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Vindalho

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Vindalho

Vindalho (englische Umschrift Vindaloo, auch Vindalu) ist ein scharfes indisches Gericht aus Goa. Das Gericht ist traditionell eines der schärfsten in der indischen Küche; es wird wie andere Currys meist mit gekochtem Reis serviert.

Im Rahmen der Kolonisierung von Portugiesisch-Indien brachten die portugiesischen Kolonialherren eine typische Zubereitungsart für Schweinefleisch mit: Carne de vinho e alhos, in Wein oder Weinessig sowie Knoblauch gekochtes Fleisch.[1] Der Name „Vindalho“ geht auf die Begriffe vinho (Wein) und Alho (Knoblauch) zurück.[2] Die zweite Silbe -alho klingt lautähnlich wie das Hindi-Wort alu („Kartoffel“), hat damit aber nichts zu tun. Das heutige Vindalho geht auf die Anpassung des alten portugiesischen Gerichts an in Goa verfügbare Zutaten zurück.

Da Goa bis in die 1960er-Jahre unter portugiesischer Kolonialverwaltung stand und sich viele Einwohner zum Christentum bekannten und daher Schweine- und Rindfleisch essen durften, wurde das Gericht oft zu besonderen Anlässen serviert.[3]

Vindalho in Großbritannien

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Die Briten kamen erstmals 1797 mit Vindalho in Kontakt, als sie im Rahmen der Koalitionskriege Goa temporär besetzten, um zu verhindern, dass die strategisch wichtige portugiesische Kolonie in die Hände Frankreichs fiel.[2] Im Rahmen ihres Abzugs aus Portugiesisch-Indien 1813 nahmen die Briten goanische Köche mit und etablierten Vindalho so in ihrer Heimat. Im Laufe der Zeit erfuhr die britische Variante Änderungen in der gängigen Zubereitung und hat heute nur noch wenig mit dem ursprünglichen Gericht gemein.[4] Das Gericht erfreut sich in Großbritannien großer Beliebtheit und ist dort auf den Speisekarten vieler indischer Restaurants zu finden. Traditionell wird es mit Enten- anstelle von Schweinefleisch zubereitet.[5] In der englischen Umgangssprache wird Vindalho als vindy bezeichnet.

Die Beliebtheit des Gerichtes war die Inspiration für ein englisches Lied zur Fußball-WM 1998: Vindaloo von Fat Les belegte im selben Jahr Platz zwei der britischen Charts.[3]

In einer Metaanalyse verschiedener Rezepte bekannter Köche ermittelte Felicity Cloake vom britischen Guardian eher fettreiche Fleischstücke wie Entenschenkel oder Schweineschulter als bei Essern beliebteste Fleischkomponente.[4] Anstatt Schwein wird oft auch Lammfleisch oder Geflügel (bei Hindus und indischen Muslimen) verwendet. Es gibt Rezepte mit Fleisch und Kartoffeln, außerdem vegetarische Vindalho nur mit Kartoffeln (aloo vindaloo).

Das Fleisch wird zunächst mariniert. Für das portugiesische Ursprungsgericht wurde dafür Weinessig verwendet, der in Goa mangels Verfügbarkeit durch aus Palmwein gewonnenen Essig ersetzt wurde.[4] Zusätzliche Säure kann dabei vom Saft der Tamarinde stammen. Als Gewürze werden heute unter anderem Knoblauch, Ingwer, Kreuzkümmel, Pfefferkörner, schwarzer oder grüner Kardamom, Nelke, Piment, Zimt, Senfsamen, Bockshornklee, Koriander und Kurkuma genutzt. Das marinierte Fleisch wird zusammen mit der Marinade, Tomaten, Chilischoten und Curryblättern gegart.

Commons: Vindalho – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. TheTiffinBox.ca: Indian Classics - Vindalho de Galinha (Chicken Vindaloo). (Autor: Michelle Peters-Jones). Abgerufen am 23. Mai 2026.
  2. 1 2 Lizzie Collingham: Curry: A Biography. Chatto & Windus, London 2005, ISBN 0-7011-7335-1, S. 68.
  3. 1 2 Sunday-Guardian.com: Vindaloo manages to unite the culinary history of 3 continents (Memento vom 2. August 2018 im Internet Archive)
  4. 1 2 3 TheGuardian.com: How to cook the perfect... vindaloo – recipe. (Autor: Felicity Cloake). Abgerufen am 23. Mai 2026.
  5. Lizzie Collingham: Curry: A Biography. Chatto & Windus, London 2005, ISBN 0-7011-7335-1, S. 74.