und Mobilfunkdienste zur Verfügung. Er kann in Europa, Israel, dem Mittleren Osten und Vorderasien empfangen werden.[4]

Technische Daten

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Boeing baute AMOS-17 auf Basis ihres Satellitenbusses der Serie 702. Der Satellit ist mit Transpondern im C-, Ka- und Ku-Band ausgerüstet.[5] Er wird durch Batterien und zwei Solarpaneele mit Energie versorgt. AMOS-17 wog beim Start ca. 6,5 Tonnen und soll bis nach 2040 in Betrieb sein.

  • AMOS-17 auf der Website des Betreibers (englisch)

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. Spacecom Orders Multi-Band High-Throughput Satellite From Boeing Satellite Systems International. Spacecom, 21. Dezember 2016, abgerufen am 27. Januar 2026 (englisch).
  2. William C: SpaceX Launching Reused Falcon 9 Carrying Israeli Communications Satellite. In: Florida Insider. 6. August 2019, abgerufen am 27. Januar 2026 (englisch).
  3. Caleb Henry: SpaceX launches Amos-17 satellite for Spacecom. In: Spacenews.com. 6. August 2019, abgerufen am 27. Januar 2026 (englisch).
  4. AMOS-17. In: Satbeams.com. Abgerufen am 27. Januar 2026 (englisch).
  5. Gunter Krebs: AMOS-17. In: Gunter's Space Page. Abgerufen am 27. Januar 2026 (englisch).