12. Juni: Der schwedische König Gustav I. Wasa gründet an der Mündung des Flusses Helsinge å die Stadt Helsingfors, die lange Zeit eine unbedeutende Kleinstadt im schwedisch beherrschten Finnland bleibt. Die Gründung erfolgt vor allem, um mit dem auf der anderen Seite der Meeresbucht gelegenen Reval wirtschaftlich Schritt halten zu können. Der Name Helsinki leitet sich wahrscheinlich von der schwedischen Landschaft Hälsingland ab, aus der Neusiedler der Stadt kommen. Die ersten Bewohner der Stadt stammen aber auch aus dem nahen Porvoo, Ekenäs und Rauma. Der städtischen Bourgeoisie von Ulvsby wird befohlen, in die neue Stadt überzusiedeln. Die Siedler werden teilweise durch Überzeugung und teilweise durch offene Gewalt umgesiedelt, um eine ausreichende Bevölkerungsgrundlage der neuen Stadt aufzubauen. Das Gebiet, in der diese frühe Ansiedlung Helsinkis liegt, heißt heute noch Vanhakaupunki („Altstadt“).
Der Kunsthistoriker Giorgio Vasari veröffentlicht die erste Auflage seiner Lebensbeschreibungen herausragender Künstler Le Vite de' più eccellenti pittori scultori ed architettori.
Auf Basis der neuen Landesordnung aus dem Jahr 1543 des sächsischen Herzogs Moritz wird die dritte sächsische Landesschule gegründet, das heutige Gymnasium St. Augustin zu Grimma. Die Wahl ist auf diesen Standort gefallen, weil der Bischof von Merseburg die Schulgründung in seiner Stadt jahrelang hartnäckig verweigert hat.
Der französische Apotheker Nostradamus beginnt mit der Veröffentlichung von jährlichen Almanachen, in denen die ersten Prophezeiungen für das jeweilige Jahr abgedruckt werden.
Nach 71-tägigem Konklave wird am 7. Februar Giovanni Maria Ciocchi del Monte als Kompromisskandidat zum Nachfolger des im Vorjahr verstorbenen Paul III. gewählt. Der neue Papst nimmt den Namen Julius III. an. Sein Pontifikat steht stark im Zeichen des Nepotismus. So erhebt er in seinem ersten Konsistorium vom 30. März seinen Adoptivneffen Innocenzo Ciocchi del Monte zum Kardinal.
25. Februar: Daniel Sudermann, deutscher Theologe und Kirchenlieddichter
02. April: Wilhelm Zepper, hessischer reformierter Theologe, Hofprediger und Professor in Herborn († 1607)
12. April: Edward de Vere, 17. Earl of Oxford, englischer Adeliger, Lord Great Chamberlain am Hofe Elisabeths I., möglicher Urheber von Shakespeares Werken († 1604)
08. Mai: Johann I., Pfalzgraf und Herzog von Pfalz-Zweibrücken († 1604)
25. Mai: Kamillus von Lellis, italienischer Ordensgründer und Heiliger († 1614)
26. Mai: Fabian I. von Dohna, Feldobrist und Söldnerführer, Hofmarschall und Abgesandter († 1621)
Juan de Oñate, spanischer Konquistador, Entdecker, kolonialer Gouverneur der Provinz Santa Fe de Nuevo México im Vize-Königreich Neu-Spanien und Gründer von Siedlungen im Südwesten der heutigen USA († 1626)
Safiye, Frau des osmanischen Sultans Murat III., Regentin im Zuge der sogenannten Weiberherrschaft († 1618)