Belisar, oströmischer General unter Justinian I. setzt mit seiner rund 8000 Mann starken Armee im Zuge des Ersten Gotenkrieges im Frühjahr von Sizilien über die Meerenge von Messina nach Kalabrien. Im Oktober erreicht er die Stadt Neapel. Nach rund 20-tägiger Belagerung erobert er diese mit Hilfe eines Verräters durch Handstreich. Nach der Eroberung wird die 800 Mann starke Garnison der Goten gefangen genommen. Teile der Bevölkerung werden versklavt und nach Nordafrika verkauft. Auch kommt es, insbesondere durch die hunnischen Hilfstruppen Belisars, den Massageten, zu Plünderungen. Wenig später, am 9. Dezember fällt auch Rom an die Oströmer. Die Ostgoten machen ihren König Theodahad für das Desaster verantwortlich, stürzen ihn und erheben an seiner Stelle Witichis zum König; dieser lässt Theodahad töten und organisiert den Widerstand gegen die Invasoren mit dem Ziel, Rom zurückzuerobern. In Dalmatien fällt unterdessen der oströmische Feldherr Mundus im Kampf.
Entwicklung des Frankenreiches ab 481
Um das Frankenreich als Verbündeten gegen Ostrom zu gewinnen, tritt Witichis ihm die Provence und das obere Alemannien südlich des Bodensees bis zum Hochrhein ab; der fränkische König Theudebert I. setzt Butilin und Leuthari I. als Herzöge Alemanniens ein.
vor dem 13. März: Während seines Aufenthalts in Konstantinopel gelingt es Papst Agapitus I., Kaiser Justinian I. gegen den monophysitischen Patriarchen der Stadt, Anthimos I., einzunehmen, der abgesetzt und durch Menas ersetzt wird. Agapitus stirbt kurze Zeit später in Konstantinopel, beigesetzt wird er in Rom in den Grotten der konstantinischen Petersbasilika.
8. Juni: Nach dem Tod Agapets wird Silverius, Sohn von Papst Hormisdas, dessen Nachfolger als Papst. Er gilt als ostgotenfreundlich und wird daher von Ostrom abgelehnt.
Auf einer Synode in Konstantinopel erkennen die anwesenden Bischöfe den kaiserlichen Supremat in Kirchenangelegenheiten an.
Vermutlich aufgrund mehrerer Vulkanausbrüche, die zu einer Abkühlung und Missernten führen, kommt es zu Hungersnöten. Das Jahr 536 markiert den Beginn der „kleinen Eiszeit der Spätantike“, die bis etwa 660 andauert und den Höhepunkt im sogenannten Pessimum der Völkerwanderungszeit darstellt.