Westerwelle Foundation
| Westerwelle Foundation – Stiftung für internationale Verständigung[1] (WF) | |
|---|---|
| Rechtsform | Stiftung des bürgerlichen Rechts |
| Bestehen | seit Dezember 2013 |
| Stifter | Guido Westerwelle, Ralph Dommermuth |
| Sitz | Berlin |
| Zweck | Stärkung der Demokratie |
| Vorsitz | Michael Mronz[2] |
| Geschäftsführung | Oliver Reisner[3] |
| Stiftungskapital | 100.000 Euro (2023)[4] |
| Bilanzsumme | 683.076 Euro (2023)[4] |
| Mitarbeiterzahl | 6 |
| Website | westerwelle-foundation.com |
Die Westerwelle Foundation – Stiftung für internationale Verständigung ist eine gemeinnützige und rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts mit Sitz in Berlin. Gegründet wurde sie im Dezember 2013 von Guido Westerwelle, Bundesminister des Auswärtigen a. D., und Ralph Dommermuth, Vorstandsvorsitzender und Gründer der United Internet AG. Ziel der Stiftung ist es, weltweit Demokratie in Um- und Aufbruchländern durch die Förderung und den Ausbau der Mittelschichten in diesen Ländern zu stärken. Um dieses Ziel zu erreichen, engagiert sich die Stiftung vor allem im Bereich der Existenzgründung und der beruflichen Bildung.
Zweck
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der internationale Einsatz für Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, die soziale Marktwirtschaft, Toleranz sowie die politische und wirtschaftliche Teilhabe stehen im Mittelpunkt der Stiftungstätigkeit.[5]
Satzungsgemäß verfolgt die Stiftung folgende gemeinnützige Zwecke nach § 52 Abgabenordnung:[1]
- Förderung internationaler Gesinnung, der Toleranz auf allen Gebieten der Kultur und des Völkerverständigungsgedankens (§ 52 Abs. 2 S. 1 Nr. 13 AO)
- Förderung der Entwicklungszusammenarbeit (§ 52 Abs. 2 S. 1 Nr. 15 AO)
- Förderung der Erziehung, Volks- und Berufsbildung einschließlich der Studentenhilfe (§ 52 Abs. 2 S. 1 Nr. 7 AO)
Projekte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Gemeinsam mit Partnern unterhält die Stiftung verschiedene Programme und Projekte in den Bereichen Existenzgründungsförderung, berufliche Bildung und Vernetzung.
WSH (Westerwelle-Startup-Häuser)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Es gibt vier Startup Häuser in Afrika: Tunis (Tunesien), Kigali (Ruanda), Arusha (Tansania) und Mombasa (Kenia). Die Westerwelle Foundation möchte mit den Startup Häusern junge Gründer auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit unterstützen. Die WSH bieten Einzelbüros und Co-Working Spaces sowie die dazugehörige Infrastruktur: einen Arbeitsplatz mit Internet und Drucker sowie Besprechungs-, Seminar- und Aufenthaltsräume. Neben der Bereitstellung der benötigten Infrastruktur, bieten die Startup Häuser ein unterstützendes Netzwerk von Gründern aus unterschiedlichen Branchen, die sich mit Wissen und den Erfahrungen gegenseitig unterstützen.[6][7]
Das erste WSH entstand 2016 in Tunis gemeinsam mit dem Berliner Verein enpact.[8] Das Startup Haus in der Innenstadt von Tunis ist Anlaufstelle und zentraler Treffpunkt für Existenzgründer und junge Menschen. Das Zentrum bündelt in Kooperation mit lokalen Partnern bestehende Initiativen und Angebote unter einem Dach: Startups, angehende Gründer und Interessierte erhalten in dem Zentrum den nötigen Büroraum und Technik, die Gelegenheit zum Austausch mit Gleichgesinnten, den Zugang zu nationalen und internationalen Programmen, Beratung und Workshops sowie Kontakt zu potentiellen Investoren, Behörden und Rechtsberatung.
2018 eröffnete in Kigali das Startup Haus in Zusammenarbeit mit der evonik Stiftung.[9] und 2022 das bisher größte WSH in Arusha in Zusammenarbeit mit dem Unternehmer Paul Gauselmann[10].
Veranstaltungen, Konferenzen und Debattenbeiträge
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In aktuelle Debatten bringt die Stiftung sich regelmäßig durch Namensbeiträge in überregionalen Medien ein.[11][12]
Organisation und Mitgliedschaften
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Vorstand setzt sich aus Michael Mronz als Vorsitzendem und Ralph Dommermuth zusammen. Die Westerwelle Foundation ist im Lobbyregister für die Interessenvertretung gegenüber dem Deutschen Bundestag und der Bundesregierung eingetragen und hat bislang (Stand 2026) keinen Einfluss auf konkrete gesetzgeberische Regelungsvorhaben genommen. Des Weiteren ist sie Mitglied im Bundesverband Deutscher Stiftungen.[2]
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 Satzung der Westerwelle Foundation – Stiftung für internationale Verständigung. FragDenStaat.de, abgerufen am 16. August 2016 (PDF; 53 kB).
- 1 2 Registereintrag Westerwelle Foundation - Stiftung für internationale Verständigung. Abgerufen am 12. April 2026.
- ↑ Über uns. Abgerufen am 12. April 2026.
- 1 2 Prüfungsbericht zur Jahresrechnung für das Geschäftsjahr 2023. (PDF; 1,93 MB) 2. August 2024, abgerufen am 12. April 2026.
- ↑ Severin Weiland: Zukunft des Ex-Außenministers: Westerwelle gründet „Westerwelle-Foundation“. In: Spiegel Online. 18. Dezember 2013, abgerufen am 11. März 2016.
- ↑ Westerwelle Foundation - Stiftung für internationale Verständigung: Gründerzentrum in Tunis | Westerwelle Foundation - Stiftung für internationale Verständigung. In: Westerwelle Foundation - Stiftung für internationale Verständigung. Abgerufen am 7. Dezember 2016.
- ↑ Enpact launches Startup Haus in Tunisia, Mohammad M. Azraq, wamda, 22. März 2016
- ↑ Severin Weiland: Krebsbehandlung: Westerwelle liegt wieder im Krankenhaus. In: Spiegel Online. 10. März 2016, abgerufen am 11. März 2016.
- ↑ Westerwelle Startup Haus opens doors in Kigali, Gabriella Mulligan, disrupt-africa.com, October 5, 2018
- ↑ Westerwelle Foundation eröffnet drittes Startup Haus in Afrika. 10. Oktober 2022, abgerufen am 20. Oktober 2023.
- ↑ Alexander Vogel: Kontinuität nur durch Wandel. In: Die Welt. Abgerufen am 11. März 2016.
- ↑ Alexander Vogel: Für Europa, für Afrika, für die Demokratie. In: TheEuropean. 24. Januar 2016, abgerufen am 11. März 2016.