Webuild
| Webuild S.p.A. | |
|---|---|
| Rechtsform | Società per azioni |
| ISIN | IT0003865570 |
| Gründung | 2014 |
| Sitz | Mailand und Rom, |
| Leitung |
|
| Mitarbeiterzahl | 95.000[2] |
| Umsatz | 13,57 Mrd. EUR[2] |
| Branche | Bauunternehmen |
| Website | www.webuildgroup.com |
| Stand: 31. Dezember 2025 | |
Die Webuild S.p.A. (ehemals Salini Impregilo) ist ein börsennotierter italienischer Baukonzern mit Sitz in Rom und Mailand. Das Unternehmen ist die größte italienische Ingenieur- und Generalunternehmergruppe und gehört zu den weltweit führenden Akteuren im Bausektor.
Der Konzern beschäftigt rund 95.000 Mitarbeiter in über 50 Ländern und deckt ein breites Spektrum des Hoch- und Tiefbaus ab. Das Portfolio umfasst insbesondere den Wasserbau (Wasserkraftwerke, Staudämme), die Wasserinfrastruktur (Häfen, Meerwasserentsalzung) sowie den Verkehrswegebau (Brücken, Straßen, Eisenbahnstrecken, Tunnel und U-Bahn-Systeme). Zudem realisiert das Unternehmen öffentliche und industrielle Hochbauprojekte wie Flughäfen, Krankenhäuser und Stadien.
Im Ranking der Fachzeitschrift Engineering News-Record belegt Webuild regelmäßig Spitzenpositionen, insbesondere als weltweit führendes Unternehmen im Sektor Wasserbau.[3] Die Tochtergesellschaft Fisia Italimpianti ist dabei auf den Bau von Meerwasserentsalzungs- und Wasseraufbereitungsanlagen spezialisiert.[4]
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die heutige Unternehmensgruppe entstand aus einer Reihe von Fusionen und Übernahmen großer italienischer Baukonzerne. Den Grundstein für die heutige Struktur legte im Jahr 2014 die Fusion der 1938 gegründeten Salini mit der 1959 gegründeten Impregilo.[5] Das daraus entstandene Unternehmen firmierte zunächst als Salini Impregilo S.p.A. und wurde im Jahr 2020 im Rahmen einer strategischen Neuausrichtung in Webuild umbenannt.[6]
Im Rahmen des Progetto Italia, einer Initiative zur Konsolidierung und Stärkung des italienischen Bausektors, übernahm Webuild ab 2019 schrittweise das in Rom ansässige Bauunternehmen Astaldi.[7] Die vollständige Integration in den Konzern wurde im Jahr 2021 abgeschlossen.[8]
Zur Stärkung der internationalen Präsenz verfolgte das Unternehmen eine gezielte Akquisitionsstrategie in Übersee. Bereits 2016 erwarb der Konzern die US-amerikanische Lane Construction Corporation, wodurch Webuild zu einem bedeutenden Akteur im nordamerikanischen Infrastrukturmarkt wurde.[9] Anfang 2023 schloss Webuild zudem die Übernahme der australischen Clough Group ab. Damit sicherte sich das Unternehmen eine führende Position im australischen Markt für Energie-, Wasser- und Bergbauinfrastruktur.[10]
Abgeschlossene Projekte (Auswahl)
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- Brücken:[11]
- Brăila-Brücke, Rumänien
- Fatih-Sultan-Mehmet-Brücke, Türkei
- Rosario-Victoria-Brücke, Argentinien
- Favazzina Hängebrücke, Italien
- Yavuz-Sultan-Selim-Brücke, Türkei
- Osman-Gazi-Brücke, Türkei
- Neubau des Polcevera-Viadukt, Italien
- Eisenbahn und U-Bahn:[11]
- Bahnhof Neapel-Afragola, Italien
- Bahnstrecke Marseille–Ventimiglia, Frankreich, Italien, Monaco
- Cityringen, Dänemark
- Doha Metro, Katar
- Metropolitana di Milano, Italien
- Metropolitana di Napoli, Italien
- Metropolitana di Roma, Italien
- Metro Thessaloniki, Griechenland
- Muni Metro, Vereinigte Staaten
- U-Bahn Riad Orange Line 3, Saudi-Arabien
- Sydney Metro Northwest, Australien
- Transiranische Eisenbahn, Iran
- Hoch- und Tiefbau:[11]
- Bürokomplex der Eni in Mailand, Italien
- Palazzo Lombardia, Italien
- Louise-Weiss-Gebäude, (Europäisches Parlament), Frankreich
- Fermi National Accelerator Laboratory, Vereinigte Staaten
- Kingdom Centre, Saudi-Arabien
- Auditorium Parco della Musica, Italien
- Scheich-Zayid-Moschee, Vereinigte Arabische Emirate
- Stavros Niarchos Foundation Cultural Center, Griechenland

- Stadien:[11]
- Modernisierung und Renovierung Giuseppe-Meazza-Stadion, Italien
- Modernisierung und Renovierung Olympiastadion Rom, Italien
- Arena Națională, Rumänien
- al-Bayt-Stadion, Katar

- Straßen und Flughäfen:[11]
- Fréjus-Straßentunnel, Italien, Frankreich
- Gran-Sasso-Tunnel, Italien
- Rodovia dos Imigrantes, Brasilien
- Umfahrung Kutaissi, Georgien
- Fernstraße M5 Minsk–Gomel, Belarus
- Fernstraße Yenikənd–Salyan–Şorsulu, Aserbaidschan
- Flughafen Kufra, Libyen
- Flughafen Ushuaia, Argentinien
- Erweiterung und Modernisierung des NATO Militärflugplatzes Sigonella, Italien


- Wasserbau:[11]
- Ertan-Talsperre, China
- Gilgel Gibe III, Äthiopien
- Grand-Ethiopian-Renaissance-Talsperre, Äthiopien
- Lago di Lei Staudamm, Italien, Schweiz
- Angostura, Chile
- Kraftwerk und Staudamm Yacyretá, Argentinien
- Kraftwerk und Talsperre Piedra del Águila, Argentinien
- Lesotho Highlands Water Project, Lesotho
- Anacostia River Tunnel, Vereinigte Staaten
- Abwassertunnel unter dem Riachuelo, Argentinien
- El Quimbo-Staudamm, Kolumbien
- Kraftwerkskomplex Mantaro, Peru
- Kraftwerk Ulu Jelai, Malaysia
- Kariba-Talsperre, Sambia
- Katse-Talsperre, Lesotho
- Neckartal-Damm, Namibia
- Panamakanal (Erweiterung), Panama
- Dez-Talsperre, Iran
- Kraftwerk Nathpa Jhakri, Indien
- Sogamoso-Talsperre, Kolumbien
- Kárahnjúkar-Kraftwerk, Island
- Kraftwerks- und Meerwasserentsalzungsanlage Dschabal Ali, Vereinigte Arabische Emirate
- Meerwasserentsalzungsanlage Salalah, Oman
- Zimapán-Talsperre, Mexiko
Laufende Projekte (Auswahl)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Brücken:[11]
- Brücke über die Straße von Messina, Italien[12]
- Sotra-Brücke Erweiterungsprojekt, Norwegen
- Eisenbahn und U-Bahn:[11]
- Brennerbasistunnel: Segment Mules, Italien; Segment Tulfes–Pfons, Österreich
- Eisenbahnprojekt Turin–Lyon, Italien, Frankreich
- Ontario-Linie, Kanada
- Texas Central Railway, Vereinigte Staaten
- Wasserbau:[11]
- Koysha-Talsperre, Äthiopien
- Rogun-Staudamm, Tadschikistan
- Pumpspeicherkraftwerk Snowy 2.0, Australien
- Trojena-Staudämme (NEOM), Saudi-Arabien
- Straßen und Flughäfen:[11]
- Umbau der Tyndall Air Force Base, Vereinigte Staaten
- Hoch- und Tiefbau:[11]
- Diriyah Square Project, Saudi-Arabien
Anteilseigener
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten](Stand: April 2026)[13]
| Anteil | Anteilseigner |
|---|---|
| 38,55 % | Salini S.p.A. |
| 16,47 % | Italienischer Staat über die CDP Equity |
| 4,62 % | Intesa Sanpaolo |
| 3,00 % | Eigene Aktien |
| 37,36 % | Streubesitz |
Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Website der Webuild S.p.A. (italienisch, englisch)
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Management. Webuild S.p.A., abgerufen am 28. April 2026 (englisch).
- 1 2 2025 Annual Report. Webuild S.p.A., abgerufen am 28. April 2026 (englisch).
- ↑ Webuild global leader in ENR Water Sector Ranking. Webuild S.p.A., abgerufen am 5. April 2026 (englisch).
- ↑ A global leader in Water Treatment. Fisia Italimpianti S.p.A., abgerufen am 5. April 2026 (englisch).
- ↑ Impregilo shareholders approve merger with Salini. Reuters, abgerufen am 5. April 2026 (englisch).
- ↑ Salini Impregilo becomes Webuild. Webuild S.p.A., abgerufen am 5. April 2026 (englisch).
- ↑ Progetto Italia. Webuild S.p.A., abgerufen am 5. April 2026 (englisch).
- ↑ Webuild completes acquisition of Astaldi. Tunnelling Journal, abgerufen am 5. April 2026 (englisch).
- ↑ The Board of Webuild has approved: acquisition of Lane Industries INC. Webuild S.p.A., abgerufen am 5. April 2026 (englisch).
- ↑ Webuild completes acquisition of Clough assets. Webuild S.p.A., abgerufen am 5. April 2026 (englisch).
- 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 Projects. Webuild S.p.A., abgerufen am 28. April 2026 (englisch).
- ↑ Webuild Ceo Pietro Salini: ready to start work with an expert team on a project that will be the pride of our Country. Webuild S.p.A., abgerufen am 9. August 2025 (englisch).
- ↑ Shareholders and Share Capital. Webuild S.p.A., abgerufen am 28. April 2026 (englisch).
