18. Oktober: Ludwig XIV. hebt durch das Edikt von Fontainebleau das Toleranzedikt von Nantes auf. Mit dem neuen Edikt erklärt Ludwig das katholische Bekenntnis zur Staatsreligion und erlässt ein generelles Verbot des Protestantismus. Das Verbot trifft die Reformierte Kirche von Frankreich schwer, da es konsequent durchgesetzt wird. Viele französische Hugenotten fliehen in protestantische Länder, insbesondere die Niederlande, Schweiz und Preußen. Bald darauf beginnt der Aufstand der Kamisarden.
18. April: Landgraf Karl von Hessen-Kassel erlässt die Freiheits-Concession, nach welcher französische Glaubensflüchtlinge bestimmte Vorteile bei Ansiedlung in seinem Lande erhalten.
19. Mai: Nach 22-jähriger Haft im Blauen Turm kommt in Kopenhagen die politische Gefangene Leonora Christina Ulfeldt frei. Ihr war eine Beteiligung an politischen Intrigen ihres Mannes Corfitz Ulfeldt zur Last gelegt.
17. Januar: Der Armenier Johannes Theodat erhält als erster ein kaiserliches Privileg für den öffentlichen Ausschank von Kaffee und eröffnet in der Folge in seinem Wohnhaus am Haarmarkt das erste Wiener Kaffeehaus.
Der Hallenser Gymnasialdirektor und spätere Geschichtsprofessor Christoph Cellarius (1638–1707) veröffentlicht das Lehrbuch Historia universalis, in antiquam, medii aevi novam divisa, darin wird erstmals die Dreiteilung der Weltgeschichte in Altertum, Mittelalter und Neuzeit in einem Lehrbuch festgehalten.