Für Ausdehnung und Lage markante Orte sind Brunnen im Norden und Flüelen im Süden. Der ca. 12km lange Seeteil ist 26,8km² gross und hat eine mittlere Tiefe von 133m sowie eine maximale von 200m.[1] Dank dem milden Klima gedeihen an den Ufern Hanfpalmen, Feigen, Edelkastanien und andere mediterrane Pflanzen.
Gewaltige Berge ragen zu beiden Seiten aus dem Wasser und erinnern an einen norwegischen Fjord. Das Rütli liegt am Westufer seines nördlichen Teils. Dort beginnt der Weg der Schweiz. In seiner Nähe ragt der Schillerstein aus dem Wasser. Das Ostufer ist geprägt durch die Axenstrasse, an der die Tellskapelle liegt.
Der Urnersee ist wegen des Föhns und der im Sommer wehenden thermischen Winde für Windsurfer geeignet.
Mit dem Kies aus dem Ausbruch des Umfahrungstunnels Flüelen und des Gotthard-Basistunnels (Bauphase bis 2010) wurden wieder Flachwasserzonen angelegt, die durch den Kiesabbau verschwunden waren. Es entstanden auch einige Inseln, die Neptun-Inseln und die Inselgruppe Lorelei. Einige der Inseln sind Vogelschutzgebiet.[2] Im Oktober 2024 begannen erneut über mehrere Jahre andauernde Schüttungen, wobei Material vom Bau der zweiten Gotthardröhre sowie vom Bau der Neuen Axenstrasse verwendet wird.[3]
Der Urnersee ist seit Beginn der historischen Aufzeichnungen noch nie zugefroren. Während andere Teile des Vierwaldstättersees durchaus zufrieren können, ist der Urnersee sehr tief und hat eine im Verhältnis dazu kleine Oberfläche. Vor allem das Gersauer und das Vitznauer Seebecken sind sehr tief. Zudem weht auch noch der Föhn über den See, welcher eher warme Luft bringt und auch eher zum Durchmischen des Wassers führt. Auch die Zuflüsse dieser Seeteile, wie die Reuss, die Muota oder Engelberger Aa, sind eher warm.[4]
Nach dem Urnersee wurde 1977 das angebliche Seeungeheuer Urnie (in Anlehnung an Nessie) benannt. Tatsächlich war Urnie jedoch eine für die Fernsehsendung Teleboy hergestellte Attrappe.
↑Franz Steinegger:Der Urnersee gefriert nie.In:Südostschweiz.6.Februar 2013,abgerufen am 7.Oktober 2025. Im Januar und Februar 1963 froren fast viele Seen nördlich der Alpen zu, auch alle im Kanton Schwyz – ausser dem Vierwaldstättersee. Warum der Urnersee seit Menschengedenken noch nie zugefroren ist, hängt mit seiner Tiefe zusammen.