Upstedt
Upstedt Stadt Bockenem | |
|---|---|
| Koordinaten: | 52° 2′ N, 10° 4′ O |
| Höhe: | 150 m |
| Eingemeindung: | 1. März 1974 |
| Postleitzahl: | 31167 |
| Vorwahl: | 05067 |
Blick auf Upstedt aus Richtung Süden | |
Upstedt ist ein Ortsteil der Stadt Bockenem in Niedersachsen. Das Dorf hatte am 1. Oktober 2011 216 Einwohner.[1] Es liegt 4,5 km entfernt nordwestlich von Bockenem und 1 km entfernt von der östlich verlaufenden B 243. Upstedt, am Südhang des heute bewaldeten Weinberges, eines Höhenzuges zwischen Hildesheim und Bockenem, gelegen, gilt als die am höchsten gelegene Ortschaft des Ambergaus.
Geschichte
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Upstedt gehört zu den ältesten Dörfern im Ambergau und in Niedersachsen. Das Dorf wurde erstmals im Jahr 850 urkundlich in einem Verzeichnis der Schenkungen an das Kloster Corvey als „villa Upstedi“ erwähnt, es handelt sich dabei um die erste urkundliche Erwähnung eines Ortes im Ambergau.[2] Im Mittelalter wurde in der Umgebung von Upstedt Wein angebaut.
Am 1. März 1974 wurde Upstedt in die Stadt Bockenem eingegliedert.[3]
Außerdem gehört Upstedt zu den schönsten Dörfern des Landkreises Hildesheim: Im Jahr 1999 wurde der Ort mit dem 3. Platz beim Kreiswettbewerb Unser Dorf soll schöner werden ausgezeichnet.
Besonderheiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bekannt ist das Dorf durch die Dicke Linde, die seit Jahrhunderten Wahrzeichen und Mittelpunkt des Dorfes und ein geschütztes Naturdenkmal (ND-HI 099) ist. Sie gilt als einer der ältesten Bäume Deutschlands, und ihr Stammdurchmesser beträgt 17,5 m.[4]
Gegenüber der Linde erinnert ein Denkmal an die erste urkundliche Erwähnung Upstedts im Jahre 850.
Die St. Peter und Paul Kirche in Upstedt ist eine Saalkirche mit einem Kanzelaltar von 1757, neben dem sich zwei Statuen der Apostel Petrus und Paulus erheben.[5] Das genaue Gründungsjahr der Kirche ist nicht bekannt, doch 1701-04 sowie wurde sie renoviert und vergrößert. Eine weitere Renovierung erfolgte 1978. Die Kirche mit ihrem Satteldach hat einen mit Schiefer bedeckten Dachreiter statt eines Kirchturmes.[6]
Das Fachwerkhaus gegenüber der Kirche wurde 1885 erbaut und diente bis 1966 als Schule.[7]
Politik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Aufgrund seiner geringen Einwohnerzahl wird Upstedt nicht von einem Ortsrat, sondern von einer Ortsvorsteherin vertreten. Aktuell ist Martina Mahnkopf (SPD) in dieser Funktion.[8]
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- upstedt.de ( vom 4. März 2016 im Internet Archive)
- Upstedt beim Hildesheimer Kulturportal Kulturium
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Einwohnerzahlen der Stadtteile von Bockenem, Stand 1. Oktober 2011; hier: Hauptwohnsitz (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2019. Suche im Internet Archive )
- ↑ https://kirchengemeindelexikon.de/einzelgemeinde/upstedt/
- ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 210.
- ↑ Hartwig Kemmerer: Reiseführer Hildesheimer Land, S. 243. Hildesheim 2003
- ↑ mhttps://www.trinitatis-kirchengemeinde-ambergau.de/upstedt/
- ↑ https://kirchengemeindelexikon.de/einzelgemeinde/upstedt/
- ↑ https://www.kulturium.de/index.php?NavID=2364.9&loc=Upstedt&object=7|2364.2788.1
- ↑ Gremien: Stadt Bockenem. Abgerufen am 2. September 2025.

