Die Herkunft der Eröffnung wird bereits 1857 in von der Lasas „Leitfaden für Schachspieler“ erwähnt: „Dieser in Wien übliche Zug des Springers“ (S. 47), in der Auflage von 1880 desselben Werkes heißt es: „daher der Name Wiener Partie“ (S. 61). Die ursprüngliche Idee, zunächst die Zentralfelder d5 und e4 zu überdecken und dann eine Art verzögertes Königsgambit mit f2–f4 zu spielen, stammt von dem Wiener Schachmeister Carl Hamppe, wurde im 19. Jahrhundert aber auch „von anderen Wiener Meistern kultiviert.“ (von Bardeleben und Mieses: „Lehrbuch des Schachspiels“, Leipzig 1894, S. 297)
Die Eröffnung wird heutzutage meist positionell behandelt (also ohne den Vorstoß f2–f4). Es fällt Weiß dabei schwer, den Anzugsvorteil zu behaupten. Deshalb wird diese Eröffnung zwischen Großmeistern nur selten gespielt.
Alexei Suetin: Lehrbuch der Schachtheorie, Sportverlag Berlin, 1974.
László Jakobetz, László Somlai: Die Wiener Partie. Dreier, Ludwigshafen 1994, ISBN 3929376121.
John Shaw: The King's Gambit. Quality Chess, Glasgow 2014, ISBN 978-1-906552-74-9, S. 137–196 (englisch), enthält diverse Varianten zu den oben genannten Gambits Pierce-Gambit, Hamppe-Allgaier-Gambit sowie Hamppe-Muzio-Gambit.