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Zoe N. Lucas

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Zoe N. Lucas CM (* 1950 in Halifax) ist eine kanadische Naturforscherin, die durch ihre jahrzehntelange Arbeit auf Sable Island vor der Küste Nova Scotias bekannt wurde.[1][2] 2024 wurde sie in den Order of Canada aufgenommen; der Dokumentarfilm Geographies of Solitude (2022) machte ihr Leben und Wirken einem breiteren Publikum bekannt.[2][3][4]

Lucas kam 1971 als Kunststudentin erstmals nach Sable Island, nachdem sie sich zunächst für die dortigen Wildpferde interessiert hatte und von der Landschaft der Insel angezogen worden war.[1][5] Im Jahr 1974 kehrte sie als freiwillige Köchin und Feldassistentin eines Robbenforschungsteams der Dalhousie University auf die Insel zurück, woraus sich ihre dauerhafte Verbindung zu Sable Island entwickelte.[1][5] Am Nova Scotia College of Art and Design studierte sie zunächst Malerei und wechselte dann in die Goldschmiedekunst; noch bis in die späten 1980er-Jahre unterhielt sie zugleich ein Atelier in Halifax, bevor sie sich ganz auf ihre Tätigkeit als Naturkundlerin konzentrierte.[1] Seit den 1980er-Jahren verbrachte sie den größten Teil des Jahres auf Sable Island und pendelte nur zeitweise zum Festland; auch in den 2020er-Jahren hielt sie sich weiterhin regelmäßig für Arbeitsphasen auf der Insel auf.[1][6][7]

Lucas arbeitete zunächst an der Wiederherstellung von durch menschliche Eingriffe geschädigten Dünenbereichen, pflanzte Strandhafer zur Stabilisierung des Sandes und weitete ihre Beobachtungen von dort auf Pferde, Seehunde, Vögel und weitere Bestandteile des Inselökosystems aus.[5][8] Später prägte sie das Strandmonitoring auf Sable Island, dokumentierte ölverschmierte Seevögel, gestrandete Wale und Delfine sowie angeschwemmten Kunststoff und nutzte diese Arbeit auch zur Aufklärung über die globale Plastikverschmutzung.[1][8] Sie ist Gründungsmitglied und Präsidentin des Sable Island Institute, einer Organisation für Umweltmonitoring, Biodiversitätserhebungen und Bildungsarbeit, deren Zusammenarbeit mit Parks Canada 2019 in einer Partnerschaftsvereinbarung für Strandbeobachtung und Vermittlungsprogramme bekräftigt wurde.[2][9] Mit Vorträgen, Schulbesuchen, öffentlichen Berichten sowie der Begleitung von Forschenden und Besuchern trug sie zudem zur Vermittlung von Wissen über die natürlichen und kulturellen Werte der Insel bei.[1][5] Jacquelyn Mills’ Dokumentarfilm Geographies of Solitude begleitet Lucas’ Arbeit auf Sable Island und erhielt 2022 den Best Canadian Feature Documentary Award bei Hot Docs sowie weitere internationale Festivalauszeichnungen.[3][4] Die Aufnahme in den Order of Canada würdigte im Jahr 2024, dass Lucas über fünf Jahrzehnte die einzigartigen natürlichen und kulturellen Werte von Sable Island erforscht, dokumentiert und vermittelt hat.[2]

Einzelnachweise

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  1. 1 2 3 4 5 6 7 After five decades, Zoe Lucas still has ‘wow moments’ on Sable Island. In: Halifax Examiner. 27. September 2024, abgerufen am 4. April 2026 (englisch).
  2. 1 2 3 4 Zoe N. Lucas. In: La gouverneure générale du Canada. 17. April 2024, abgerufen am 4. April 2026 (französisch).
  3. 1 2 Jacquelyn Mills’ ‘Geographies of Solitude’ wins Hot Docs’ best Canadian film award. In: CityNews. 7. Mai 2022, abgerufen am 4. April 2026 (englisch).
  4. 1 2 ‘Geographies Of Solitude’, ‘Jeong-sun’ win grand prizes at Jeonju film festival. In: Screen Daily. 4. Mai 2022, abgerufen am 4. April 2026 (englisch).
  5. 1 2 3 4 How a childhood love of horses and open fields led Zoe Lucas to make a remote island her raison d’être. In: Saltscapes. Abgerufen am 4. April 2026 (englisch).
  6. Sable Island horses ‘doing well’ after storm Fiona, Parks Canada says. In: Global News. 26. September 2022, abgerufen am 4. April 2026 (englisch).
  7. The story of a shipwreck with a happy ending on Nova Scotia’s Sable Island. In: Global News. 5. Oktober 2023, abgerufen am 4. April 2026 (englisch).
  8. 1 2 „Hier bestimmt alles das Meer“. In: Kulturaustausch. 1. Juli 2022, abgerufen am 4. April 2026.
  9. Ottawa announces partnership agreement with Sable Island Institute. In: Global News. 1. März 2019, abgerufen am 4. April 2026 (englisch).