Werner Ströbele
Werner Ströbele (* 8. März 1955 in Tübingen)[1] ist ein deutscher Historiker. Er arbeitete als Museums- bzw. Kulturamtsleiter in Reutlingen.
Leben und Wirken
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Nach seiner Reifeprüfung 1974 am Eugen-Bolz-Gymnasium in Rottenburg am Neckar studierte Werner Ströbele an der Eberhard Karls Universität Tübingen Empirische Kulturwissenschaft, Geschichtliche Landeskunde und Soziologie. 1981 legte er dort die Magisterprüfung ab. 1986 promovierte er in Tübingen bei Hermann Bausinger über die Anfänge der „Tübinger Chronik“ von 1845 bis 1854, der ersten Lokalzeitung in Tübingen. Am Württembergischen Landesmuseum absolvierte er ein Volontariat in der dortigen Abteilung für Volkskunde. Im Jahre 1986 übernahm er die Leitung des Heimatmuseums Reutlingen bzw. des Stadtmuseums Reutlingen. Ab 2004 leitete er außerdem das Kulturamt der Stadt Reutlingen. 2020 trat er in den Ruhestand.[2] Zu seinen zahlreichen Veröffentlichungen gehören neben Ausstellungskatalogen Arbeiten zur Geschichte der Region Reutlingen/Tübingen.
Veröffentlichungen (Auswahl)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- (Red.): „Ich bin zwischen die Zeiten gefallen“. Hermann Kurz – Schriftsteller des Realismus, Redakteur der Revolution, Übersetzer und Literaturhistoriker. Stadtmuseum Reutlingen, 1988, ISBN 3-927228-16-8.
- Hiesiges. Die Anfänge der Lokalpublizistik am Beispiel der „Tübinger Chronik“ (= Untersuchungen. Bd. 75). Tübinger Vereinigung für Volkskunde, Tübingen 1990, ISBN 3-925340-67-X (= Dissertation Universität Tübingen).
- Die Anfänge eines Mediums. Zur Geschichte des lokalen Teils in den württembergischen Zeitungen des 19. Jahrhunderts. In: Hans-Peter Biege (Hrsg.): Massenmedien in Baden-Württemberg (= Schriften zur politischen Landeskunde Baden-Württembergs. Bd. 17). Kohlhammer, Stuttgart 1990, ISBN 3-17-009218-9, S. 72–86.
- (Red.): 19. Jahrhundert – Weg in die Moderne. Heimatmuseum Reutlingen, 1997, ISBN 3-927228-77-X.
- Reise nach Reutlingen 1862. Stereoskopbilder des norwegischen Fotografen Knud Knudsen. Heimatmuseum Reutlingen, 1997.
- mit Martina Schröder (Bearb.): Mühlen und Maschinen. Der Beginn der Industrialisierung an der Echaz. Heimatmuseum Reutlingen, 1999, ISBN 3-933820-03-0.
- mit Barbara Scholkmann: Unter Putz und Pflasterstein. Bauforschung und Mittelalterarchäologie in Reutlingen. Stadtverwaltung Reutlingen, 1999, ISBN 3-927228-80-X.
- (Red.): Freia Kurtz. Das plastische Werk. Heimatmuseum Reutlingen, 1999, ISBN 3-927228-98-2.
- mit Martina Schröder (Red.): 50er Jahre in fünfzig Erinnerungen. Stadtverwaltung Reutlingen, 2000, ISBN 3-933820-18-9.
- Mittelalter und Kirchengeschichte. Katalog zur Dauerausstellung. Stadtverwaltung Reutlingen, 2000, ISBN 3-933820-02-2.
- mit Martina Schröder (Red.): „Alle Jahre gibts nicht Wein“. Weinbau und Weingärtnerkultur in Reutlingen. Heimatmuseum Reutlingen, 2001, ISBN 3-933820-32-4.
- (Hrsg.): Alb hoch drei. Die Schwäbische Alb in drei Reutlinger Museen. Städtische Galerie, Reutlingen 2006, ISBN 3-933820-81-2.
- mit Werner Unseld und Martina Schröder: Wo Daimer Maybach traf. Gustav Werners christliche Fabriken. Stadtverwaltung Reutlingen, 2009, ISBN 978-3-939775-06-5.
- Zur Geschichte der Reutlinger Mutschel und ihrer Gebräuche. In: Reutlinger Geschichtsblätter. N.F., Bd. 49 (2010), S. 349–390.
- Zur Geschichte des Reutlinger Heimatmuseums. In: Wilhelm Borth (Hrsg.): Beiträge zur Geschichte Reutlingens und der Region. Festschrift für Heinz Alfred Gemeinhardt. Reutlinger Geschichtsverein, Reutlingen 2012, ISBN 978-3-939775-32-4, S. 169–184.
- mit Andreas Vogt (Hrsg.): Hermann Kurz: Liebeszauber. Frühe Erzählungen aus Reutlingen. Oertel + Spörer, Reutlingen 2013, ISBN 978-3-88627-342-3.
- (Hrsg.): Bosch und Reutlingen. 50 Jahre Automobilelektronik und Arbeitswelten. Stadtverwaltung Reutlingen, 2014, ISBN 978-3-939775-41-6.
- (Hrsg.): Wohl behütet und versorgt! 100 Jahre Kita Gmindersdorf und Emilienkrippe. Stadt Reutlingen, 2015, ISBN 978-3-939775-50-8.
- 900 Jahre Bronnweiler – Aspekte der Ortsgeschichte. In: Reutlinger Geschichtsblätter. N.F., Bd. 55 (2016), S. 195–214.
- (Hrsg.): Verlorene Spuren. Schwäbische Auswanderung in den Kaukasus 1817. Stadtverwaltung Reutlingen 2017, ISBN 978-3-939775-60-7.
- (Hrsg.): Der „Luther Schwabens“. Matthäus Alber. Stadt Reutlingen, 2017, ISBN 978-3-939775-62-1.
- (Hrsg.): Ulrich Hägele: Heimat zwischen Demokratie und Kultur. Fotografien von Walter Kleinfeldt 1920–1945. Stadt Reutlingen, 2018, ISBN 978-3-939775-67-6.
- Reutlingen. Der Stadtführer. Oertel + Spörer, Reutlingen 2019, ISBN 978-3-88627-373-7.
- Zur Geschichte des Reutlinger Schwörtags. In: Reutlinger Geschichtsblätter. N.F., Bd. 60 (2021), S. 9–54.
- Rittergut und dänische Herrschaft. Die letzten Jahre der Gutsherrschaft in Hirrlingen. In: Der Sülchgau. Bd. 66/67 (2022/2023), S. 103–125.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Eigener Lebenslauf in der Dissertation an der Universität Tübingen 1986.
- ↑ Roland Hauser: Kulturamtsleiter Werner Ströbele nach 34 Jahren verabschiedet. In: Reutlinger Generalanzeiger. 1. Oktober 2020; Ralph Bausinger: Werner Ströbele geht in den Ruhestand. In: Reutlinger Generalanzeiger. 10. September 2020.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Ströbele, Werner |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Historiker und Museums- bzw. Kulturamtsleiter |
| GEBURTSDATUM | 8. März 1955 |
| GEBURTSORT | Tübingen |