Weiterode
Weiterode Stadt Bebra | ||||
|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | 50° 57′ N, 9° 49′ O | |||
| Höhe: | 204 m ü. NHN | |||
| Fläche: | 10,86 km²[1] | |||
| Einwohner: | 2203 (2. Okt. 2018) HW+NW[2] | |||
| Bevölkerungsdichte: | 203 Einwohner/km² | |||
| Eingemeindung: | 31. Dezember 1971 | |||
| Postleitzahl: | 36179 | |||
| Vorwahl: | 06622 | |||
Blick auf Weiterode vom Aussichtspunkt „Stirnpilz“ | ||||
| Weiterode: Einwohnerzahlen von 1834 bis 2018 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1834 | 761 | |||
| 1840 | 784 | |||
| 1846 | 786 | |||
| 1852 | 775 | |||
| 1858 | 733 | |||
| 1864 | 804 | |||
| 1871 | 786 | |||
| 1875 | 856 | |||
| 1885 | 935 | |||
| 1895 | 1.069 | |||
| 1905 | 1.292 | |||
| 1910 | 1.358 | |||
| 1925 | 1.779 | |||
| 1939 | 1.968 | |||
| 1946 | 2.555 | |||
| 1950 | 2.711 | |||
| 1956 | 2.373 | |||
| 1961 | 2.308 | |||
| 1967 | 2.267 | |||
| 1970 | 2.279 | |||
| 1980 | ? | |||
| 1990 | ? | |||
| 2000 | ? | |||
| 2011 | 1.932 | |||
| 2018 | 2.203 | |||
| Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: Die Bevölkerung der Gemeinden 1834 bis 1967. Wiesbaden: Hessisches Statistisches Landesamt, 1968. Weitere Quellen: LAGIS[1]; Stadt Bebra[2]; Zensus 2011[9] | ||||
| • 1885: | 923 evangelische (= 98,72 %), 12 katholische (= 1,28 %) Einwohner[1] |
| • 1961: | 2199 evangelische (= 95,28 %), 95 katholische (= 4,12 %) Einwohner[1] |
Politik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Für Weiterode besteht ein Ortsbezirk (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Weiterode) mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung.[5] Der Ortsbeirat besteht aus neun Mitgliedern. Bei den Kommunalwahlen in Hessen 2021 betrug die Wahlbeteiligung zum Ortsbeirat 61,28 %. Es wurden gewählt: sechs Mitglieder der CDU und drei Mitglieder der SPD.[10] Der Ortsbeirat wählte Andreas Nölke (CDU) zum Ortsvorsteher.[11]
Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Gebäude
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Kirche
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Die Weiteröder Kirche wurde im 13. Jahrhundert gebaut, von diesem ursprünglichen Gebäude ist heute noch der Chorturm erhalten. Bei erheblichen baulichen Veränderungen im Jahr 1619 wurde der Altar nach Westen in das Kirchenschiff verlegt und ein Portal als Haupteingang in den Turm gebrochen. Nach der Verwüstung des Innenraumes während des Dreißigjährigen Krieges wurde die Wehrkirche ab 1719 gründlich erneuert und zählt seitdem zu den schönsten hessischen Landkirchen. Die noch heute bestehende Orgel wurde 1739 gebaut. Die unter dem Oberbegriff „Himmlische Musik“ bekannt gewordene barocke Deckenmalerei und die ausgemalten doppelstöckigen Emporen wurden in den Jahren 2003 und 2005 aufwendig restauriert.
Schule
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Nach räumlicher Enge in älteren Schulgebäuden infolge wachsender Schülerzahl wurde 1933 eine moderne achtklassige Volksschule eingeweiht, die später zur Mittelpunktschule wurde. Heute ist die Weiteröder „Ulfetalschule“ eine vierzügige Grundschule.
Kirchengemeinde
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Jahr 2006 hatte die evangelische Kirchengemeinde Weiterode 1711 Mitglieder. Am 25. September 2007 fanden die Kirchenvorstandswahlen statt, bei denen 8 Mitglieder gewählt worden sind.
Vereine
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Insgesamt 28 Vereine und Verbände haben sich im Laufe der Zeit in Weiterode etabliert, darunter:
- 7 Sportvereine (darunter der ESV 1920 Weiterode, Fußball Kreisoberliga-Fulda-Nord)
- 4 Chöre
- 2 Musikgruppen
- 2 Hilfsorganisationen (Rotes Kreuz und die Freiwillige Feuerwehr)
- 1 Jugendclub (Jugendclub Blechdose)
- 1 Schützenverein
- Kulturverein „Ellis Saal“, der überregionale Veranstaltungen organisiert
- Der „Heimatverein 1969 Weiterode“ unterhält und pflegt die Freizeitanlage Burgrain mit Grillanlage und Schutzhütte, den Burgkräutergarten, drei Brunnen, den Aussichtspunkt Pilz und Meißnerblick sowie über 40 Rastbänke in der Weiteröder-Gemarkung.
- Die Mundartgruppe Weiterode, die regelmäßige Auftritte in „Weiteröder Platt“ halten
Naherholung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Weiterode ist von Wald umgeben, in dem sich zahlreiche ausgeschilderte Wander- und Radwege befinden. Der Naherholung dienen außerdem die Anlagen des Heimatvereins, wie beispielsweise der Aussichtspunkt Stirnpilz, das Tretbecken Heiertal, Schutzhütten an Wanderwegen, der Kräutergarten am Burgrain sowie der Burgrainplatz mit Grillhütte und Waldlehrpfad. Außerdem befinden sich noch die Fuldawiesen, durch die die Fulda fließt, sowie das Baggerloch bei Breitenbach in unmittelbarer Nähe.
Regelmäßige Veranstaltungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Jährliches Kirmes- und Heimatfest am 3. Oktoberwochenende mit:
- Sportwoche des ESV 1920 Weiterode im Mai
- Dorffest im August (alle 2 Jahre im Dorf unter der Linde)
Infrastruktur und Wirtschaft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Straßenverkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die größte Straße in Weiterode ist die Landesstraße 3251, die von Bebra nach Wildeck führt und einmal komplett durch Weiterode verläuft. Die nächstgrößeren Straßen in der Umgebung sind die Bundesstraße 27 sowie die Bundesstraße 83. Die nächstgelegenen Autobahnanschlussstellen sind die AS 34 (Wildeck-Hönebach) auf die Bundesautobahn 4 und die AS 83 (Malsfeld) auf die A 7. In Weiterode gibt es zwei Bushaltestellen, von denen allerdings hauptsächlich während der Schulzeit Busse zum Schülertransport fahren.
Schienenverkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Obwohl Weiterode komplett von Schienen umgeben ist, hat es keinen eigenen Bahnhof oder Bahnhaltepunkt. Der nächste Bahnhof ist in Bebra.
Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Artur Brall (1936–1990), Bibliothekar
- Alfred Holzhauer (1934–2025), Politiker
Anmerkungen und Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Anmerkungen
- ↑ Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan.
- ↑ Trennung von Justiz (Fürstlich Rotenburgisches Oberamt Rotenburg) und Verwaltung
- ↑ Am 31. Dezember 1971 als Ortsbezirk zur Stadt Bebra.
Einzelnachweise
- 1 2 3 4 5 Weiterode, Landkreis Hersfeld-Rotenburg. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 2. Juli 2019). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
- 1 2 Haushaltsplan 2019. Statistische Daten. Einwohnerzahlen inkl. Zweitwohnsitz. S. 8 Vorbericht, abgerufen im Juni 2021.
- ↑ Gemeindegebietsreform in Hessen: Zusammenschlüsse und Eingliederungen in Hessen vom 14. Dezember 1971. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1972 Nr. 01, S. 5, Punkt 8; Abs. 13. (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 4,9 MB]).
- ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 406 (Statistische Bibliothek des Bundes und der Länder [PDF; 41,1 MB]).
- 1 2 Hauptsatzung. (PDF; 88 kB) § 5. In: Webauftritt. Stadt Bebra, abgerufen im Juni 2021.
- ↑ Michael Rademacher: Land Hessen. Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006. In: eirenicon.com.
- ↑ Kur-Hessischer Staats- und Adress-Kalender: 1818. Verlag d. Waisenhauses, Kassel 1818, S. 45 (online bei Google Books).
- ↑ Verordnung vom 30sten August 1821, die neue Gebiets-Eintheilung betreffend, Anlage: Übersicht der neuen Abtheilung des Kurfürstenthums Hessen nach Provinzen, Kreisen und Gerichtsbezirken. Sammlung von Gesetzen etc. für die kurhessischen Staaten. Jahr 1821 – Nr. XV. – August. (kurhess GS 1821) S. 73.
- 1 2 3 Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,8 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 22 und 78, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 27. Oktober 2020.
- ↑ Ortsbeiratswahl Weiterode. In: Votemanager. Stadt Bebra, abgerufen im September 2023.
- ↑ Ortsbeirat der Stadt Bebra. In: Webauftritt. Stadt Bebra, abgerufen im September 2023.
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Literatur über Weiterode nach Register nach GND In: Hessische Bibliographie
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Weiterode In: Webauftritt der Vereinsgemeinschaft Weiterode e. V.
- Historischen Informationen zu Weiterode. In: Weitero.de (Private Website)
- Weiterode, Landkreis Hersfeld-Rotenburg. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
