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Yannick Bury

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Yannick Bury (2023)

Yannick Bury (* 11. März 1990 in Herbolzheim) ist deutscher Politiker (CDU) und Volkswirt. Seit 2021 ist er Mitglied des Deutschen Bundestages.

Leben und Beruf

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Aufgewachsen ist Bury in Broggingen und Malterdingen. Nach dem Besuch der Emil-Dörle-Realschule von 2000 bis 2006 legte er 2009 das Abitur am Wirtschaftsgymnasium in Emmendingen ab. Im Anschluss leistete er seinen Zivildienst in einer Caritas-Werkstatt in Riegel. Bury studierte Volkswirtschaftslehre an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg und schloss das Studium mit dem Master of Science ab. Von 2017 bis zu seinem Einzug in den Deutschen Bundestag war er als Volkswirt und Forschungsreferent am Walter-Eucken-Institut in Freiburg tätig. Dort war Bury Assistent des Institutsleiters und damaligen Vorsitzenden der Wirtschaftsweisen, Lars Feld.[1][2]

Bury war Stipendiat der Konrad-Adenauer-Stiftung und promovierte zum Thema Empirische Untersuchungen zum kooperativen Föderalismus.[3] Am 22. April 2024 wurde ihm von der Albert-Ludwigs-Universität der akademische Grad eines Dr. rer. pol. verliehen.[4] Für seine Dissertation wurde er im Mai 2025 mit dem Roman Herzog Forschungspreis Soziale Marktwirtschaft ausgezeichnet.[5]

Politischer Werdegang

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Bury trat 2006 der Jungen Union und 2008 der CDU bei. Von 2009 bis 2016 war er Kreisvorsitzender der Jungen Union Emmendingen, anschließend bis 2019 Bezirksvorsitzender der Jungen Union Südbaden. Seit 2019 ist er Vorsitzender des CDU-Kreisverbands Emmendingen sowie der Internationalen Kommission der Jungen Union Deutschlands.[6]

Abgeordneter im Bundestag

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Bei der Bundestagswahl 2021 trat Bury erstmals als Direktkandidat an, nachdem der bisherige Mandatsinhaber Peter Weiß auf eine erneute Kandidatur verzichtet hatte. Mit 27,8 Prozent der Erststimmen und einem Vorsprung von 90 Stimmen gegenüber Johannes Fechner (SPD) gewann Bury den Wahlkreis Emmendingen–Lahr.[7]

Im 20. Deutschen Bundestag war er ordentliches Mitglied im Haushalts- sowie im Petitionsausschuss. Im Unterausschuss zu Fragen der Europäischen Union, einem Gremium des Haushaltsausschusses, war er Obmann der CDU/CSU-Fraktion. Im März 2024 wurde er in das Vertrauensgremium gemäß § 10a Bundeshaushaltsordnung gewählt, das für die parlamentarische Kontrolle der Haushaltsausgaben der Nachrichtendienste zuständig ist.[8]

Zudem war Bury stellvertretender Vorsitzender der Deutsch-Französischen Parlamentariergruppe und ordentliches Mitglied der Deutsch-Französischen Parlamentarischen Versammlung, die sich aus je 50 Abgeordneten des Deutschen Bundestages und der Assemblée nationale zusammensetzt und mindestens zweimal jährlich abwechselnd in Deutschland und Frankreich tagt.[4][9]

Bei der Bundestagswahl 2025 kandidierte Bury wieder als Direktkandidat im Wahlkreis Emmendingen–Lahr, den er mit 37,0 Prozent der Erststimmen erneut gewann.[10]

In der 21. Wahlperiode bleibt er ordentliches Mitglied im Haushaltsausschuss, ist dort Hauptberichterstatter für den Haushalt des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales sowie weiter Obmann der Unionsfraktion im Unterausschuss zu Fragen der Europäischen Union.[11][1] Er vertritt seine Fraktion im Bundesfinanzierungsgremium sowie im Vertrauensgremium des Bundestags und bleibt Vorstandsmitglied der Deutsch-Französischen Parlamentarischen Versammlung.[12][13]

Politische Positionen

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Im April 2026 veröffentlichte Bury gemeinsam mit seinem Fraktions- und Volkswirtkollegen Florian Dorn ein mit Fraktion und Partei nicht abgestimmtes Konzept für eine umfassende Einkommensteuerreform, das eine Abkehr von bisheriger staatlicher Subventionspolitik vorsieht und stattdessen auf steuerliche Entlastungen setzt.[14] Dafür wollen Bury und Dorn einen flacheren Einkommensteuertarifverlauf und einen höheren Grundfreibetrag einführen. Der Solidaritätszuschlag soll vollständig entfallen, stattdessen würde die Reichensteuer erhöht und früher greifen. Finanziert werden sollen die Entlastungen durch Einsparungen bei der Bundesverwaltung sowie massiven Abbau von Subventionen.[15][2] Im Mai 2026 schlug er zur Entlastung des Gesundheitssystems vor, die Gesundheitsleistungen für diejenigen Bürgergeldempfänger zu kürzen, die vor dem Bezug der Leistungen nicht gearbeitet haben.[16]

Ehrenamt & Mitgliedschaften

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Bury gehört dem Vorstand des Musikvereins Malterdingen an, dem er seit seiner Kindheit eng verbunden ist.[17]

Er ist Vorstandsmitglied der Europäischen Bewegung Deutschland e.V. und Mitglied der Europa-Union Deutschland, die sich als überparteiliche Organisation für ein föderales Europa und den europäischen Einigungsprozess einsetzt.[18][1]

Seit 2026 hat Bury im Wirtschaftsrat der CDU e.V., einem eigenständigen unternehmerischen Berufsverband, den Vorsitz der Bundesarbeitsgruppe Staatsfinanzen inne.[19]

Bury ist evangelischer Konfession, verheiratet und Vater.[4]

Zusammen mit seinem Fraktionskollegen Nicolas Zippelius betreibt Bury den Podcast Nachts im Bundestag.[20]

Commons: Yannick Bury – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. 1 2 3 Deutscher Bundestag - Dr. Yannick Bury. Abgerufen am 8. Februar 2026.
  2. 1 2 Florian Dorn (CSU) und Yannick Bury (CDU) legen radikales Steuerkonzept vor. 23. April 2026, abgerufen am 26. April 2026.
  3. Stipendien & Förderprogramme – Yannick Bury. In: Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS). 29. November 2017, abgerufen am 12. Juli 2024 (deutsch).
  4. 1 2 3 Deutscher Bundestag - Yannick Bury. Abgerufen am 12. Juli 2024.
  5. Nachwuchswissenschaftler*innen mit Forschungspreis ausgezeichnet. Abgerufen am 1. Juni 2025.
  6. Biografie. 9. April 2024, abgerufen am 10. Juni 2025.
  7. Ergebnisse Emmendingen – Lahr - Der Bundeswahlleiter. Abgerufen am 9. Oktober 2021.
  8. Badische Zeitung: Das macht Yannick Bury (CDU) im Vertrauensgremium des Bundestags - Kreis Emmendingen. 19. März 2024, abgerufen am 2. August 2024.
  9. Deutscher Bundestag - Deutsch-Französische Parlamentarische Versammlung. Abgerufen am 2. August 2024.
  10. Schwarzwälder Bote: Der Wahlkreissieger musste zittern: Erst kurz vor Mitternacht löst sich die Anspannung bei Yannick Bury. Abgerufen am 27. Februar 2025.
  11. Yannick Bury mit zusätzlichen Aufgaben im Haushaltsausschuss. In: yannickbury.de. 6. Juni 2025, abgerufen am 15. Juni 2025.
  12. Deutsch-Französische Parlamentarische Versammlung. In: Deutscher Bundestag. Abgerufen am 15. Juni 2025.
  13. Kaufmann nicht zum Vizepräsidenten gewählt – Gremien besetzt. In: bundestag.de. Abgerufen am 27. Juni 2025.
  14. Yannick Bury, Florian Dorn: Gastkommentar: Eine Steuerreform mit Entlastungen für alle ist möglich. 22. April 2026, abgerufen am 26. April 2026.
  15. Martin Greive, Jan Hildebrand, Julian Olk: Steuern: Vorschlag aus Union stößt auf Zuspruch – SPD lobt verhalten. 23. April 2026, abgerufen am 26. April 2026.
  16. CDU-Politiker will Gesundheitsleistungen für Bürgergeldbezieher kürzen. In: zeit.de. 7. Mai 2026, abgerufen am 9. Mai 2026.
  17. Yannick Bury – Biografie. 9. April 2024, abgerufen am 9. Februar 2026.
  18. Europa-Union Parlamentarier im Deutschen Bundestag. In: Website der Europa-Union Deutschland. Abgerufen am 1. November 2024.
  19. Staatsfinanzen. In: Wirtschaftsrat der CDU e.V. Abgerufen am 9. Februar 2026 (deutsch).
  20. Nicolas Zippelius & Yannick Bury: Nachts im Bundestag. Abgerufen am 12. Juli 2024.