WiR2020
| WiR2020 | |
|---|---|
| Parteivorsitzende | Antje Bartels |
| Gründung | 14. Juni 2020 |
| Hauptsitz | Bad Homburg |
| Website | wir2020partei.eu |
WiR2020 (Kurzbezeichnung: W2020 oder WiR2020)[1] ist eine im Juli 2020 im Umfeld der Proteste gegen Schutzmaßnahmen zur COVID-19-Pandemie in Deutschland von Querdenken-Aktivist Bodo Schiffmann mitgegründete[2][3] deutsche Kleinpartei.
Die Partei hat ihren Sitz in Bad Homburg vor der Höhe. Parteivorsitzende ist Antje Bartels, ihr Stellvertreter ist Wolfgang Romberg.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Nachdem der HNO-Arzt Bodo Schiffmann die von ihm im Frühjahr 2020 gegründete Partei Widerstand 2020 im Sommer wieder verlassen hatte,[4] fungierte er als Mitgründer von WiR2020. Schiffmann erhielt weitgehende Sonderrechte innerhalb der Partei. Nach Auseinandersetzungen mit Generalsekretär Kai Pauling verließ Schiffmann im August 2020 die Partei wieder.[5]
Eva Rosen, Mitorganisatorin der Frauen-Bustour zur Demonstration gegen die Corona-Schutzmaßnahmen,[6] wurde zwischenzeitlich zur Parteivorsitzenden, verließ jedoch im Januar 2021 die Partei ebenso, um danach Mitglied in der Partei DieBasis, hervorgegangen aus Widerstand 2020, zu werden.[5][4]
Parallelpartei
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Nach einem Online-Parteitag im August 2020 erkannte ein Teil des dort abgewählten Vorstands den Parteitag nicht an. Sie führen die Partei parallel unter der Schreibweise Wir2020 weiter.[7] Diese Partei hat ihren Sitz in Hamburg und wird von Andreas Burkhardt geführt. Beide Parteien wurden am 9. Juli 2021 vom Bundeswahlausschuss zur Bundestagswahl 2021 als Partei anerkannt.[8] WiR2020 reichte nur in Baden-Württemberg eine Landesliste ein. Diese wurde vom Landeswahlausschuss zurückgewiesen, weil Unterlagen nicht frist- und formgerecht eingereicht wurden.[9]
Programmatik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Partei sieht sich als parlamentarisches Instrument der Corona-Maßnahmen-Kritiker. Ziele sind „die Rücknahme sämtlicher Gesetzesmaßnahmen im Zusammenhang mit den sogenannten COVID-19-Maßnahmen“ und „die Einsetzung eines außerparlamentarischen Untersuchungsausschusses zur sogenannten COVID-19-Pandemie“. Außerdem stehen die Stärkung des Mittelstands und eine „Friedenspolitik auf Augenhöhe“ im Programm.[10]
Rezeption
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Partei wird die Verbreitung von Verschwörungserzählungen vorgeworfen.[11]
Wahlergebnisse
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Zur Landtagswahl in Baden-Württemberg 2021 am 14. März trat die Partei in 68 von 70 Wahlkreisen an[2] und erhielt 0,8 Prozent der Stimmen.[12]
WiR2020 erreichte bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt 2021 1.649 Stimmen, was einem Stimmenanteil von 0,2 % entspricht.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Satzung der Partei beim Bundeswahlleiter
- 1 2 Landtagswahl 2021 in Baden-Württemberg. In: SWR Aktuell. 1. April 2021, abgerufen am 20. Februar 2026.
- ↑ "Ich kann mich doch nicht ein halbes Jahr vergraben?" – NRWZ.de, abgerufen am 7. April 2021
- 1 2 "Querdenker"-Arzt Bodo Schiffmann gibt als Parteichef auf, abgerufen am 7. April 2021
- 1 2 „Widerstand“ im Prenzlauer Berg: Das sind die Parteien der „Corona-Leugner*innen“ – Belltower.News, abgerufen am 7. April 2021
- ↑ Frauen Bustour: Mit dem Schwurbel-Bus durch Deutschland – Belltower.News, abgerufen am 7. April 2021
- ↑ Gegner der Corona-Politik gründen Parteien. 4. Juli 2021, abgerufen am 5. Juli 2021.
- ↑ 53 Parteien können an der Bundestagswahl 2021 teilnehmen - Der Bundeswahlleiter. Abgerufen am 9. Juli 2021.
- ↑ S. W. R. Aktuell, S. W. R. Aktuell: Landeslisten von 24 Parteien zur Bundestagswahl zugelassen. Abgerufen am 31. Juli 2021.
- ↑ Corona-Demonstrationen - Wer marschiert da zusammen? In: Deutschlandfunk. 10. Dezember 2020, abgerufen am 7. Februar 2021.
- ↑ „Widerstand“ im Prenzlauer Berg: Das sind die Parteien der „Corona-Leugner*innen“. 22. Januar 2021, abgerufen am 6. Februar 2021 (deutsch).
- ↑ Vorläufiges Ergebnis der Landtagswahl 2021 mit Vergleichsangaben von 2016, Land Baden-Württemberg. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, 15. März 2021, abgerufen am 15. März 2021.