1513
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1513 | |
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| 1513 in anderen Kalendern | |
| Armenischer Kalender | 961/962 (Jahreswechsel Juli) |
| Äthiopischer Kalender | 1505/06 |
| Aztekischer Kalender | 7. Feuerstein – Chicome Tecpatl (bis Ende Januar/Anfang Februar: 6. Rohre – Chicuace Acatl) |
| Buddhistische Zeitrechnung | 2056/57 (südlicher Buddhismus); 2055/56 (Alternativberechnung nach Buddhas Parinirvana) |
| Chinesischer Kalender | 70. (71.) Zyklus
Jahr des Wasser-Hahns 癸酉 (am Beginn des Jahres Wasser-Affe 壬申) |
| Chula Sakarat (Siam, Myanmar) / Dai-Kalender (Vietnam) | 875/876 (Jahreswechsel April) |
| Dangun-Ära (Korea) | 3846/47 (2./3. Oktober) |
| Iranischer Kalender | 891/892 |
| Islamischer Kalender | 918/919 (Jahreswechsel 8./9. März) |
| Jüdischer Kalender | 5273/74 (31. August/ 1. September) |
| Koptischer Kalender | 1229/30 |
| Malayalam-Kalender | 688/689 |
| Seleukidische Ära | Babylon: 1823/24 (Jahreswechsel April)
Syrien: 1824/25 (Jahreswechsel Oktober) |
| Spanische Ära | 1551 |
| Vikram Sambat (Nepalesischer Kalender) | 1569/70 (Jahreswechsel April) |
| Kultur | |
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Architektur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 4. April: Das Arnoldihaus in Warburg wird fertiggestellt. Das Fachwerkhaus gehört heute zum Kulturerbe der Stadt.
Bildende Kunst
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]20 Jahre nach dem Tod des Kaisers wird das bereits 1467 beim Bildhauer Niclas Gerhaert van Leyden in Auftrag gegebene Grabmal Kaiser Friedrichs III. im Wiener Stephansdom fertiggestellt. Es ist nicht nur eines der bedeutendsten plastischen Kunstwerke des Spätmittelalters, sondern auch einzigartig in seiner Monumentalität in einem Kirchenraum dieser Zeit. Am 12. November erfolgt die feierliche Übertragung von Friedrichs Leichnam aus der Herzogsgruft in das von Michael Tichter vollendete Hochgrab.

Albrecht Dürer schafft den ersten seiner drei Meisterstiche Ritter, Tod und Teufel. Wie auch andere Stiche des Künstlers zeichnet sich dieses Bild durch eine Vielzahl von Symbolen aus der Ikonographie aus. Der Ritter steht für die vita activa, ein aktives, kämpferisches Leben, der aber auch im Kampf das Risiko eingeht, bald zu sterben. Damit könnte es ein memento mori sein, was der Totenschädel neben der Initial-Tafel von A.D. mit Jahreszahl symbolisch auch auszudrücken versucht.

Raffael vollendet nach etwa einjähriger Arbeit die von Papst Julius II. anlässlich des Sieges über die Franzosen und der Einverleibung der Stadt Piacenza in den Kirchenstaat in Auftrag gegebene Sixtinische Madonna, berühmt vor allem für die Puttenengel am unteren Bildrand (Die Engel der Sixtina).
Druckwerke
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- 15. Januar: Diebold Schilling übergibt die Luzerner Chronik dem Rat der Stadt Luzern. Das in mehrjähriger Arbeit entstandene Werk zählt zu den reichhaltig gestalteten Schweizer Bilderchroniken.
- Nach dem Tod von Papst Julius II. am 21. Februar verfasst Erasmus von Rotterdam die Satire Julius vor der verschlossenen Himmelstür.
- Das Gebetbuch Hortulus Animae polonice wird am 13. März erstmals gedruckt. Das von Biernat von Lublin übersetzte und von Florian Ungler in Krakau gedruckte Buch, das erstmals 1498 in lateinischer Sprache erschienen ist, gilt als das erste in polnischer Sprache gedruckte Werk.
- 8. Juni: Martin Luther lässt für seine Psalmenvorlesung den Wolfenbütteler Psalter drucken.
Musik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 19. Februar: Mit der Konstitution In Altissimo etabliert Papst Julius II. formal den Chor Cappella Giulia im Petersdom in Rom. Da er bereits zwei Tage später stirbt, dauert es bis zum Jahr 1534 bis zur tatsächlichen Umsetzung der Konstitution.
- Nach dem 11. März: Heinrich Isaak, Günstling der Medici in Florenz, gratuliert dem neuen Papst Leo X. mit der Motette Optime divino date munere pastor zu seiner Wahl.
Gesellschaft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 16. Januar: Raymund Fugger von der Lilie ehelicht in Krakau Katherina Thurzo. Hier erhält er von seinem Onkel Jakob Fugger die Aufgabe, vor Ort das gemeinsame Unternehmen Fugger-Thurzo zu kontrollieren.
Religion
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Papstwahl und Konzil
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Papst Julius II. stirbt am 21. Februar. Bereits am 9./11. März wird vom am 4. März einberufenen Konklave der siebenunddreißigjährige Giovanni de’ Medici zum Papst gewählt und nimmt den Namen Leo X. an. Da er, obwohl Kardinal, kein Geistlicher ist, wird er nach seiner Papstwahl am 15. März zum Priester und am 17. März zum Bischof geweiht. Erst danach kann die Krönung am 19. März folgen. Während seines Pontifikats wird Rom ein Zentrum für Kunst und Kultur.
Das noch im Vorjahr von Julius II. einberufene fünfte Laterankonzil erklärt in seiner achten Sitzung am 19. Dezember das Dogma, dass der Mensch eine individuelle und unsterbliche Seele besitze, was die Voraussetzung für eine persönliche Unsterblichkeit ist.
Bischofserhebungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Nachdem am 4. Februar Philipp von Rosenberg verstorben ist, wird am 12. Februar Georg von der Pfalz zum Bischof von Speyer. Die Priesterweihe empfängt er erst zwei Jahre später.
Am 9. Mai erklärt der neue Papst Leo X. aus dem Haus Medici seinen vermutlich unehelich geborenen Cousin Giulio de’ Medici zum Sohn einer heimlichen Ehe Giuliano di Piero de’ Medicis und ernennt ihn zum Erzbischof von Florenz. Am 23. September wird er zum Kardinal erhoben, am 29. September zu Kardinaldiakon der Titeldiakonie S. Maria in Domnica.
Nach dem Tod von Ernst II. von Sachsen am 3. August wird Albrecht von Brandenburg im Alter von 23 Jahren als Albrecht IV. zum Erzbischof von Magdeburg und als Albrecht V. zum Administrator des Bistums Halberstadt erhoben.
Sonstiges
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Hartmann II. von Kirchberg wird als Nachfolger des am 20. Mai gestorbenen Johann II. von Henneberg-Schleusingen zum Fürstabt des Klosters Fulda erhoben. Gleichzeitig wird er auch zum Abt der Reichsabtei Hersfeld gewählt. Da seine Aufmerksamkeit stärker den Ereignissen im Reich gilt, vernachlässigt er die ihm anvertrauten Kloster.
Historische Karten und Ansichten
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Geboren
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Geburtsdatum gesichert
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 8. Februar: Daniele Barbaro, venezianischer Wissenschaftler und Politiker († 1570)
- 14. Februar: Domenico Ferrabosco, italienischer Sänger, Kapellmeister und Komponist († 1574)
- 15. März: Hedwig Jagiellonica, polnische Prinzessin und Kurfürstin von Brandenburg († 1573)
- 13. Mai: Wolfgang Meurer, sächsischer Pädagoge, Meteorologe und Arzt († 1585)
- 4. Juni: Niels Hemmingsen, dänischer evangelischer Theologe, Philologe und Schulreformer († 1600)
- 10. Juni: Louis III. de Bourbon, Herzog von Montpensier, französischer Heerführer († 1582)
- 3. August: Johann, Markgraf von Brandenburg-Küstrin († 1571)
- 14. August: William Parr, 1. Marquess of Northampton, englischer Adliger († 1571)
- 15. August: Georg Cassander, deutscher Theologe und Humanist († 1566)
- 24. September: Katharina von Sachsen-Lauenburg-Ratzeburg, Königin von Schweden und Gattin von Gustav I. Wasa († 1535)
- 9. Oktober: Detmar Kenckel, Bremer Bürgermeister († 1584)
- 21. Oktober: Adrian Albinus, deutscher Rechtswissenschaftler († 1590)
- 23. Oktober: Gerke Pawel, deutscher Ratsherr und Kämmerer der Braunschweiger Altstadt († 1563)
- 29. Oktober: Jacques Amyot, französischer Schriftsteller und Theologe († 1593)
- 11. November: Stanisław Orzechowski, polnischer Theologe († 1566)
- 23. Dezember: Thomas Smith, englischer Diplomat († 1577)
Genaues Geburtsdatum unbekannt
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Johann Argentier, italienischer Mediziner († 1572)
- Michael Bajus, belgischer Theologe († 1589)
- Johann Brokes, lübischer Admiral und Bürgermeister von Lübeck († 1585)
- Giacomo Antonio Cortusi, italienischer Botaniker († 1603)
- Antonio Doni, italienischer Schriftsteller, Herausgeber und Musiker des Manierismus († 1574)
- Thomas FitzGerald, 10. Earl of Kildare, irischer Adeliger und Rebellenführer († 1537)
- Eitel Dietrich von Gemmingen, deutscher Adliger, Grundherr in Steinegg († 1568)
- Melchior Manlich, Augsburger Kaufmann († 1576)
- Johannes von Schröter, deutscher Mediziner und erster Rektor der Universität Jena († 1593)
- Christoph von der Schulenburg, letzter katholischer Bischof von Ratzeburg († 1580)
- Pedro de Villagra y Martínez, spanischer Konquistador und Gouverneur († 1577)
- Heinrich Vogtherr der Jüngere, deutscher Maler, Zeichner, Holzschneider und Radierer († 1568)
- George Wishart, schottischer religiöser Reformator und protestantischer Märtyrer († 1546)
- Balthasar Wurer, Weihbischof von Konstanz († 1606)
Geboren um 1513
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Nicolao Dorati, italienischer Posaunist, Kapellmeister und Komponist († 1593)
- Robert Granjon, französischer Schriftenschneider und Verleger († 1589)
- Antonio Herrezuelo, spanischer evangelischer Märtyrer († 1559)
- Georg Melhorn, deutscher Pädagoge und evangelischer Theologe († 1563)
- Richard Morison, englischer Humanist und Diplomat († 1556)
- Elisabeth Plainacher, einziges Opfer der Hexenverfolgung in Wien († 1583)
Gestorben
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Erstes Halbjahr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 20. Januar: Helena von Moskau, Großfürstin von Litauen und Titularkönigin von Polen (* 1476)
- 31. Januar: Pedro de Ayala, spanischer Botschafter in England (* 1475)
- 4. Februar: Philipp von Rosenberg, Fürstbischof von Speyer (* 1460)
- 12. Februar: François II. d’Orléans-Longueville, Großkammerherr von Frankreich, Graf von Dunois, Longueville und Tancarville (* 1478)
- 20. Februar: Johann I., König von Dänemark, Schweden und Norwegen (* 1455)

- 21. Februar: Giuliano della Rovere, unter dem Namen Julius II. Papst (* 1443)
- 6. März: Angelus Rumpler, deutscher Abt und Geschichtsschreiber (* 1460/1462)
- 10. März: John de Vere, 13. Earl of Oxford, englischer Adeliger und erblicher Lord Great Chamberlain von England (* 1442)
- 13. März: Korkud, osmanischer Prinz, Gouverneur und Reichsverweser, Opfer des institutionalisierten Brudermordes im Osmanischen Reich (* 1467/1469)
- 8. April: Anna von Nassau-Dillenburg, Herzogin und Regentin von Braunschweig-Lüneburg sowie letzte Gräfin von Katzenelnbogen (* um 1441)
- 22. April: Pierre I. de Rohan, französischer Adeliger, Diplomat und Marschall von Frankreich (* 1451)
- 30. April: Edmund de la Pole, 3. Duke of Suffolk, englischer Adeliger und Thronaspirant des Hauses York (* 1472)
- 20. Mai: Johann II. von Henneberg-Schleusingen, Fürstabt des Klosters Fulda (* 1439)
- 28. Mai: Heinrich VIII., Graf von Waldeck (* 1465)
- 6. Juni: Remigius Mans, deutscher Landsknecht
- 24. Juni: Edmund Carew, englischer Adliger und Militär (* um 1464)
Zweites Halbjahr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 24. Juli: Johannes Reborch, deutscher Geistlicher, Prior des Augustinerchorherrenstiftes in Bordesholm (* 1433)

- 3. August: Ernst II. von Sachsen, Erzbischof von Magdeburg (* 1464)
- 3. September: Gerald FitzGerald, 8. Earl of Kildare, irischer Adeliger (* 1456)
- 9. September: William Douglas of Glenbervie, schottischer Adeliger (* zwischen 1470 und 1475)
- 9. September: Robert Erskine, 4. Lord Erskine, schottischer Adeliger
- 9. September: Thomas Hay of Logie, schottischer Adliger
- 9. September: William Hay, 4. Earl of Erroll, schottischer Adliger
- 9. September: Jakob IV., König von Schottland (* 1473)
- 9. September: John Sempill, 1. Lord Sempill, schottischer Adeliger
- 9. September: Matthew Stewart, 2. Earl of Lennox, schottischer Adeliger (* um 1470)
- 9. September: Alexander Stewart, schottischer Humanist, Erzbischofselekt von St Andrews und Lordkanzler von Schottland (* um 1493)
- 17. September: Johann V., Herzog von Zator (* um 1455)
- 20. September: Wolfgang Tenk, deutscher Baumeister der Gotik
- 3. Oktober: Anton Koberger, deutscher Buchdrucker, Verleger und Buchhändler der Inkunabelzeit (* um 1440)
- 27. Oktober: George Manners, 11. Baron de Ros, englischer Adeliger (* um 1470)
- 3. November: Augustin Olomoucký, böhmischer Humanist, Schriftsteller und Kunstsammler (* 1467)
- 11. November: Peter von Altenhaus, deutscher Rat, Stallmeister, Truchsess und Pfleger (* unbekannt)
- 19. November: Robert de Guibé, französischer Geistlicher und Kardinal der Katholischen Kirche (* um 1460)
- 23. November: Nicolaus Matz, deutscher Theologe, Rektor der Universität Freiburg und Domherr in Speyer (* um 1443)

- 11. Dezember: Pinturicchio, eigentlich Bernardino di Betto di Biagio, italienischer Maler der Frührenaissance (* 1454)
- 25. Dezember: Johann Amerbach, deutscher Drucker und Verleger der Frühdruckzeit (* um 1440)
- 27. Dezember: Martin Pollich, deutscher Philosoph, Mediziner und Theologe, Gründungsrektor der Universität Wittenberg (* um 1455)
Genaues Todesdatum unbekannt
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Guy de Blanchefort, französischer Adeliger und Großmeister des Johanniterordens (* um 1446)
- Bartolomeo della Fonte, italienischer Humanist, Dichter und Übersetzer (* 1446)
- Khedrub Norsang Gyatsho, tibetischer Gelehrter und buddhistischer Geistlicher (* 1423)
- Kaspar Effinger, Schweizer Aristokrat (* 1442)
- Juan de Esquivel, spanischer Konquistador und Gouverneur Jamaicas (* 1480)
- Heinrich Hochreutiner, Schweizer Kaufmann und Bürgermeister
Gestorben um 1513
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Andrés Bernáldez, spanischer Geistlicher und Geschichtsschreiber (* um 1450)
- Piero Pacini, italienischer Buchdrucker (* um 1440)







