Erstmals gefunden wurde Zapatalith in einem kleinen, unbenannten Prospektionsfeld nordwestlich von Cerro Morita und etwa 27 Kilometer südwestlich von Agua Prieta im mexikanischen Bundesstaat Sonora.
Die Analyse und wissenschaftliche Erstbeschreibung erfolgte durch Sidney A. Williams, der das Mineral nach dem bekannten mexikanischen Revolutionsführer Emiliano Zapata sowie dem altgriechischen Wort λίθοςlíthos für „Stein“ benannte. Williams sandte 1977 seine Ergebnisse und den gewählten Namen an die International Mineralogical Association (IMA) zur Prüfung ein. Der Antrag erhielt die Eingangs-Nummer IMA 1971-023 und wurde im selben Jahr anerkannt. Veröffentlicht wurden die Untersuchungsergebnisse und der anerkannte Name im März des folgenden Jahres im Mineralogical Magazine.
In der veralteten 8. Auflage der Mineralsystematik nach Strunz ist Zapatalith noch nicht verzeichnet. Einzig im zuletzt 2018 überarbeiteten und aktualisierten Lapis-Mineralienverzeichnis nach Stefan Weiß, das sich aus Rücksicht auf private Sammler und institutionelle Sammlungen noch nach dieser alten Form der Systematik von Karl Hugo Strunz richtet, erhielt das Mineral die System- und Mineral-Nr. VII/D.20-10. In der „Lapis-Systematik“ entspricht dies der Klasse der „Phosphate, Arsenate und Vanadate“ und dort der Abteilung „Wasserhaltige Phosphate, mit fremden Anionen“, wo Zapatalith zusammen mit Barrotit, Chalkophyllit, Coeruleit, Leogangit, Lirokonit und Parnauit eine eigenständige, aber unbenannte Gruppe bildet.[6]
Die seit 2001 gültige und von der International Mineralogical Association (IMA) zuletzt 2009 aktualisierte[7]9. Auflage der Strunz’schen Mineralsystematik ordnet den Zapatalith ebenfalls in die Abteilung der „Phosphate usw. mit zusätzlichen Anionen; mit H2O“ ein. Diese ist allerdings weiter unterteilt nach der Größe der beteiligten Kationen sowie dem Stoffmengenverhältnis der zusätzlichen Anionen zum Phosphat-, Arsenat- bzw. Vanadatkomplex, so dass das Mineral entsprechend seiner Zusammensetzung in der Unterabteilung „Mit ausschließlich mittelgroßen Kationen; (OH usw.):RO4=3:1“ zu finden ist, wo es als einziges Mitglied die unbenannte Gruppe 8.DE.20 bildet.
Auch die Systematik der Minerale nach Dana ordnet den Zapatalith in die Klasse der „Phosphate, Arsenate und Vanadate“ und dort in die Abteilung der „Wasserhaltigen Phosphate etc., mit Hydroxyl oder Halogen“. Hier ist er als einziges Mitglied in der unbenannten Gruppe 42.05.03 innerhalb der Unterabteilung der „Wasserhaltigen Phosphate etc., mit Hydroxyl oder Halogen mit (A)2(XO4)Zq × x(H2O)“ zu finden.
Weltweit sind bisher weniger als 10 Fundorte für Zapatalith dokumentiert (Stand: 2021). Außer an seiner Typlokalität Cerro Morita in Sonora konnte das Mineral in Mexiko bei La Reforma im Municipio Rioverde (San Luis Potosí) entdeckt werden.
Sidney A. Williams:Zapatalite, a new mineral from Sonora, Mexico. In: Mineralogical Magazine. Band38, Nr.297, März 1972 (englisch, rruff.info[PDF; 204kB; abgerufen am 27.Dezember 2021]).
12345Hugo Strunz, Ernest H. Nickel:Strunz Mineralogical Tables. Chemical-structural Mineral Classification System. 9. Auflage. E. Schweizerbart’sche Verlagsbuchhandlung (Nägele u. Obermiller), Stuttgart 2001, ISBN 3-510-65188-X, S.505 (englisch).
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Zapatalite. In: John W. Anthony, Richard A. Bideaux, Kenneth W. Bladh, Monte C. Nichols (Hrsg.): Handbook of Mineralogy, Mineralogical Society of America. 2001 (englisch, handbookofmineralogy.org[PDF; 66kB; abgerufen am 27.Dezember 2021]).
12Zapatalite.In:mindat.org.Hudson Institute of Mineralogy,abgerufen am 27.Dezember 2021(englisch).
↑Stefan Weiß:Das große Lapis Mineralienverzeichnis. Alle Mineralien von A – Z und ihre Eigenschaften. Stand 03/2018. 7., vollkommen neu bearbeitete und ergänzte Auflage. Weise, München 2018, ISBN 978-3-921656-83-9.