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Veendam

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Gemeinde Veendam
Flagge der Gemeinde Veendam
Flagge
Wappen der Gemeinde Veendam
Wappen
Staat Niederlande Niederlande
Provinz  Groningen
Bürgermeister Annelies Pleyte (VVD)[1]
Sitz der Gemeinde Veendam
Fläche
 – Land
 – Wasser
78,68 km²
75,93 km²
2,75 km²
CBS-Code 0047
Einwohner 27.826 (1. Jan. 2026[2])
Bevölkerungsdichte 354 Einwohner/km²
Koordinaten 53° 6′ N,  53′ OKoordinaten: 53° 6′ N,  53′ O
Bedeutender Verkehrsweg N33 N366 N385 N963
Vorwahl 0598
Postleitzahlen 9631, 9641–9642, 9644–9646, 9648
Website veendam.nl
Vorlage:Infobox Ort in den Niederlanden/Wartung/Karte

Veendam (anhören/?) ist eine Gemeinde in der niederländischen Provinz Groningen. Bei einer Landfläche von 76 km² hatte Veendam am 1. Januar 2026 eine Einwohnerzahl von 27.826. Zur Gemeinde gehören der Hauptort Veendam und das Nachbardorf Wildervank.

Lage und Wirtschaft

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Veendam, eine ehemalige Moorkolonie (siehe: Fehnsiedlungen), liegt etwa 20 km südöstlich der Provinzhauptstadt Groningen. Die seit 1953 nur noch im Güterverkehr bediente Eisenbahnstrecke nach Zuidbroek wird seit dem 1. Mai 2011 wieder im Personenverkehr zweimal stündlich mit durchgehenden Zügen nach Groningen befahren.[3] Eine Autostraße (keine Autobahn) verbindet den Ort mit Assen und Hoogezand.

In Veendam befindet sich der Hauptsitz des AVEBE-Konzerns. Dieses Großunternehmen verarbeitet Kartoffeln zu den verschiedensten Produkten, u. a. Kartoffelstärke. Dazu gibt es viele kleinere Fabriken und Handelsunternehmen, vor allem Transport- und Logistikunternehmen. Veendam ist ein regionales Einkaufs- und Versorgungszentrum.

Die Stelle, wo sich Veendam jetzt befindet, war bereits in der Jungsteinzeit besiedelt. Wie alle umliegenden Orte entstand Veendam im 17. Jahrhundert, zwischen 1650 und 1655, als Siedlung von Torfstechern. 1791 wurde nahe Veendam die Moorleiche von Kibbelgaarn entdeckt.

Die Bebauung entstand entlang Moorkanälen (wijken), was im heutigen Ortsbild immer noch zu sehen ist. Im 19. Jahrhundert war Veendam ein wichtiges Zentrum der Binnenschifffahrt. Die umliegenden Ländereien eignen sich besonders zum Anbau von Industriekartoffeln. Das führte zur Gründung der Kartoffelmehl und -stärkefabrik AVEBE. Zwischen 1950 und 1980 belastete diese Industrie die Umwelt stark, insbesondere durch Wasserverschmutzung. Dann wurden Maßnahmen getroffen, die die Belastung der Umwelt reduzierten.

Veendam war der Wohnsitz von Anthony Winkler Prins, der 1866–1882 die erste Enzyklopädie in niederländischer Sprache verfasste.

Kommunalwahl am 18. März 2026[4]
Wahlbeteiligung: 46,87 %
 %
30
20
10
0
27,73
19,45
12,13
11,72
5,85
5,80
5,72
4,59
4,38
2,63
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2022
 %p
   6
   4
   2
   0
  −2
  −4
  −6
−2,90
−4,19
+4,86
−0,59
−0,66
−0,52
−3,33
+0,31
+4,38
+2,63
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
a GemeenteBelangen Veendam
b 2022 als eigenständige Wahllisten
g VeurUutKiekn
i Voorons Veendam

Im Gemeinderat waren nach den Kommunalwahlen seit 1982 die Sitze jeweils folgendermaßen verteilt:

ParteiSitze[4] a
198219861990199419982002200620102014201820222026
GemeenteBelangen Veendam115217586777
Federoalistische Partij Grönneger Bond
PvdA1013981061064454
GroenLinks112010
D661113111111
VVD432343221113
SP004332
CDA433332212111
VeurUutKiekn12221
ChristenUnie1111111
Voorons Veendam1
Algemeen Ouderen Verbond1
Unie 55+
RPF00001
GPV0
P120
CPN10
Gesamt212121212121212121212121
Sitzverteilung im Gemeinderat von Veendam 2026
2
4
1
7
1
1
3
1
1
2 4 1 7 1 1 3 1 1 
Insgesamt 21 Sitze
Anmerkungen
a 
Parteien, die zwar an der Wahl teilgenommen hatten, aber keinen Ratssitz erlangen konnten, werden nicht berücksichtigt.

Seit dem 9. September 2024 ist Annelies Pleyte (VVD) amtierende Bürgermeisterin der Gemeinde.[1] Zu ihrem College van B&W zählen die Beigeordneten Henk Jan Schmaal (Gemeentebelangen Veendam), Ans Grimbergen (PvdA), Bert Wierenga (VVD), Annelies Kleve (D66) sowie der Gemeindesekretär Arend Castelein.[5]

Städtepartnerschaften

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Veendam, reformierte Kirche
Stadion Langeleegte
Kulturzentrum Van Beresteyn

Ehemalige Partnerstädte

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Kelowna war von 1979 bis 2017 eine Partnerstadt Veendams[6]

Sehenswürdigkeiten

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  • Das Veenkoloniaal Museum, mit Ausstellungen zur Geschichte der Gegend und der Torfgewinnung, Kunst- und anderen Wechselausstellungen, sowie eine große Sammlung archäologische Fundstücke
  • Das Naherholungsgebiet Borgerswold

In Veendam war der Fußballverein SC Veendam zu Hause, der in der zweiten niederländischen Liga, der Jupiler League spielte. Ihr ehemaliges Stadion, mit dem mundartlich geprägten Namen De Langeleegte, (Niederländisch: „De lange laagte“. Deutsch: Die lange Niederung, also nicht wörtlich: „die lange Leere“) hat circa 6500 Plätze. In der Saison 2008/2009 wurde der BV Veendam Vorletzter in der zweiten Liga. Aus Insolvenzgründen wurde der Spielbetrieb am 2. April 2013 eingestellt[7].

Veendam hat einen Bahnhof an der Bahnstrecke Stadskanaal–Zuidbroek, auf dem seit 2011 wieder Personenverkehr nach Groningen stattfindet.

Söhne und Töchter der Stadt

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Commons: Veendam – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. 1 2 Nieuwe burgemeester in Veendam. In: Rijksoverheid.nl. Ministerie van Algemen Zaken, 26. August 2024, abgerufen am 12. September 2024 (niederländisch).
  2. Bevolkingsontwikkeling; regio per maand. In: StatLine. Centraal Bureau voor de Statistiek, 27. Februar 2026, abgerufen am 28. Februar 2026 (niederländisch).
  3. Nederlandse Spoorwegen: Trajectnummer 45a (Memento vom 28. Dezember 2014 im Internet Archive) / 45b (Memento vom 28. Dezember 2014 im Internet Archive) (Fahrplan 2015)
  4. 1 2 Ergebnisse der Kommunalwahlen: 1982–2002 2006 2010 2014 2018 2022 2026, abgerufen am 17. Mai 2026 (niederländisch).
  5. College van B&W. In: veendam.nl. Gemeente Veendam, abgerufen am 25. Juli 2023 (niederländisch).
  6. Sister cities. 19. Mai 2016, abgerufen am 21. Januar 2024 (englisch).
  7. SportClub Veendam stopt met betaald voetbal (Memento vom 24. Juli 2013 im Internet Archive) Hinweis zur Insolvenz