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Westerharl

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Westerharl
Stadt Walsrode
Koordinaten: 52° 55′ N, 9° 40′ OKoordinaten: 52° 55′ 14″ N, 9° 40′ 13″ O
Fläche: 2,26 km²[1]
Eingemeindung: 1. April 1952
Eingemeindet nach: Kroge
Postleitzahl: 29699
Vorwahl: 05161
Westerharl (Niedersachsen)
Westerharl (Niedersachsen)
Lage von Westerharl in Niedersachsen

Westerharl ist ein dörflicher Ortsteil der Stadt Walsrode im Heidekreis in Niedersachsen. Innerhalb von Walsrode gehört Westerharl zur Ortschaft Kroge. Bis 1952 existierte im Landkreis Fallingbostel die Gemeinde Westerharl, zu der neben dem Dorf Westerharl auch Benefeld gehörte.

Das kleine Dorf Westerharl liegt an der Landstraße von Walsrode nach Soltau etwa einen Kilometer südwestlich von Kroge und acht Kilometer nordöstlich der Walsroder Kernstadt. Die Bomlitz fließt östlich am Dorf vorbei.

Die Bauerschaft Westerharl gehörte vor den Napoleonischen Kriegen zum Amt Fallingbostel des Kurfürstentums Hannover.[2] Von 1811 bis 1813 gehörte der Ort zu Frankreich und dort zum Kanton Walsrode im Departement der Wesermündung.[3] 1814 fiel Westerharl an Hannover zurück und gehörte dort zunächst zur Amtsvogtei Fallingbostel-Soltau sowie ab 1852 zum Amt Fallingbostel.[4][5] 1867 fiel die Gemeinde Westerharl mit dem gesamten Königreich Hannover an Preußen und gehörte dort seit 1885 zum Kreis Fallingbostel.

Im Südwesten des Gemeindegebiets rund um den Hof Benefeld entstanden ab 1935 im Zuge der Ausweitung der Bomlitzer Sprengstoffindustrie Industriesiedlungen und Arbeiterlager, was zu einem starken Bevölkerungsanstieg der Gemeinde Westerharl führte.

Am 1. April 1952 wurde das alte Dorf Westerharl mit 112 Einwohnern und einer Fläche von 2,26 km² in die nordöstliche Nachbargemeinde Kroge umgemeindet.[1] Der Rest der Gemeinde Westerharl mit 2633 Einwohnern und einer Fläche von 2,57 km² bildete fortan die Gemeinde Benefeld. Die Gemeinde Kroge mit dem Dorf Westerharl wurde am 1. März 1974 im Rahmen der Gebietsreform in Niedersachsen nach Bomlitz eingemeindet.[6] Bomlitz wiederum wurde am 1. Januar 2020 Teil der Stadt Walsrode.[7]

Einwohnerentwicklung

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Jahr Einwohner Quelle
181281[3]
1845124[4]
1871201[8]
188579[9]
1895112[10]
1910122[11]
1925124[12]
19391141[12]
19502745[13]

Einzelnachweise

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  1. 1 2 Statistisches Bundesamt: Gebietsänderungen 1952
  2. ↑ Christoph Barthold Scharf: Der Politische Staat des Churfürstentum Braunschweig-Lüneburg. Johann Georg Berenberg, Lauenburg 1777 (google.de).
  3. 1 2 Albrecht Friedrich Ludolph Lasius: Der Französische Kayser-Staat unter der Regierung des Kaysers Napoleon des Grossen im Jahre 1812. Kißling, Osnabrück 1813, S. 115 (google.de).
  4. 1 2 Friedrich W. Harseim, C. Schlüter (Hrsg.): Statistisches Handbuch für das Königreich Hannover. Schlüter, Hannover 1848, S. 111 (google.de).
  5. ↑ Verordnung, die Bildung der Amtsgerichte und untern Verwaltungsbehörden betr., vom 7. August 1852
  6. ↑ Statistisches Bundesamt: Gebietsänderungen 1974
  7. ↑ Statistisches Bundesamt: Gebietsänderungen 2020
  8. ↑ Volkszählung 1871
  9. ↑ Volkszählung 1885
  10. ↑ Volkszählung 1895
  11. ↑ Der Kreis Fallingbostel im Gemeindeverzeichnis 1900. In: gemeindeverzeichnis.de. Uli Schubert, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 27. April 2023.
  12. 1 2 Michael Rademacher: Fallingbostel. Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006. In: eirenicon.com.
  13. ↑ Regionales Gemeindeverzeichnis-Informationssystem GV-ISys (mit historischen Bevölkerungszahlen)