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Upinder Singh

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Upinder Singh (* 22. Juni 1959 in Amritsar) ist eine indische Historikerin, die zur Geschichte des antiken und frühmittelalterlichen Indiens arbeitet, und Professorin sowie Dekanin der Fakultät an der Ashoka University ist.[1] Zuvor leitete sie die Geschichtsabteilung der University of Delhi und erhielt 2009 den erstmals vergebenen Infosys-Preis in den Sozialwissenschaften.[2]

Singh ist die älteste Tochter des ehemaligen indischen Premierministers Manmohan Singh und von dessen Witwe Gursharan Kaur.[2] Sie studierte am St. Stephen’s College in Delhi und an der McGill University in Montreal.[1] Nach einem Bachelor- und Masterstudium der Geschichte begann sie ihre Lehrtätigkeit am St. Stephen’s College und wechselte später an die University of Delhi.[3][4] Sie ist mit Vijay Tankha verheiratet.[2]

Zu Singhs Forschungsschwerpunkten zählen antike indische Geschichte, Archäologie und politische Ideen.[1] A History of Ancient and Early Medieval India (2008) entstand in einem Zeitraum von fünf Jahren; Singh schwebte dabei eine inklusive Darstellung von Religionen, Regionen und Gemeinschaften des vormodernen Indien vor.[5] In Political Violence in Ancient India (2017) befasste sie sich mit Vorstellungen von Königtum und politischer Gewalt in Epen, religiösen Texten und Traktaten zwischen dem 6. Jahrhundert v. Chr. und dem 6. Jahrhundert n. Chr.[6] Ihr ging es dabei keineswegs nur um das Ausmaß von Gewalt als vielmehr darum, wie Intellektuelle politische Gewalt verstanden, und sie wandte sich gegen die Verklärung eines grundsätzlich gewaltfreien antiken Indien.[7][8] Im Jahr 2021 veröffentlichte sie mit Ancient India: Culture of Contradictions eine weitere, an eine breitere Leserschaft gerichtete Darstellung, welche das antike Indien als Geschichte von Spannungen und Widersprüchen erschließt.[9] Ihre Forschung hat das didaktische Ziel einer Anregung Studierender zum kritischen Lesen und zum Widerspruch gegen autoritative Deutungen.[3][5]

Einzelnachweise

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  1. 1 2 3 Who are former PM Manmohan Singh's daughters: Know their professions, education and achievements. In: The Economic Times. 26. Dezember 2024, abgerufen am 1. April 2026 (englisch).
  2. 1 2 3 India bids adieu to former PM Manmohan Singh — What do we know about his daughters Upinder, Daman, and Amrit? In: Mint. 28. Dezember 2024, abgerufen am 1. April 2026 (englisch).
  3. 1 2 PM's daughter is changing the way we read history. In: The Economic Times. 7. März 2010, abgerufen am 1. April 2026 (englisch).
  4. This Singh is King of History. In: Business Standard. 10. August 2008, abgerufen am 1. April 2026 (englisch).
  5. 1 2 PM’s daughter says she is a ‘liberal’ historian. In: The New Indian Express. 8. August 2009, abgerufen am 1. April 2026 (englisch).
  6. We need to distinguish between what politicians say about our history and what history is. In: The Telegraph. 12. November 2017, abgerufen am 1. April 2026 (englisch).
  7. We must not glorify ancient India… but learn from it: Historian Upinder Singh. In: The Indian Express. 29. Oktober 2017, abgerufen am 1. April 2026 (englisch).
  8. 'The idea of a non-violent ancient India is a myth'. In: Business Standard. 17. Oktober 2017, abgerufen am 1. April 2026 (englisch).
  9. 'Ancient India' book review: The contradictory Indian. In: The New Indian Express. 24. Dezember 2021, abgerufen am 1. April 2026 (englisch).