Vie de Saint-Louis von Jean de Joinville: Einnahme von Damiette während des Kreuzzuges Die Kreuzfahrer Ludwigs IX. nehmen während des Sechsten Kreuzzugs die ägyptische Stadt Damiette ein.
27. Januar: Eine Abordnung unter der Führung von André de Longjumeau bricht im Auftrag des französischen Königs Ludwig IX. und des zyprischen Königs Heinrich I. von Zypern aus in Richtung Karakorum auf, um Verhandlungen mit dem mongolischen Großkhan aufzunehmen.
Frühjahr: Zwischen den Niederlassungen der SeerepublikenGenua und Pisa in Akkon kommt es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen, die auf Druck Ludwigs IX. rasch beendet werden.
Karte des Nildeltas im 13. Jahrhundert
19. Mai: Die Kreuzfahrerflotte bricht vom Königreich Zypern aus in See und segelt nach Ägypten. Am 4. Juni erreicht sie das Nildelta. Dort schlagen die Kreuzfahrer ein ayyubidisches Heer unter der Führung des Mamluken Fachr ad-Din Yusuf, das die Landung zu verhindern versucht. Die Geschlagenen ziehen sich nach Süden in die Provinzhauptstadt Achmoum-Tanah zurück, wo Sultan as-Salih mit dem Hauptheer lagert.
6. Juni: Die Kreuzfahrer nehmen während des Sechsten Kreuzzugs die ägyptische Stadt Damiette nahezu kampflos ein, nachdem diese von den Verteidigern geräumt worden ist. As-Salih zieht sich nilaufwärts nach Al-Mansura zurück. Ludwig lässt die zurückweichende ayyubidische Armee nicht verfolgen, sondern bleibt mit seinem Heer für fünfeinhalb Monate in Damiette. Damit vergibt er eine erfolgversprechende Möglichkeit, noch vor Einsetzen des sommerlichen Nilhochwassers durch das Nildelta nach Kairo vorzustoßen. Stattdessen wartet er auf Verstärkungen durch seinen Bruder, den Grafen Alfons von Poitiers. Sultan as-Salih hat inzwischen mühsam die Moral seiner Truppen wiederhergestellt und sein Hauptheer zusammengezogen.
24. Oktober: Alfons von Poitiers trifft mit einem großen Truppenkontingent und einer gefüllten Kriegskasse in Damiette ein.
20. November: Die Kreuzfahrer beginnen mit dem Vorstoß ins Landesinnere, der durch das schlammige Gelände, die zahlreichen Flussarme und Krankheiten aufgehalten wird.
In der Nacht vom 22. auf den 23. November stirbt Sultan as-Salih. Sein junger Sohn und Erbe Turan Schah befindet sich im fernen Syrien und ist auf eine Machtübernahme in keiner Weise vorbereitet. Daraufhin ergreift eine Lieblingssklavin des toten Sultans, Schadschar ad-Durr, die über einigen Einfluss am Hof in Kairo verfügt, die Regentschaft für ihren Stiefsohn. Zusammen mit einigen treuen Beamten gelingt es ihr den Tod des Sultans vorerst geheim zu halten und eine Ordnung herzustellen, in welcher der zuvor noch in Ungnade gefallene Mamlukenemir, Fachr ad-Din Yusuf, den Oberbefehl über die Armee erhält. Dabei kommt ihr das langsame Vorrücken der Kreuzfahrer zugute.
20. Dezember: Der Sechste Kreuzzug erreicht die Stadt Al-Mansura, und die Kreuzfahrer beginnen mit der Belagerung der Stadt.
Enzio wird von den Bolognesern gefangen genommen, Bildnis aus einem mittelalterlichen Manuskript
26. Mai: In der Schlacht bei Fossalta schlagen die Milizen Bolognas, angeführt von ihrem Stadtvogt Filippo degli Ugoni und ihrem Bischof Ottaviano degli Ubaldini, bei Modena die kaiserlichen Truppen unter dem Kommando von König Enzio von Sardinien. Enzio gerät in die Gefangenschaft der Bologneser.
Mai: Aus unbekannten Gründen dankt Jacopo Tiepolo als Doge von Venedig ab. Am 19. Juli stirbt er und wird als erster Doge an der Fassade der Kirche San Zanipolo beigesetzt. Zu seinem Nachfolger wird Marino Morosini gewählt. Während seiner Amtszeit erfreut sich die Republik weitgehenden äußeren Friedens.
8. Juli: Nach dem überraschenden Tod von Alexander II. auf den Hebriden folgt ihm sein achtjähriger Sohn Alexander III. auf den schottischen Thron. Die ersten Jahre seiner Herrschaft sind geprägt durch den Kampf um die Macht zwischen zwei verfeindeten Parteien: Walter Comyn, der Earl von Menteith, kämpft dabei gegen den Justiziar Alan Durward, der im Namen Alexanders das Land regiert.
28. Juni: Adolf I., Graf von der Mark, von Altena und von Krickenbeck sowie Vogt des Klosters Cappenberg und des Klosters Werden, Gründer der Stadt Hamm (* vor 1182)