14. Mai: Heinrich IV. fällt in Paris einem Attentat zum Opfer. Ihm folgt sein ältester Sohn Ludwig XIII. auf den Thron. Königinmutter Maria de’ Medici sichert sich sofort nach der Ermordung Heinrichs mit maßgeblicher Hilfe des Herzogs von Épernon, Jean Louis de Nogaret de La Valette, durch einen Parlamentsbeschluss die Funktion der Regentin für den Minderjährigen. Der Königsmörder François Ravaillac wird am 27. Mai von der Grand’chambre des Parlement de Paris zum Tode verurteilt und noch am gleichen Tag auf der Place de Grève nach bestialischer Folter durch Vierteilung mittels Pferden öffentlich hingerichtet. Seine Eltern werden des Landes verwiesen und der Rest der Familie angewiesen, nie wieder den Namen Ravaillac zu verwenden.
17. Oktober: Der neunjährige Ludwig XIII. wird in der Kathedrale von Reims zum König von Frankreich gekrönt. Regentin Maria de’ Medici revidiert einige von Heinrichs Strategien, insbesondere indem sie ein Bündnis mit den spanischen Habsburgern anstrebt.
4. Juli: Der polnische Hetman Stanisław Żółkiewski schlägt das Moskauer Entsatzheer in der Schlacht bei Kluschino vernichtend. Die Reste des schwedischen Hilfskorps ziehen sich nach Novgorod zurück, das russische Aufgebot läuft auseinander.
17. Juli: Nach der Niederlage des russischen Heeres bei Kluschino im Krieg mit Polen-Litauen am 4. Juli wird Zar Wassili IV. von innenpolitischen Gegnern gestürzt und zu einem einfachen Mönch geschoren. Das Interregnum Russlands bildet den Höhepunkt der so genannten „Zeit der Wirren“. Die Regierungsverantwortung übernimmt ein Bojarenrat aus sieben Mitgliedern. Dem polnischen Heer unter Führung von Stanisław Żółkiewski hat Moskau nach dieser Niederlage nichts mehr entgegenzusetzen, woraufhin dieses Moschaisk, Wolokolamsk und Dmitrow einnimmt.
27. August: Nach dem Sturz Wassilis wählt der Bojarenrat nach einem Abkommen mit Stanisław Żółkiewski König Sigismunds III. noch jugendlichen Sohn Władysław IV. Wasa zum Zaren.
Oktober–Dezember: Sigismund III. Wasa lehnt in Verhandlungen mit den Moskauer Abgesandten die zwischen Wladyslaw und dem Bojarenrat vereinbarten Wahlkapitulationen ab, da er selbst Ambitionen auf den Zarenthron hegt und vorab keine Zugeständnisse zu machen bereit ist. Die Gespräche werden abgebrochen, die russischen Unterhändler interniert.
7. Juni: Im Krieg gegen die Powhatan verlassen die letzten Überlebenden der englischen Siedlung Jamestown, Virginia, die Stadt flussabwärts. Am folgenden Tag erreicht der neu ernannte Gouverneur Lord de la Warr mit drei Schiffen und 150 Mann (davon ungefähr 100 Soldaten) die Kolonie. Er ändert die Taktik der Siedler – von nun an überfallen sie die Felder und Dörfer der Powhatan und brennen sie nieder.
Auf Befehl des Königs Mathias II. von Ungarn stürmt und durchsucht Graf Georg Thurzo von Bethlenfalva am 29. Dezember das Schloss der ungarischen Gräfin Elisabeth Báthory. Sie selbst wird ein paar Tage später wegen des Verdachts auf die Ermordung von bis zu 650 jungen Mädchen gemeinsam mit vier Bediensteten unter Arrest gestellt.
24. August: Die Schesaplana, der höchste Berg im Rätikon, wird erstmals von der Dreiergruppe Christa Barball, Claus Manall und David Pappus von Tratzberg bezwungen.