Wikipedia:Review/Kunst und Kultur

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Maurice Utrillo (* 26. Dezember 1883 in Paris; † 5. November 1955 in Dax) war ein französischer Maler. Er war der Sohn von Suzanne Valadon, selbst eine bekannte Malerin, und einem unbekannten Vater. Den Nachnamen hatte er von dem katalanischen Maler Miquel Utrillo, der offiziell die Vaterschaft für ihn übernahm. Seine Signatur Maurice Utrillo V. verweist allerdings auch auf den Nachnamen der Mutter, die lebenslang für ihn prägend blieb und mit der er gemeinsame Ateliers führte. […] Utrillos Motive waren vor allem die häufig menschenleeren Gassen und Gebäude des Montmartre, so dass er auch als „Maler des Montmartre“ bezeichnet wird.
Utrillos Bilder sind seit diesem Jahr gemeinfrei (jedenfalls in D/A/CH), deswegen bin ich schon seit einigen Monaten dabei, den Artikel auszubauen, weil sowas im Kunstbereich erst richtig Spaß macht, wenn man den Artikel auch ordentlich bebildern kann. Obwohl der Maler und der Stil seiner vielfach nachgeahmten Montmartre-Szenen recht bekannt sind, hat mir der Artikel mehr Schwierigkeiten bereitet als meine letzten Kunst-Artikel. Zum einen gibt es (zumindest in deutscher Sprache) kein aktuelles Standardwerk über Utrillo, so dass ich den Artikel aus diversen recht alten Veröffentlichungen zusammenpuzzlen musste. Zum anderen ist das Werk nahezu unüberschaubar groß, und es gibt, anders als bei den meisten Künstlern, keine begrenzte Anzahl von Hauptwerken.
Das sieht man auch am Bildbestand auf Commons, wo fleißige Uploader zwar seit Jahresbeginn eine dreistellige Anzahl von Bildern eingestellt haben, aber die stammen zum Großteil aus Auktionen von Privatsammlungen und sind damit gerade nicht die am häufigsten ausgestellten oder publizierten Bilder, zum Teil sieht man ihnen auch als Laie an, dass sie künstlerisch eher zweitklassig sind (was für den Großteil des Spätwerks gilt). Utrillo hat halt sein Leben lang viel und schnell für den Verkauf gemalt. Deswegen habe ich mich bei der Bebilderung weitgehend an Werke aus öffentlichen Museen gehalten. Und weil sich bei Utrillo neben der Datierung von weißer und farbiger Periode (die wieder jeder Kunstwissenschaftler unterschiedlich vornimmt) auch keine rechten Werkgruppen bilden lassen, habe ich ein paar häufige Motive herausgegriffen, um das Werk zu veranschaulichen.
Wegen diesen Randbedingungen hätte man den Artikel auch völlig anders schreiben und ganz andere Bilder zeigen können. Trotzdem bin ich natürlich gespannt, ob Ihr noch Anregungen habt, was man ergänzen, ändern oder völlig anders machen sollte. Vielleicht tut ja jemand auch noch Quellen auf, die mir bislang verborgen geblieben sind, oder findet weitere Bilder, die unbedingt in den Artikel sollten. Ziel wäre irgendwann die Kandidatur, um das Thema für mich abzuschließen. Artikel zu Einzelwerken lohnen sich bei Utrillo aus meiner Sicht überhaupt nicht. Viele Grüße! --Magiers (Diskussion) 11:00, 25. Jan. 2026 (CET)
- Hallo Magiers,
- ich habe mal angefangen die Angaben im Artikel mit den Eintrag beim AKL zu vergleichen und werde hier im Folgenden ein paar Anregungen geben.
- 1. Nach der Heirat seiner Mutter 1896 wächst U. in Pierrefitte auf und besucht dort und in Paris Schulen (bis 1900). Eine anschließende Banklehre scheitert. 1905 zieht die Familie oberhalb von Montmagny in ein Haus auf der Butte Pinson (das bereits von dir erwähnte Landhaus) und vieleicht "schob" sich deswegen erst 1906 "eine weiße Fassade ins Bild". Die Lokalität Pierrefitte findet sich dann ja auch ebenso in deinem Kapitel "Impressionistische Anfänge" wie das Landhaus auf zwei Bildern. Er malte also anfangs Motive aus der Gegend in der er aufwuchs, aber das lese ich so klar nicht aus deinen Zeilen zu seinen Anfängen heraus und vielleicht erscheint es auch dir erwähnenswert.
- 2. Laut AKL lebten Utrillo, Utter und Valadon abweichend zu den Angaben im Artikel bereits ab 1909 in einer gemeinsamen Atelierwohnung auf dem Montmarte. Sie wurden später La trinité maudite genannt und unter diesem Titel finden sich auch einige Bücher.
- 4. Utrillo war gemeinsam mit Valadon und Utter auf der Île d'Ouessant und 1913 auf Kreta. Entstanden bei diesen beiden Aufenthalten auch bekannte Bilder?
- 5. Spricht etwas dagegen, die Datei mit dem Potrait Utrillos anstelle des Bildnis´ von Valadon einzubinden?
- 6. Utrillo war im Ersten Weltkrieg kriegsuntauglich.
- 7. 1917 zeigt die Galerie Bernheim-Jeune erstmals Bilder von ihm. 1918 wieder in Paris, übernimmt Utter den Verkauf der Bilder von Utrillo und Valadon. Utter gelingt es, einen Vertrag mit der Galerie Bernheim-Jeune abzuschließen. Aus dem Erlös von Utrillos Bildern kaufen Valadon und Utter die Burg in Saint-Bernard, wo sich Utrillo nach einem Selbstmordversuch erholt. War dies der Versuch sich an der Steinmauer den Kopf einzuschlagen oder gab es mehrere Versuche?
- 8. Zwischen dem Eintrag zur Aufnahme in die Ehrenlegion 1929 und der Heirat 1935 findet sich im AKL noch die Formulierung "Er wendet sich dem Christentum zu, lässt sich taufen."
- 9. Nach Heirat mit Lucie Umzug nach Angoulême
- 10. Lucie Valore kauft kurz vor Beginn des 2. WK das Haus in La Vésinet, wohin sie sich zurückziehen.
- 11. 1947 führt Utrillo anlässlich einer Ausstellung in der Galerie Pétridès (später Ersteller des WV?) 22 Gouachen aus, die als Vorlage für Lithographien zur Illustration von Francis Carcos Montmartre vécu par Utrillo (Editions Pétridès, Paris, 1947) dienen. Unter Carcos Artikel fand ich noch den Verweis auf eine Romanbiographie zu Utrillos
- Utrillo. Grasset, Paris 1956.
- deutsch: Maurice Utrillo. Legende und Wirklichkeit. List Verlag, München 1961. (übersetzt von N. O. Scarpi) Daneben fand ich noch ein weiters Buch Francis Carcos, La Légende et la vie d'Utrillo, Paris, Éditions Bernard Grasset von 1928
- Utrillo. Grasset, Paris 1956.
- Beide Bücher werden bereits im Abschnitt Rezeption erwähnt (habe es erst jetzt gesehen), aber das Utrillos Gouachen als Vorlage für die Lithographien dienten fehlt.
- 12. 1948/49 entwirft er das Bühnenbild für Gustave Charpentiers Oper Louise.
- 13. 1955 wird Utrillo die Goldmedaille der Stadt Paris verliehen.
- 14. Interessant fand ich, dass sich Utrillo und Lucie Pauwels schon kannten, bevor der belgische Bankier Robert Pauwels 1933 starb. Lucie Pauwels arbeitete als Schauspielerin und Schriftstellerin und nach 1918 begannen Pauwels und sie, Bilder von Utrillo und Valadon zu sammeln und freundeten sich mit den beiden an.
- 15. Mehrfach findet sich im Artikel die Bezeichnung Butte, die mir nicht geläufig ist. Ich fand nun im Artikel zu Suzanne Valadon die folgende Formulierung: "(frz. butte – „Hügel“, gemeint ist der Montmartrehügel)", die ich sehr griffig finde.
- So, dass soll es erst einmal gewesen sein. Schau` mal, was du von diesen Angaben mit für den Artikel verwendest. Ich wünsche weiterhin viel Spaß an der Artikelarbeit und verbleibe mit den besten Grüßen--Yeti-Hunter (Diskussion) 12:57, 8. Feb. 2026 (CET)
- Hallo Yeti-Hunter, erst mal vielen Dank für das Review. Das AKL ist in jedem Fall noch eine gute Idee für eine neuere Quelle. Ich muss mal schauen, was ich davon auch in den anderen Büchern wiederfinde. Es wird aber noch etwas dauern, bis ich eine detailliertere Rückmeldung geben kann. Viele Grüße! --Magiers (Diskussion) 17:42, 4. Feb. 2026 (CET)
- Ich fange mal mit einzelnen Punkten an:
- 1. Ich habe zur Jugend einiges ergänzt. Es ist richtig, dass man hier auf den Abbruch von Schule und Lehrstelle eingehen sollte. Das war sicher prägend für den weiteren Lebensweg. Montmagny und Pierrefitte-sur-Seine scheinen mir keine unterschiedlichen Wohnorte gewesen zu sein. Das war das Landhaus von Mousin, das mal da, mal dort verortet wird (die beiden Orte liegen direkt nebeneinander), aber man kann den Namen Pierrefitte natürlich hier schon fallenlassen. Mit der Fassade meint Werner wohl eher die künstlerische Entscheidung, statt Landschaften erstmals Häuser ins Zentrum der Bilder zu stellen (und die Inschrift "Vins" ist natürlich vielsagend für den Trinker Utrillo).
- Hallo Magiers, ich lese nun im Abschnitt die folgenden Sätze: "Früh machte er erste Erfahrungen mit Alkohol. Im Jahr 1896 wurde er auf ein Pariser Internat geschickt, das Collège Rollin (heute Collège-lycée Jacques-Decour). Als er die dritte Klasse wiederholen sollte, ging er mit 16 Jahren ohne Abschluss ab." Besonders der letzte Satz hinterlässt bei mir ein Fragezeichen, denn Drittklässler assoziere ich weder mit einem Alter von 16 Jahren noch mit Alkoholproblemen. Was ich mir aber gut vorstellen kann, ist das Utrillo zum dritten Mal eine Klasse wiederholen sollte und die Schule dann schmiss. Das ein Sechzehnjähriger zu viel Alkohol konsumiert erscheint dagegen sehr plausibel. Vielleicht kannst du ja noch etwas Licht in die Causa "trinkender, sechzehnjähriger Drittklässler" bringen? Vielen Dank auf jeden Fall schon einmal für die viele Arbeit die du in den Artikel über die Monate gesteckt hast.--Yeti-Hunter (Diskussion) 11:42, 9. Feb. 2026 (CET)
- Die "dritte Klasse" ist eine französische Zählung, siehe Bildungssystem in Frankreich#Sekundarstufe I (Collège). Das habe ich jetzt auch in einer französischen Publikation bestätigt gefunden, die die Troisième explizit benennt. Vielleicht ist es weniger missverständlich, wenn ich das im Deutschen "Tertia" nenne. --Magiers (Diskussion) 11:56, 9. Feb. 2026 (CET)
- Vielen Dank, da lerne ich bei diesem Review über den Maler gleich noch etwas darüber, wie das französische Bildungssystem strukturiert ist. ;-) Was hälst du von der kleinen Ergänzung: "...ging er mit 16 Jahren ohne" Mittelschulabschluss ab.? Das bringt die Höhe des (nicht)Abschlusses dem deutschen Leser evtl. etwas näher als der Verweis auf Tertia.--Yeti-Hunter (Diskussion) 12:53, 9. Feb. 2026 (CET)
- Dann hakt vielleicht jemand nach, warum nur ohne den Abschluss und hat er einen anderen? Er hätte ja wohl an der Schule auch weiterführend das Abitur machen können. Ich würde dann lieber einen Link auf das französische Bildungssystem setzen, dann kann der Leser die Bezeichnung nachschlagen. --Magiers (Diskussion) 13:25, 9. Feb. 2026 (CET)
- Vielen Dank, da lerne ich bei diesem Review über den Maler gleich noch etwas darüber, wie das französische Bildungssystem strukturiert ist. ;-) Was hälst du von der kleinen Ergänzung: "...ging er mit 16 Jahren ohne" Mittelschulabschluss ab.? Das bringt die Höhe des (nicht)Abschlusses dem deutschen Leser evtl. etwas näher als der Verweis auf Tertia.--Yeti-Hunter (Diskussion) 12:53, 9. Feb. 2026 (CET)
- 2. Die Beziehung zwischen Valadon, Utter und Utrillo habe ich jetzt auch etwas ausführlicher gemacht. Von dem "ersten echten Montmartre-Atelier" schreibt Courthion, aber so ganz klar ist mir auch nicht, was er damit meinte. Ich denke, das Atelier in der Rue Cortot war eher das seiner Mutter (die hat anscheinend auch während ihrer vorigen Ehe dort gearbeitet) und Utrillo immer nur vorübergehend dort. Aber ich nehme den missverständlichen Satz einfach mal raus.
- 4. Wird in der Literatur auch erwähnt, aber die Reisen waren nicht besonders stilbildend. Er hat dann halt mal andere Motive gemalt in seinem immergleichen Stil. Es gibt z.B. die Commons:Category:Paintings of Bretagne by Maurice Utrillo. Ich würde mich bei den Abbildungen wegen des begrenzten Platzes aber weitgehend auf die Montmartre-Bilder beschränken, weil typischer.
- Wie aus der Bezeichnung des vierten Abschnitts ja schon hervorgeht handelt es sich bei den Motiven die du detaillierter aufführst um eine Auswahl und mir ist bewusst, dass bei Reviews und Kandidaturen zum Teil schon angemerkt wurde, dass die Artikel sehr üppig bebildert sind. Ich finde es aber trotzdem schade, wenn die Bilder aus der Bretagne komplett außen vor wären. Oder lass es mich anders formulieren- ohne die Anmerkung zu den Reisen im AKL und deinen Verweis darauf, dass wir bei commons sogar eine Kategorie mit Bildern haben, in welcher eben nicht die sehr oft thematisierten Szenen in und um Montmartre oder die Kathedralenmotive enthalten sind, wären mir diese durch die Lappen gegangen. Habe gerade beim Anschauen der Versionsgeschichte gesehen, dass du im Abschnitt Leben einen Satz zu den Reisen und den dabei entstandenen Bildern eingefügt hast (EN12).--Yeti-Hunter (Diskussion) 13:20, 9. Feb. 2026 (CET)
- Es ist halt die Frage, wohin sollen die Bilder. Als einzige Bilder im Lebensabschnitt geben sie erstmal ein falsches Bild vom Werk, für die späteren Abschnitte sind sie eigentlich zu untypisch und so als eigene Werksgruppe werden sie auch nirgends besprochen. --Magiers (Diskussion) 14:49, 9. Feb. 2026 (CET)
- Wie aus der Bezeichnung des vierten Abschnitts ja schon hervorgeht handelt es sich bei den Motiven die du detaillierter aufführst um eine Auswahl und mir ist bewusst, dass bei Reviews und Kandidaturen zum Teil schon angemerkt wurde, dass die Artikel sehr üppig bebildert sind. Ich finde es aber trotzdem schade, wenn die Bilder aus der Bretagne komplett außen vor wären. Oder lass es mich anders formulieren- ohne die Anmerkung zu den Reisen im AKL und deinen Verweis darauf, dass wir bei commons sogar eine Kategorie mit Bildern haben, in welcher eben nicht die sehr oft thematisierten Szenen in und um Montmartre oder die Kathedralenmotive enthalten sind, wären mir diese durch die Lappen gegangen. Habe gerade beim Anschauen der Versionsgeschichte gesehen, dass du im Abschnitt Leben einen Satz zu den Reisen und den dabei entstandenen Bildern eingefügt hast (EN12).--Yeti-Hunter (Diskussion) 13:20, 9. Feb. 2026 (CET)
- 5. Es spricht natürlich nichts dagegen. Die Fotografie wurde ja erst vor zwei Tagen hochgeladen. Dazu gibt es auf das bisher im Artikel verwendete Foto einen Löschantrag, so dass ich es auch gleich ersetzt habe. Das Bild von Utrillo mit glasigen Augen im Bademantel (?), der einen Aperitif eingeschenkt bekommt ist ja eine wunderbare Illustration seines Alkoholkonsums. ;)
- Diese kleinen Details in dem Bild sind mir erst aufgrund deines Hinweis` aufgefallen. ;-) Danke!
- 6. Die Info habe ich jetzt auch hineingequetscht.
- 7. Ich habe den Vorfall, als er gegen die Mauer gerannt ist, noch etwas geändert. Die meisten Quellen verorten den in ein Polizeirevier. Ob das wirklich als Suizidversuch zu werten ist, ist möglicherweise fraglich. Wahrscheinlich war er einfach sturzbetrunken und unzurechnungsfähig, aber ich habe das auch ergänzt. Die Details zu den Verkäufen möchte ich nicht unbedingt übernehmen, aber interessant ist, dass Valadon und Utter die Geschäfte für ihn führten.
- 8. Zur Hinwendung zum Christentum und der späten Taufe habe ich jetzt auch eine Quelle gefunden. Damit ist wohl die Aussage bei den Kathedralen-Bildern, er sei immer ein gläubiger Katholik gewesen, zumindest ungenau, und ich streiche sie.
- 9. Angoulême ist jetzt auch erwähnt.
- 10. und der Umzug nach La Vésinet datiert.
- 11. Die Gouachen finde ich nicht besonders erwähnenswert. Dass damals Bilder über SW-Lithografien gedruckt wurden, halte ich für ziemlich üblich.
- 12. Oper ist eingebaut.
- 13. Ich weiß nicht, wie bedeutend die Medaille ist, wenn man sie anscheinend auch für hohe Geburts- und Ehejubiläen erhält, aber ich habe sie mal unter Rezeption aufgenommen.
- 14. Ich habe jetzt auch einen Satz zur Vorgeschichte drin. Laut Warnod ging sogar der ganze Eheplan von Utrillos Mutter aus. Ich hatte eigentlich von dem unvorteilhaften Porträt her gedacht, sie könne die Frau als Rivalin um ihren Sohn nicht leiden. ;)
- 15. Die "Butte" kommt jetzt nur noch in Bildtiteln oder Zitaten vor. Da ist der Einschub vermutlich etwas sperrig, deswegen habe ich es an einer Stelle vorgezogen übersetzt.
- In jedem Fall hat es dem Lebensabschnitt gutgetan, dass ich ihn auf Deine Anregung hin noch mal durchgearbeitet habe. Da waren doch viele Details, die bei Courthion oder meiner Zusammenfassung von ihm unter den Tisch gefallen sind. Ich muss zugeben, dass mich der Lebenslauf meistens weniger interessiert als das Werk, weswegen ich dazu neige, ihn ziemlich knapp abzuhandeln.
- Viele Grüße! --Magiers (Diskussion) 16:07, 9. Feb. 2026 (CET)
- 16. Im Rahmen von Restitutionen von NS-Raubkunst habe ich zwei Fälle gefunden die Utrillos Werke betreffen. Das in den Medien präsentere war dabei das Werk Carrefour à Sannois, welches 1940 beschlagnahmt worden war um es der Sammlung Görings zuzuführen.[1] Etwas detaillierter heißt es zu dem Raub in Johannes von Lintigs Fachartikel[2] dazu, dass dieses Bild Teil der Sammlung des Pariser Kunsthändlers Georges Bernheim war, dessen Wohnung jedoch im Dezember 1940 durch den Einsatzstab Reichsleiter Rosenberg (ERR) geplündert worden war. Noch detaillierter steht es bei Christie´s. [1] 2004 ersteigerte die Stadt Sannois, die ja aufgrund der Heilstätte und später des Museums ihre Verbindung zu Utrillo hatte bei Sotheby´s für 111244€ das Werk.[3] Da Restitutionen aus öffentlichen Sammlungen wohl nach französischem Recht nicht so einfach möglich sind, musste dafür erst ein Gesetz geschaffen werden (um die Restitution von Utrillos Werk geht es im dritten Artikel). Mit Eglise de Pont-Saint-Martin (Loire Atlantique) wurde ein weiteres Werk Utrillos restituiert.[4] Ich finde diese beiden Restitutionen erwähnenswert, zeigen sie doch dass diese immer wieder ein Thema sind und sein werden. Was sagst du dazu, mit erwähnen oder nicht? Abgesehen davon, vielen Dank für die viele Arbeit die du alleine heute noch in den Artikel gesteckt hast. Soweit wie ich das beurteilen kann, bekommen die Leser mit ihm das geballte Wissen auf dem Silbertablett präsentiert. --Yeti-Hunter (Diskussion) 17:35, 9. Feb. 2026 (CET)
- ↑ Daniel Chollet: Die Stadt Sannois restituiert auf Empfehlung der CIVS ein Gemälde von Utrillo. In: www.civs.gouv.fr, 5. April 2024.
- ↑ Johannes von Lintig: Ein Parlamentsgesetz zur Restitution von NS-Raubkunst aus staatlichen Sammlungen in Frankreich Die Fallstricke des französischen Kulturgutschutzrechts. In: www.jura.uni-bonn.de, 2022.
- ↑ unbekannt: Un tableau de Maurice Utrillo restitué au légataire du marchand d’art juif spolié par les nazis en 1940. In: www.ouest-france.fr, 31. Mai 2022.
- ↑ unbekannt: On proposal from the CIVS, the Prime Minister decides the restitution of a painting by Utrillo. In: www.civs.gouv.fr, 4. April 2024.
- Vielen Dank auch für diesen Hinweis. Restitution ist ein Thema, was ich gar nicht auf dem Schirm hatte. Und man kann ja sogar von beiden Gemälden Bilder zeigen. Zum zweiten hat die französische Wikipedia sogar einen eigenen Artikel, allerdings nur einen besseren Stub: fr:Église de Pont-Saint-Martin. --Magiers (Diskussion) 20:04, 9. Feb. 2026 (CET)
- 17. Aus der numismatischen Perspektive ist evtl. noch eine Bronzemedaille interessant. Diese wurde 1962 von der staatliche französische Münzprägeanstalt Monnaie de Paris herausgegeben und war von fr:Raymond Corbin gestaltet worden. [2] Als Name für diese Medaille fand ich noch Maurice Valadon Utrillo Statue Les Dons Du Ciel. [3] Ob das numismatisch gesehen Relevanz hat, können evtl. die Spezialisten sagen.--Yeti-Hunter (Diskussion) 21:59, 9. Feb. 2026 (CET)
- Da kann ich schlecht einschätzen, wie relevant so eine Prägung ist. Heute hat man ja das Gefühl, dass Sammlermünzen massenhaft hergestellt werden. Und die einzelnen Münzen sind ja auch nicht besonders wertvoll ([4]). Da würde ich also sagen, die Medaille müsste in der Utrillo-Literatur erwähnt werden, um ihre Bedeutung für die Rezeption Utrillos zu belegen. Oder es sollte zumindest weiterführende Artikel geben wie etwa zu Maurice Utrillo (Rose). --Magiers (Diskussion) 10:13, 10. Feb. 2026 (CET)
- Hallo Magiers, ich habe heute nachgeschaut, ob es Skulpturen, Büsten oder ähnliches von Maurice Utrillo gibt- Fehlanzeige. Somit scheint mir die von Raymond Corbin gestaltete Bronzemedaille mit seinem Konterfei eine der wenigen, wenn nicht die einzige Darstellung Utrillos zu sein, die nicht gemalt, gedruckt oder fotografiert ist. Abgesehen davon findet sich unter dem Lemma Medaille auch die Formulierung, dass eine Medaille zwar:"keine Zahlungsmittelfunktion besitzt, sondern u.a. als Sammlerobjekt sowie Ehren- und Verdienstauszeichnung dient." Das diese Le Dons Du Ciel Medaillen im Vergleich zu den Werken Utrillos keinen annähernd so hohen Wert besitzen tut aus meiner Sicht ihrem künstlerischen Wert und ihrer Funktion als Ehren- und Verdienstauszeichnung keinen Abbruch. Zwei Details zu ihr verdeutlichen evtl. den Unterschied zur zugebenermaßen etwas überspitzt dargestellten "Wald-und Wiesenmedaille", welche Kleinkleckersdorf anlässlich des dreizigjährigen Jubiläums des Schützenvereins hat machen lassen. Zum Einen wäre da mit Raymond Corbin ein Künstler, dessen Entwürfe mehrfach ausgewählt worden waren, millionenfach auf den Umlaufmünzen des französischen Francs unters Volk gebracht zu werden. Es handelt bei ihm also um einen anerkannten Fachmann und Künstler, der aus Sicht der französischen Wikipedianer so relevant ist, dass es über ihn einen Artikel gibt. Zum anderen wurde die Medaillen, noch einmal überspitzt formuliert, nicht im lokalen Pokal-und Medaillenshop aus dem Rohling gefräst, von dem auch der lokale Kegelclub seine Pokale bezieht, sondern sie wurden von der staatliche französische Münzprägeanstalt Monnaie de Paris geprägt. Abschließend möchte ich dir noch eine Beobachtung mit dir teilen. Als ich mir die Bilder auf der Münze genauer betrachtete, fielen mir auf der Seite, auf der sein Geburts-und Todesjahr zu lesen ist, vier, feine Linien auf, die alle mehr oder weniger von unten rechts ausgehen. Ich erinnerte mich bei der Recherche gelesen zu haben, dass Utrillo wohl oft solcher Art Hilfslinien genutzt haben soll, damit er die Perspektive- die Proportionen in seinen Werken korrekt malen konnte. Wenn ich mit meiner Interpretation nicht verkehrt liege, dann finde ich das eine sehr subtile Reminiszenz auf Utrillos Arbeitsweise. In einem Punkt muss ich dir allerdings recht geben- als Beleg für die Medaille taugen meine Links nicht. Die Staatliche Münzsammlung hatte aber anlässlich einer Werkschau zu Corbin im Jahr 1988 den Ausstellungskatalog "Raymond Corbin : dessins, médailles, sculptures" herausgegeben. Falls ich in diesem einen Vermerk auf die "Utrillo" Medaille finde, würde ich sie im Abschnitt Rezeption mit aufführen. Mit den besten Grüßen --Yeti-Hunter (Diskussion) 17:02, 10. Feb. 2026 (CET)
- Dass Corbin relevant wäre, glaube ich auch. Aber was das für diese spezielle Medaille heißt, ist mir ohne Kontext nicht klar: War das eine Auftragsarbeit? Zu welchem Ereignis? Gibt es von der Art viele Medaillen oder ist sie eine Besonderheit? Sie wird eben, etwa im Unterschied zur Goldmedaille der Stadt Paris, nicht in der Literatur erwähnt. Die Pariser Straße z.B. habe ich auch lange vergeblich gesucht (vor allem den so naheliegenden Bezug zu einem Gemälde von Utrillo [5] zieht leider niemand und von dem Gemälde finde ich auch kein qualitativ akzeptables Foto) und musste dann auf irgendwelche Verwaltungsquellen zurückgreifen, aber von der gibt es wenigstens hübsche Fotos und es kommen viele Menschen mit ihr in Kontakt. --Magiers (Diskussion) 20:15, 10. Feb. 2026 (CET)
- Ja, es ist schade das es vom Gemälde La Rue Muller à Montmartre kein gutes Bild gibt, was du zur Veranschaulichung hättest einbinden, warum gerade dieser Fußgängerweg in Rue Maurice Utrillo umbenannt worden ist. Vielleicht solltest du zumindest die Existenz des Bildes erwähnen? Was die Medaillen der Monnaie der Paris angeht, so gibt diese immer wieder Medaillen zu bekannten Größen heraus. Aktuell findet man auf deren Webseite Einträge zu Medaillen zu Beethoven [6], Eiffel [7], Cezanne, die Gebrüder Renault [8], Philippe Lebon [9], Pasteur [10], Moreau [11], Antoine de Saint-Exupery, Jean de la-Fontaine [12], Vauban [13] und Alfred Sisley [14]. Utrillos Name ist auf der Rückseite der Medaille Rue Saint Vincent à Montmartre neben dem Bruants, Renoirs, Verlains, Forains, Allais´, Courtelines, Apollinaires, Carcos und Dorceles´ zu finden. Dargestellt wird auf dieser Seite das Wirtshaus Le Lupin Agile, das Utrillo ja ebenfalls gemalt hat. [15] Dies zur Einordung welche Perönlichkeiten auf Medaillen geprägt werden. ich werde auf jeden Fall den Katalog zur Corbin Ausstellung über die Fernleihe anfordern und mal reinschauen, ob die Utrillo Medaille dort aufgeführt wird.--Yeti-Hunter (Diskussion) 11:22, 11. Feb. 2026 (CET)
- Aber es steht bisher noch bei keinem der Genannten die Medaille im Artikel, oder? Ich würde mir also an Deiner Stelle nicht zu viel Aufwand mit der Suche machen. Meiner Meinung nach wäre es auch mit gutem Beleg bestenfalls eine Kann-Erwähnung. --Magiers (Diskussion) 11:50, 11. Feb. 2026 (CET)
- Jetzt habe ich doch mal die Gegenüberstellung von Straße und Gemälde probiert. Im Text will ich ohne Vorgabe aus der Literatur nichts dazu schreiben, aber die Bilder sprechen ja für sich selbst. --Magiers (Diskussion) 19:49, 11. Feb. 2026 (CET)
- habe ich hochgeladen, falls eine Verwendung gewünscht ist: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Maurice_Utrillo_Rue_Muller_a_Montmartre.jpg --~2026-96286-9 (Diskussion) 15:45, 12. Feb. 2026 (CET)
- Danke, aber ist das nicht die gleiche Datei wie diese hier: Datei:Maurice Utrillo - Rue Muller à Montmartre (ca. 1908).jpg? Jetzt habe ich die Qual der Wahl. :) Ich steige mal auf die neue Datei um, weil sie bei gleicher Auflösung größer ist. --Magiers (Diskussion) 16:47, 12. Feb. 2026 (CET)
- doch ist gleich, ist doch nett, wollten in 2 Tagen 2 Helfer helfen (schmunzel), lasse mein Bild wieder löschen... --~2026-96286-9 (Diskussion) 17:01, 12. Feb. 2026 (CET)
- Kein Problem. War ja nett gemeint. :) --Magiers (Diskussion) 17:04, 12. Feb. 2026 (CET)
- doch ist gleich, ist doch nett, wollten in 2 Tagen 2 Helfer helfen (schmunzel), lasse mein Bild wieder löschen... --~2026-96286-9 (Diskussion) 17:01, 12. Feb. 2026 (CET)
- Danke, aber ist das nicht die gleiche Datei wie diese hier: Datei:Maurice Utrillo - Rue Muller à Montmartre (ca. 1908).jpg? Jetzt habe ich die Qual der Wahl. :) Ich steige mal auf die neue Datei um, weil sie bei gleicher Auflösung größer ist. --Magiers (Diskussion) 16:47, 12. Feb. 2026 (CET)
- Ja, es ist schade das es vom Gemälde La Rue Muller à Montmartre kein gutes Bild gibt, was du zur Veranschaulichung hättest einbinden, warum gerade dieser Fußgängerweg in Rue Maurice Utrillo umbenannt worden ist. Vielleicht solltest du zumindest die Existenz des Bildes erwähnen? Was die Medaillen der Monnaie der Paris angeht, so gibt diese immer wieder Medaillen zu bekannten Größen heraus. Aktuell findet man auf deren Webseite Einträge zu Medaillen zu Beethoven [6], Eiffel [7], Cezanne, die Gebrüder Renault [8], Philippe Lebon [9], Pasteur [10], Moreau [11], Antoine de Saint-Exupery, Jean de la-Fontaine [12], Vauban [13] und Alfred Sisley [14]. Utrillos Name ist auf der Rückseite der Medaille Rue Saint Vincent à Montmartre neben dem Bruants, Renoirs, Verlains, Forains, Allais´, Courtelines, Apollinaires, Carcos und Dorceles´ zu finden. Dargestellt wird auf dieser Seite das Wirtshaus Le Lupin Agile, das Utrillo ja ebenfalls gemalt hat. [15] Dies zur Einordung welche Perönlichkeiten auf Medaillen geprägt werden. ich werde auf jeden Fall den Katalog zur Corbin Ausstellung über die Fernleihe anfordern und mal reinschauen, ob die Utrillo Medaille dort aufgeführt wird.--Yeti-Hunter (Diskussion) 11:22, 11. Feb. 2026 (CET)
- Dass Corbin relevant wäre, glaube ich auch. Aber was das für diese spezielle Medaille heißt, ist mir ohne Kontext nicht klar: War das eine Auftragsarbeit? Zu welchem Ereignis? Gibt es von der Art viele Medaillen oder ist sie eine Besonderheit? Sie wird eben, etwa im Unterschied zur Goldmedaille der Stadt Paris, nicht in der Literatur erwähnt. Die Pariser Straße z.B. habe ich auch lange vergeblich gesucht (vor allem den so naheliegenden Bezug zu einem Gemälde von Utrillo [5] zieht leider niemand und von dem Gemälde finde ich auch kein qualitativ akzeptables Foto) und musste dann auf irgendwelche Verwaltungsquellen zurückgreifen, aber von der gibt es wenigstens hübsche Fotos und es kommen viele Menschen mit ihr in Kontakt. --Magiers (Diskussion) 20:15, 10. Feb. 2026 (CET)
- Hallo Magiers, ich habe heute nachgeschaut, ob es Skulpturen, Büsten oder ähnliches von Maurice Utrillo gibt- Fehlanzeige. Somit scheint mir die von Raymond Corbin gestaltete Bronzemedaille mit seinem Konterfei eine der wenigen, wenn nicht die einzige Darstellung Utrillos zu sein, die nicht gemalt, gedruckt oder fotografiert ist. Abgesehen davon findet sich unter dem Lemma Medaille auch die Formulierung, dass eine Medaille zwar:"keine Zahlungsmittelfunktion besitzt, sondern u.a. als Sammlerobjekt sowie Ehren- und Verdienstauszeichnung dient." Das diese Le Dons Du Ciel Medaillen im Vergleich zu den Werken Utrillos keinen annähernd so hohen Wert besitzen tut aus meiner Sicht ihrem künstlerischen Wert und ihrer Funktion als Ehren- und Verdienstauszeichnung keinen Abbruch. Zwei Details zu ihr verdeutlichen evtl. den Unterschied zur zugebenermaßen etwas überspitzt dargestellten "Wald-und Wiesenmedaille", welche Kleinkleckersdorf anlässlich des dreizigjährigen Jubiläums des Schützenvereins hat machen lassen. Zum Einen wäre da mit Raymond Corbin ein Künstler, dessen Entwürfe mehrfach ausgewählt worden waren, millionenfach auf den Umlaufmünzen des französischen Francs unters Volk gebracht zu werden. Es handelt bei ihm also um einen anerkannten Fachmann und Künstler, der aus Sicht der französischen Wikipedianer so relevant ist, dass es über ihn einen Artikel gibt. Zum anderen wurde die Medaillen, noch einmal überspitzt formuliert, nicht im lokalen Pokal-und Medaillenshop aus dem Rohling gefräst, von dem auch der lokale Kegelclub seine Pokale bezieht, sondern sie wurden von der staatliche französische Münzprägeanstalt Monnaie de Paris geprägt. Abschließend möchte ich dir noch eine Beobachtung mit dir teilen. Als ich mir die Bilder auf der Münze genauer betrachtete, fielen mir auf der Seite, auf der sein Geburts-und Todesjahr zu lesen ist, vier, feine Linien auf, die alle mehr oder weniger von unten rechts ausgehen. Ich erinnerte mich bei der Recherche gelesen zu haben, dass Utrillo wohl oft solcher Art Hilfslinien genutzt haben soll, damit er die Perspektive- die Proportionen in seinen Werken korrekt malen konnte. Wenn ich mit meiner Interpretation nicht verkehrt liege, dann finde ich das eine sehr subtile Reminiszenz auf Utrillos Arbeitsweise. In einem Punkt muss ich dir allerdings recht geben- als Beleg für die Medaille taugen meine Links nicht. Die Staatliche Münzsammlung hatte aber anlässlich einer Werkschau zu Corbin im Jahr 1988 den Ausstellungskatalog "Raymond Corbin : dessins, médailles, sculptures" herausgegeben. Falls ich in diesem einen Vermerk auf die "Utrillo" Medaille finde, würde ich sie im Abschnitt Rezeption mit aufführen. Mit den besten Grüßen --Yeti-Hunter (Diskussion) 17:02, 10. Feb. 2026 (CET)
- Da kann ich schlecht einschätzen, wie relevant so eine Prägung ist. Heute hat man ja das Gefühl, dass Sammlermünzen massenhaft hergestellt werden. Und die einzelnen Münzen sind ja auch nicht besonders wertvoll ([4]). Da würde ich also sagen, die Medaille müsste in der Utrillo-Literatur erwähnt werden, um ihre Bedeutung für die Rezeption Utrillos zu belegen. Oder es sollte zumindest weiterführende Artikel geben wie etwa zu Maurice Utrillo (Rose). --Magiers (Diskussion) 10:13, 10. Feb. 2026 (CET)
- Hallo Magiers, ich hinterfrage die Übersetzung der Bezeichnung La trinité maudite. Du hast als Übersetzung den Ausdruck die „verwünschte Dreiheit“ eingefügt. Meiner Meinung nach kann das französische trinité anstatt mit Dreiheit bezeichnender mit Dreieinigkeit übersetzt werden. Denn diese Trinität bestehend aus Utter (Stiefvater), Valdadon (Mutter) und Utrillo erscheint mir genau der Zustand zu sein, mit dem Beachboards das enge Verhältnis der drei beschreiben wollte. Der andere Ausdruck Dreifaltigkeit wäre mir zu theologisch belegt. Wie siehst du das? Mit den besten Grüßen--Yeti-Hunter (Diskussion) 19:01, 12. Feb. 2026 (CET)
- Hallo Yeti-Hunter, ich habe hier die Übersetzung aus dem Buch von Warnod wiedergegeben, aber Du hast recht, ganz gelungen finde ich die Übersetzung auch nicht, sondern eher so, als habe man hier bewusst den religiösen Bezug eliminieren wollen, der im Original natürlich steckt. Ich habe jetzt mal eine neuere Quelle für "verfluchte Dreieinigkeit" herausgesucht (auch "verflucht" ist eingängiger als das altertümliche "verwünscht"). Gruß --Magiers (Diskussion) 19:50, 12. Feb. 2026 (CET)
Hans Theodor Woldsen Storm (* 14. September 1817 in Husum, Herzogtum Schleswig; † 4. Juli 1888 in Hanerau-Hademarschen) war ein deutscher Schriftsteller. Mit seiner Lyrik und Prosa gehört er zu den bedeutendsten Autoren des Poetischen Realismus. Storm ist vor allem für seine Novellen bekannt, empfand sich allerdings in erster Linie als Lyriker und sah die Gedichte als Ursprung seiner Erzählungen.
In den letzten Jahren habe ich den Artikel mit der mir vorliegenden Fachliteratur langsam und mit etlichen Unterbrechungen ausgebaut und mich nebenbei um einige Novellen und Gedichte gekümmert. Aus verschiedenen Gründen möchte ich dieses Großprojekt (mit den vier Teilen „Leben“, „Werk,“ „Hintergründe“ und „Rezeption“) nun abschließen, obwohl man noch einiges schreiben könnte. Das Ganze ist bereits sehr umfangreich und soll nicht die Dimension des Wagner-Artikels erreichen. Wenn etwas Wesentliches fehlen sollte, könnte es mit Fachliteratur ergänzt werden. Gruß --Gustav (Diskussion) 15:37, 4. Feb. 2026 (CET)
- Ich lese: Ab 1837 studierte Storm Jura an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, wo er 1837 Mitglied der Burschenschaft Albertina und Konkneipant des Corps Holsatia wurde. und bin froh, dass Du @Gustav den Artikel hier vorstellst. Denn jetzt kann ich fragen, lese ich diesen Satz sagt der für mich gar nichts aus. Was hat das mit der Biographie zu tun? Er war bei einer Burschenschaft und dann bei einer anderen, und? Und bei der anderen war er Konkneipant. Jetzt stelle ich mir die Frage, was diese Information dem gemeinen Leser bringen mag. Es wird nichts erklärt, hat er deswegen bessere Gedichte geschrieben? Bitte erkläre es mir, ich verstehe dieses Burschenschafterdropping ehrlich gesagt nicht, so vermutlich auch die OMA, die das lesen wird. Gruß --SlartibErtfass der bertige (Diskussion) 10:09, 8. Feb. 2026 (CET)
- Ich hatte mir schon gedacht, dass die Passage gar nicht von Gustav stammt ([16], [17], [18], [19], [20]). Fußnote 12 wäre ja auch keine einschlägige Literatur. [21] ist aber zumindest ein Hinweis, dass die Burschenschaften auch in der Storm-Literatur benannt werden, dann können sie natürlich auch im Artikel erwähnt werden. Ist halt Teil seiner Sozialisation, unabhängig davon, ob es seine Arbeit als Schriftsteller geprägt hat. --Magiers (Diskussion) 10:41, 8. Feb. 2026 (CET)
- Wenn dies Teil seiner Sozialisation war, dann ist das nicht beschrieben, es wird nicht erklärt. Auch Deine Erklärung erklärt nicht, warum dies so im Artikel stehen sollte. Setzen wir in Wikipedia voraus, dass unsere Leser wissen, dass ein Dichter in einer Burschenschaft sozialisiert wird und was das für eine Bedeutung auf sein Werk und sein Schaffen hat? Ernsthaft jetzt? Wir schreiben aber schon eine Enzyklopädie und pflegen einen Diskurs über Artikel, die über: Das ist halt so hinausgehen. Und mir ist durchaus klar, dass hier nicht Gustav diesen leeren Inhalt eingeführt hat. Gruß --SlartibErtfass der bertige (Diskussion) 10:53, 8. Feb. 2026 (CET)
- Die meisten unserer Artikel gehen tatsächlich nicht über eine Aufzählung von Fakten hinaus. Und auch wenn dieser Artikel eine wohltuende Ausnahme ist, der vieles erklärt und in Zusammenhang setzt, enthält er auch andere "Das ist halt so"-Informationen. Mag der Hauptautor entscheiden, wie wichtig die Burschenschaften tatsächlich sind. Ich finde, es lässt sich beides begründen: eine Nennung wie eine Nicht-Nennung, und es gibt Wichtigeres am Artikel. --Magiers (Diskussion) 11:09, 8. Feb. 2026 (CET)
- Danke für die Hinweise, auf die ich soeben reagiert habe. Es ist nicht immer leicht, Beiträge anderer Autoren, bei denen ich grundsätzlich von guten Absichten ausgehe (sog. AGF), mit Bezug auf WP:Q usw. zu entfernen. In der mir zugänglichen Fachliteratur (Missfeldt, Laage etc.) konnte ich nichts weiter dazu finden. Jackson spricht das Thema Burschenschaften nur kurz auf S. 51 an, ohne aber näher auf diese spezielle Verbindung einzugehen, wenn ich nichts übersehe. Ob die Mitgliedschaft in anderen relevanten Texten erwähnt wird, kann ich jetzt aus Zeitgründen nicht überprüfen. Gruß --Gustav (Diskussion) 11:34, 8. Feb. 2026 (CET)
- Meine Meinung: wenn nicht erklärt werden kann, warum das von Bedeutung sei, dann gehört es nicht in einen derart ausführlichen Artikel. Wird jede Vereinsmitgliedschaft aufgeführt? Nein, natürlich nicht. Es werden nur die aufgeführt, hinter denen eine Lobby steht, so wie bei den Burschenschaften, da gehe ich von GVBAA (geh von burschenschaftlichen Absichten aus), das hat mit AGF nichts mehr zu tun. Hier geht es manchen Autoren rein um die gute Darstellung der Burschenschaften an und für sich. --SlartibErtfass der bertige (Diskussion) 11:53, 8. Feb. 2026 (CET)
- Wir befinden uns hier im Review, ich verstehe ehrlich gesagt nicht, wie Du hier argumentierst. Ich verstehe den Inhalt nicht, ich finde es wird nicht beschrieben, was das bedeutet, meines Erachtens gehört das schlicht nicht in den Artikel. Wenn Du schlechte Inhalte verteidigen willst, gut, aber bitte nicht bei einem Artikel Review. --SlartibErtfass der bertige (Diskussion) 11:36, 8. Feb. 2026 (CET)
- Du solltest langsam die WP:Wikiquette berücksichtigen. Ich habe es doch gerade gelöscht, so dass schon deswegen kein Grund besteht, anderen, etwa Magiers, vorzuwerfen, sie wollten „schlechte Inhalte“ verteidigen. Für einen Kollegen, der sich in der Tat sehr für das Thema interessiert, war es offenbar so wichtig, dass er es vor einigen Jahren eingefügt hat. Ich selbst hätte dies nicht getan, zumal ich darüber keine Fachliteratur habe. Wir müssen an dieser Stelle bitte nicht erneut über Burschenschaften diskutieren, die ich ebenfalls kritisch sehe. Mit Walter Arnold kann immerhin belegt werden, dass Storm Konkneipant des Korps Holsatia wurde, sich später übrigens negativ über die Kieler Studenten äußerte. Dennoch habe ich es auf Dein Insistieren entfernt. Mehr möchte ich dazu auch aus Zeit- und Nervengründen nicht schreiben. --Gustav (Diskussion) 12:26, 8. Feb. 2026 (CET)
- Vielen Dank fürs Entfernen. Damit ist das für mich erledigt. Die Argumente von Magiers kann ich dennoch nicht nachvollziehen, was das mit WP:Wikiquette zu tun haben soll, verstehe ich nicht. Gruß --SlartibErtfass der bertige (Diskussion) 12:41, 8. Feb. 2026 (CET)
- Auch von mir danke für die Entfernung. Wenn die Burschenschaften in der zentralen Storm-Literatur gar nicht erwähnt werden, bin ich natürlich auch gegen die Aufnahme im Artikel. Aber das können wir beide nicht entscheiden, sondern nur jemand, der Überblick über die Literatur hat wie Gustav. So war mein Beitrag gemeint und nicht als eine Verteidigung von (in jedem Fall nebensächlichen) Inhalten. --Magiers (Diskussion) 14:50, 8. Feb. 2026 (CET)
- Dann habe ich Deine Argumente wohl falsch interpretiert. Sorry. Gruß --SlartibErtfass der bertige (Diskussion) 15:09, 8. Feb. 2026 (CET)
- Ich habe mir mal die Mühe gemacht etwas zu recherchieren.
- Vorweg: eine Mitgliedschaft in einem Verein (Freimaurer, Karneval, Segelclub, etc.) kann aufgrund seines Netzwerkcharakters wohl einen prägenden Einfluss auf den Charakter haben. Insbesondere wenn man zu jungen Jahren teil einer solchen Gemeinschaft wird. Das Studentenverbindungen eine Rolle in der Geschichte gespielt haben und spielen, ist hinreichend belegt.
- So viel zur Einleitung. Im Text selbst werden mindestens (nachweislich) mehrere Verbindungsangehörige aufgeführt, die als bspw. "enge Freunde", "gemeinsam wohnen", etc. beschrieben werden. Eine Interpretation, dass diese Verbindungen (Wortspiel) basierend auf dem Netzwerk durch Eintritt in eine Studentenverbindung entstanden sind, ist zumindest zulässig.
- Die Literatur über Theodor Storm liefert ebenso Hinweise darauf, dass die Studentenzeit und seine Mitgliedschaft in studentischen Vereinen einen Einfluss auf ihn hatten. Zum einen in seinem Leben (enge Freunde: u.a. Theodor Olshausen, Ferdinand Tönnies, Erich Schmidt, Heinrich von Eggeling, Theodor Mommsen, Emil von Wolff, etc.) zum anderen in seinen Werken (u.a.: Auf die Universität, Immensee (vgl. E. Allen McCormick, 2020), Der Herr Etatsrat (Link), etc.).
- So schreibt Storm in einem Briefwechsel an Paul Heyse: "Mit dem Corps habe ich jedesmal Malheure; das macht, weil mir das Musikalische so viel näher steht, als das Studentische" (s. Clifford A. Bernd: Theodor Storm - Paul Heyse III. 1882-1888: Briefwechsel, S. 156) .
- Auch andere Autoren schreiben zu Storms Mitgliedschaft folgendes:
- Paul Schütze (2013). Theodor Storm: sein Leben uns seine Dichtung, S. 51: "Der kneipende, paukende Student, wie er ihm bei dem Corps "Holsatia", zu welchem er sich hielt, entgegentrat [...]". Weiter führt Schütze Dissonanzen zwischen Storms Vorstellung eines idealen Studenten und der Studentenwirklichkeit aus. So schreibt Schütze weiter, dass "dem farbentragen deutschen Studentehnthum zu Grunde liegt [...] und [ihm] fremd geblieben. Auch seine Dichtung trägt die Spüren dieser Eindrücke. Der zweite Teil der Novelle "Auf die Universität" [...] ist der Wirklichkeit entnommen." Wirklichkeit in dem Sinne, dass er seine Eindrücke aus Studentenzeit (also der realen Welt) in seiner Novelle verarbeitete.
- Hugo Gilbert (1904). Theodor Storm als Erzieher: ein Versuch, S. 14: "Storm selbst hat sich eine Zeit lang zum Corps Holsatia gehalten [...]"
- Karl E. Laage & Dieter Lohmeier (1988). Sämtliche Werke in vier Bänden: Novellen, 1881-1888. S. 1044: "Storm hatte [...] Chorleben geschrieben, und Paul Heyse hatte diese Stelle dann in den Korrekturbogen moniert".
- Gertrud Storm (2014). Theodor Storm: Ein Bild seines Lebens: Band 1: Jugendzeit, S. 139. "Eine besondere Freundschaft knüpfte er mit den Brüdern Mommsen. Gleiche Interessen für Politik und Literatur und die gleiche Liebe zur Heimat schlang ein festes Band um die drei Freunde. Dass Storm dem Korps Holsatia und Mommsen der Verbindung Albertina angehörte, die sich in bitterster Feindschaft gegenüberstanden, störte die Freundschaft nicht" (vgl. auch Willy Quandt, 1955)
- Georg Bollenbeck (1988). Theodor Storm: Eine Biographie, S. 51: [...] tritt dem Korps Holsatia als Konkneipant [...].
- Heiner Bröckermann (2022). Krig og fred - Krieg und Frieden: Wegmarken der deutsch-dänischen Geschichte 1848 bis 1955 , S. 36: "In seiner Studentenzeit in Kiel war Storm 1837 der Burschenschaft Albertina und dem Corps Holsatia beigetreten. Storms Engagement für die deutsche Sache in der schleswig-holsteinischen Erhebung gegen Dänemark 1848 bis 1851 war daher wenig verwunderlich."
- ...
- Dazu erwähnen etliche Autoren die Mitgliedschaft Storms (Volker Griese, 2001; Eugen Wohlhaupter, 1957; Klaus Krüger, Matthias Meinhardt, Michael Ruprecht, 2023; Stefan Rebenich, 2007, etc.). Selbst der SWR (2020) erwähnte in "Von Bünden und Bräuchen: Aus dem Innenleben einer Burschenschaft" Theodor Storm als bekanntes Verbindungsmitglied.
- Damit diese Ausführungen nicht missverstanden werden: es sei zu klären, inwiefern die Mitgliedschaft einen Einfluss auf Storms Wirken hatte (sei er positiv oder negativ). Allerdings ist das pauschale Urteil als irrelevant nicht zutreffend. Ob es dann in diesem Artikel erwähnt werden muss oder nicht, ist von mir abschließend nicht zu entscheiden. Die Einflüsse (persönliche Beziehungen, Erlebnisse, etc.) schlagen sich zumindest in seinen Werken nieder.
- Da es ursprünglich durch einen Autor eingefügt wurde (2021 - also vor 5 Jahren!) und sich keiner daran gestört hat, tendiere ich eher zu "beibehalten". Die Mitgliedschaft ist schlussendlich für diesen Review sowieso nicht ausschlaggebend. Das zur Vollständigkeit. --Dr. Breslau (Diskussion) 11:57, 18. Feb. 2026 (CET)
- Danke für die Recherche sowie die Erklärungen, die mir auch deswegen einleuchtend erscheinen, weil sich dies ja einfach belegen lässt. Das Corps-Leben war im 19. Jhd. eben Teil des studentischen Lebens, ganz gleich, was man heute davon hält. Laages Kommentar liegt mir ebenfalls vor, und da ich den Artikel Ein Bekenntnis geschrieben habe, könnte man es mit diesem Bezug vielleicht wieder einbauen, so dass es nicht nur ein eingeworfenes Detail der Biographie ist. Wie schon geschrieben, äußerte sich Storm kritisch, hier etwa, dass er „mit dem Corps ... jedesmal Malheure“ habe, weil ihm „das Musikalische so viel näher steht, als das Studentische“. Die erste Storm-Biographie Paul Schützes liegt mir leider nicht vor. Ich weiß aber, dass sie für die erste Phase der Rezeption bedeutsam war und prägend wirkte. Du könntest es also (mit einer der Publikationen) erneut einfügen, wenn Dir der Aspekt wichtig ist. Auf der anderen Seite möchte ich lange Diskussionen um diesen Punkt vermeiden, zumal es sich lediglich um eine kurze Angabe handelt, die ich auf obiges Drängen entfernt habe. Gruß --Gustav (Diskussion) 11:05, 19. Feb. 2026 (CET)
- Auch von mir danke für die Entfernung. Wenn die Burschenschaften in der zentralen Storm-Literatur gar nicht erwähnt werden, bin ich natürlich auch gegen die Aufnahme im Artikel. Aber das können wir beide nicht entscheiden, sondern nur jemand, der Überblick über die Literatur hat wie Gustav. So war mein Beitrag gemeint und nicht als eine Verteidigung von (in jedem Fall nebensächlichen) Inhalten. --Magiers (Diskussion) 14:50, 8. Feb. 2026 (CET)
- Vielen Dank fürs Entfernen. Damit ist das für mich erledigt. Die Argumente von Magiers kann ich dennoch nicht nachvollziehen, was das mit WP:Wikiquette zu tun haben soll, verstehe ich nicht. Gruß --SlartibErtfass der bertige (Diskussion) 12:41, 8. Feb. 2026 (CET)
- Du solltest langsam die WP:Wikiquette berücksichtigen. Ich habe es doch gerade gelöscht, so dass schon deswegen kein Grund besteht, anderen, etwa Magiers, vorzuwerfen, sie wollten „schlechte Inhalte“ verteidigen. Für einen Kollegen, der sich in der Tat sehr für das Thema interessiert, war es offenbar so wichtig, dass er es vor einigen Jahren eingefügt hat. Ich selbst hätte dies nicht getan, zumal ich darüber keine Fachliteratur habe. Wir müssen an dieser Stelle bitte nicht erneut über Burschenschaften diskutieren, die ich ebenfalls kritisch sehe. Mit Walter Arnold kann immerhin belegt werden, dass Storm Konkneipant des Korps Holsatia wurde, sich später übrigens negativ über die Kieler Studenten äußerte. Dennoch habe ich es auf Dein Insistieren entfernt. Mehr möchte ich dazu auch aus Zeit- und Nervengründen nicht schreiben. --Gustav (Diskussion) 12:26, 8. Feb. 2026 (CET)
- Danke für die Hinweise, auf die ich soeben reagiert habe. Es ist nicht immer leicht, Beiträge anderer Autoren, bei denen ich grundsätzlich von guten Absichten ausgehe (sog. AGF), mit Bezug auf WP:Q usw. zu entfernen. In der mir zugänglichen Fachliteratur (Missfeldt, Laage etc.) konnte ich nichts weiter dazu finden. Jackson spricht das Thema Burschenschaften nur kurz auf S. 51 an, ohne aber näher auf diese spezielle Verbindung einzugehen, wenn ich nichts übersehe. Ob die Mitgliedschaft in anderen relevanten Texten erwähnt wird, kann ich jetzt aus Zeitgründen nicht überprüfen. Gruß --Gustav (Diskussion) 11:34, 8. Feb. 2026 (CET)
- Die meisten unserer Artikel gehen tatsächlich nicht über eine Aufzählung von Fakten hinaus. Und auch wenn dieser Artikel eine wohltuende Ausnahme ist, der vieles erklärt und in Zusammenhang setzt, enthält er auch andere "Das ist halt so"-Informationen. Mag der Hauptautor entscheiden, wie wichtig die Burschenschaften tatsächlich sind. Ich finde, es lässt sich beides begründen: eine Nennung wie eine Nicht-Nennung, und es gibt Wichtigeres am Artikel. --Magiers (Diskussion) 11:09, 8. Feb. 2026 (CET)
- Wenn dies Teil seiner Sozialisation war, dann ist das nicht beschrieben, es wird nicht erklärt. Auch Deine Erklärung erklärt nicht, warum dies so im Artikel stehen sollte. Setzen wir in Wikipedia voraus, dass unsere Leser wissen, dass ein Dichter in einer Burschenschaft sozialisiert wird und was das für eine Bedeutung auf sein Werk und sein Schaffen hat? Ernsthaft jetzt? Wir schreiben aber schon eine Enzyklopädie und pflegen einen Diskurs über Artikel, die über: Das ist halt so hinausgehen. Und mir ist durchaus klar, dass hier nicht Gustav diesen leeren Inhalt eingeführt hat. Gruß --SlartibErtfass der bertige (Diskussion) 10:53, 8. Feb. 2026 (CET)
- Ich hatte mir schon gedacht, dass die Passage gar nicht von Gustav stammt ([16], [17], [18], [19], [20]). Fußnote 12 wäre ja auch keine einschlägige Literatur. [21] ist aber zumindest ein Hinweis, dass die Burschenschaften auch in der Storm-Literatur benannt werden, dann können sie natürlich auch im Artikel erwähnt werden. Ist halt Teil seiner Sozialisation, unabhängig davon, ob es seine Arbeit als Schriftsteller geprägt hat. --Magiers (Diskussion) 10:41, 8. Feb. 2026 (CET)
Hallo Gustav, erst einmal möchte ich meinen Respekt und meinen Dank aussprechen. Ich hatte heute die Zeit und die Muße dein umfang-und facettenreiches Werk zu ihm zu lesen. Bisher brachte mir der Abschnitt "Leben" die Höhen und Tiefen seines Daseins, seine Ambivalenz, seine Freundschaften und seine Leidenschaften nahe. Ein paar wenige Anmerkungen habe ich mir während der Lektüre notiert und möchte diese im Folgenden einfach nur an dich adressieren.
1. Im Abschnitt Rechtsanwalt in Husum (1843–1853) finde ich Einzelnachweise der Lebensdaten für die meisten seiner sieben Kinder. Etwas weiter unten im Artikel fand ich mit dem bereits angelegten EN45 die Möglichkeit, zumindest die Geburtstage seiner Töchter Lucie und Elsabe zu belegen.
- Die Geburts-und Sterbejahre von den sieben Kindern die Constanze gebar und seiner gemeinsamen Tochter mit Dorothea Jensen habe ich über Storms Eintrag in der Deutschen Biographie verifiziert[22].
2. Im darauf folgenden Absatz wurde der Name Dorothea Jensen eingeführt, und einen Satz später ist davon die Rede das er bei Doris die Leidenschaft und „jene berauschende Atmosphäre“ fand, die er in seiner Ehe mit Constanze vermisste. Gehe ich richtig in der Annahme, das es sich bei Dorothea und Doris um ein und die selbe Person handelt? Ist Doris quasi ihr Kosename?
3. Bei den Artikeln über Personen, die ich bisher so gelesen habe, wurde zumindest die Anzahl der Geschwister sehr früh im Artikel erwähnt. Um so überraschter war ich im Abschnitt "Kreisrichter in Heiligenstatt" zu lesen, das Storm einen jüngeren Bruder namens Otto hatte. Ok, dachte ich- ein Bruder, der halt einfach nicht, wie von mir gewohnt eingangs erwähnt wurde. Ein ganzen Strahl runter "poppt" im Unterabschnitt "Alterssitz in Hademarschen" ein weiterer Bruder namens Johann auf . Von da an war ich gespannt, ob es dies nun war, mit weiteren Geschwistern und was soll ich sagen: In den Sätzen die von Storms Krankheit und seinem Lebensende handeln taucht noch ein weiterer Bruder namens Aemil auf. Angesichts des Umstands das Storm Vater von insgesamt acht Kindern war, bin mir nun ehrlich gesagt nicht sicher, ob er selber neben den drei Brüdern noch weitere Geschwister hatte oder nicht. Gibt die Fachliteratur da etwas her? Und wäre es möglich die Gesamtanzahl seiner Geschwister bereits am Anfang des Abschnitts "Kindheit, Jugend und Studium (1817–1842)" zu erwähnen?
- Ich habe noch einmal versucht etwas zu Storms Geschwistern herauszubekommen. Zum Einen konnte ich Geburts-und Sterbejahr seines Bruders Aemil (1833-1897) in Storms Eintrag in der Deutschen Biographie wieder finden. Zum Anderen stieß ich auf die Webseite www.Wikitree.com. Dort haben sich die Geneaologen alles zusammengetragen, was sie so finden konnten. Dazu gehören Geburts-und Taufeinträge im KB (?) Husum Landeskirchliches Archiv der Evan. Luth. Kirche, Heiratseinträge und Sterbe-und Begräbniseinträge sowie dänische Zensuseinträge. Neben den drei Brüdern Otto, Johann und Aemil die bereits an verschiedenen Stellen im Artikel auftauchen, fand ich dort ebenso drei Schwestern. Weil die Einträge dort zu Geburts- und Sterbedaten von Storms Vater Casimir und seinem Sohn Theodor Storm selber auf den Tag genau mit den Angaben übereinstimmen und auch die Jahresangaben von Storms Bruder Aemil passen, schreibe ich hier mal die kompletten Daten aller Geschwister auf. Vielleicht bekommst du mit diesen zusätzlichen Angaben noch etwas aus deinen Quellen heraus.
- - Hans Theodor Woldsen Storm, 15.09.1817- 04.07.1888
- - Helene Caesilie Christiane Lorentzen (Storm), 14.01.1820- 10.11.1847
- - Lucia Johanna Henrietta Storm, 13.08.1822- 31.05.1829
- - Ernst Johann Casimir Storm, 14.08.1824- 17.04.1906
- - Otto Friedrich Christian Woldsen Storm, 23.09.1826- 23.03.1908
- - Lucie Caesilie Magdalene Øhrsted (Storm), 22.01.1829- 07.07.1863
- - Emil (Aemil?) Wilhelm Ernst Storm, 28.07.1833- 16.09.1897
- Es sollte erwähnt werden, das Theodor Storm das älteste von sieben Kindern war und auch wenn sie bibliographisch nicht in Erscheinung getreten sind sollte erwähnt werden, das er neben seinen drei Brüdern auch drei Schwestern hatte.
4. Beim Lesen des "Moduls" Leben stellte ich wiederholt fest, dass Personen und die Titel seiner Werke mehrfach blau verlinkt sind. Und soweit ich das Überblicken zieht sich das durch den ganzen Artikel. Ich nehme an, dass dies zum Teil dem Umstand geschuldet ist, dass du über mehrere Jahre an dem Artikel gearbeitet hast. Ich bin mir nun nicht schlüssig, ob diese Mehrfachverlinkung einfach nur praktisch oder zu ändern oder zu akzeptieren ist.
5. Nachdem im Artikel Storms Begeisterung für die Sängerin Pauline Viardot-García erwähnt worden ist nahm ich an, das im direkt darauffolgenden Absatz davon berichtet wird, dass er diese seinem "Rivalen" Turgenew abspenstig machen konnte. Umso überraschender war es zu lesen, dass plötzlich wieder Dorothea Jensen aus der Versenkung auftaucht. Das war ein echter Plottwist für mich. Aber das nur am Rande. ;-)
6. Im vorletzten Satz des Unterabschnitts "Landvogt und Amtsrichter in Husum (1864–1880)" wird zu Storms Eltern kurz und unbelegt angeführt, dass Storms Vater 1874 und seine Mutter Lucie 1979 verstarben. Im ersten Satz des Unterabschnitts "Kindheit, Jugend und Studium (1817–1842)" wird jedoch angegeben, dass die Patriziertochter Lucie Woldsen von 1797 bis 1879 lebte. Unter Verweis auf den Eintrag in der Deutschen Biographie ändere ich das Sterbejahr wie eingangs erwähnt auf 1879.
Das soll es für den Moment erst einmal zum Abschnitt Leben sein. Wie schon eingangs geschrieben- du hast hier eine mehr als respektable Arbeit geleistet und der geneigte Leser bekommt hier das geballte Wissen zu Theodor Storm auf dem Silbertablett präsentiert. Mit den besten Grüßen--Yeti-Hunter (Diskussion) 20:19, 12. Feb. 2026 (CET)
- Guten Tag, Yeti-Hunter, danke für die Korrektur des Datums und den Kommentar!
- Ja, „Doris“ ist der Kosename oder eine Kurzform von „Dorothea“, wie sich aus dem vorhergehenden Satz ergibt. Es handelt sich um Dorothea Jensen, die auch bei Laage häufig nur „Doris“ genannt wird. M.E. wird der Text durch diese Varianten etwas ansprechender.
- Bei einem so umfangreichen Artikel können Begriffe etc. auch mehrfach verlinkt werden. Falls mir dies allerdings in einem Abschnitt unterlaufen sein sollte, wäre es in der Tat dem langen Zeitraum bzw. den zahlreichen Unterbrechungen geschuldet. Ich habe mich in der Zwischenzeit eben mit vielen anderen Themen befasst. Wenn ich nach einigen Monaten zurückkehre, kann es vorkommen, dass ich einen Begriff versehentlich erneut verlinke.
- Was die Geschwister betrifft, ist es eine gute Idee, dies weiter oben zu erwähnen, wenn es sich belegen lässt. Ich erwähne die jeweiligen Namen dann, wenn sie mir in der Fachliteratur auffallen („…poppt … auf“). Wenn ich dazu noch etwas finde, werde ich es ggf. einbauen. Gern kannst Du es auch selbst übernehmen, wenn Du Belege (aus verlässlichen Archiven etc.) hast und mir so die fummelige Arbeit abnehmen.
- Ja, die Sängerin muss eine faszinierende Frau gewesen sein und wurde von Turgenew und anderen umworben.
- Aus Zeitgründen kann ich jetzt nicht auf weitere Punkte eingehen. Wie oben erklärt, möchte ich den Artikel nicht weiter ergänzen (und mich jetzt mit anderen Themen befassen). Gruß --Gustav (Diskussion) 11:05, 19. Feb. 2026 (CET)
Die Pfarr- und Wallfahrtskirche Heilbrunn, auch als Maria Heilbrunn und Mariä Heimsuchung Heilbrunn bekannt, steht im Dorf Heilbrunn in der Marktgemeinde Anger im Bezirk Weiz in der Oststeiermark. Sie ist die Pfarrkirche der römisch-katholischen Pfarre Heilbrunn. Die Pfarre gehört zum Seelsorgeraum Weiz der Region Oststeiermark in der Diözese Graz-Seckau. Sie ist dem Patrozinium Mariä Heimsuchung unterstellt. Der Ursprung der Kirche geht auf eine vermeintlich heilsame Quelle zurück, an der sich ab 1620 eine Marienverehrung nachweisen lässt. Eine Kapelle wurde 1672 errichtet, welche der wachsenden Zahl an Wallfahrern wiederum 1755 zu einer Kirche ausgebaut wurde. Durch den Josephinismus wurden in den 1780er-Jahren die Wallfahrten verboten und kamen erst wieder ab dem 19. Jahrhundert auf. Da die örtliche Bevölkerung aber auf vier Pfarren aufgeteilt war, wurde 1787 eine eigenständige Pfarre eingerichtet und bis 1790 eine neue Kirche gebaut. Vor der Kirche wurde auch ein Gnadenbrunnen errichtet, aus dem das Wasser der Quelle fließt.
Nachdem ich mich bisher hauptsächlich mit Kirchen in der Westeiermark beschäftigt habe, hat es mich diesmal in die Oststeiermark verschlagen. Ich war dafür selbst zweimal vor Ort und Bilder zur Kirche werden in den nächsten Tagen noch folgen. Genauso wie der noch fehlende Abschnitt zur Pfarre und den Wallfahrten noch fehlt und in nächster Zeit nachgereicht wird. Ich möchte trotzdem gleich mal schauen ob es sonst noch offensichtliche Mängel im Artikel gibt bzw. wo es noch Bedarf an Nachbesserungen gibt. LG -- Liuthalas (Diskussion) 09:43, 21. Feb. 2026 (CET)