31. Juli: Die Spanische Armada taucht im Ärmelkanal auf, woraufhin es in den nächsten Tagen zu mehreren kleinen Gefechten kommt, die aber keine Entscheidung bringen. Lord High Admiral Charles Howard of Effingham vertraut den erfahrenen Staatspiraten, die seine Geschwader kommandieren. Diese sind John Hawkins, Richard Grenville und Martin Frobisher sowie Henry Seymour, William Winter und Francis Drake. Die Engländer lassen es nicht auf den Enterkampf ankommen, da sie den Spaniern dabei nach ihrer Einschätzung unterlegen wären. Sie nutzen stattdessen die größere Reichweite ihrer Artillerie und die Schnelligkeit ihrer Schiffe und halten die Spanier auf Distanz.
8. August: Die englische Flotte sendet Brander in den Hafen von Calais, wo die Armada vor Anker liegt, um sich mit der Invasionsarmee aus den Spanischen Niederlanden zu vereinen. Die dafür eingesetzten Höllenmaschinen hat der italienische Ingenieur Federigo Giambelli entwickelt. Die Armada verlässt in Panik den Hafen und wird in der anschließenden Seeschlacht von Gravelines von den Engländern bekämpft, jedoch endet die Schlacht unentschieden.
19. August: In Unkenntnis der gewonnenen Schlacht hält Königin Elisabeth I. ihre berühmte Tilbury-Rede, in der sie den Truppen Mut zuspricht, die sich in Tilbury versammelt haben, um die spanische Invasion abzuwehren.
Die Armada versucht in der Folge, England und Irland zu umsegeln, wobei sie in schwere Stürme gerät und den Großteil ihrer bereits durch die Gefechte beschädigten Schiffe verliert.
Die schwere Niederlage der Armada leitet, wenn schon nicht den Übergang der Vormacht zu See von Spanien auf England, so doch auf jeden Fall den Beginn der Stagnation Spaniens ein. Als Reaktion auf das Ergebnis der Seeschlacht beginnen die Spanier erst nach 1588 verstärkt, systematisch eine hochseetaugliche Flotte für den Atlantik aufzubauen. Allerdings ist dies eine weitere Last für den ohnehin notorisch klammen spanischen Staatshaushalt.
12. Mai: Die Bürger von Paris vertreiben aufgestachelt von Henri de Guise am „Tag der Barrikaden“ König Heinrich III. aus der Stadt. Dieser flieht nach Blois.
Heinrich III. und Henri de Guise schließen die Union von Rouen, mit der dem hugenottischen Heinrich von Navarra der französische Thron verwehrt werden soll.
23. Dezember: Der unbewaffnete Henri I. de Lorraine, duc de Guise wird in Blois von der königlichen Wache ermordet. Sein Bruder Louis II. de Lorraine-Guise, Kardinal von Lothringen und Erzbischof von Reims, wird als Tatzeuge festgenommen und tags darauf auf Befehl König Heinrichs III. getötet. Das führt zum Aufstand in Paris. Heinrich III. muss daraufhin ein Bündnis mit dem Hugenotten Heinrich von Navarra schließen.
Nachdem die Niederlande die Unterstützung seiner Sache beendet haben, gibt Gebhard den Kampf auf, siedelt nach Straßburg über und wird evangelischer Domdechant am Hof von Herzog Friedrich I. von Württemberg.
Tafel XI der Geografia dell’ Africa von Livio Sanuto
In Venedig erscheint der Afrika-Atlas (Geografia dell’ Africa) des italienischen Kosmographen Livio Sanuto, ein Kartenwerk (12 Kupferstiche), das für die damalige Zeit äußerst präzise ist und von anderen führenden Kartographen und Kosmographen fast ein Jahrhundert lang als Grundlage für ihre eigenen Arbeiten verwendet wird.
Der italienische Ingenieur und Offizier in französischen Diensten Agostino Ramelli veröffentlicht das Werk Le Diverse Et Artificiose Machine. Unter anderem präsentiert er darin ein Bücherrad und den Vorläufer eines Amphibienfahrzeugs.
10. September: Der englische Seefahrer Sir Thomas Cavendish kehrt von seiner dreijährigen Weltumsegelung wieder nach Plymouth zurück. Er bringt von einer Reise erstmals Sternanis aus Ostasien nach Europa.