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Verner Arpe

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Verner Johannes Ferdinand Arpe, Pseudonym Jörgen Schau, (geboren 11. Januar 1902 in Hamburg; gestorben 7. Februar 1979 in Stockholm) war ein deutsch-schwedischer Regisseur und Autor.

Verner Arpe war ein Sohn des Lehrers Johannes Arpe (1873–1935) und der Martha Arpe (1872–1948), die schwedischer Herkunft war. Er hatte zwei Geschwister. Arpe besuchte ab 1919 ein Lehrerseminar und eine Schauspielschule. Die nächsten Jahre arbeitete er als Schauspieler, Dramaturg und Regisseur. 1922 gründete er in Hamburg ein kurzlebiges experimentelles Theater.

Er heiratete 1935 Nicoline Schatte (1899–1980), die unter dem Namen Nini Arpe[1] als Schauspielerin tätig wurde, sie hatten eine Tochter. Arpe floh 1938 mit seiner Familie vor der nationalsozialistischen Verfolgung nach Schweden und arbeitete dort für Theater und Film. Er war Mitgründer des deutschen Exiltheaters Freie Bühne. 1943 wurde ihm und seiner Familie in Deutschland die Staatsbürgerschaft entzogen[2] und ihm wurden auf Druck der deutschen Botschaft seine Tätigkeiten in Schweden verboten.

Nach dem Krieg blieb er in Schweden und er erhielt 1948 die schwedische Staatsbürgerschaft. Er war im skandinavisch-deutschen Kulturaustausch tätig und übersetzte skandinavische Autoren für den deutschen Buchmarkt. Arpe produzierte eine Filmdokumentation über den Regisseur Ingmar Bergman. 1971 erhielt er den österreichischen Titel eines Professors. Für den Münchener Knaur Verlag schrieb er einen Filmführer sowie einen Schauspielführer, der viele Auflagen und eine Neubearbeitung erfuhr.

Er wohnte im Stockholmer Stadtteil Bromma.

Schriften (Auswahl)

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  • Rune Waldekranz, Verner Arpe: Knaurs Buch vom Film. Geleitwort Helmut Käutner. München: Droemer, 1956
  • Knaurs Schauspielführer : Eine Geschichte des Dramas. Geleitwort Gustaf Gründgens München: Droemer, 1957. Überarbeitung 1976
  • Bildgeschichte des Theaters. Köln: DuMont Schauberg, 1962
  • Marianne Kesting, Verner Arpe (Hrsg.): August Strindberg. Über Drama und Theater. Übersetzung Verner Arpe. Köln: Kiepenheuer & Witsch, 1966
  • Jörgen Schau (Pseudonym): Theater auf Bühne und Bildschirm : Moderne Schauspielkunst. Klagenfurt: Kaiser, 1968
  • Gunnar Ollén: August Strindberg. Velber: Friedrich, 1968
  • Das schwedische Theater : von den Gauklern bis zum Happening. Göteborg: Svenska Bokförl., 1969
  • (Hrsg.): Henrik Ibsen. 2 Bände. Übersetzung Verner Arpe. München: Heimeran, 1972
  • Harry Martinson: Reisen ohne Ziel. Übersetzung Verner Arpe, Klaus-Jürgen Liedtke. Berlin: Guggolz, 2017
  • En svensk tiger. 1948
  • Törst. 1949
  • Sjunde himlen. 1956
  • Arpe, Verner, in: Werner Röder; Herbert A. Strauss (Hrsg.): International Biographical Dictionary of Central European Emigrés 1933–1945. Band 2,1. München: Saur, 1983, S. 35
  • Arpe, Verner, in: Frithjof Trapp, Bärbel Schrader, Dieter Wenk, Ingrid Maaß: Handbuch des deutschsprachigen Exiltheaters 1933 - 1945. Band 2. Biographisches Lexikon der Theaterkünstler. München: Saur, 1999, S. 28f.

Einzelnachweise

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  1. ↑ Arpe, Ninni bei IMDb; Arpe, Nini, bei DNB
  2. ↑ Arpe, Verner Johannes Ferdinand, in: Michael Hepp (Hrsg.): Die Ausbürgerung deutscher Staatsangehöriger 1933–45 nach den im Reichsanzeiger veröffentlichten Listen. Band 1: Listen in chronologischer Reihenfolge. München: Saur, 1985, S. 641