Uwe Böschemeyer

Uwe Böschemeyer (* 17. Januar 1939[1] in Oranienburg, Deutsches Reich; † 14. Mai 2026 in Salzburg, Österreich[2]) war ein deutscher Psychotherapeut der Schule Viktor Frankls und der Entwickler der „Wertimagination“ und der „Wertorientierten Persönlichkeitsbildung“.
Leben und Wirken
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Böschemeyer studierte Evangelische Theologie, Psychologie und Philosophie.[3] Er war zunächst tätig als Gemeindepfarrer, Universitätspfarrer in Hamburg und als wissenschaftlicher Assistent von Helmut Thielicke. 1974 promovierte er in Hamburg mit einer Dissertation über die Sinnfrage in der Existenzanalyse und Logotherapie Viktor E. Frankls aus theologischer Sicht.[4]
Nach seiner Autorisierung zur logotherapeutischen Praxis und Lehre durch Viktor E. Frankl gründete Böschemeyer 1982 das „Hamburger Institut für Existenzanalyse und Logotherapie“ in Hamburg (seit 2005 „Akademie für Wertorientierte Persönlichkeitsbildung“ in Hamburg und Lüneburg), das er bis 2012 leitete. 2006 gründete Böschemeyer mit der „Europäischen Akademie für Wertorientierte Persönlichkeitsbildung“ eine Niederlassung in Salzburg. Ab 1975 war Böschemeyer daneben als freier Mitarbeiter des Hamburger Abendblatts und ab 2013 als Kolumnist der Salzburger Nachrichten tätig.
Ab 2007 arbeitete er in Salzburg als Psychotherapeut.[5]
Werke (Auswahl)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Die Sinnfrage in Psychotherapie und Theologie. Die Existenzanalyse und Logotherapie Viktor E. Frankls aus theologischer Sicht. de Gruyter, Berlin/New York 1977, ISBN 3-11-006727-7
- Worauf es ankommt. Werte als Wegweiser. Piper, München/Zürich 2003, ISBN 3-492-04481-6
- Unsere Tiefe ist hell. Wertimagination – ein Schlüssel zur inneren Welt. Kösel, München 2005, ISBN 3-466-36689-5
- Gottesleuchten. Begegnungen mit dem unbewussten Gott in unserer Seele. Kösel, München 2007, ISBN 978-3-466-36742-9
- Vertrau der Liebe, die dich trägt. Von der Heilkraft biblischer Bilder. Kösel, München 2009, ISBN 978-3-466-36821-1
- Du bist mehr als dein Problem. Uli – eine ungewöhnliche therapeutische Begegnung. Kösel, München 2010, ISBN 978-3-466-36869-3
- Machen Sie sich bitte frei. Entdecken Sie Ihre Furchtlosigkeit. Ecowin, Salzburg 2012, ISBN 978-3-7110-0023-1
- Von den hellen Farben der Seele – Wie wir lernen, aus uns selbst heraus zu leben. Ecowin, Salzburg 2018, ISBN 978-3-7110-0172-6
- Und wenn Gott wäre …: Über Sinn, Zweifel und das Wagnis, sich auf die Suche nach Gott einzulassen, Tyrolia, Innsbruck 2026, ISBN 978-3-7022-4357-9
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Trauerfälle. In: Bestattung Buchsteiner Wallmann. Abgerufen am 20. Mai 2026.
- ↑ Bestattung Buchsteiner-Wallmann: Parte Uwe Böschemeyer. In: sn.at. 15. Mai 2026, abgerufen am 18. Mai 2026.
- ↑ Dieser Artikel stützt sich hauptsächlich auf das Autorenportrait Uwe Böschemeyer auf piper.de und auf die geschichtlichen Angaben ( vom 29. Oktober 2013 im Internet Archive) der Hamburger Akademie für Wertorientierte Persönlichkeitsbildung.
- ↑ Angaben im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- ↑ Christian Resch: Uwe Böschemeyer ist tot: Salzburg verliert einen großen Menschenerklärer und Gottessucher. In: sn.at. 15. Mai 2026, abgerufen am 15. Mai 2026.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Böschemeyer, Uwe |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Psychotherapeut |
| GEBURTSDATUM | 17. Januar 1939 |
| GEBURTSORT | Oranienburg |
| STERBEDATUM | 14. Mai 2026 |
| STERBEORT | Salzburg |