Worms-Rheindürkheim
Rheindürkheim Stadt Worms | |
|---|---|
| Koordinaten: | 49° 42′ N, 8° 21′ O |
| Höhe: | 90 m ü. NHN |
| Einwohner: | 3032 (31. Dez. 2022)[1] |
| Eingemeindung: | 7. Juni 1969 |
| Postleitzahl: | 67550 |
| Vorwahl: | 06242 |
Lage von Rheindürkheim in Worms | |
| Datum | Einwohner |
|---|---|
| 1925 | 1.568[8] |
| 1933 | 1.767[8] |
| 1939 | 1.773[8] |
| 1968 | 2.248[2] |
| 2012 | 2.798[9] |
| 2022 | 3.032[10] |
Die Einwohnerzahl betrug am 31. Dezember 2006 insgesamt 2.964 Personen. Davon waren 1.469 Personen männlichen, und 1.495 Personen weiblichen Geschlechts. Mit Hauptwohnsitz waren es 2944 Personen und 20 Personen nur mit Nebenwohnsitz. Der Ausländeranteil zur Gesamteinwohnerzahl betrug 5,16 %.[11]
Politik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Ortsbeirat
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Für den Stadtteil Worms-Rheindürkheim wurde ein Ortsbezirk gebildet. Dem Ortsbeirat gehören elf Beiratsmitglieder an, den Vorsitz im Ortsbeirat führt der direkt gewählte Ortsvorsteher.[12]
Zum Ortsbeirat siehe die Ergebnisse der Kommunalwahlen in Worms.
Ortsvorsteher
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Ortsvorsteher ist Björn Krämer (CDU). Bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 wurde er mit einem Stimmenanteil von 51,1 % gewählt und ist damit Nachfolger von Adolf Kessel (CDU), der die Wahl zum Wormser Oberbürgermeister gewonnen hatte.[13] Bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 setzte er sich mit einem Stimmenanteil von 77,6 % gegen einen Mitbewerber durch.[14]
Sehenswürdigkeiten und Kultur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bauwerke
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der historische Ortskern wird gebildet vom 1732 erbauten Rathaus[15] und von der 1776, ebenfalls in barocker Form errichteten Simultankirche St.Peter, in der jeweils die evangelische und die katholische Kirchengemeinde ihre Gottesdienste abhalten. Auf dem Kiesplatz befindet sich ein Germania-Denkmal.[16] Eine örtliche Besonderheit ist der große Schiffermast am Rheinufer, der auf einem Schiffsbug aus der Rheinmauer ragt.[17]
Regelmäßige Veranstaltungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Rheinperlenfest mit Krönung der Rheinperlenkönigin am letzten Wochenende im Juni
- Rheinuferfest Rheindürkheim
- Kerwe-Eröffnung mit Kerwebaum-Aufstellung und Kerwe-Umzug in Rheindürkheim[18]
Sport und Vereine
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Es bestehen etwa 40 Vereine,[19] soziale Einrichtungen, Parteien und sonstige Gruppen.
Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Von historisch wirtschaftlicher Bedeutung war 1886 die Gründung der Vereinigten Strohstoff-Fabriken mit Sitz in Dresden und ihren Werken in Coswig, Rheindürkheimer Fahrt und Dohna. 1948 wurde der Geschäftssitz nach Rheindürkheim verlegt. Man firmierte nun als Rheinische Strohzellstoff AG und war damit eine der ältesten und größten Strohzellstofffabriken Deutschlands. Dieser Rohstoff war älter als der Holzzellstoff und deckte fast den gesamten westdeutschen Bedarf ab. Zahlreiche Arbeitsplätze entstanden. 1963 hatte sich die Papier- und Kartonherstellung von diesem Rohstoff zurückgezogen. Der Betrieb wurde stillgelegt, die AG liquidiert, die Arbeitsplätze und Steuereinnahmen verschwanden. Heute wachsen im ausgewiesenen Industriegebiet Logistikzentren.
Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Rheindürkheim liegt an der Bundesstraße 9 und hat gleich nach der südlichen Gemarkungsgrenze durch einen Autobahnzubringer Verbindung zur linksrheinischen Autobahn 61.
ÖPNV
Der nächste DB-Bahnhof ist in Osthofen. Die Stadtbuslinie 431 (früher 411) führt vom Hauptbahnhof Worms über die Mainzer Straße und das Industriegebiet Nord nach Rheindürkheim und von da weiter nach Osthofen. Eine weitere Busverbindung, die Linie 432 versorgt die Strecke Hauptbahnhof Worms – Rheindürkheim – Ibersheim – Hamm – Eich – Gimbsheim – Guntersblum. Spätabends fahren Ruftaxis, welche vor der gewünschten Abfahrt telefonisch bestellt werden müssen. Für diese gilt ein besonderer Tarif, bei dem jedoch Jahres- und Halbjahreskarten des Verkehrsverbundes Rhein-Neckar (VRN) akzeptiert werden.
Altrheinbahn
Die damalige wirtschaftliche Entwicklung schob den Bau der Altrheinbahn an, deren erster Streckenabschnitt von Osthofen bis Rheindürkheim bereits 1897 in Betrieb genommen wurde. 1993 erfolgte die Stilllegung der gesamten Strecke. Das Auto und der Straßenbau machten die Eisenbahn überflüssig.[20]
Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Johann Valentin Heimes (1741–1806), Weihbischof in Mainz, in den 1770er-Jahren Pfarrer in Rheindürkheim
- Jakob Krug (1877–1965), Architekt
- Jakob Eckert (1916–1940), Fußball-Nationalspieler
- Adolf Kessel (* 1957), Politiker, Oberbürgermeister von Worms, 1994–2019 Ortsvorsteher von Worms-Rheindürkheim
Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Hans Dlugosch: Unser Rheindürkheim. Beiträge zu seiner Geschichte, eingebunden in Ereignisse der Zeitläufe. Ortsgeschichtliche Arbeitsgemeinschaft e. V., Worms-Rheindürkheim 1996 (603 S.).
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Statistiken zu Worms – Einwohner nach Wohnart (2022). (PDF; 196 KB) Stadt Worms, S. 3, abgerufen am 30. November 2023.
- 1 2 Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006 (= Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz [Hrsg.]: Statistische Bände. Band 393). Bad Ems März 2006, S. 201 (PDF; 2,6 MB). Info: Es liegt ein aktuelles Verzeichnis (2016) vor, das aber im Abschnitt „Gebietsänderungen – Territoriale Verwaltungsreform“ keine Einwohnerzahlen angibt.
- ↑ Walter Meier-Arendt: Die Hinkelstein-Gruppe. Der Übergang vom Früh- zum Mittelneolithikum in Südwestdeutschland. Röm.-Germ. Forschungen, Bd. 35, Berlin 1975.
- ↑ Lorscher Codex: Urkunde 1003, Reg. 3016. Bei den vielen Urkunden zu Dürkheim, ist hier der Zusatz, gelegen am Rheinstrom, deshalb für Rhein-Dürkheim eindeutig.
- ↑ Jürgen Keddigkeit, Michael Werling, Rüdiger Schulz und Charlotte Lagemann: Otterberg, St. Maria. Zisterzienserabtei Otterburg. In: Jürgen Keddigkeit, Matthias Untermann, Sabine Klapp, Charlotte Lagemann, Hans Ammerich (Hrsg.): Pfälzisches Klosterlexikon. Handbuch der pfälzischen Klöster, Stifte und Kommenden, Band 3: M–R. Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde. Kaiserslautern 2015. ISBN 978-3-927754-78-2, S. 524–587 (540).
- ↑ C. Jakob Kremer: Geschichte des Kurfürsten Friedrichs I. von der Pfalz. Mannheim 1766, S. 410f.
- ↑ Rolf Kilian: Der Gebietsaustausch von 1706 zwischen dem Hochstift Worms, der Kurpfalz und Nassau. In: Der Wormsgau 3 (1951–1958), S. 404f.
- 1 2 3 Michael Rademacher: Landkreis Worms. Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006. In: eirenicon.com.
- ↑ Einwohner der Stadt Worms nach Wohnart ( vom 2. April 2015 im Internet Archive) (PDF; 14 kB), Einwohner mit Hauptwohnsitz in Worms (oder Vororten) zum jeweiligen Erhebungsdatum
- ↑ Einwohner der Stadt Worms nach Wohnart Stand: 31.12.2022
- ↑ Einwohner von Rheindürkheim nach verschiedenen Kriterien. In: worms.de. 2006, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 12. Februar 2013; abgerufen am 15. Februar 2022. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
- ↑ Stadt Worms: Hauptsatzung Stadt Worms. (PDF; 204 kB) § 10 bis 13. 10. Juli 2024, abgerufen am 10. November 2024.
- ↑ Stadt Worms: Ortsvorsteherwahl Worms-Rheindürkheim 2019. Abgerufen am 1. Oktober 2019.
- ↑ Ortsvorsteherwahl Wo-Rheindürkheim 2024. Stadt Worms, abgerufen am 28. Juli 2024.
- ↑ Das Rheindürkheimer Rathaus, auf regionalgeschichte.net
- ↑ Germania-Denkmal Rheindürkheim, auf regionalgeschichte.net
- ↑ Schiffermast Rheindürkheim, auf regionalgeschichte.net
- ↑ Veranstaltungen in Worms-Rheindürkheim ( vom 27. September 2009 im Internet Archive)
- ↑ Vereine in Rheindürkheim
- ↑ Eisenbahnverkehr Osthofen-Guntersblum – Altrheinbahn


