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Wikipedia:Kurier

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Wikipedia:K)
LANGMELDUNGEN (zu Kurzmeldungen)

Geburtstagsgeschenke!

Was wäre ein Geburtstag ohne Geschenke? Aus Anlass des 25-jährigen Wikipedia-Jubiläums gibt es Präsente von zahlreichen Organisationen aus Kultur, Bildung und Wissenschaft. Jede der Institutionen aus Deutschland und Österreich hat je 25 Mediendateien aus eigenen Beständen ausgewählt, die sie neu unter eine freie Lizenz stellte. Die Fotos, Digitalisate, Videos und Audiodateien sind nunmehr nicht nur hier verwendbar, sie sollen euch auch ein Signal vermitteln.

Hier geht es zu den Geschenke-Seiten der einzelnen Institutionen:

Belvedere ★ Deutsches Spionagemuseum ★ Deutschlandmuseum ★ Europäisches Hansemuseum Lübeck ★ FHXB Friedrichshain-Kreuzberg ★ FMS/PTS Wien 3 ★ Forschungsbibliothek Gotha der Universität Erfurt ★ Friedenstein Stiftung Gotha ★ Hamburger Kunsthalle ★ Karikaturmuseum Krems ★ Klassik Stiftung Weimar ★ Kustodie der Universität Greifswald ★ LWL Museen für Industriekultur ★ MAK – Museum für angewandte Kunst ★ Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin ★ Museum für Islamische Kunst Berlin ★ Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg ★ Museum für Naturkunde Berlin ★ Museum Schloss Fürstenberg ★ MuseumsQuartier Wien ★ Museumsstiftung Post und Telekommunikation ★ Naturhistorisches Museum Wien ★ PETRI Berlin ★ Projektteam Wikipedia: Museen BW ★ Staatsarchiv Bremen ★ Stadtarchiv Ulm ★ Stiftung Archiv der deutschen Frauenbewegung ★ Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin Brandenburg ★ Stiftung Stadtmuseum Berlin ★ Universität Innsbruck ★ Wien Museum ★ Wissenschaftliche Bibliothek der Stadt Trier

Wer möchte, kann sich ein täglich wechselndes „Geschenk des Tages“ wie unten mit {{Wikipedia:25 Jahre Wikipedia/Geschenk des Tages}} auf der eigenen Benutzerseite einbinden.

Wikipedia 25: Geschenk des Tages
Albert Einsteins Wohnhaus in Ulm
bereitgestellt von: Stadtarchiv Ulm

Die Geschenke werden von Grußworten aus den Institutionen eingeleitet. Es folgen ein paar kurze Auszüge daraus.

„Eine grandiose Idee wurde im Januar 2001 Wirklichkeit, eine Wissenssammlung, die für alle frei nutzbar ist und eben auch mitgestaltet werden kann.“ (Team Stadt- und Stiftsarchiv Aschaffenburg) „Wie hat man eigentlich vor der Wikipedia sich informiert über Dinge? Wie hat man herausgefunden, was richtig ist oder falsch? Kaum mehr vorstellbar.“ (Nicolas Zimmer, Vorstandsvorsitzender Technologiestiftung Berlin) „Diese großartige, einmalige Enzyklopädie ist auch aus unserem musealen Alltag nicht mehr wegzudenken.“ (Christian Lechelt, Museumsleiter Museum Schloss Fürstenberg) „Der freien Internet-Enzyklopädie ist es gelungen, eine Brücke zwischen Gesellschaft und Wissenschaft zu bauen und so Wissensvermittlung und Open Science konkret zu gestalten.“ (Kathrin Paasch, Direktorin Forschungsbibliothek Gotha) „Dass historische Überlieferung heute global sichtbar, auffindbar und zitierfähig ist, verdanken wir auch eurer Community und eurem unermüdlichen Engagement für freie Inhalte.“ (Antje Diener-Staeckling, Leitung Haus der Stadtgeschichte – Stadtarchiv Ulm)

„Diese offene Enzyklopädie zeigt, wie kraftvoll es ist, wenn Menschen ihr Wissen teilen und gemeinsam weiterentwickeln.“ (Robert Rückel, CEO Deutschlandmuseum) „Zahllose Freiwillige aus aller Welt beweisen mit ihrem unermüdlichen Engagement, dass die gemeinsame Arbeit an einem universellen digitalen Nachschlagewerk über Grenzen, Sprachen und Kulturen hinweg gelingt.“ (Lilli Hollein, Generaldirektorin MAK Wien) „Demokratisierung, Dezentralisierung und transparenter, offener Wissenstransfer sind seit der Jahrtausendwende die Kerngedanken von Wikipedia, und sie haben auch in der Gegenwart nichts an Relevanz eingebüßt. Ganz im Gegenteil: 25 Jahre später ist das Generieren und Vermitteln von Wissen aufgrund faktenbasierter Arbeit in Verbindung mit einem lebendig geführten Dialog und konstruktiver Kritik wichtiger denn je.“ (Stella Rollig, Generaldirektorin Belvedere)

„Wir wünschen uns, dass dieser jugendliche Wissensspeicher auch weiterhin existiert und uns beim Leben und bei der Arbeit hilft.“ (Ulrike Lorenz, Präsidentin Klassik Stiftung Weimar) „Lassen Sie uns gemeinsam Horizonte erweitern, den Schutz unserer natürlichen und kulturellen Welt fördern und zu einer informierteren und verantwortungsvolleren Zukunft beitragen.“ (Katrin Vohland, Generaldirektorin Naturhistorisches Museum Wien)

Audioaufnahme von Pausenlärm, ein Geschenk der Fachmittelschule Wien 3

Die Idee für das Projekt entstand beim GLAM-Treffen 2024. Wikimedia Österreich und Wikimedia Deutschland kümmerten sich in den letzten Monaten gemeinsam um die Umsetzung. Eine Schlüsselrolle spielte dabei die engagierte Unterstützung aus dem Support-Team.

Für manche der spendenden Institutionen war der Umgang mit freien Lizenzen und Wikimedia Commons neu, andere brachten bereits langjährige Erfahrung mit. In allen Fällen wurde mit dem gegenseitigen Vertrauensaufbau eine Grundlage für mögliche künftige Kooperationen gelegt. Am wichtigsten ist jedoch das Signal von unterschiedlichsten „Playern“ aus der Mitte der Gesellschaft: eine immense Wertschätzung eurer Arbeit der letzten 25 Jahre. CJ (WMDE), HP (WMDE), MW (WMAT), RL (WMAT), 15.1.

Neuigkeiten von The Wikipedia Library – Januar 2026

Über The Wikipedia Library, die Plattform mit kostenfreiem und größtenteils direktem Zugang zu einer Vielzahl an digital verfügbaren Inhalten für aktive Community-Mitglieder der Wikimedia-Projekte, haben wir an dieser Stelle schon oft berichtet – nun ist wieder mal ein guter Zeitpunkt für ein Update!

Was bringt mir The Wikipedia Library eigentlich?

Viele von euch werden es wissen, aber wir möchten es trotzdem gern erzählen: Mehrere Dutzend internationale große Verlage (Oxford, Cambridge, Springer, Elsevier, JSTOR, De Gruyter usw.) stellen dort Zugänge zu ihren Online-Datenbanken mit Aufsatzsammlungen oder Zeitschriftenarchiven zur Verfügung. Insgesamt sind mehr als eine Million einzelner Aufsätze, Bücher und Zeitschriftenausgaben im Volltext über die Plattform erreichbar. Ein Großteil der Inhalte steht aktiven Community-Mitgliedern ohne Bewerbung über einen Proxy-Zugang für ihr Wikimedia-Benutzerkonto offen; einige Angebote haben jedoch ihren Zugang beschränkt.

Einen Überblick über die verschiedenen Inhalte, sortiert nach Fachgebieten in der deutschsprachigen Wikipedia, haben wir als Team Communitys und Engagement von Wikimedia Deutschland in einer Übersicht zusammengetragen. Dies soll die Überblicksseite über die Partnerorganisationen auf der Plattform ergänzen.

Was gibt es denn Neues?

Pünktlich zum 25. Geburtstag der Wikipedia können wir euch sehr gute Nachrichten mitbringen: Mit Inlibra erweitert eine Plattform mit mehr als 50.000 eBooks und 120 wissenschaftlichen Zeitschriften das Portfolio von The Wikipedia Library. Teil der Plattform sind verschiedenste Wissenschafts- und Fachverlage, wie zum Beispiel C. H. Beck, Deutscher Ärzteverlag, Haufe Lexware, Lehmanns Media, Nomos, UVK und viele weitere – eine abschließende Liste würde den Rahmen dieses Artikels sprengen, sind doch perspektivisch mehr als 100 Wissenschafts- und Fachverlage an dem Angebot beteiligt. Die Plattform Inlibra ist zum 1. Dezember 2025 aus den früheren Angeboten Beck eLibrary, Nomos eLibrary und VDI Verlag-eLibrary entstanden und wird in den kommenden Wochen, Monaten und Jahren kontinuierlich wachsen. Sie deckt bereits jetzt ein breites Spektrum an Fachgebieten ab und es lohnt sich auf jeden Fall, mal einen Blick auf die Inhalte zu werfen. Der Zugang über The Wikipedia Library ist mittels Proxy über das Zugangspaket (Library Bundle) möglich. Das heißt, dass alle, die die Zugangsvoraussetzungen für The Wikipedia Library erfüllen, ab sofort direkten Zugang zu den Inhalten haben.

Im zweiten Halbjahr 2025 gab es einige weitere neue Partnerschaften, auf die wir an dieser Stelle gern auch noch hinweisen wollen:

Du hast Fragen?

Eine Übersicht über das Angebot von The Wikipedia Library gibt es auf der Projektseite, auf der dortigen Diskussionsseite gibt es auch Platz für Fragen, Gedanken und Anmerkungen. In der Übersicht gibt es themenorientierte Strukturierung zum Portfolio. Rabea und Sandro von WMDE, 14.1.

Ich habe Angst

Zuzuschauen, wie das Land, das man liebt, dabei ist zum Auslöser für den Dritten Weltkrieg zu werden, ist nicht schön. Es ist beängstigend. Ich war 2016 erstmals in Grönland und habe mich in die Natur, die Geschichte, die Kultur, die Gesellschaft und vor allem die Sprache verliebt. Ich habe diese Liebe sowohl privat als auch beruflich in mein Leben eingebunden. Die Hälfte meines sozialen Umfelds besteht aus Grönländern, ich habe Grönländisch studiert, ich unterrichte Grönländisch, ich promoviere zu Grönländisch. Ich liebe es, mein Wissen zu Grönland mit Menschen teilen zu können und damit die Möglichkeiten, die Wikipedia bietet. Ich bin stolz auf jeden einzelnen meiner über 2000 Artikel zu Grönland, der Menschen etwas schlauer macht, vor allem, dass ich es geschafft habe, Grönland exzellent zu machen.

Ich habe derzeit wenig Zweifel daran, dass der orange Mann demnächst Grönland besetzen wird und damit den Staat, in dem ich wohne, militärisch angreifen, nur um sein Ego zu pushen. Und ich habe Angst, wie Europa, Russland und China reagieren werden. Ich habe Angst um meine Freunde und Bekannten. Ich habe Angst um das grönländische Volk, das seit Jahrzehnten und Jahrhunderten einen Kampf um seine Existenz kämpft und gewissermaßen das Paradebeispiel einer selbstbestimmten indigenen Gesellschaft ist, und jetzt wegen einem geistesgestörten alten Mann bedroht wird. Ich habe Angst um mein Lebenswerk, dass ein besetztes Grönland ohne Verbindung zu Dänemark das, was ich aufgebaut habe, sinnlos macht, wenn ich in Dänemark bin und Grönland seine Daseinsberechtigung verloren hat. Ich habe Angst davor, dass alles was ich jahrelang geschrieben habe, von einem Tag auf den anderen veraltet und bedeutungslos wird.

Ich lese eure Newsticker, die ihr in die Artikel packt, schon nicht mehr. Ein unfreies Grönland ist nicht mein Grönland. Benutzer:Berihert hat uns Tausende Artikel zur Ukraine geschenkt. Quasi mit dem Tag, als Putin sie hat invadieren lassen, ist Berihert verschwunden, wahrscheinlich weil er es nicht ertragen konnte, über Zerstörung und Tod schreiben zu müssen. Oder dass Dutzende Wikipedianer (ohne Ahnung zur Ukraine) plötzlich sein Themengebiet okkupieren. Ich habe mir Grönland ausgesucht, weil ich da für mich selbst arbeiten kann, und dafür sorgen kann, qualitativ hochwertiges Wissen bereitzustellen, ohne den Missverständnissen und Verdrehungen anderer hinterherlaufen zu müssen. Für diese Arbeit hat mich das Dänische Nationallexikon anerkannt und mich als Fachexperte und Autor zu Grönland angestellt. Wenn ihr das Thema Grönland übernehmen wollt, nur zu, aber dann bin ich hier weg, denn ich kann den Newstickern da nicht hinterherräumen.

Also ja, ich habe auch Angst, der Wikipedia den Rücken zukehren zu müssen. Und ehrlich gesagt habe ich Angst um mein Leben und das Leben meiner Freunde und Bekannten. kenny, 14.1.

Erlesene Wikipedia-Geburtstagslaudatio

Nehmen wir’s als Lichtblick in düsteren Zeiten und als Ansporn fürs eigene fortdauernde Mittun im Jubiläumsjahr: die Wikipedia-Geburtstagslaudatio in der Zeit (8. Januar 2026, S. 25), die hier in Auszügen wiedergegeben sei. Gleich eingangs der Lobrede befindet Stefan Schmitt, es gebe „das Gute im Menschen“ sogar noch im Netz. Man möge halt bezüglich www.wikipedia.org an „jene Viertelmillion Freiwilliger“ denken, „die hier Einträge verfassen, überprüfen und redigieren.“

Weiter heißt es: „Man kann darin das größte ehrenamtliche Produkt unserer Zeit erkennen. Es ist die Kollektivleistung eines Vierteljahrhunderts. Und lebten wir gerade in einer freundlicheren Welt, müsste dieser halbrunde Geburtstag Mitte Januar weltweit die Schlagzeilen bestimmen.: ‚Happy 25th Birthday, Wikipedia!“

Im Gegensatz zu Selbstinszenierungen oder Pöbeleien in sozialen Medien wie TikTok oder X steckten hier unzählige Menschen ihre freie Zeit in Lexikoneinträge zugunsten der übrigen Menschheit, die laut Wikimedia 2025 mehr als fünf Milliarden Lektüre-Stunden in der Wikipedia verbracht habe. Statt der Anmutung der frühen World-Wide-Web-Jahre hinsichtlich Altruismus und Kollaboration im Netz sei man ansonsten beim „Digitalkapitalismus der Plattformen und Influencer“ gelandet. „In diesem Imperium ist die Wikipedia das Widerstandsnest.“

Jedenfalls handle es sich um den vorläufigen Höhepunkt „einer drei Jahrtausende durchmessenden Beschäftigung mit der Frage: Was kann man wissen?“ Beim „filigranen System“ der Wikipedia auf der Basis von Korrekturen, Diskussionen, Reparaturen und Genauigkeit gehe es allerdings mitnichten um ein Wunder oder Weltwunder. „Solche Vokabeln halten einer kritischen Prüfung im Geist der Aufklärung nun wirklich nicht stand! Die Wikipedia ist vielmehr die kollektive Arbeit an etwas, das den Menschen ausmacht. Ein immaterielles Weltkulturerbe.“

In diesem Sinne weiterhin fruchtbares Schaffen wünscht Barnos, 9. 1.

Kleine Freuden (62): 13 Jahre Festivalsommer und 349.966 Dateien

Auch Dein Beitrag in der Fortsetzungs-Reihe Kleine Freuden ist willkommen! Mehr dazu im ersten Kurierartikel 2015Jetzt die bisherigen Ausgaben lesen und selber mitmachen!

Alles begann 2012 mit einem Community-Projekt namens Festivalsommer 2013, das Achim Raschka nach einem Besuch des Wacken Open Airs auf den Weg gebracht hatte. Bei zeitgenössischen Musikerinnen und Musikern gab und gibt es zu wenig Fotos in den Wikipedia-Artikeln. Die Lösung war einfach: wir schaffen hochwertige Foto-Technik zum Ausleihen an und machen die Bilder selbst!

Schon im ersten Jahr fotografierten WikipedianerInnen bei 73 Veranstaltungen und brachten 14.176 Fotos auf die Commons. Die aktuelle Summe für die Jahre 2013-2025 ist noch beeindruckender: 349.966 Fotos liegen mittlerweile unterhalb der Festivalsommer-Kategorie auf unserem zentralen Medienspeicher und illustrieren international unzählige Artikel.

Ich selbst habe 2013 und 2015 auf dem Summerjam-Festival am Fühlinger See in Köln fotografiert, pausiere aber aus familiären Gründen gerade. Am Anfang des Jahres mache ich mir aber immer selbst die Freude und sichte die Bilder des vergangenen Jahres, um den Header von Wikipedia:Festivalsommer zu aktualisieren und wollte Euch daran teilhaben lassen:

Dies ist je ein subjektiv ausgewähltes Hochkant-Foto von jedem Beitragenden aus dem vergangenen Jahr und ich freue mich, dass auch die Zahl der Fotos 2025 (nach dem erwartbaren Pandemie-Tief) erneut deutlich über 35.000 Dateien liegt (und sie wird noch steigen, weil noch Uploads ausstehen). Dabei werden nicht nur Festivals fotografiert: wenn man den Festivalplan 2025 anschaut (über den die Einsätze koordiniert werden), dann sieht man, dass die Spanne vom Basketballspiel über den Fernsehgarten bis hin zur Mallorcaparty und dem Grimmepreis reicht. Die Wikimedia-Vereine unterstützen das Projekt dankenswerterweise nach wie vor. Nicht unerwähnt bleiben darf an dieser Stelle das Wikipedianer-Team, das die Akkreditierungen ehrenamtlich einholt und dokumentiert.

Mitmachen kann jede und jeder! Wie das geht, wenn man im Fotograben direkt vor der Bühne steht und „Three Songs, No Flash“ hört, steht auf Wikipedia:Festivalsommer. mh, 7.1.

ProvoTrollHead: Zur WP-Psychogogik und ihrer Außenwirkung

Besonders in politisch polarisierenden Themenfeldern stellt sich – nicht erst seit gestern, aber immer wieder – die Frage nach dem Umgang mit provokativ oder propagandistisch-politisch motivierten Nicht-Enzyklopädisten. Ein klassisches Szenario: Der Nicht-Nutzer ProvoTrollHead schreibt die Einleitung eines Artikels in seinem Sinne um, wird revertiert und kreuzt kurz darauf auf der Diskussionsseite auf: „Das hat mit Neutralität nichts zu tun, die XXX macht ihr schon in der Einleitung zum Opfer und die YYY lobt ihr in den Himmel – typisch Wikipedia!“ – oder Ähnliches.
Als Reaktion darauf stelle ich kurz zwei idealtypische Modelle vor, die jeweils unterschiedliche Folgen haben können:
Variante A – der (restriktive) Klassiker: Auf die Störaktion folgt auch auf der Diskussionsseite der unmittelbare Revert. Es erfolgt eine sofortige Meldung des Neukontos auf VM und die unmittelbare infinite Sperrung. So wird der Vorgang im Sinne einer (vielleicht vermeintlichen?) Projektruhe für konzentriertes und ressourcenschonendes Arbeiten zügig beendet.
Variante B – der Deliberationspädagoge: Auf den mehr als grenzwertigen Diskussionsseitenkommentar wird dem Nutzer kurz in freundlichem, nicht herablassendem Ton, mit betonter Sachlichkeit und verständlicher Fachlichkeit erläutert, warum der Einleitungstext enzyklopädisch passend ist. Auch ein kurzer Hinweis auf die Regelseiten WP:NPOV, WP:BLG und WP:KTF fehlt nicht. Dabei dient diese Sachlichkeit nicht der Missionierung des Störers, sondern der Dokumentation der eigenen Standards gegenüber ProvoTrollHead und Mitlesenden – es geht dem Deliberationspädagogen nämlich nicht um die Bekehrung des Trolls, sondern um das System und die Sichtbarkeit der Standards. Sollte sich ProvoTrollHead als besonders hartnäckig erweisen, könne ja immer noch VM gestellt und gesperrt werden – so die Haltung des Deliberationspädagogen.

Was sind die anzunehmenden Wirkungen beider Varianten auf ProvoTrollHead und sein Umfeld?
Variante A kann bei ProvoTrollHead einen Märtyrer-Effekt auslösen: Die Sanktion wird als „objektiver“ Beleg für das Narrativ einer unterdrückten Meinung gewertet. In seinen Netzwerken und seinem Bekanntenkreis nutzt er die Sperre (ggf. per Screenshot) zur Verächtlichmachung der Wikipedia und zur Untermauerung gleich mehrerer – mehr oder weniger verschwörungstheoretischer – Narrative. Weiterhin kann diese Erfahrung bei ProvoTrollHead in eine anti-wikipedianische Radikalisierung münden, der er Ausdruck verleiht, indem er mit Sockenpuppen und wechselnden IPs/TKs in den Widerstand geht – dies konterkariert die vermeintliche Zeitersparnis der schnellen Sperre durch späteren administrativen Mehraufwand. Fortan feiert er jede weitere Sperre seiner zahllosen Folgeaccounts in seiner Blase als „Beleg“ für seine Theorie einer Verschwörungspedia.
Bei Variante B bleibt die von ProvoTrollHead erwartete „Zensur-Aggression“ der „Wikipedia-Eliten“ zunächst aus, was die Provokation ins Leere laufen lässt. Dies, so hofft der Deliberationspädagoge, kann die internen und externen Eskalationsdynamiken senken, und es bleibt die Hoffnung, dass ProvoTrollHead sich aus Langeweile zurückzieht. Zudem entzieht die demonstrative Sachlichkeit Dritten Argumente für eventuell gehegte Vorurteile etwa von Verschwörung und Zensur in der Wikipedia. Ein konstruktiv mitwirkender Editor dürfte allerdings auch mit größtem psychogogischem Fingerspitzengefühl nicht aus ProvoTrollHead werden. Auch bleibt das Risiko, dass ProvoTrollHead das auch mithilfe des Deliberationspädagogen erworbene Wissen nutzt, um die Wikipedia noch professioneller zu sabotieren.

Letztlich haben beide Vorgehensweisen Argumente für sich. Es scheint mir jedoch zu wenig beachtet, dass Variante B zwar kurzfristig einen Mehraufwand verursacht, jedoch plausible Annahmen im Sinne einer nachhaltigen Förderung der inneren Kultur und der äußeren Reputation der Wikipedia auf seiner Seite hat. Schützt man (kurzfristig?) die Ruhe durch strikte Exklusion echter (oder vermeintlicher) Störer oder investiert man noch mehr in eine offene, rational argumentierende Kultur, die auch nach außen an Sichtbarkeit gewinnt? Beide Wege haben ihre Kosten und Benefits. Die Annahme, dass möglichst restriktiver gleich möglichst effektiver Schutz vor Trollerei und Sabotage ist, dürfte jedoch falsch sein.

Dieser Artikel kommt wohl 10, 12, 15 Jahre zu spät – dies ist dem Verfasser bewusst, dennoch hat er ihn erst jetzt geschrieben. Ok, 6.1.

Vermisst, verstorben, vergessen, ver....!

"This is the end, Beautiful friend, This is the end, My only friend, the end" (The Doors, 1967)

Als ich vor über 20 Jahren in der Wikipedia anfing, begann gerade der große Boom der Wikipedia. Täglich kamen viele neue Autoren dazu. Manche waren schnell wieder verschwunden, andere blieben länger, manche blieben aufgrund ihrer Artikel, ihrer Aktionen, ihrer Diskussionen im Gedächtnis hängen. Und dann merkte man, dass ein Benutzer schon eine ganze Zeit nicht mehr editiert hat und schnell entstand die Seite Wikipedia:Vermisste Wikipedianer, angelegt durch die inzwischen auch vermisste Elian. Mit der Zeit wurde die Liste natürlicherweise ziemlich lang. Da halt viele, aus welchen Gründen auch immer nicht dauerhaft dabeiblieben. Manchmal kam aber auch der eine oder andere Benutzer nach vielen Jahren wieder und dann war er nicht mehr vermisst. Diese Unordnung scheint aber einigen Bürokraten-Seelen in unserer Wikipedia nicht zu gefallen. Irgendwann wurden alte Vermissten-Einträge in ein Archiv abgeschoben, weil sie erledigt waren oder weil der Autor schon lange nicht mehr aktiv war und eine Rückkehr nicht mehr zu erwarten ist. Im Wesentlichen ist es der gleiche Geist, der dafür sorgt, dass auf deutschen Friedhöfen nach ca. 20 Jahren die Gräber abgeräumt werden.
Und da wir logischerweise, wie Drahreg01 auf der Diskussionsseite der Gedenkseite für verstorbene Wikipedianer, schrieb, alle sterben werden, werden über kurz oder lang auch viele Wikipedianer auf der Seite der Verstorbenen landen. Da es aber „komisch“ ist, Verstorbene ins Archiv zu schieben, soll in Zukunft selektiert werden. Nur wahrhafte und echte Wikipedianer sollen einen Platz in dieser „Ehrenhalle“ erhalten. Wer nur am Artikel über sich selbst editierte oder vielleicht mal als Vandale, Edit-Warrior oder einfach nur unbequem war, wird es in Zukunft schwer haben, dass er in der Erinnerung der Wikipedianer bleibt.
Am Ende laufen alle Bestrebungen der Wikimedia zur Autorengewinnung möglichst viele Autoren zu genieren, ins Leere, wenn derart kontraproduktiv Autoren nur als auswechselbare Schreibsklaven gesehen werden, deren man sich nicht erinnern sollte.
In diesem Sinne erinnere ich hier an die Benutzer Erwin E aus U, Bdk, AN, -jha-, WHell, Thomas Gerstner, Dickbauch, Bananeweizen, Anathema, Guandalug, Achates, Vicky petereit, Asthma, Geisslr, mnh, Peter200, Cornischong, Weissbier, SonniWP, Factumquintus, Redline is courtage, BS Thurner Hof, Sam Gamdschie, Kam Solusar, HaSee, Streifengrasmaus, Ulrich.fuchs, DasBee, Philipendula, Littl, Taube Nuss, Stephan Schwarzbold, Sansculotte, Dr. Shaggeman Ll, 5.1.

Das Projekt Wikinews ist es in seiner jetzigen Ausrichtung wahrscheinlich auch. Dabei ist das traurige Ereignis am Ostermontag nicht einmal die eigentliche Meldung. Problematisch ist vielmehr, dass unser Schwesterprojekt nichts über Papst Leo XIV. zu berichten weiß und seit dem 11. November (Artikel) bzw. seit einer Meldung am 17. November abgetaucht scheint.

Das gleich vorweg: Ein Angebot wie WikiNews braucht es ganz offensichtlich angesichts rückläufiger Abo-Zahlen bei etablierten Medien, angesichts überall hochfahrender Bezahlschranken und Fake News allerorten. Das Engagement der dort noch verbliebenen aktiven Benutzerinnen und Benutzer (die Statistik kennt 20, darunter mindestens 2 Bots) ist höchst ehren- und lobenswert. Gleichwohl kann man mit einem Blick auf die Abruf- und Beitragszahlen nicht daran vorbei, ein deutliches, strukturelles Problem zu erkennen.

Wahrscheinlich war der Projektstart schon schwierig: Wikinews scheint noch heute optisch zu sehr Wikipedia und zu wenig News-Seite, soll heißen: Die DNA des Projekts und die Software-Basis bräuchte eine strukturelle Verbesserung. Die Frage, was freies Wissen mit freien Lizenzen im Zusammenhang mit Nachrichten bedeuten kann, wenn jeder beitragen darf, kann und soll, müsste noch einmal ganz neu beantwortet werden. Daneben bräuchte es wahrscheinlich eine Seite mit klarer Policy, aber dafür mit anderer Optik, anderer Systematik und womöglich auch einer inhaltlichen Neuausrichtung.

Momentan finde ich dort viele Nachrichten, die schon andernorts veröffentlich wurden und die als Quelle genutzt werden. Das ist keine Nische, das ist ein Wettlauf, den ein Wiki-Projekt z. B. gegen News-Aggregatoren nicht gewinnen kann. Medium.com war in den Anfangstagen interessant: Jeder konnte beitragen, über Tags konnte man sich leicht zu einem Thema informieren und die neusten Meldungen sehen. Leider wurde das Projekt ab Beginn stark kommerzialisiert und damit abgewürgt.

Dieser Hinweis hier soll ein Impuls zur Diskussion sein; im Projekt selbst dürfte das wenig Aussicht haben (Disk.). Warum der Wikimedia-Verein z. B. Wikinews nicht als primäre Blog-Basis nutzt, lässt aktuell leider tief blicken. Paintdog (Diskussion), 3.1.

Wartungsbausteinstatistik zum 1. Januar 2026

Datum Qualitätssicherung Überarbeiten Belege fehlen Lückenhaft Veraltet Neutralität NurListe Unverständlich
1. Jan. 2024 29.451 9.021 46.134 15.638 8.616 1.042 193 91
1. Jan. 2025 32.579 (+10,62 %) 8.723 (−3,30 %) 48.657 (+5,47 %) 15.975 (+2,16 %) 9.438 (+9,54 %) 1.012 (−2,88 %) 214 (+10,88 %) 95 (+4,40 %)
1. Jan. 2026 37.483 (+15,05 %) 8.970 (+2,83 %) 51.361 (+5,56 %) 15.949 (−0,16 %) 9.048 (−4,13 %) 1.050 (+3,75 %) 177 (−17,29 %) 87 (−8,42 %)
Petscan [1] [2] [3] [4] [5] [6] [7] [8]
Datum Widerspruch Redundanz Deutschlandlastig Österreichlastig Schweizlastig Lagewunsch Bilderwunsch Defekte Weblinks
1. Jan. 2024 34 2.571 2.117 45 27 4.658 61.728 403.890
1. Jan. 2025 35 (+2,94 %) 2.730 (+6,18 %) 2.141 (+1,13 %) 47 (+4,44 %) 29 (+7,41 %) 4.816 (+3,39 %) 64.158 (+3,94 %) 393.135 (−2,66 %)
1. Jan. 2026 22 (−37,14 %) 2.903 (+6,34 %) 2.166 (+1,18 %) 45 (−4,26 %) 27 (−6,90 %) 4.473 (−7,12 %) 64.389 (+0,36 %) 373.576 (−4,98 %)
Petscan [9] [10] [11] [12] [13] [14] [15] [16]

Bisher nicht in der Statistik erfasst wurden folgende Kategorien (somit ohne Vergleich):

Datum KI-generiert Nur Zitate Link zu Übersetzungshinweis Überbildert Staatslastig Meyers Konversations-Lexikon
1. Jan. 2026 80 645 59 14 2.506 1.344
Petscan [17] [18] [19] [20] [21] [22]

Wer noch weitere Kategorien vermisst, kann diese hier ergänzen. Die Aktualisierung in der Tabelle erfolgt (leider) händisch zum Monatsersten, weshalb die Zahlen zu früheren Jahren sehr lückenhaft sind.

Danke an alle, die bei den Wartungsarbeiten mitgeholfen oder die Wikipedia anderweitig verbessert haben! Frohes Neues, lupe, 1.1.

Public Domain Day 2026

Wie jedes Jahr zum Jahreswechsel werden auch mit dem abgelaufenen Jahr 2025 und dem anlaufenden Jahr 2026 zahlreiche Werke gemeinfrei. Diese Gemeinfreiheit tritt in Deutschland 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers ein, auch wenn sie in einigen Ländern wie den USA noch über weitere Gründe eingegrenzt sein kann. Am 1. Januar feiert der Public Domain Day entsprechend die Werke derjenigen Urheberinnen und Urheber, deren Werke an diesem Tag in die Gemeinfreiheit übergehen, weil nach Ablauf der Regelschutzfrist der Schutz des Urheberrechts erloschen ist. Dementsprechend ist es immer spannend zu schauen, wessen Werke das eigentlich betrifft – einen Überblick bietet die automatisch auf der Basis von Wikidata erstellte Liste Wikipedia:Public Domain Day/2026 in Public Domain, die nach Anzahl von Artikeln in den verschiedenen Sprachversionen sortiert ist. Wie sieht das also 2026 aus?

Maurice Utrillo: Le cirque, 1927

Als allererstes fallen natürlich erstmal zwei große Namen aus den Naturwissenschaften und der Literatur auf: Albert Einsteins Schriften sind nun ebenso gemeinfrei wie die Werke von Thomas Mann. Es folgen etliche weitere Nobelpreisträger wie Alexander Fleming und James Batcheller Sumner und auch Schriftsteller wie Wallace Stevens oder Paul Claudel, aber da befinden wir uns bereits in einer anderen Liga. Unter den Musikern fallen mir persönlich Charlie Parker und George Enescu ins Auge, deren Werke nun in die Gemeinfreiheit übergehen. Persönlich und für meine eigene Wikipedia-Arbeit allerdings am spannendsten sind für mich Künstler, deren Werke ich nun in Artikel einbauen und auf commons bringen darf. Hier sind es vor allem Fernand Léger, Karl Hofer, Max Pechstein, Willi Baumeister und Rudolf Schlichter, die in mein „Beuteschema“ fallen; hinzu kommen mir bislang noch wenig bekannte Künstler wie Yves Tanguy, Maurice Utrillo, Charley Toorop oder Nicolas de Staël – hier gibt es sicher noch einiges zu entdecken. AR, 1.1.

10-Jahres-Hoch bei den Exzellenten 2025

Im letzten Jahr wurde viel gestritten um die Qualität unserer Artikel, die vor allem in den Anfangsjahren als lesenswert und exzellent auszeichnet wurden und den Status bis heute haben. Sie stellen einen wesentlichen Teil der Basis für unseren täglichen „Artikel des Tages“ auf der Hauptseite dar und gerade deshalb stellte Andol zurecht im Juni 2025 die Frage „Artikel des Tages. Ist unser Aushängeschild verrostet?“ Es folgten einige recht konstruktive wie auch unkonstruktive Diskussionen, die zu wiederholen hier wenig hilfreich ist, und mit einer eigenen Reviewseite für die Überarbeitung oder Abwahl der ausgezeichneten Artikel wurde der Versuch begonnen, die teilweise deutlich veralteten und nicht mehr dem heutigen Auszeichnungsstand entsprechenden Artikel zumindest etwas systematischer anzugehen. Im Ergebnis wurde einige Artikel abgewählt, andere deutlich verbessert und der Prozess läuft auch 2026 weiter; viele der ausgezeichneten Artikel gehören hier noch auf den Prüfstand.

Zugleich gaben diese Diskussionen aber wohl auch einen kleinen Schub für einige AutorInnen, neue Artikel für eine Auszeichnung kandidieren zu lassen. Für 2025 gab es dadurch ein 10-Jahres-Hoch bei den Exzellenten - die Anzahl der als exzellent ausgezeichneten Artikel in 2025 betrug 68 Artikel, damit zwei mehr als 2021 (66) und zwei weniger als 2015 (70). Bei den Lesenswerten waren es immerhin 73 neu ausgezeichnete, wobei einer im gleichen Jahr noch hochgestuft wurde. Dank Krib haben wir eine tagesaktuelle Statistik der ausgezeichneten Artikel, in der wir diese Entwicklungen verfolgen können.

Insgesamt haben wir aktuell 4442 lesenswerte und 2950 exzellente Artikel, hinzu kommen 710 als informativ ausgezeichnete Listen und Portale. Wie eingangs geschrieben, stellen diese Artikel die Basis für den täglichen „Artikel des Tages“ auf der Hauptseite dar - um dort präsentiert zu werden, muss ein Artikel eine entsprechende Auszeichnung haben. Püppen, der die Organisation der Hauptseitenartikel fast durchgehend allein bzw. zusammen mit Josef Papi übernimmt, wies im vergangenen Jahr mehrfach darauf hin, dass eine größere Auswahl gerade neuer ausgezeichneter Artikel sehr wünschenswert bis dringend notwendig sind, um hier Qualität und Diversität in ausreichendem Maße auch in Zukunft zu gewährleisten - ihm gehen die Artikel aus, die noch nie präsentiert wurden, und gerade hier machen die älteren Auszeichnungen entsprechend die genannten Probleme. Ein persönlicher Ausblick und Wunsch: Die Qualität der Artikel sollte weiterhin erste Prämisse sein - und das sollten wir auch in Zukunft nach außen zeigen. Es wäre schön, wenn sich beide Trends aus 2025 - Kontrolle und Überarbeitung älterer ausgezeichneter Artikel UND neue Auszeichnungen aus möglichst vielen Themenbereichen - auch 2026 fortsetzen. Von meiner Seite ein Dank an alle, die dabei helfen und mitmachen. AR, 1.1.

Zwischen Regelkonformität und Darstellungspraxis

WP25 steht vor der Tür. Ich möchte das zum Anlass nehmen, eine eher grundsätzliche Meta-Frage aufzuwerfen, die mir in verschiedenen Diskussionen (u.a. zu Kolonialthemen, Paid Editing und KI-Unterstützung) immer wieder begegnet ist. Aus meiner Sicht ist Neutralität weniger ein Zustand, der sich allein über Regeln herstellen lässt, als eine praktische Aufgabe: Wie Relevanz aus Quellen abgeleitet wird, wie stark unterschiedliche Aspekte gewichtet werden - und wo dadurch Leerstellen entstehen. Formale Regelkonformität und enzyklopädischer Ton allein garantieren noch keine inhaltlich ausgewogene Darstellung.

Gleichzeitig verändern sich die Rahmenbedingungen deutlich: mehr organisierte Interessen, mehr bezahltes Schreiben, mehr KI-gestützte Textproduktion bei gleichzeitig begrenzter Zeit und Energie der ehrenamtlich Aktiven. Das führt nicht zwingend zu falschen Artikeln, aber zu anderen, subtileren Verzerrungsmustern als früher. Ich schreibe das nicht als Kritik an einzelnen Bearbeitungen oder Personen, sondern als Einladung zur Meta-Reflexion: Unter welchen Bedingungen funktioniert das Wikipedia-Verfahren heute besonders gut und wo könnten wir gemeinsam nachschärfen, auch ganz konkret in der täglichen Arbeit am Schreiben, Gewichten und Überarbeiten von Artikeln?

Die Frage ist dabei weniger, wer recht hat, als wie wir diese Punkte gemeinsam weiterdenken wollen. Ich würde mir sehr wünschen, dass diese Fragen im Jubiläumsjahr 2026 strukturiert, offen und mit einem gewissen Mut zur gemeinsamen und strukturierten Selbstreflexion aufgegriffen werden. Dabei denke ich das ausdrücklich ergebnisoffen. Vielleicht entstehen daraus im Laufe von 2026 konkrete, partizipative Projekte. Vielleicht zeigt sich auch, dass ein Meta-Rahmen sinnvoller ist, der bestehende Initiativen, Diskussionen und Experimente bündelt, vergleichbar macht und ihre Ergebnisse sichtbar zusammenführt.

In jedem Fall erscheint mir das Jubiläum ein guter Anlass, diese Fragen nicht nur fallweise oder reaktiv zu verhandeln, sondern sie einmal bewusst auf die gemeinsame Agenda zu setzen. Jens Best, 31.12.

Wikipedia – das freie PR-Magazin?

„Wikipedia – die freie Enzyklopädie“, heißt es. Ich bin mir nicht sicher, ob das für unsere Artikel so pauschal noch stimmt. Das Projekt will für ehrenamtliche Arbeit, Unabhängigkeit und Neutralität stehen, die Wikipedia gilt vielen als eine der letzten nicht werbeverseuchten Ecken des Internets. Allerdings ist Wikipedia, von vielen unbemerkt, seit Jahren ein attraktives Ziel professioneller Öffentlichkeitsarbeit, insbesondere im Bereich von Unternehmensartikeln und Biografien.

Mitte Dezember habe ich eine umfangreiche Recherche zu diversen PR- und Paid-Editing-Agenturen betrieben. Prominentestes Ergebnis dieser offwiki-Recherche waren meine Erkenntnisse zu user:Einfach machen Hamburg, der im Zuge der von mir deshalb initiierten Adminanfrage wegen systematischer Umgehung von SG-Auflagen und dem verschleierten Abkippen von PR-Texten infinit gesperrt wurde. Inwiefern sich da seitdem einige Mitglieder einer gewissen lokalen Community zugunsten des EmH-Geschäftsmodells eingeschaltet haben, finde ich auch bemerkenswert, soll aber nicht Thema dieses Kurierartikels sein. Mir geht es vielmehr darum, dass der Fall von EmH kein Einzelfall ist, hier sind ja zahlreiche Agenturen mit ähnlich dubiosen Geschäftsmodellen, mit denen ein ehrenamtliches Projekt finanziell ausgeschlachtet werden soll, unterwegs, von der Weltraumagentur über die Wikimeisterei bis hin zu Olaf Kosinsky, Problemfälle haben wir mehr als genug. Ein für mich besonders interessantes Ergebnis meiner Recherche war der Blick ein Stück hinter die Kulissen, wie der Kontakt mit Kunden so läuft, wie die Angebote gestaltet sind, was man an Referenzen vorzuweisen hat und insbesondere, wie lukrativ das Geschäft eigentlich ist.

Ein kurzer Einblick: Anbieter versprechen meist zunächst eine Relevanzprüfung, bevor überhaupt mit der Texterstellung begonnen wird. Recherche, Textentwurf im Benutzernamensraum, Quellenaufbereitung, formale Anpassung an Wikipedia-Konventionen sowie die „begleitende Kommunikation mit der Community“ sind Teil des Leistungsumfangs. Auffällig ist, dass die Betreuung regelmäßig über mehrere Monate angelegt ist und ausdrücklich auch „Reaktionen auf Rückfragen“, „Argumentation mit Moderatoren“ oder fortlaufende Anpassungen umfasst. Teils wird zudem explizit mit der Optimierung der Inhalte für Sprachmodelle und KI-Systeme geworben, also über die Wikipedia hinausgehende Verwertungsinteressen adressiert. Die von Agenturen verlangten Preise liegen – je nach Artikelthema und Leistungsumfang – zwischen 950 und 2.900 Euro pro Artikel. Und an Aufträgen mangelt es denen durchaus trotz der üppigen Preise nicht, da wird einiges im Jahr umgesetzt.

Wie erfolgreich Paid Editing ist, hängt nicht zuletzt davon ab, wie die Community darauf reagiert. Der Fall EmH ist insofern für mich interessant wegen den Reaktionen, die er ausgelöst hat. Auffällig ist dabei weniger Uneinigkeit über das Ob des Problems als über das Wie des Umgangs.

Ein wiederkehrendes Argumentationsmuster lautet: Solange Artikel formal regelkonform erscheinen oder eine gewisse Mindestqualität aufweisen, seien weitergehende Maßnahmen problematisch. Paid Editing wird dabei, unabhängig davon wie werbeverseucht der Text ist, als erlaubt oder bei nachgewiesenen Regelverstößen zumindest als sekundär dargestellt, entscheidend sei allein die Relevanz oder Artikelwürdigkeit des Themas, man könne die Artikel ja überarbeiten oder verbessern. Gerade diese Sichtweise stabilisiert das Geschäftsmodell: Solange von Bezahltschreibern verfasste Artikel im Artikelnamensraum verbleiben und regulär „abgearbeitet“ werden, bleibt Wikipedia für Auftraggeber attraktiv. Die Kosten, in Form von Zeit, Konflikten und Frustration, tragen dabei überwiegend die Ehrenamtlichen. Nicht selten verlagert sich die Debatte auf die Frage, ob bestimmte Maßnahmen formal zulässig sind, statt darauf, ob sie dem Projekt langfristig schaden oder nützen.

Seitens einiger wird die Thematisierung von Paid Editing als störender empfunden als das Paid Editing und die dadurch entstandenen unenzyklopädischen Texte selbst. Wer systematisch auf Zusammenhänge hinweist, Geschäftsmodelle offenlegt oder strukturelle Konsequenzen fordert, sieht sich rasch mit dem Vorwurf konfrontiert, zu polarisieren, Konflikte zu suchen, zu dramatisieren oder „das Projekt zu beschädigen“. Die Essenz dieser Dynamik ist ernüchternd: Der Überbringer der Botschaft gilt mitunter als größeres Problem als das Geschäftsmodell, das kritisiert wird. Aus meiner Sicht ist ein ähnlich großes Problem wie das Paid Editing selbst der verbreitete Impuls, das Thema möglichst geräuscharm zu behandeln. Oft scheint es mir ein unbewusster Antrieb zu sein, das Bild der ehrenamtlich erstellten, ausschließlich durch Spenden finanzierten Enzyklopädie nicht zu beschädigen – oder, weniger wohlwollend gelesen, um funktionierende Grauzonen nicht grundsätzlich infrage zu stellen. Bislang mag das ganze Thema keine allzu große Bedrohung für den Ruf der Wikipedia darstellen, außer dem Kosinsky-Fall ist wohl bisher wenig davon prominent nach außen gedrungen, aber ich bin nicht davon überzeugt, dass das so bleiben wird.

Hinzu kommt meiner Ansicht nach als eines der allgemein größten Probleme des Projekts eine ausgeprägte systemimmanente Trägheit. Teile der Community hängen noch immer einem Mantra aus den frühen Projektjahren an: Wachstum als Selbstzweck, lieber ein abgrundtief schlechter Artikel als kein Artikel („Die Nordsee ist ein Mehr“), bloß nichts löschen. Dieses Denken mag in einer Phase sinnvoll gewesen sein, in der Wikipedia um Sichtbarkeit und eine gewisse inhaltliche Grundsubstanz kämpfen musste. In einem Zeitalter, in der das Projekt gezielt als PR-Instrument genutzt wird, man für qualitativ beschissene Infos auch einfach die KI seines Vertrauens fragen kann und man mit der Wartung des Bestandes auch ohne die Werbeseuche schon kaum hinterherkommt, wirkt es jedoch zunehmend aus der Zeit gefallen. Geht mir eigentlich schon immer so, aber ich bin auch erst seit 2015 dabei.

Zum Abschluss noch eine persönliche Anmerkung: Ich habe in meinem Leben sicherlich schon mindestens eine hohe vierstellige Anzahl an Stunden Lebenszeit in das Projekt gesteckt, ohne jemals einen einzigen Cent dafür zu erhalten, und Geld will ich dafür auch nicht. Aber es kotzt mich an, dass ein Projekt, das vor allem auf der Basis von zahlreichen anderen Menschen, die ebenfalls wertvolle Lebenszeit hier reinstecken, funktioniert, von einigen wenigen Heuschrecken für den eigenen Vorteil ausgeschlachtet wird. Das ist mein Antrieb dabei, bezahltes Schreiben zu bekämpfen, auch wenn einem dabei ja immer gerne alle möglichen anderen sinistren Motive unterstellt werden, warum man das macht. Und aktuell bin ich hochgradig genervt, weil ich einen Riesenhaufen an PR-durchsetzten Artikeln im ANR sehe, aber keine wirkliche Aussicht auf Besserung. Ich weiß nicht, ob ich unendlich lange ehrenamtlich dem Müll von Leuten, die dafür auch noch fürstlich entlohnt werden, diesen in die Wikipedia zu kippen, hinterherräumen möchte, da habe ich aufbauendere andere Freizeitbeschäftigungen. Guten Rutsch ins Neue Jahr allen Lesenden. Ico, 31.12.

WLE International

Am 19. Dezember 2025 fand sehr kurzfristig die internationale virtuelle Siegerehrung für die Sieger von Wiki Loves Earth 2025 statt. Die internationalen Sieger sind bei wikilovesearth veröffentlicht und werden in den nächsten Tagen auf den Commons eingestellt. Der Kurier war bei der Siegerehrung live dabei.

Aus Deutschland sind drei Bilder in den internationalen Top 10 vertreten.

Sven Damerows Bilder waren das deutsche Siegerbild auf dem Bronzerang und der siebte Platz aus dem Bereich Detail/Macro. Markusmachtphotos hatte sich für Wiki Loves Earth 2025 angemeldet und exakt ein Foto hochgeladen, mit dem er den internationalen Wettbewerb im Bereich Landschaft gewinnen konnte.

Die Fotos wurden von einer internationalen Fachjury gewählt.

Herzlichen Glückwunsch an die beiden Fotografen! Vielen Dank an alle, die bei Wiki Loves Earth mitgemacht haben. Z t, 19.12.

P.S. Am 30. Dezember wurde die Sonderwertung für Human Rights and Environment veröffentlicht. Auch hier befindet sich ein Bild aus Deutschland unter den Preisträgern. Wir gratulieren Benutzer:LNA-DEV zum Bild Dead bird baby tried to swallow plastic. Ailura

Münchner Wikipedia-Vielfalt

Vorbemerkung: Den Beitrag habe ich gestern beim DTA-Jahresabschlusstreffen als Impuls-Vortrag gehalten. Der Kollege Ziko hatte Pimpinellus gebeten, die in mehreren Kurierbeiträgen von uns angesprochenen Münchner MUC-KulturTour-Aktivitäten in einem größeren Zusammenhang darzustellen . Da wir ohnehin zum Jahresende das Thema beleuchten wollten, haben wir zu dritt, Doris Fuchsberger, Pimpinellus und ich, den Vortrag ausgearbeitet.Traffi

Die Münchner Wikipedia-Säulen

Für Außenstehende ist der erste Zugang zur Münchner Wikipedia das Portal:München, unterteilt in Projekt, Stammtisch, WikiMUC, MUC-KulturTouren. Das Portal bietet einen Einstieg in die annähernd 25 000 Artikel zum Thema München. Die zweite Säule, das Wiki-Projekt München ist auf die Verbesserung der München-Artikel ausgerichtet. Portal und Projekt haben eine gemeinsame Diskseite. In ihr diskutieren wir zu Münchenthemen, zum Beispiel jüngst über eine Ausstellung zu „Münchner Jüdinnen und Juden im Portrait“ oder aktuell zu einem Fotowunsch für ein Porsche-Auto von 1930 im Sudetendeutschen Museum.
Säule Nummer drei ist der Münchner Wikipedia-Stammtisch, der älteste deutschsprachige Wikipediastammtisch. Er findet einmal im Monat abends in wechselnden Gaststätten statt, im Sommer im Biergarten. Für Treffen mit Teilnehmern von weiter her, die werktags keine Zeit haben, haben wir in München seit 2019 am letzten Sonntag im Monat ein Stammtischtreffen am Vormittag und zwar im Café Isarlust im Alpinen Museum, häufig mit anschließendem Kulturprogramm.
Die vierte Säule von Wikipedia in München ist das WikiMUC, das 2016 gegründete Münchner Wikipedia-Büro, das sich selbst als Treffpunkt und Veranstaltungsort von und für Autorinnen und Autoren der Wikipedia in München und Umgebung versteht. Finanziert wird das WikiMUC durch WMDE. Es ist eins von sechs lokalen Wikipedia-Räumen in Deutschland.

Fünfte Säule: Das Kooperationsprojekt

Eine Münchner Besonderheit ist die fünfte Säule, die MUC-KulturTouren, abgekürzt MUC•K•T, wo auch ich aktiv bin. Das MUC•K•T kooperiert mit Münchner und bayerischen Kultureinrichtungen, auf deren Einladung wir Archive, Museen, Bibliotheken, Sammlungen, Kirchen und historische Gebäude besuchen und dort an Wikipedia-Artikeln arbeiten und fotografieren. Als medialer Ansprechpartner der Kultureinrichtungen sind wir zu Pressekonferenzen und Ausstellungseröffnungen eingeladen, haben freien Eintritt, bekommen kostenlos Kataloge.
Initiiert haben das MUC•K•T - Projekt der im vorigen Jahr leider viel zu früh verstorbene Kollege Renardo la vulpo, die Kulturhistorikerin Doris Fuchsberger und der Kollege Pimpinellus. Inzwischen sind die Leute aus den mit uns kooperierenden Kultur- und Bildungseinrichtungen fester Bestandteil des Projekts. Einige von ihnen schreiben an sie betreffenden Artikeln, meist mit verifiziertem Account, sie kommen auf uns zu mit ihren Anliegen, oder wir kontaktieren sie, wenn aktueller Bedarf ist. Häufig kommen sie zu unseren Sonntagstreffen ins Café Isarlust, und sie laden uns zu Führungen und Diskussionen zu sich ein.

Einige von uns sind Mitglieder in den Freundeskreisen von Archiven, Bibliotheken und Museen, wie von Doris und Pimpinellus kürzlich hier im Kurier beschrieben. Ein gutes Beispiel ist die Kooperation mit dem Deutschen Museum, wo der Kollege Stefan Karl voll integriert ist. Als Hauptautor des Wikipedia-Eintrags hat er einen guten Draht zu Gerrit Faust, dem Leiter der Museums-Kommunikation und zum Archiv und der Bibliothek des Museums. Er war kürzlich eingeladen zum Führungswechsel von Wolfgang Heckl zu Michael Decker und erhielt jüngst eine Auszeichnung als Museums-Experte.

Wir Münchner besuchen auch gerne die Wikipedia-Stammtische in Augsburg und Innsbruck, und helfen dort gelegentlich beim Organisieren von Kultur-Touren, zuletzt in Innsbruck, wo wir zum Stammtischtermin eine Führung im Botanischen Garten und im Alpingarten Patscherkofel organisierten.

Soziale Vielfalt

Hin und wieder werden wir gefragt, wie das alles läuft bei uns im MUC-KulturTour-Projekt. Als wir diesen Beitrag zusammengestellt haben, waren wir selbst erstaunt über die inzwischen 51 KulturTouren von MUC•K•T allein in diesem Jahr, mit über 250 Teilnehmern. Auf die Frage, wer wir sind, hat unser Freund Renardo mal im Kurier geantwortet: „Die wir uns hier an den MUC-Stammtischen und den zahlreichen MUC-KulturTouren einfinden sind eine heterogene Schar von Wikipedianerinnen und Wikipedianern. Wir gehen behutsam miteinander um, wir sind junge und alte, teils Neulinge, teils Wikipedia-Urgesteine, fleißige und weniger fleißige Wikipedia-Autorinnen und -autoren oder auch nur an Wikipedia Interessierte. Wir helfen uns gegenseitig, sind zuverlässige Ansprechpartner der Münchner und bayerischen Kultureinrichtungen, wir diskutieren über Bilder, die einige von uns gezielt und in hoher Qualität erstellen und in Commons hochladen, wir reisen und feiern gerne, zuletzt das 50-jährige Zusammensein zweier unserer Wikifreunde“.

Eine kleine Ergänzung von mir zur sozialen Vielfalt der Münchner Wikipedia: Anfang Dezember kontaktierte uns ein früher sehr aktiver Wikipedianer, der auch in der hebräischen Wikipedia aktiv war, aus der Pflegestation eines Münchner Altenheims. Wir kümmern uns jetzt um ihn, und versuchen, die Teilnahme von ihm an unserem Jahresabschluss-Stammtisch zu organisieren.D.F.PiTr • 17.12.2025

Die JWP treffen sich in … Franken

Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr bekamen wir JWP die Chance, uns in Präsenz zu treffen und hatten mit dem FürthWiki-Laden in der wunderschönen Fürther Altstadt einen tollen Zusammenkunftsort. Schon kurz nach der Ankunft im winterlich-kalten Mittelfranken bekamen wir eine Einführung in das FürthWiki als lokales Stadtwiki von Zonebattler, der uns am folgenden Tag auch auf eine kleine Stadttour mitnahm, vorbei an Rathaus, Ludwig-Erhard-Zentrum und Fachwerkhäusern aus vergangenen Jahrhunderten. Darüber hinaus durften wir im Jüdischen Museum Franken ein Stück von Fürths jüdischer Geschichte erleben, eine eindrucksvolle Stadthistorie geprägt von diffusen Herrschaftsgefügen und Assimilationsbestrebungen bis hin zu Nazi-Schrecken und Vertriebenenzuflucht.

Ansonsten widmeten wir uns vor allem unserer JWP-Arbeit: Wie bringen wir Menschen unserer Generation den Wert von freiem, von Menschen dargestellten Wissen nahe? Wie könnte ein Online-Konzept des bereits bestehenden Formats Jugend editiert zur Gewinnung neuer junger Wikipedianer aussehen? Wie können wir Hürden für Interessierte möglichst gering halten? Außerdem ging es um Diskriminierung und Fake News, zum Beispiel in alternativen Enzyklopädie-Konkurrenzprojekten, als auch eine mögliche Repräsentation unseres Netzwerkes in den sozialen Medien. Debatten zu unserer Zielsetzung als junge Wikipedia-Beiträger verbunden mit der Frage nach Neutralität, Diversität und Inklusionsanspruch mündeten unter anderem in den Planungen bezüglich einer möglichen Änderung unseres Namens „Jungwikipedianer“ hin zu einem geschlechtsneutraleren Begriff.

Letztlich waren auch die Struktur und die Selbstorganisation der JWP sowie eine konkretere Rollenverteilung und Wissensweitergabe ein Thema, dessen wir uns annahmen. Neben Diskussionen und inhaltlichem Austausch blieb selbstverständlich auch ein bisschen Zeit für fröhliches Beisammensein, so zum Beispiel beim Spielen des Wikipedia-Rätselspiels Redactle und beim Zocken am Kicker. Ganz herzlich bedanken wollen wir uns beim FürthWiki und natürlich dem Team von WMDE, das uns stets begleitet und unglaublich unterstützt. Insgesamt ein wirklich tolles Wochenende, das schon Vorfreude aufs nächste Mal bringt! Mojnsen 04.12.

Grandiose Renaissance

Mit Wikipedia unterwegs zu Meisterwerken der italienischen Renaissance aus den großen Museen Italiens, dargeboten diesseits der Alpen, im Diözesanmuseum Freising. Eingeladen hatte uns Museumsleiter Christoph Kürzeder zu einer privaten Führung bei der Feier eines runden Geburtstags unseres Wikipediafreunds Pimpinellus.

Selten zuvor waren in Deutschland Bilder und Skulpturen der Renaissance aus berühmten Museen von Florenz, Mailand bis Rom in dieser Fülle zu sehen. Wir waren zu zwölft dort, Christoph führte uns die epochale Zeitenwende in der Renaissance vor Augen, wie Kunst und Kultur sie verkörpert, eine Geschichtsstunde par excellence.

„Göttlich!“ ist der Titel der Ausstellung mit ihren 65 exquisiten Exponaten. Buch, Religion und Kunst sind wie in Sandro Botticellis „Madonna mit dem Buch“ (Madonna del Libro) zentrales Thema der Renaissance-Show, die viel über Bildung, Erziehung und Freundschaft erzählt, und über die Macht der Bilder über das Leben der Menschen. Beim Versuch Christoph Kürzeders, die Werke der Renaissance zu charakterisieren, merkt man schnell: Es ist eine Zeit, in der sich etwas verschiebt. Gott wird nicht kleiner, aber näher. In der italienischen Renaissance verliert das Göttliche seine Unnahbarkeit, nicht aber seine Würde. In den Leihgaben aus den italienischen Museen, die gezeigt werden, tritt diese neue Sicht auf Gott und die Welt deutlich hervor.

Besonders faszinierend für mich: Die Ausstellung spannt den Bogen von den spirituellen Anstößen in den Wortbildern in Dantes Jenseitsreise und Petrarcas Poesie hin zu den bildlichen Darstellungen der Renaissance. Das Nebeneinander von Madonna Dantesca und der Madonna Petrarcesca ist nicht zufällig, es sind zwei wenig bekannte Renaissance-Madonnen, die in ihrem Mantelsaum Zitate des jeweiligen Großdichters enthalten, Petrarcas Schwärmerei in Sonetten und Sestinen für Laura geht über in den Lobgesang auf Maria in Dantes Göttlicher Komödie.

Herzlichen Dank an Christoph Kürzeder und an seine Kollegin Anna-Laura de la Iglesia für dieses großartige Erlebnis! Die Exkursion nach Freising war übrigens die letzte von insgesamt 49 KulturTouren im Rahmen unserer MUC•K•T - Aktivitäten in diesem Jahr.

Die Bilder von unserem Ausflug zum Freisinger Domberg sind hier in Commons dokumentiert, die fotografierten Meisterwerke der italienischen Renaissance haben wir hier in Commons hochgeladen.

Wer Lust und Zeit hat für dieses kulturelle Highlight, die Renaissance-Ausstellung läuft noch bis zum 11. Januar 2026, hier der Link dazu.D.F, 01.12.2025

KURZMELDUNGEN (zu Langmeldungen)

Weitere Nachrichten


Grüße aus dem Deutschen Quiz-Verein

Seit Sommer 2025 betreue ich (Steffen) die Rubrik „10 der Woche“ bzw. „10 am Donnerstag“ auf der Website des Deutschen Quiz-Vereins e. V., in der zweimal pro Woche jeweils zehn von den Vereinsmitgliedern verfasste Übungsfragen präsentiert werden. Zum heutigen Wikiläum habe ich ein kleines Geburtstagsquiz rund um die Wikipedia gebastelt. Jede der zehn Fragen bezieht sich auf eine der zehn Kategorien (Geschichte; Politik und Wirtschaft; Kunst und Kultur; Literatur und Medien; Musik; Film und Fernsehen; Lifestyle und Technik; Sport und Spiele; Welt und Natur; Wissenschaft), in die die DQV-Quizze eingeteilt sind. Das Quiz soll natürlich nicht zuletzt ein kleines Dankeschön aus einer Community an eine andere sein, die in ihrem Bedürfnis nach Wissen und Wahrhaftigkeit gerade im Jahr 2026 sicherlich stärker als je vereint sind. Herzlichen Glückwunsch und vielen Dank an uns alle! slg 15.01.

DTA: KI einfach erklärt

KI auf der Couch
Künstliche Intelligenz begegnet uns inzwischen fast überall – doch wie funktionieren KI-Chatbots eigentlich? Beim Digitalen Themenabend „KI einfach erklärt“ am 2. Februar werfen wir einen Blick hinter die Kulissen moderner Sprachmodelle – allgemeinverständlich, ganz ohne technischen Tiefgang.

Die Präsentation zeigt, warum KI-Texte oft erstaunlich flüssig und überzeugend klingen, obwohl dahinter kein echtes „Verstehen“ steckt. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf sogenannten Halluzinationen: Antworten, die sprachlich sicher wirken, aber inhaltlich falsch sind. Anhand anschaulicher Beispiele wird erklärt, warum solche Fehler systembedingt ganz normal sind, weshalb KI keine verlässlichen Quellen ersetzt – und welche Ansätze es gibt, dieses Problem künftig zu entschärfen.

Gerade im Wikipedia-Kontext wird deutlich: ChatBots können beim sprachlichen Formulieren unterstützen, beim Recherchieren und Belegen oder beim Schreiben von Artikeln stoßen sie jedoch schnell an ihre Grenzen. Die Anmeldung erfolgt wie immer auf der Seite WP:DTA. Vorschau: Am 19. Februar stellen sich die Jungwikipedianer bei einem Digitalen Themenabend vor. Salino01 11.01.

Wikiliebe im Jahr 2025

Wir alle wissen, dass sich Wikiliebe eigentlich nicht messen lässt und dass es oftmals kleine unbemerkte Gesten sind, mit denen wir der einen Mitstreiterin oder dem anderen Mitstreiter unsere Wertschätzung entgegenbringen.

Es gibt zwei Projekte innerhalb der Wikipedia, in denen im letzten Jahr viele Artikel von Benutzern für andere Benutzer geschrieben wurden; diese sind „Drei Wünsche frei“ und WP:Weihnachten. Die Motivation hinter der Wunscherfüllung kann ganz unterschiedlich aussehen, so kann es ein gezieltes Geschenk für jemand anderes sein, ein interessanter Artikelwunsch, den man in der Liste entdeckt hat, oder einfach purer Zufall, dass zwei Benutzer sich für dasselbe Thema interessieren und sich einer einen Artikel wünscht, der anderenorts verfasst wird, ohne dass von dem Wunsch gewusst wurde.

Durch Erfüllung solcher Artikelwünsche sind im Jahr 2025 in beiden Projekten 158 Artikelwünsche erfüllt worden (133 Artikel bei Drei Wünsche frei und 25 Weihnachtsgeschenke bei WP:Weihnachten). Meine persönliche Meinung ist, dass dies eine sehr schöne Anzahl an Artikeln ist, über die sich sicherlich die meisten Beschenkten sehr freuen durften, sofern sie noch in der Wikipedia aktiv sind. Auch in diesem Jahr kann hieran weiter angeknüpft werden, beziehungsweise wurde gestern zu meiner Freude mit Ximenia americana bereits der erste Artikelwunsch dieses Jahres erfüllt. In diesem Sinne wünsche ich allen ein glückliches Jahr 2026, auch voller Wikiliebe. ef, 3.1.

Wikimania 2026: Bewerbungsfrist endet am 4. Januar/Jänner

Logo der Wikimania
Logo der Wikimania

Kleine Erinnerung: Noch bis zum 4. Januar/Jänner ist die Bewerbung für Teilnahmeförderungen für die Wikimania 2026 in Paris bei Wikimedia Österreich und Wikimedia Deutschland möglich. Alle Informationen zum Bewerbungsprozess gibt wie gewohnt es auf Wikipedia:Wikimania 2026/Teilnahmeförderung. Wikimedia Österreich vergibt 6 Teilnahmeförderungen, Wikimedia Deutschland vergibt 20 Einzel- und 5 Tandemstipendien. sandro (wmde), 2.1.

2026 ist da

Das Rennen um den ersten Artikel des Jahres verlief weit weniger aktiv, so glaubt der Beobachter, da nur zwei Artikel mit der Uhrzeit 23:59 Uhr um wahrscheinlich nur Sekunden zu früh eingegangen sind, nämlich zum Historiker Matthias Bähr von Benutzer:Armin P. und zum Ortsartikel Sparbu von Benutzerin:CaroFraTyskland (beide genau 23:59:59 Uhr veröffentlicht). Harmonischer Analysator von Benutzer:PaulT ist der erste Artikel des Neuen Jahres (genau 00:00:00 Uhr). Mit dem Zeitstempel 0:00 Uhr gingen noch vier weitere Artikel ein, in der folgenden Reihenfolge: Ihr seid doch auch nicht besser(ebenfalls 00:00:00 Uhr) und Stresz (genau 00:00:03 Uhr), beides Musikartikel von Benutzer:Gripweed sowie zur Pilotin Maria Wardasówna von Benutzer:1rhb (genau 00:00:09 Uhr), der Ortsartikel Erdőtelek von Benutzer:JasN folgte (genau 00:00:33 Uhr). Die Seite Wardas war die erste Begriffsklärungsseite des Jahres, ebenfalls durch 1rhb (genau 00:00:42 Uhr).

Allen Wikipedianern sei ein gesundes und glückliches neues Jahr gewünscht. Auf daß sich Wünsche erfüllen und Erfolg einstellt, immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel bleibt und ein paar Münzen im Geldbeutel. Früher dienten diese zum Telefonieren in der Not, aber wo zum Teufel gibt es noch Telefonzellen? Meine Oma würde hier nicht schließen ohne den Wunsch, daß der Frieden erhalten bleiben soll, aber ich bin mir da leider nicht so sicher, ob das realistisch ist. Hoffen wir das Beste! MaB 1.1.

Sekundengenaue Zahlen nachgetragen. DerHexer, 2.1

Wikipedia @ 39C3

Wikipedia @ 39C3

Der CCC veranstaltet seinen alljährlichen Chaos Communi­cation Congress und Wikipedia-Themen sind vertreten: Mathias Schindler berichtete von seiner Recherche über KI-generierte Inhalte mit halluzinierten ISBNs. Die Aufzeichnung des Vortrags (auf Englisch) ist bereits live.

Wikimedia ist im Free Knowledge Habitat vor Ort und richtet auch eigene Talks und Veranstaltungen zu Wikidata, Wikipedia und weiteren Themen aus.Korrupt 29.12.

Ideen für die WLX-Sonderpreise

Bald beginnt das neue Kalenderjahr und damit auch das neue WLX-Jahr. Dafür findet im Januar 2026 das jährliche Vorbereitungstreffen in Fürth statt. Ein wichtiges Thema werden die Sonderpreise sein. Vergangenes Jahr hatten wir im Kurier um eure Vorschläge für WP:Wiki Loves Earth und WP:Wiki Loves Monuments gebeten. Es waren tolle Ideen dabei - tiergenerierte Objekte, Deutsche Einheit, Eisenbahninfrastruktur oder Neobiota.

Aus diesem Grund bitten wir wieder um eure Ideen und Wünsche. Wichtig ist, dass ein Sonderpreis nicht zu exklusiv ist, sondern allen die Teilnahme ermöglicht. Das heißt regional beschränkte Sonderpreise sind nicht geeignet - "Bäume in Rügen" oder "Industrie im Saarland" sind spannende Themen aber zu regional. In den vergangenen Jahren hatten wir unter anderem bedrohte Kulturdenkmale, Friedhöfe, Bauernhöfe oder Geodiversität als Sonderpreise. Wir haben vor die Sonderpreise mit einem großen Vorlauf in Bezug auf die Wettbewerbe bekanntzugeben, dass ihr euch vorbereiten könnt.

Teilt uns eure Ideen oder Wünsche unter Wikipedia:WLX/Sonderpreis mit - konkret wie Säugetiere, abstrakt wie Denkmale aus Sicht von Kindern oder technisch wie Kugelpanoramen.

Und nicht vergessen am 1. Februar beginnt Wiki Loves Folklore. Weihnachten, Silvester, die Raunächte oder der Festtag der heiligen drei Könige sind nur einige Traditionen und kulturelle Ereignisse, die ihr dafür fotografieren könnt. Z t28.12.

Das WikiCon-Jahr 2025 endet mit spektakulären Ergebnissen

Wir möchten euch die Ergebnisse der Evaluation der diesjährigen WikiCon in Potsdam nicht vorenthalten. Erst einmal einen großen Dank an die über 250 Teilnehmenden, die unseren Fragebogen so sorgfältig ausgefüllt haben, ihr helft uns damit bei der Planung der nächsten WikiCon wirklich sehr. Doch nun zu einigen Highlights:

  • 95% der Befragten empfanden die WikiCon als sehr gut / eher gut. (Dieser Wert freut uns als Orga-Team wirklich sehr)
  • Besonders freuen wir uns, dass der Anteil der weiblichen Teilnehmenden weiter angestiegen ist. Er lag in diesem Jahr bei 37 % (Zum Vergleich: 2024: 32 %, 2019: 20 %).
  • Besonders gefallen hat den Teilnehmenden die Location (96%). Ein Tagungshotel zu nutzen, bei dem die Hotelzimmer und Tagungsort unter einem Dach sind, war für uns ein Experiment und ist überaus positiv bewertet worden. Das werden wir zukünftig bei der Auswahl der Location verstärkt berücksichtigen.
  • Auch die Programmgestaltung hat euch in diesem Jahr richtig gut gefallen.

Für das nächste Jahr gibt es aber auch noch Verbesserungsmöglichkeiten. Dazu zählt unter anderem die bessere Kennzeichnung des Essens, etwas was uns seit einigen Jahren beschäftigt. Da wird sich das OrgaTeam im nächsten Jahr definitiv etwas einfallen lassen. Ein anderer Schwerpunkt wird sein, wie wir mit den Online-Teilnehmenden noch besser interagieren können.

Neugierig geworden und Lust auf detaillierte Infos? Dann schaut doch einmal hier vorbei.

Ein schönes Weihnachtsfest wünscht euch das begeisterte OrgaTeam aus Potsdam. 24.12.

Dark Mode – die dunkle Seite der Wikipedia

Irgendwas passt hier noch nicht...

Seit gut 1,5 Jahren ist der Dark Mode im Vektorskin 2022 verfügbar. In dieser Zeit wurde viel getestet, nachjustiert und verbessert – und insgesamt funktioniert die dunkle Darstellung der Wikipedia inzwischen überraschend gut. Gleichzeitig zeigt sich aber auch, dass die Umsetzung nicht in allen Bereichen trivial ist.

Der kommende Digitale Themenabend am 7. Januar widmet sich dem aktuellen Stand des Dark Mode. Nach einem kurzen Rückblick auf die Entwicklung dunkler Darstellungsmodi geht es vor allem um praktische Erfahrungen aus dem Wikipedia-Alltag: Wie verhalten sich Tabellen, Grafiken und Infoboxen im Dark Mode? Welche Standards greifen zuverlässig – und wo kommt es weiterhin zu unerwarteten Darstellungsproblemen, etwa bei individuell gefärbten Elementen oder Vektorgrafiken ohne eigenen Hintergrund?

Der Themenabend bietet einen kompakten Überblick über den Status quo, offene Baustellen und mögliche nächste Schritte. Anmeldung und Zugangsdaten wie immer unter WP:DTA. Salino01 23.12.

Die Zeit zwischen den Marathons

Die Adventswochenenden sind vorbei und damit auch die vier Etappen des vorweihnachtlichen Artikelmarathons. 503 Artikel sind entstanden, 125,75 pro 3-Tages-Zeitraum oder im Schnitt knapp 23 Artikel pro Teilnehmer. Herausragend waren: Fabrice Dux, der Marathonexperte, mit 120 Punkten, Herausforderer MeCorbeau mit 103 Punkten und Pechristener mit 67 Punkten. Neugierig geworden? Es geht weiter. Wer Zeit und Lust hat, kann ab Heilig Abend zwischen Festtagsessen und Silvesterböllern am Jahresendmarathon teilnehmen. Es gibt wieder vier Etappen, diesmal am Stück, und am 4. Januar wird ausgezählt. Anmeldung hier. Ob ihr teilnehmt oder nicht: Ich wünsche allen eine schöne Zeit und einen guten Jahreswechsel. Auf bald. HvW, 22.12.

Dankeskampagne startet heute

Ab dem heutigen Freitag bedankt sich Wikimedia Deutschland für knapp zwei Wochen bei allen Leserinnen und Leser für das Erreichen des Spendenziels. Wie immer wird das Dankesbanner nur nicht eingeloggten Usern angezeigt. Weitere Informationen findet ihr im Community-Portal. Angenehme Feiertage wünscht TM, 19.12.

Asteroid nach Wikipedianer benannt

Im Jahr 2013 geschah es das erste Mal, dass ein Asteroid einen Namen mit Wikipedia-Bezug erhielt, als ein Asteroid den Namen (274301) Wikipedia bekam. Am gestrigen 15. Dezember 2025 war es wieder so weit. Der circa sieben Kilometer durchmessende Asteroid (59483) 1999 HN11 erhielt den Namen (59483) Corranplain, benannt nach Corran Daemon Plain (1999–2024). Corran war in der englischsprachigen Wikipedia vielen unter dem Benutzernamen Vami IV bekannt. Er war ein junger und sehr engagierter Wikipedianer, der 13 lesenswerte und 12 exzellente Artikel geschrieben hat. In der Widmung zur Benennung wurde auch auf die vielen Kondolenzen auf seiner Diskussionsseite hingewiesen. G. K., 16.12.

Urlaub des Förderteams von WMDE über den Jahreswechsel

Fuchs im Schnee

Die Feiertage rücken näher und damit auch die Urlaubszeiten zwischen den Jahren: Das Team für die Förderung bei Wikimedia Deutschland wird vom 22. Dezember bis zum 4. Januar im Urlaub sein, in diesem Zeitraum ruht dann auch die E-Mail-Bearbeitung von community( @ – at-Zeichen für E-Mail )wikimedia.de. Ab dem 5. Januar sind wir wieder zurück. Da die letzte Woche schnell vorbeiziehen wird, schon einmal vorab: schöne Feiertage euch allen und kommt gut durch die restliche Zeit des Jahres. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit im neuen Jahr! Moritz (WMDE), 15.12.

Neue Geschäftsführerin der Wikimedia Foundation

Bernadette Meehan

Bernadette Meehan, ehemalige Botschafterin der USA in Chile und davor Vice President der Obama Foundation, wird ab Januar 2026 die WMF führen. Mehr dazu im Blog der Foundation. Sv, 09.12.

Save the Date: Treffen zu KI und Wikipedia

Vom 6.-08.03.2026 stellt WMDE den Rahmen, dass sich interessierte Community-Mitglieder zum Thema KI vor Ort in Berlin austauschen können. Mehr dazu auf der Projektseite. Merle (WMDE), 09.12.

DTA: Jahresabschlusstreffen 2025

Jahresabschlusstreffen 2025

Zum Jahres­ende laden wir euch herzlich am 17. Dezember zum letzten Digitalen Themen­abend des Jahres 2025 ein! Beim tradi­tionellen Jahres­abschluss­treffen wollen wir gemeinsam auf das Wikipedia-Jahr 2025 zurück­blicken: Welche Entwicklungen haben uns bewegt? Welche Diskussionen haben Spuren hinterlassen? Und welche Ereignisse bleiben in Erinnerung?

Wie immer erwarten euch vielfältige 5-Minuten-Vorträge von Wikipedianerinnen und Wikipedianern aus unterschiedlichen Bereichen. Die kurzen Inputs geben einen abwechslungsreichen Überblick über große und kleine Themen des Jahres – und natürlich bleibt genügend Raum zum Nachfragen und gemeinsamen Austausch. Wir hoffen, dass für alle etwas dabei ist.

Kommt gern vorbei und lasst uns das Jahr in guter Gesellschaft ausklingen! Anmeldung wie immer unter WP:DTA. Salino01 06.12.

Wiki Loves Preisverleihung 2025

Wir freuen uns auf tolle Fotos, Preistragende und auf euch! Seid gerne am 05. Dezember 2025 online oder vor Ort in Berlin dabei. Mehr zur Veranstaltung findet ihr hier Holger (WMDE), 03.12.