7. Februar: Bern erlässt in Folge der Berner Disputation vom 6. bis 26. Januar das Reformationsmandat und löst damit die bis November andauernden Oberländer Reformationsunruhen im Berner Oberland aus.
13. März: Das Kloster Interlaken, der größte Landbesitzer im Oberland, wird nach Erlass des Berner Reformationsmandats aufgehoben, sein Gebiet dem Kanton Bern eingegliedert. Nachdem Bern die Abgaben der Bevölkerung an das Kloster nun für sich einfordert, brechen alsbald die Oberländer Reformationsunruhen aus.
14. Februar: Nach dem Tod seines Vaters Edzard I. wird Enno II. Graf von Ostfriesland. Er regiert über weite Strecken gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder Johann I., obwohl Enno der lutheranischen Lehre anhängt, und Johann überzeugter Katholik ist.
23. November: Nach der neuerlichen Gründung der vor drei Jahren von Gonzalo de Alvarado nach einem Aufstand verlassenen Stadt San Salvador durch Gonzalos Bruder Diego de Alvarado wird die Herrschaft Cuzcatlan von den Spaniern erobert.
29. Februar: Der ins katholische Schottland zurückgekehrte protestantische Theologe Patrick Hamilton wird in einem kurzen Prozess wegen Ketzerei zum Tode verurteilt und sofort öffentlich verbrannt.
Elsbeth Hügline wird in der Donau ertränkt, Detail des Hubmaierporträts von Christoffel van Sichem, 1606
10. März: Balthasar Hubmaier, Anführer der radikal-reformatorischenTäuferbewegung wird, nachdem er einen Widerruf abgelehnt hat, unter dem Vorwurf des Aufruhrs und der Ketzerei in Wien auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Drei Tage später wird seine Ehefrau Elsbeth Hügline, die bis zum Schluss zu ihrem Mann und ihrem Bekenntnis steht, in der Donau ertränkt. Die Exkommunikation als „Ketzerfürst“ durch die katholische Kirche ist für den Märtyrer der Täuferbewegung bis heute aufrecht.