Die Fragmentierung des Weströmischen Reiches einige Wochen vor der Plünderung Roms im Jahr 410 n. Chr.
Im Jahr 410 erlebt das im Niedergang befindliche Weströmische Reich einen ersten schweren Tiefpunkt, als meuternde westgotische Söldner unter ihrem Anführer Alarich die Stadt Rom erobern und mehrere Tage lang plündern. Alarich, der allerdings noch im selben Jahr stirbt, nimmt dabei Galla Placidia, Halbschwester des in Ravenna residierenden Kaisers Honorius, gefangen. Inzwischen gibt es im Reich mehrere einander bekämpfende Gegenkaiser.
Bereits vorher hat Alarich seinen Marionettenkaiser, den Usurpator Priscus Attalus, als weströmischen Kaiser abgesetzt.
Alarichs Versuch, von Sizilien aus mit seinen Männern nach Africa überzusetzen, scheitert, als seine Schiffe bei einem Sturm zerstört werden. Er stirbt wenig später bei Cosenza und wird der späteren Überlieferung zufolge im Flussbett des Busento begraben.
Athaulf beerbt seinen Schwager Alarich und führt die Westgoten nach Gallien.
Britannien um 410
Nachdem der in Gallien residierende Gegenkaiser Konstantin III. bereits 407 die letzten Eliteverbände des Bewegungsheeres aus Britannien abgezogen hat, sagen sich die Bewohner der Insel 410 von Rom los und verjagen die kaiserlichen Beamten. Nach dem Abzug der Römer entstehen im heutigen Nordengland und in Südschottland die Königreiche des Hen Ogledd (Alter Norden).
Konstantin III. versucht, in Italien einzufallen, wird aber von den Generälen des Honorius zurückgeschlagen.
Allobichus, einer von Honorius’ Heermeistern, gerät in den Verdacht, Konstantin III. zu unterstützen und wird auf einer Prozession hingerichtet.