Voj
| Voj Вой | |
|---|---|
| Allgemeine Informationen | |
| Herkunft | Moskau, Russische SFSR, Sowjetunion |
| Genre(s) | Funeral Doom |
| Gründung | 1988 |
| Auflösung | 1991 |
| Letzte Besetzung | |
Gitarre, Gesang | Alexey Lapshin |
E-Bass | Oleg Karpov |
Schlagzeug | Pavel Moskvin |
| Ehemalige Mitglieder | |
E-Bass | Dmitry Baglyuk (bis 1990) |
Schlagzeug | Igor Popov (bis 1990) |
| Diskografie |
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Die Gruppe spielte nur ein als verschollen geltendes Demo und ein erst Jahre nach den Aufnahmen offiziell veröffentlichtes Studioalbum ein. Die lange Zeit in Tapetrading-Kreisen kursierenden Albumaufnahmen wurden 2012 erstmals durch Sublimity Records veröffentlicht. Das Album gilt als oft übersehene nationale Wegmarke des Doom Metal und Funeral Doom.
Stil und Inhalt
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die von Вой gespielte Musik wird überwiegend dem Funeral Doom zugerechnet.[4] Lapshin gab an, dass Вой vornehmlich von Venom und Celtic Frost beeinflusst wurden. Texte und Musik waren konzeptionell inspiriert von beiden Bands. Indes strebten die Musiker danach eine Musik zu kreieren, die sich von der ihrer Vorbilder unterschied.[1] In einer Banddarstellung für das Webzine Doom-Metal.com wird auf den schweizerische Bands wie Hellhammer, Samael und Mordor verwiesen. Hinzukommend wird das Instrumental Oppression Freedom Oppression der amerikanischen Death-Doom-Band Winter als Assoziation angeführt.[4]
Die Musik gilt als auf eine tiefe jedoch einfach gehaltene Atmosphäre hin ausgerichtet. Hierzu nutze die Band vorrangig ein Wechselspiel von Gitarre und Schlagzeug. Im Vordergrund steht das Schlagzeugspiel während Lapshin einen als heiser wahrgenommenen Brüllgesang mit gedämpfter Stimme zum Vortrag satanischer Texte in russischer Sprache nutzt. Die in den Hintergrund gemischte Gitarrenriffs und vereinzelte Bassanschläge sowie wenige Keyboardklänge ergänzen das als minimalistisch beschriebene Spiel aus dröhnender Gitarre, beschwörendem Gesang und reduzierten Schlagzeugfiguren.[2][5][6] Orientiert an den Vorbildern Celtic Frost und Venom verfasste Lapshin Texte mit Bezug zur Hölle, zu Dunkelheit sowie zum Satanismus,[1][3] wodurch Вой auch der Frühform des Black Doom von Barathrum und Unholy entspricht.
Rezeption und Bedeutung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Obwohl die Band ihr Debüt nicht veröffentlichte, wurde Вой von russischen Magazinen wie ТТТРРАХ!, Сдвиг und Железный марш erwähnt, errang seinerzeit jedoch keine besondere nationale oder gar internationale Aufmerksamkeit.[2][1] Mit der Veröffentlichung 2012 lobten insbesondere russische Webzines die Musik und hoben die Bedeutung der Band im Genre als übersehener Mitinitiator des Funeral Doom hervor.[1][2][5][6] So wurde das Album ebenso vom vertreibenden Label als vergessene oder übersehene Veröffentlichung der Initiierung des Genres Funeral Doom beworben.[3]
Dem Album und der Geschichte der Band gegenüber herrscht mitunter Skepsis. Aufgrund der hohen Aufnahmequalität und dem angegebenen Zeitpunkt der Produktion im Verhältnis zu anderen Veröffentlichungen ähnlicher Stilrichtungen wird die Authentizität der Angaben gelegentlich bezweifelt.[1] Auch der Einfluss der Band wird aufgrund der geringen Reichweite und der inexistenten Vermarktung in der Banddarstellung des Webzines Doom-Metal.com als fragwürdig bezeichnet. Dennoch, so weiter, könne die Band mit ihrem Debüt als wichtiges Kapitel in der Geschichte des Doom Metal und insbesondere des Funeral Doom neben Mordor und Thergothon gelten.[4]
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Voj bei Discogs
- Voj bei Doom-Metal.com
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 3 4 5 6 7 8 9 Lightbringer: Вой / Crunch: Интервью с представителем первой отечественной doom-команды. Metal Library, abgerufen am 29. September 2020.
- 1 2 3 4 VS Baronin: Вой: Кругами вечности. livejournal.com, abgerufen am 29. September 2020.
- 1 2 3 Sublimity: Вой: Кругами вечности. Bandcamp, abgerufen am 29. September 2020.
- 1 2 3 Вой. Doom-Metal.com, abgerufen am 29. September 2020.
- 1 2 Old Man: Вой: Кругами вечности. Darkside, abgerufen am 30. September 2020.
- 1 2 Lightbringer: Вой: Кругами вечности. Metal Library, abgerufen am 30. September 2020.
