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Valstrona

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Valstrona
Valstrona (Italien)
Valstrona (Italien)
Staat Italien
Region Piemont
Provinz Verbano-Cusio-Ossola (VB)
Koordinaten 45° 49′ N, 8° 15′ OKoordinaten: 45° 49′ 0″ N, 8° 15′ 0″ O
Höhe 475 m s.l.m.
Fläche 48 km²
Einwohner 1.135 (31. Dez. 2024)[1]
Fraktionen Campello Monti, Fornero, Forno, Inuggio, Luzzogno, Otra, Piana di Fornero, Piana di Forno, Preia, Rosarolo, Sambughetto, Strona (Gemeindezentrum)
Postleitzahl 28897
Vorwahl 0323
ISTAT-Nummer 103069
Bezeichnung der Bewohner Valstronesi
Schutzpatron Josef von Nazaret
(19. März)
Website Gemeinde Valstrona

Lage von Valstrona in der Provinz Verbano-Cusio-Ossola
Blick auf die Fraktion Luzzogno
Campello Monti
Wallfahrtskirche Madonna della Colletta in Luzzogno

Valstrona ist eine Gemeinde in der italienischen Provinz Verbano-Cusio-Ossola (VB), Region Piemont.

Lage und Einwohner

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Valstrona liegt 27 km von der Provinzhauptstadt Verbania entfernt auf einer Höhe von 475 m ü. M. Das Gemeindegebiet umfasst eine Fläche von 48,94 km² und hat 1135 Einwohner (Stand 31. Dezember 2024). Zu Valstrona gehören die Fraktionen Strona, Luzzogno, Fornero, Piana di Fornero, Inuggio, Sambughetto, Rosarolo, Otra, Preia, Forno, Piana di Forno und Campello Monti.

Die Nachbargemeinden sind Anzola d’Ossola, Calasca-Castiglione, Cravagliana, Loreglia, Massiola, Ornavasso, Pieve Vergonte, Quarna Sopra, Quarna Sotto, Rimella, Sabbia und Varallo Sesia.

Die hochgelegenen Talorte Forno oder Campello Monti sind alternative Ausgangspunkte für den offiziell im Anzasca-Tal beginnenden 55-tägigen Fernwanderweg Grande Traversata delle Alpi (GTA).[2]

Bevölkerungsentwicklung

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Die Gemeinde Valstrona wurde 1927 eingerichtet und vereinigte anfänglich alle Orte im Tal des Flusses Strona (Fornero, Forno, Germagno, Loreglia, Luzzogno, Massiola und Sambughetto). Eine Ausnahme bildete der Ort Campello Monti, welcher erst 1929 hinzukam; zuvor gehörte er aus historischen Gründen zu Rimella, mit dem es geographisch lediglich über einen Pass verbunden ist. 1955 wurde diese Großgemeinde wieder aufgelöst; seither gehören nur noch die Ortschaften Strona und Campello Monti zur Gemeinde Valstrona.

Im Mittelalter war das gesamte Valstrona mit Ausnahme von Campello Monti Bestandteil des Lehens Omegna, über das die Familie Borromeo vom 14. bis zum 18. Jahrhundert die Herrschaft ausübte.[3] Die zuhinderst im Tal gelegene ursprüngliche Walsersiedlung Campello Monti ist eine im Hochmittelalter vom ebenfalls walserischen Rimella aus gegründete Tochtersiedlung.[3] Die deutsche Mundart ist heute aber nur noch in einigen Flurnamen fassbar.[4] Die Comunità di Cultura Walser Campello Monti – Verbania – Italia und die Walsergemeinschaft Kampel (Gruppo Walser di Campello Monti) widmen sich der Pflege dieser Erinnerung und stehen im Austausch mit anderen Walservereinigungen in Italien, der Schweiz, in Liechtenstein und in Österreich.[5] Campello Monti ist heute eine Sommersiedlung; noch bis in die 1960er-Jahre war es ganzjährig bewohnt.[6]

Sehenswürdigkeiten

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  • Kirche San Giovanni Battista im Ortsteil Campello Monti
  • Wallfahrtskirche Madonna della Colletta in Luzzogno
  • Kirche San Giovanni Battista im Ortsteil Campello Monti
  • Museo di Arte Sacra di Forno e Campello – ein Museum sakraler Kunst
  • Verschiedene Autoren: Comuni della Provincia del Verbano-Cusio-Ossola. Consiglio Regionale del Piemonte, Chieri 2012, ISBN 978-88-96074-50-3.
  • Verschiedene Autoren: Il Piemonte paese per paese. Bonechi Editore, Firenze 1996, ISBN 88-8029-156-4.
Commons: Valstrona – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Bilancio demografico e popolazione residente per sesso al 31 dicembre 2024. ISTAT. (Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2024).
  2. GTA – Grande Traversata delle Alpi – Weitwandern Westalpen Piemont
  3. a b Geschichte. In: comune.valstrona.vb.it (abgerufen am 30. September 2025).
  4. Paul Zinsli: Walser Volkstum in der Schweiz, in Vorarlberg, Liechtenstein und Piemont. Erbe, Dasein, Wesen. 7., ergänzte Auflage Chur 2002, S. 502; ders.: Südwalser Namenbuch. Die deutschen Orts- und Flurnamen der ennetbirgischen Walsersiedlungen in Bosco-Gurin und im Piemont. Stämpfli, Bern 1984, S. 363–365.
  5. Verbände und Körperschaften. In: comune.valstrona.vb.it (abgerufen am 30. September 2025).
  6. Stefan Eggel: Lebendige Walsertradition. Walsergemeinschaften aus dem Valsesia feiern in Campello Monti. In: Wir Walser. Halbjahreszeitschrift für Walsertum. 62/2 (2025), S. 56.