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Waltersdorfer Chaussee

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Waltersdorfer Chaussee (Berlin)
Straße in Berlin
Waltersdorfer Chaussee (2014)
Basisdaten
Ort  Berlin
Ortsteil  Rudow
Angelegt 
Neugestaltet 
Hist. Namen 
Name erhalten 
Anschluss­straßen  Rudower Spinne (Nord),
Walterdorfer Chaussee (Schönefeld) (Süd)
Querstraßen  Eichenauer Weg,
Neuhofer Straße,
Ostburger Weg,
Narkauer Weg (O),
Ursulinenstraße (W),
Timmendorfer Weg (O)/Liselotte-Berger-Straße (W),
Berliner Mauerweg
Plätze 
Nummern­system  Orientierungsnummerierung
Bauwerke 
U-Bahn-Stationen
Nutzergruppen
Technische Daten
Straßengestaltung
Länge
Waltersdorfer Chaussee (Schönefeld)
Straße in Schönefeld
Haltestelle „Waltersdorfer Chaussee“ (2014)
Basisdaten
Ort  Schönefeld
Ortsteil 
Angelegt 
Neugestaltet 
Hist. Namen 
Name erhalten 
Anschluss­straßen  Walterdorfer Chaussee (Berlin) (Nord),
B 96a/Flughafen (Süd)
Querstraßen  Berliner Mauerweg,
Notteweg (W),
Friedenstraße (O),
Taubenstraße (O),
Altglienicker Chaussee (O)/Hans-Grade-Allee (W)
Plätze 
Nummern­system  Orientierungsnummerierung
Bauwerke 
U-Bahn-Stationen
Nutzergruppen
Technische Daten
Straßengestaltung
Länge

Die Waltersdorfer Chaussee ist eine Straße in Berlin-Rudow und Schönefeld. Sie führt ausfallend von der Rudower Spinne über einen ehemaligen innerdeutschen Grenzübergang bis zum ehemaligen Flughafen Berlin-Schönefeld weit vor dem namensgebenden Schönefelder Ortsteil Waltersdorf.

Die Waltersdorfer Chaussee führt die Neuköllner Straße stadtauswärtsfallend ab der Rudower Spinne fort. Dieser Platz befindet sich zentral im namensgebenden Ortsteil des Westberliner Bezirks Neukölln. Die Chaussee grenzt den dortigen Kiez „Waltersdorfer Chaussee Ost“ von den westlich gelegenen Kiezen „Waßmannsdorfer Chaussee“ und „Frauenviertel“ ab.[1] Im Bereich der Waßmannsdorfer-Chaussee-Grenze ist die Straße dicht bebaut. Erst im Bereich des Frauenviertels mit Hannah-Arendt-Gymnasium und ehemaligen Autokino gibt es Grünflächen; drei Pfuhle sowie den Nord- und Südpark.

An der Orts- und Landes- sowie ehemaligen Staatsgrenze kreuzt der Berliner Mauerweg, der in diesem Abschnitt Teil des Teltower Dörferweg ist.

In Schönefeld verläuft die Straße durch Thiekesiedlung und anschließend ab der Anschlussstelle Schönefeld-Nord kurz parallel zur Bundesautobahn 113. Ab der Überquerung der Bahnstrecke Grünauer Kreuz–Berlin Flughafen BER verläuft die nun kurvige Straße parallel zu dieser bis zur Bundesstraße 96a und dem Parkplatz des ehemaligen Flughafens Berlin-Schönefeld. Hier endet die Chaussee kilometerweit vor dem namensgebenden Schönefelder Ortsteil Waltersdorf.

Öffentlicher Nahverkehr

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Zwischen U-Bahnhof Rudow an der Rudower Spinne und Bahnhof Schönefeld am stillgelegten Flughafen befinden sich sieben Berliner Bushaltestellen, die überwiegend nach Querstraßen benannt sind, sowie die sechsständige Bushaltestelle „Waltersdorfer Chaussee“ in Schönefeld.

Innerdeutscher Grenzübergang

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Grenzübergang wenige Tage nach der Öffnung (11. November 1989)

Die Straße war von der deutschen Teilung betroffen. In der 1961 gebauten Mauer wurde hier 1963 ein Grenzübergang eingerichtet. Das ermöglichte den Transitverkehr zwischen West-Berlin und dem Zentralflughafen Berlin-Schönefeld. Die DDR erhielt mit den so ermöglichten Flügen Westgeld, während die Passagiere von günstigeren Preisen und der je nach Zielort kürzeren Route profitierten. Für die Strecke zwischen Grenze und Flughafen wurden zunächst gegen Flugticketvorlage Transitvisa vergeben. 1980 wurde ein Zubringerbus eingerichtet. Als 1985 die Passkontrolle in die Transithalle im Flughafen verlegt wurde, entfielen die Wartezeiten an der Grenze.[2]

Der Soldat Heinz Schäfer behauptete in einer 2009 veröffentlichten ZDF-Dokumentation den Grenzübergang am Abend des 9. Novembers 1989 bereits um 20:30 Uhr geöffnet zu haben, also noch vor dem der Bornholmer Straße. Auch der angeblich erste Grenzpassant spricht dort. Zusammen mit der Gesamtfilmkomposition entsteht der Eindruck, dass dies wahr sei.[3][4][5] Aufgrund nicht ausgeräumter Ungereimtheiten wurde diese Version der Geschichte, die bereits vorher in der Märkischen Allgemeinen verbreitet wurde, stark bezweifelt.[6][7]

Am ehemaligen Grenzübergang befinden sich heute Gedenkstelen. Statt der Mauer kreuzt nun der Berliner Mauerweg die Chaussee.

Commons: Waltersdorfer Chaussee – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Neuköllner Kieze in Zahlen (NKiZ). In: Berlin. 9. März 2026, abgerufen am 20. März 2026.
  2. Gedenkstele vor Ort (erste von links).
  3. "Der schönste Irrtum der Geschichte" / ZDF-Dokumentation über den Fall der Berliner Mauer. In: Presseportal. 23. Oktober 2009, abgerufen am 20. März 2026 (Pressemitteilung des ZDF).
  4. Claus-Dieter Steyer: Mauerfall: Zuerst fiel die Grenze im Süden Berlins. In: Der Tagesspiegel Online. 27. Oktober 2009, ISSN 1865-2263 (tagesspiegel.de [abgerufen am 20. März 2026]).
  5. Fundatus: Der schönste Irrtum der Geschichte - Fall der Mauer auf YouTube, 8. November 2014, abgerufen am 20. März 2026 (Archivierte Version der Dokumentation).
  6. Sven Felix Kellerhoff: Wann genau fiel die Berliner Mauer? In: Die Welt. 27. Oktober 2009, abgerufen am 20. März 2026.
  7. Sven Felix Kellerhoff: Dokumentation zum Mauerfall. Vorzeige-Grenzer als "Kronzeuge". In: Berliner Morgenpost. 29. Oktober 2009, abgerufen am 20. März 2026.