Upen
Upen Gemeinde Liebenburg | ||
|---|---|---|
| Koordinaten: | 52° 0′ N, 10° 21′ O | |
| Höhe: | 170 m ü. NN | |
| Einwohner: | 322 (31. Dez. 2021)[1] | |
| Eingemeindung: | 1. Juli 1972 | |
| Postleitzahl: | 38704 | |
| Vorwahl: | 05341 | |
Lage von Upen in Niedersachsen | ||
Upen ist eine Ortschaft der Gemeinde Liebenburg im niedersächsischen Landkreis Goslar. Das Dorf liegt im nördlichen Harzvorland, südwestlich von Salzgitter-Bad und nordöstlich des Höhenzuges bei Wallmoden. Upen gehört zu den kleineren Ortsteilen der Gemeinde Liebenburg und ist ländlich geprägt.
Geographie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Upen liegt im nördlichen Harzvorland in einer von Landwirtschaft, Feldmark, Waldflächen und Höhenzügen geprägten Umgebung. In der Nähe befinden sich unter anderem die Ortschaften Alt Wallmoden, Hohenrode, Othfresen, Ostharingen, Bredelem, Ostlutter und Neuwallmoden. Nordöstlich des Ortes verläuft die Innerste. Die Ortsentwicklung stand historisch zudem in Beziehung zum Neilebach, an dessen Ufern frühe Siedlungsbereiche entstanden.
Ein markanter Punkt ist der Windenberg, der als höchste Erhebung der Gemeinde Liebenburg gilt. Durch seine Lage im Umfeld von Upen, Ostlutter und Könneckenrode ist er ein landschaftlich bedeutsamer Punkt des Gemeindegebietes und Teil des naturräumlichen Umfeldes der Ortschaft.
Geschichte
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(Quelle: Gemeinde Liebenburg[2])
Upen wurde im Jahr 1125 erstmals urkundlich erwähnt. Im Jahr 2025 konnte die Ortschaft daher auf 900 Jahre Ortsgeschichte zurückblicken. Bereits im Mittelalter lag Upen an einem wichtigen Kreuzungspunkt von Wegen zwischen Goslar und Braunschweig sowie zwischen Hornburg und Lutter am Barenberge. Die frühe Siedlung entwickelte sich zunächst entlang des Neilebaches; später wuchs daraus ein Haufendorf.
Ab 1176 gehörte Upen zum Kloster Heiningen. Grundlage war eine Schenkung des Bischofs von Hildesheim. Über Jahrhunderte prägten Landwirtschaft und kleinere Handwerksbetriebe das wirtschaftliche Leben. Noch im 19. Jahrhundert bestanden zahlreiche Fachwerkbauten, die später teilweise durch Backsteinbauten ersetzt wurden. Der heutige Dorfkern ist vor allem durch Höfe, Arbeiterhäuser und historische Gebäude des 19. und frühen 20. Jahrhunderts geprägt.
Nach dem Zweiten Weltkrieg stieg die Einwohnerzahl zeitweise stark an. In der Nachkriegszeit waren viele Einwohnerinnen und Einwohner in der Landwirtschaft tätig. Mit dem wirtschaftlichen Wandel nahm die Bedeutung der Landwirtschaft als Haupterwerbszweig ab; heute bestehen nur noch wenige landwirtschaftliche Vollerwerbsbetriebe im Ortskern.
Am 1. Juli 1972 wurde Upen im Zuge der niedersächsischen Gebietsreform in die Gemeinde Liebenburg eingegliedert. Um die Jahrtausendwende wurden in Upen im Rahmen der Dorferneuerung zahlreiche Straßen, Häuser und öffentliche Bereiche saniert oder erneuert.
Politik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Upen besitzt einen Ortsrat, der die Interessen der Ortschaft innerhalb der Gemeinde Liebenburg vertritt. Das Gremium umfasst fünf ordentliche Mitglieder. Ortsbürgermeister ist Christian Meyer; stellvertretender Ortsbürgermeister ist Frank Arnold.[3]
Wappen
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Das Ortswappen von Upen zeigt Elemente, die auf Naturraum und Ortsgeschichte verweisen. Die Linde erinnert an den früheren Dorfnamen „Lindendorf“ beziehungsweise an Linden entlang der Dorfstraße. Ein blaues Wellenband steht für den Neilebach, an dem die frühen Siedlungsbereiche entstanden. Der Mufflonkopf nimmt Bezug auf das Muffelwild in der Umgebung der Wallmodener Klippen.[4]
Sport
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Sportverein Upen von 1930 e.V. ist einer der prägenden Vereine der Ortschaft.[5] Seine Frauenfußballmannschaft stieg zur Saison 1998/99 in die damals zweitklassige Regionalliga Nord auf und belegte dort den siebten Platz.
Neben dem Fußball bietet der SV Upen inzwischen ein ergänzendes Breitensport- und Freizeitangebot an.
Sehenswürdigkeiten
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- Dorfkirche Upen
- Steinkreuz für die gefallenen und vermissten Einwohner des Ersten Weltkrieges
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Einwohner der Gemeinden und Ortsteile. (PDF) Archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 8. September 2022; abgerufen am 8. September 2022.
- ↑ Die Ortschaft Upen. In: Gemeinde Liebenburg.
- ↑ Öffentliche Bekanntmachung der Ortsratswahlen in der Gemeinde Liebenburg am 12. September 2021, auf liebenburg.eu, abgerufen am 7. Februar 2022
- ↑ Arnold Rabbow: Neues Braunschweigisches Wappenbuch. Braunschweiger Zeitungsverlag, 2003, ISBN 3-926701-59-5, S. 91.
- ↑ Vereine. In: Die Ortschaft Upen. Gemeinde Liebenburg.

