Darstellung der Judenpogrome von 1349 in der flandrischen Chronik Antiquitates Flandriae
16. Januar: Beim Basler Judenpogrom werden 50 bis 70 Menschen ermordet. Sie werden auf einer Insel im Rhein in einer Hütte eingesperrt und bei lebendigem Leib verbrannt. Zahlreiche Kinder jüdischer Abstammung werden zwar verschont, aber zwangsgetauft und in ein Kloster gesperrt. Als die Pest im Mai schließlich in der Stadt ausbricht, gilt ihre neuerworbene Religionszugehörigkeit allerdings nichts. Sie werden eingesperrt und hingerichtet, nachdem sie unter der Folter ausgesagt haben, in ein Giftkomplott gegen Basel verwickelt gewesen zu sein.
30. Januar: In Freiburg im Breisgau findet ein weiteres Pogrom an der jüdischen Bevölkerung statt.
14. Februar: Beim Judenpogrom in Straßburg wird nahezu die gesamte Straßburger jüdische Gemeinde, rund 2.000 Männer, Frauen und Kinder, bei lebendigem Leib verbrannt. Die Morde dauern nach Zeugenaussagen sechs Tage an.
23./24. August: In der Bartholomäusnacht stürmt der Mob das Judenviertel in Köln, brennt es nieder und ermordet den Großteil der Bevölkerung, der die Schuld an der europäischen Pestepidemie zugeschoben wird. Mehrere Tausend Menschen kommen ums Leben.
In Nürnberg werden 562 Juden, etwa ein Drittel der dortigen jüdischen Gemeinde, bei einem Pestpogrom ermordet.
11. Juli: Nach dem Tod Günther von Schwarzburgs erfolgt die zweite Krönung Karls IV. zum römisch-deutschen König. Diesmal ist sie allerseits anerkannt.
Trotz Sympathien für Moritz von Oldenburg verpflichtet sich der Rat der Stadt Bremen offiziell zur Neutralität in der Bremer Erzbischofsfehde mit Gottfried von Arnsberg. Im Oktober gelingt es dem päpstlichen Kandidaten Gottfried, die Unterstützung der Bürgerschaft für sich zu bekommen, die den Rat stürmt und zwingt, für Gottfried Partei zu ergreifen.
24. Juli: In Frankfurt am Main zerstört ein vom Rathaus ausgehendes Großfeuer einen Teil des angrenzenden Doms sowie praktisch das gesamte angrenzende Judenviertel.
Johann III. von Deckenbrock deutscher Ritter, Droste des Domkapitels, Ratsherr, Stadtrichter, Bürgermeister der Stadt Münster und Gutsbesitzer (* vor 1295)