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Wrzoski

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wrzoski
Wreske
?
Wrzoski Wreske (Polen)
Wrzoski
Wreske (Polen)
Wrzoski
Wreske
Basisdaten
Staat: Polen Polen

Woiwodschaft: Opole
Powiat: Kreisfreie Stadt
Stadtteil von: Oppeln
Geographische Lage: 50° 41′ N, 17° 49′ OKoordinaten: 50° 41′ 5″ N, 17° 49′ 19″ O
Einwohner: 550
Postleitzahl: 45-940
Telefonvorwahl: (+48) 77
Kfz-Kennzeichen: OP (OPO)
Wirtschaft und Verkehr
Straße: DK 46 KłodzkoCzęstochowa
DW 414 PrudnikOpole
Nächster int. Flughafen: Breslau

Wrzoski (deutsch Wreske, 1936–1945 Heidefeld O.S.) ist ein Stadtteil der Stadt Opole in Polen. Bis 2016 gehörte es zur Landgemeinde Dąbrowa (Dambrau) im Powiat Opolski.

Das Straßendorf Wrzoski liegt sechs Kilometer östlich von Dambrau und sieben Kilometer westlich von Opole in der Schlesischen Tiefebene. Nördlich des Ortes verläuft die Droga krajowa 46, durch den Ort Droga wojewódzka 414.

Nachbarorte von Wreske sind im Westen Dąbrowa (Dambrau), im Nordwesten Karczów (Schönwitz), im Osten der Oppelner Stadtteil Bierkowice (Birkowitz) und im Süden an Chróścina (Chrosczinna) und Mechnice (Muchenitz).

Josefskirche

„Wrozki“ wurde erstmals 1297 urkundlich erwähnt[1].

Nach dem Ersten Schlesischen Krieg 1742 fiel „Wreske“ mit dem größten Teil Schlesiens an Preußen.

Nach der Neugliederung der Provinz Schlesien gehörte die Landgemeinde Wreske ab 1816 zum Landkreis Oppeln, mit dem sie bis zum Übergang an Polen 1945 verbunden blieb. 1861 zählte der Ort 363 Einwohner.[2]. Ab 1865 gehörte Wreske zur Pfarrei in Chrosczinna, wo sich auf die Schule befand.[3] 1874 wurde der Amtsbezirk Chrosczinna gebildet, dem die Landgemeinden Bowallno, Chrosczinna, Muchenitz und Wreske sowie der Gutsbezirk Chrosczinna eingegliedert wurden.[4]

Bei der Volksabstimmung in Oberschlesien am 20. März 1921 stimmten 84 Wahlberechtigte für einen Verbleib bei Deutschland und 254 für die Zugehörigkeit zu Polen.[5] Da es aber im damaligen Landkreis Oppeln insgesamt eine große Mehrheit für Deutschland gab, verblieb auch Wreske beim Deutschen Reich. 1933 wurden 599 Einwohner gezählt. Im Zuge der „Verdeutschung fremdländischer Ortsnamen“ unter den Nationalsozialisten wurde der Ort am 19. Mai 1936 in Heidefeld umbenannt. 1939 hatte der Ort 635 Einwohner.

Als Folge des Zweiten Weltkriegs fiel Heidefeld 1945 zur Verwaltung an Polen, wurde in Wrzoski umbenannt und der Woiwodschaft Schlesien angeschlossen. 1950 wurde es der Woiwodschaft Opole eingegliedert. 1952 wurde es nach Chróścina eingemeindet. 1975 wurde Wrzoski zusammen mit der Gemeinde Chrosczinna nach Dambrau eingemeindet.[6] Seit 1999 gehört es zum Powiat Opolski. Zum 1. Januar 2017 wurde Wreske in die Stadt Opole eingemeindet.[7][8]

Sehenswürdigkeiten

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  • Freiwillige Feuerwehr OSP Wzroski
  • Sportverein LZS Chmielowice
Commons: Wrzoski – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Konstanty Damrot: Die älteren Ortsnamen Schlesiens, ihre Entstehung und Bedeutung. In: Beiträge zur schlesischen Geschichte und Volkskunde. Verlag Felix Kasprzyk, Beuthen 1896, S. 180.
  2. Michael Rademacher: Stadt und Landkreis Oppeln (poln. Opole). Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006. In: eirenicon.com.
  3. Felix Triest: Topographisches Handbuch von Oberschlesien, Breslau 1865, S. 84
  4. Amtsbezirk Chrosczinna/Reisern
  5. Ergebnisse der Volksabstimmung in Oberschlesien von 1921: Literatur, Tabelle in digitaler Form (Memento vom 24. Januar 2017 im Internet Archive)
  6. Geschichte der Gemeinde Dambrau
  7. opolenowe.pl: Mapa – Nowe Opole (Memento vom 25. Dezember 2016 im Webarchiv archive.today)
  8. Verordnung des Ministerrats. über die Festlegung der Grenzen bestimmter Gemeinden und Städte, die Verleihung des Stadtstatus an bestimmte Ortschaften und die Änderung des Namens einer Gemeinde, Dz.U. poz. 1134. 19. Juli 2016; (polnisch).
  9. St. Josef Wreske