Vernor Vinge

Vernor Steffen Vinge [] (* 2. Oktober 1944 in Waukesha, Wisconsin; † 20. März 2024 in La Jolla, Kalifornien) war ein amerikanischer Mathematiker, Informatiker und Science-Fiction-Autor.
Leben
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bekannt wurde er vor allem durch seinen Roman A Fire Upon the Deep (1992) (dt. Ein Feuer auf der Tiefe (1995)), für den er den Hugo Award gewann, sowie für seinen Essay The Technological Singularity (1993; dt. in Das Science Fiction Jahr 2004, Heyne), in dem er die These vertritt, dass das exponentielle Wachstum in der Technologie einen Punkt erreichen wird (technologische Singularität), ab dem es nicht mehr möglich sein wird, über die Konsequenzen auch nur zu spekulieren.
Die Fortsetzung zu A Fire Upon the Deep ist A Deepness in the Sky (1999) (dt. Eine Tiefe am Himmel (2003)), die in der Erzählzeit vor A Fire Upon the Deep angesiedelt ist und mit der er erneut den Hugo Award gewann. Im Jahr darauf erhielt das Werk auch den Kurd-Laßwitz-Preis als bester ausländischer Roman. 2007 gewann er den Locus Award für Rainbows End.
Er war von 1972 bis 1979 mit der Science-Fiction-Autorin Joan D. Vinge verheiratet. Gemeinsam mit ihr schrieb er die Kurzgeschichte The Peddler’s Apprentice (1975) (dt. Der Lehrling des fahrenden Händlers).
Vinge starb im März 2024 im Alter von 79 Jahren.[1][2]
Werke
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Romane
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Zonen-des-Denkens-Zyklus / Zones of Thought
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- A Fire Upon the Deep. Tor, New York 1992, ISBN 0-312-85182-0.
- Ein Feuer auf der Tiefe. Übersetzt von Erik Simon. Heyne (SF&F #5299), München 1995, ISBN 3-453-07986-8.
- A Deepness in the Sky. Tor, New York 1999, ISBN 0-312-85683-0.
- Eine Tiefe am Himmel. Übersetzt von Erik Simon. Heyne (SF&F #8314), München 2003 ISBN 3-453-87063-8.
- The Children of the Sky. Tor, New York 2011, ISBN 978-0-312-87562-6.
Der Friedenskrieg-Zyklus / Realtime
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- The Peace War. Bluejay Books, New York 1984, ISBN 0-312-94342-3.
- Der Friedenskrieg. Übersetzt von Rosemarie Hundertmarck. Heyne (SF&F #4565), München 1989 ISBN 3-453-03153-9.
- The Ungoverned. In: Jerry Pournelle & Jim Baen (Hrsg.): Far Frontiers, Volume III. Baen, Wake Forest 1985, ISBN 0-671-55975-3 (Novelle).
- Die Unregierten. Übersetzt von Erik Simon. In: Die Tiefen der Zeit. Heyne, München 2006.
- Marooned in Realtime. Bluejay Books, New York 1986, ISBN 0-312-94295-8.
- Gestrandet in der Realzeit. Übersetzt von Rosemarie Hundertmarck. Heyne (SF&F #4566), München 1989 ISBN 3-453-03154-7.
Weitere Romane
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Grimm’s World. Berkley Medallion, New York 1969, ISBN 0-425-01750-8. Erweitert als: Tatja Grimm’s World. Baen, Wake Forest 1987, ISBN 0-671-65336-9.
- The Witling. Dennis Dobson, London 1976, ISBN 0-234-72012-3.
- Der Besserwisser. Übersetzt von M. W. Anders. Bastei Lübbe (SF Action #21174), Bergisch Gladbach 1984, ISBN 3-404-21174-X.
- Rainbows End. Tor, New York 2006, ISBN 978-0-312-85684-7.
- Das Ende des Regenbogens. Übersetzt von René Ulmer. Cross Cult, Ludwigsburg 2016, ISBN 978-3-95981-144-6.
Kurzgeschichtensammlungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- True Names … and Other Dangers. Baen, Wake Forest 1987, ISBN 0-671-65363-6.
- Threats … and Other Promises. Baen, Wake Forest 1988, ISBN 0-671-69790-0.
- The Collected Stories of Vernor Vinge. Tor, New York 2011, ISBN 0-312-87373-5.
- Die Tiefen der Zeit. Übersetzt von Erik Simon u. a. Heyne (Heyne 2006), München 2006, ISBN 3-453-52132-3 (in der deutschen Ausgabe fehlt eine Geschichte, dafür wurden zwei andere hinzugefügt).
Essays
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- The Coming Technological Singularity: How to Survive in the Post-Human Era. In Proceedings: “VISION-21 Symposium”, March 30–31, 1993.[3]
- Die Technologische Singularität. Übersetzt von Erik Simon. In: Wolfgang Jeschke & Erik Simon (Hrsg.): Das Science Fiction Jahr 2004. Heyne (SF&F #6450), München 2004, ISBN 3-453-87896-5.
- True Names and the Opening of the Cyberspace Frontier. In: James Frenkel (Hrsg.): True Names and the Opening of the Cyberspace Frontier. Tor, New York 2001, ISBN 0-312-86207-5.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Literatur von und über Vernor Vinge im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Vernor Vinge in der Internet Speculative Fiction Database (englisch)
- Werke von Vernor Vinge bei Open Library
- Vernor Vinge in der Science Fiction Awards+ Database (englisch)
- Biographie und Bibliographie mit vielen Rezensionen
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Vernor Vinge, Author Who Popularized AI ‘Singularity’ and ‘Cyberspace,’ Dies at 79
- ↑ Vernor Vinge (1944-2024). In: file770.com. 20. März 2024, abgerufen am 21. März 2024 (englisch).
- ↑ [1]
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Vinge, Vernor |
| ALTERNATIVNAMEN | Vinge, Vernor Steffen (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | amerikanischer Mathematiker, Informatiker und Science-Fiction-Autor |
| GEBURTSDATUM | 2. Oktober 1944 |
| GEBURTSORT | Waukesha, Wisconsin |
| STERBEDATUM | 20. März 2024 |
| STERBEORT | La Jolla, Kalifornien |