Bei Auftragserteilung gehörte die Werft zum Mærsk-Konzern, bevor sie 2007 an die Hegemann-Gruppe verkauft wurde. Bereedert wurden die 2006 und 2007 gebauten Schiffe, die unter der Flagge des Vereinigten Königreichs in Fahrt kamen, zunächst durch The Maersk Company Limited in London. Inzwischen fahren die Schiffe der Serie unter der Flagge Dänemarks und werden von Møller-Mærsk bereedert.
Die 2006 gebaute Maersk Boston ist das erste der sieben Schiffe und damit das Typschiff der Serie. Als letztes Schiff der Klasse wurde 2007 die Maersk Beaumont abgeliefert.
Alle sieben Schiffe der VWS-4000-Serie waren ursprünglich nach US-amerikanischen Orten benannt.
Die Schiffe verfügen mit 294,10m Länge und 32,18m Breite über Panamaxabmessungen. Sie sind die größten auf der Volkswerft Stralsund gebauten Schiffe. Mit der Zwölfzylinder-Hauptmaschine von Wärtsilä-Sulzer (Typ: 12RT-FLEX 96C), die über 68.640kW Leistung verfügt, erreichen die Schiffe eine Geschwindigkeit von 29,2kn und waren damit beim Bau die schnellsten Containerschiffe der Welt.[1]
Die Schiffe verfügen über ein Bug- und ein Heckstrahlruder. Weiterhin verfügen sie über ausfahrbare Stabilisatoren, die Rollbewegungen dämpfen und so das Überbordgehen von Containern verhindern sollen.[1]
Die Brücke ist im Mittschiffsbereich angeordnet, wodurch der Sichtstrahl nach vorne gegenüber einer achtern angeordneten Brücke verbessert ist und an Deck im Vorschiffsbereich mehr Container gestaut werden können. Der Maschinenraum ist ebenfalls mittschiffs angeordnet, wodurch im Achterschiffsbereich mehr Platz für Container unter Deck gewonnen wurde. Die Kraft der Maschine wird über eine rund 100m lange Welle auf den Propeller, der von Mecklenburger Metallguss in Waren (Müritz) hergestellt wurde, übertragen.[1] Für die Stromversorgung wurden vier Generatoren mit jeweils 2765kW Leistung verbaut.
Ein Teil der Schiffe wurde 2012 in China mit geänderten Bugwülsten ausgerüstet, deren Form für den Betrieb stärker variierenden Tiefgängen ausgelegt ist. Die umgebauten Einheiten dienen seit dem Umbau in der Feederflotte des Maersk-Tochterunternehmens Seago Line.