Die Gründung Wächterings als echter -ing-Ort wird in der 1. Hälfte des 6. Jahrhunderts durch die Baiern vermutet. Die Bedeutung von Wächtering ist in etwa Siedlung des Wachta (Sippenältester). Gleiches gilt für Nördling, das 1173 als Nordlingen erwähnt wurde.
Erstmals wird Wächtering um 1100 als Wehteringen erwähnt. Im Mittelalter gehörten fast alle Wächteringer Höfe den Grafen von Scheyern und dem Kloster Niederschönenfeld, außerdem einem Ritter Berchtold Schönlein von Schönleinsberg (der später seinen ganzen Besitz ebenfalls nach Niederschönenfeld verkaufte). Ab 1600 tauchen als Grundherren nur noch das Kloster Niederschönenfeld (das die meisten Scheyerner und Wittelsbacher Höfe inklusive Nördling und Strauppen aufgekauft hatte), das kurfürstliche Kastenamt Rain, die Rainer Almosenstiftung und die Grafen von Sandizell und Freiherren von Gumppenberg auf.
Die katholische FilialkircheSankt Albanus in Wächtering gehört seit jeher zur PfarreiSankt Michael in Bayerdilling. Sie wurde 1872 erbaut; der Unterbau des Turmes entstand um 1400, Turmachteck und Turmspitze sind von etwa 1700.
Die Wallfahrtskapelle Sankt Leonhard in Nördling stammt vom Anfang des 18. Jahrhunderts. Von der einst blühenden Wallfahrt sind nur noch wenige Hufeisen und Votivbilder erhalten.
Die selbstständige Gemeinde Wächtering gehörte bis zum 1. Juli 1972 zum Landkreis Neuburg an der Donau und wurde im Zuge der Gebietsreform in Bayern dem Landkreis Donau-Ries zugeschlagen, der bis zum 1. Mai 1973 die Bezeichnung Landkreis Nördlingen-Donauwörth trug. Sie bestand aus den Gemeindeteilen Wächtering, Hausen, Holzmühle, Nördling und Strauppen und hatte am 27. Mai 1970 149 Einwohner.[5] Am 1. Januar 1975 erfolgte die Eingemeindung in die Stadt Rain.[6]