27. Juli: Richard Neville lässt William Herbert, 1. Earl of Pembroke, den neuen Berater Edwards IV., der bei der Schlacht von Edgecote Moore in seine Hände gefallen ist, hinrichten.
April: Auf einer Versammlung in Lübeck beschließt die Hanse den Krieg gegen England, verbietet die Einfuhr englischen Tuches und ordnet den Einsatz von Kaperschiffen gegen die englischen Seeverbindungen an. Die führende Rolle auf Seiten der Hanse übernehmen Lübeck, Danzig, Hamburg und Bremen, während sich Köln, Wesel und Arnheim neutral verhalten. Auslöser für den Krieg ist die Stürmung des Stalhofs und die Gefangennahme hansischer Kaufleute und die Beschlagnahme ihrer Güter in London durch Truppen König Edwards IV. im Vorjahr.
Im Herbst laufen die ersten hansischen Kaperschiffe gegen England aus. Herzog Karl der Kühne erlaubt zunächst die Öffnung der burgundischen Häfen für diese Schiffe.
1. Februar: Mit der Zustellung des Fehdebriefs des steirischen Adelsbundes an Kaiser Friedrich III. beginnt die Baumkircherfehde. Anstatt die bei einer Fehde vorgeschriebenen drei Tage abzuwarten, besetzen die steiermärkischen Adeligen unter dem ehemaligen kaiserlichen Heerführer Andreas Baumkircher schon am nächsten Tag zahlreiche steirische Städte, um die kaiserlichen Besitzungen in Westungarn zu isolieren.
5. Juni: Georg von Podiebrad bestimmt den Jagiellonen Vladislav II. zu seinem Nachfolger.
21. Juli: Die Schlacht bei Fürstenfeld im Zuge der Baumkircherfehde bringt beiden Seiten schwere Verluste. Im Oktober wird nach weiteren Kämpfen ein Waffenstillstand geschlossen.
20. August: Papst Paul II. erneuert den Bann gegen Georg von Podiebrad und droht seinen Anhängern mit dem Interdikt.