Konrad selbst, der mit seiner Gattin Gisela einen Umzug abhält, sieht sich in seinem Reich mit einer starken Adelsopposition um seinen Verwandten Konrad den Jüngeren konfrontiert, die sich erst gegen Ende des Jahres langsam auflöst.
Bolesław Chrobry, bisher polnischer Herzog aus der Herrscherfamilie der Piasten, wird am 18. April zum ersten König von Polen gekrönt. Die Krönung – möglicherweise ein Wiederholungsakt der Krönungszeremonie aus dem Jahr 1000, weil die Bedeutung des Aktes von Gnesen umstritten ist – ist durch den Tod von Bolesławs Hauptgegner Kaiser Heinrich II. im Vorjahr möglich geworden. Schon am 17. Juni stirbt der erste polnische König, Nachfolger wird sein Sohn Mieszko II. Lambert. Unter diesem beginnt der Zerfall des polnischen Großreichs, was ihm in der älteren polnischen Geschichtsschreibung den Beinamen „der Faule“ einträgt. Gleich am Anfang von Mieszkos Herrschaft fordert der neue deutsche König Konrad II. die Herausgabe der polnischen Krönungsinsignien, da seine Krönung ohne dessen Zustimmung erfolgt sei. Als Mieszko sich weigert, gehen sein älterer Halbbruder Bezprym, sein Bruder Otto und die Familie der Stiefmutter seines Vaters, Oda von Haldensleben, in Opposition und schließen sich dem Kaiser an.
Das frisch gekrönte Herrscherpaar Konrad II. und Gisela hält sich die ersten Monate des Jahres in Sachsen auf und besucht in einem Umritt die Städte Paderborn, Corvey, Hildesheim, Goslar und vor allem Magdeburg. Im März verlässt das Paar Sachsen und zieht über Fulda nach Schwaben. In Augsburg feiert es am 18. April das Osterfest. Dort bricht ein Konflikt mit seinem Vetter, Konrad dem Jüngeren aus, vermutlich fordert der jüngere Salier offenbar eine Entschädigung für den Thronverzicht bei der Wahl im Vorjahr, wird jedoch abgewiesen.
In Regensburg hält Konrad II. Anfang Mai einen Hoftag. Anschließend zieht er weiter über Bamberg, Würzburg und Tribur nach Konstanz. Dort feiert er am 6. Juni das Pfingstfest. Konstanz bringt Konrad auch zum ersten Mal in Kontakt zum italienischen Herrschaftsraum, wo die Lage instabil ist. Eine Gruppe von italienischen Großen bietet dem kapetingischen König Robert II. und seinem ältesten Sohn Hugo das langobardische Königtum an. Nach dessen Ablehnung wendet sich wohl dieselbe Gruppe an Herzog Wilhelm V. von Aquitanien, der jedoch im Sommer mit seinem Sohn ebenfalls ablehnt. In Pavia wiederum ist die dortige Königspfalz nach dem Tod Heinrichs II. zerstört worden, was zu Streitigkeiten mit dem neuen König führt, die dieser jedoch vorläufig auf sich beruhen lässt.
Während der Sommermonate finden sich verschiedene Oppositionsgruppen gegen Konrad zusammen. Zu ihnen gehören die Herzöge Ernst von Schwaben, Friedrich von Oberlothringen, Konrad der Jüngere und der schwäbische Graf Welf II. Währenddessen zieht Konrad von Basel, wo er um den 23. Juni einen Hoftag abgehalten hat, über Straßburg und Speyer neuerlich nach Tribur und hält dort im Herbst einen weiteren Hoftag ab. Erst zum Weihnachtsfest in Aachen huldigen die letzten Oppositionellen dem neuen Herrscher. Nur der Konflikt mit Konrad dem Jüngeren geht über die nächsten Jahre weiter.
Basileios II. stirbt am 15. Dezember im Alter von 67 Jahren nach 62-jähriger Regierungszeit im Großen Palast von Konstantinopel. Da er keine Kinder hinterlässt, wird sein ebenfalls schon 65 Jahre alter Bruder Konstantin VIII. Kaiser des Byzantinischen Reiches. Der neue Herrscher zeigt kein Interesse an der Regierung und überträgt den Großteil der Macht auf kaiserliche Eunuchen. Die anatolische Aristokratie macht sich die Schwäche der neuen Regierung in den nächsten Jahren zunutze und bringt den schwachen Kaiser dazu, die von Basileios II. erlassenen Landgesetze wieder aufzuheben und Tausende von Bauernfamilien ihrer Existenzgrundlage zu berauben.
Nach etwa einjähriger Regierungszeit wird Muhammad III., Kalif von Córdoba, durch einen Aufstand zur Flucht gezwungen. In den folgenden sechs Monaten wird Córdoba von einem Rat aus Aristokraten regiert, die nun dem HammudidenYahya al-Mutali neuerlich das Kalifat antragen. Dieser bleibt allerdings in seinem Exil Málaga und lässt die Stadt nur von Berbertruppen besetzen. Yahya regiert das Kalifat weiterhin von Málaga aus.
5. Dezember: Azecho, nach zahlreichen Quellen ein Abkömmling aus dem Haus Nassau, wird zum Bischof von Worms gewählt. Er folgt dem am 20. August verstorbenen Burchard in diesem Amt nach.
Hermann II., Graf von Werl, Graf im Lochtrop-, Leri- und Dreingau sowie Graf im Bistum Osnabrück, Vogt der Stifte Werden, Liesborn, Meschede und Oedingen (* um 980)