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Valkirii

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Valkirii

Valkirii der SANDF

Allgemeine Eigenschaften
Besatzung 2
Länge 5,35 m
Breite 2,3 m
Höhe 2,32 m
Masse 6,4 t
Panzerung und Bewaffnung
Hauptbewaffnung 24×127 mm-Raketen
Beweglichkeit
Antrieb V6-Dieselmotor (luftgekühlt)
73 kW (99 PS)
Geschwindigkeit 90 km/h auf Straße
Leistung/Gewicht 11,4 kW/t
Reichweite 450 km

Der Valkirii ist ein Mehrfachraketenwerfer aus Südafrika. Er verschießt Raketen mit Kaliber 127 mm.

Die Entwicklung des Mehrfachraketenwerfers begann im November 1977 bei Denel. Dies aufgrund der zunehmenden Verbreitung des sowjetischen Mehrfachraketenwerfers BM-21 in den Nachbarländern, auf dessen Bedrohung die South African Defence Force (SADF) reagieren wollte. Die Raketen für den Valkirii entstanden bei Naschem. 1981 wurden zwei Mehrfachraketenwerfer an die SDAF für die Truppenerprobung geliefert und 1982 wurden die Serienfahrzeuge bei der SDAF in Dienst gestellt. Dort wurden sie Visared bezeichnet. Auf dem Exportmarkt wurde der Mehrfachraketenwerfer als Valkirii und Valkirii 22 angeboten. Nachdem keine Exporte zustande gekommen waren, wurde die Fertigungsstraße geschlossen. Im Jahr 1989 betrug der Preis für ein Valkirii rund 577.000 US-Dollar. Mitte der 1980er-Jahre entstand das Nachfolgemodell Bateleur.[1][2]

  • Visared: Version für die SADF installiert auf einem Unimog 416.
  • Valkiri 22:: Exportversion installiert auf einem Unimog 416 oder Samil Bulldog.
  • Valkirii 5: Version auf einem Anhänger mit 1,36 t Gewicht und 12 Raketen.

Für den Valkirii wird als Fahrgestell ein 4-t-Unimog 416 mit der Radformel 4×4 verwendet. Das Fahrzeug hat eine Besatzung von zwei Mann die in dem Führerhaus untergebracht sind. Die Pritsche ist mit einer herkömmlichen Plane bedeckt. So kann das Fahrzeug auf dem Marsch nur schwer als ein Mehrfachraketenwerfer erkannt werden. Auf der Pritsche sind in drei Lagen 3 m lange Startrohre für 24 Raketen verbaut. Die Pritsche (mit der Plane) kann für den Raketenstart in der Horizontalen, in Fahrtrichtung um ±110° gedreht und in der Vertikalen +50° angestellt werden. Das Richten der Pritsche mit den Raketen geschieht hydraulisch, kann aber auch von Hand erfolgen. Für das Richten sind auf der linken Seite des Fahrgestells die Richtmittel sowie eine Visiereinrichtung angebracht. Für Indirektes Feuer wird eine Visieranlage mit einem Kollimator verwendet und mit dem Zielfernrohr können Ziele im Direktschuss bekämpft werden.[1][3]

Valkirii auf Unimog-Basis

Der Valkirii wird von einem luftgekühlten 6-Zylinder-Dieselmotor von Mercedes-Benz angetrieben. Dieser hat bei einer Drehzahl von 2800/min eine Leistung von 73 kW (99 PS). Der Kraftstofftank fasst 90 Liter. Das Fahrzeuggetriebe hat vier Vorwärts- und ein Rückwärtsgang. Valkirii erreicht auf der Straße eine maximale Fahrgeschwindigkeit von 90 km/h und hat eine Reichweite von rund 450 km. Der Mehrfachraketenwerfer ist geländegängig. Die Bodenfreiheit des Fahrzeugs beträgt 30 cm, die Kletterfähigkeit 35 cm, die maximale Wattiefe 60 cm und die maximale Steigfähigkeit 30 %.[4][5]

Für den Valkirii wurde ein kurzer und ein langer Raketentyp entwickelt. Beide Raketentypen haben ein Kaliber von 127 mm. Die Raketen bestehen aus dem Raketentriebwerk und dem Gefechtskopf. Der Gefechtskopf befindet sich im vorderen Teil der Rakete, dahinter befindet sich das Feststoffraketentriebwerk mit zweibasigem Raketentreibstoff. Am Raketenheck sind vier Wickelleitwerke angebracht. Die kurze Rakete ist 1,4 m lang und wiegt 32 kg. Der Raketenmotor hat eine Brenndauer von 0,8 Sekunden und die maximale Schussdistanz beträgt 7 km. Die lange Rakete ist 2,68 m lang und wiegt 53,5 kg. Die minimale Schussdistanz beträgt 8 km und die maximale 22,7 km. Beide Raketen verwenden denselben Splitter-Sprenggefechtskopf mit einem Gewicht von 18 kg. In diesem sind um den Sprengstoffkern 8500 in Epoxidharz eingebettete Stahlkugeln platziert. Diese haben einen Durchmesser von 6,75 mm und ein Gewicht von 1,26 g. Als Zünder kommt ein Aufschlagzünder sowie Näherungszünder zur Anwendung. Letzterer ist so eingestellt, dass der Gefechtskopf in einer Höhe 8 m über Grund zündet. Dabei beträgt der Splitterwirkungsradius gegen lebende Ziele knapp 22 m.[1][6]

Der Valkirii wurde für den harschen Einsatz im südafrikanischen Busch entwickelt. Er kann autonom oder im Verbund mit anderen Mehrfachraketenwerfern in Batterien eingesetzt werden. So eingesetzt, komm ein auf einem weiteren Unimog verbauter Kommandoposten zur Anwendung.[1][3][5]

Die Startvorbereitungen dauern in einer vorgängig eingemessenen Feuerstellung rund 5 Minuten. Dafür werden am Fahrzeugheck zwei Stützbeine ausgefahren. Die Raketen werden elektrisch, mit einer kabelgebundenen Bedienkonsole aus einer Entfernung von 50 m gestartet. Nach Beendigung des Feuerauftrages kann Valkirii innerhalb von 2 Minuten die Stellung wieder verlassen. Die Raketen können einzeln oder in einem Zeitintervall von 0,9 Sekunden abgefeuert werden. So kann eine Salve mit 24 Raketen innerhalb von 23 Sekunden abgefeuert werden. Die Streuung vom langen Raketenmodell liegt bei 200 m in der Schussdistanz sowie bei 290 m im Azimut. Eine Batterie mit vier Valkirii bestreicht mit insgesamt 96 Raketen eine Fläche von rund 450 × 450 m (rund 200.000 ). Nach dem Abfeuern der Raketen werden die leeren Startrohre von Hand mit neuen Raketen beladen. Dafür ist jedem Mehrfachraketenwerfer ein weiterer Unimog mit 48 Ersatzraketen zugeteilt. Das Nachladen eines leergeschossenen Valkirii dauert rund 10 Minuten.[3][6][7]

Kriegseinsätze

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Die frühere südafrikanische South African Defence Force (SADF) setzten den Valkirii im Bürgerkrieg in Angola (1975–2002) sowie bei Militäroperationen in Angola und Namibia ein.[2][7][8]

Einzelnachweise

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  1. 1 2 3 4 Christopher F. Foss: Jane’s Armour and Artillery 1990-1991. 1990, S. 730–732.
  2. 1 2 Valkiri 127 mm Multiple Launch Rocket System. (PDF) In: forecastinternational.com. Forecast International, abgerufen am 8. Mai 2026 (englisch).
  3. 1 2 3 Valkiri Mk 1.22. In: army-guide.com. Army-Guide, abgerufen am 8. Mai 2026 (englisch).
  4. Valkiri. In: weaponsystems.net. Weapon Systems.net, abgerufen am 8. Mai 2026 (englisch).
  5. 1 2 127-мм реактивная система залпового огня Valkiri Mk 1.22. In: missilery.info. Ракетная техника, abgerufen am 8. Mai 2026 (russisch).
  6. 1 2 Leland Ness & Anthony G. Williams: Jane’s Ammunition Handbook 2006-2007, Fifteenth Edition. 2006, S. 698–699.
  7. 1 2 T. J. O’Malley: Moderne Artilleriesysteme. 1996, S. 138–139.
  8. In Africa, Cheap and Deadly Rocket Launchers Find a Niche. In: medium.com. Medium, abgerufen am 8. Mai 2026 (englisch).
  9. The International Institute for Strategic Studies (IISS): "The Military Balance 2026." 2026, S. 512.