Zum Inhalt springen

Unsen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Unsen liegt im Norden Hamelns und wurde am 1. Januar 1973 als ursprünglich eigenständige Gemeinde im Rahmen der Gebietsreform in die Stadt Hameln eingemeindet. Am 31. Dezember 1973 wurde aus den Gemeinden Holtensen, Unsen und Welliehausen der Hamelner Ortsteil Sünteltal gebildet.

Der Ort liegt an der L423 im Naturpark Weserbergland Schaumburg-Hameln in einer Talniederung am südöstlichen Rand des Süntelgebirges auf 140 m ü. NHN zwischen dem Süntel und dem Schweineberg.

Wie die Funde von drei verschiedenartigen Schabern bei Welliehausen zeigen, wurde das Gebiet am südöstlichen Süntel bereits in der Mittelsteinzeit (8000 v. Chr.-5600 v. Chr.) von Menschen aufgesucht.

Frühmittelalter

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Siedlungsforschung sind die Orte mit den Endungen „-hausen“ und „-husen“ (abgeschliffen zu „-sen“), wie Unsen,[3] in der zweiten Hälfte des ersten Jahrtausends am Süntel in zweitrangiger Siedlungslage angelegt worden.[4] Beim Ort handelte es sich bei seiner Gründung wohl um die Ansiedlung eines Unno. Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes datiert unter dem Namen Unenhusen Ende des 8. oder Anfang des 9. Jahrhunderts: Der altsächsische Edle Gibicho (Gibicho de Saxonia) schenkte Unenhusen (Unsen) in der Zeitstellung zwischen 780 und 820 dem fernen, 744 gegründeten Reichsklosters Fulda. Er übertrug seine Güter (predia) sowie 20 Leibeigene (mancipia 20) in seinem Namen und im Namen seiner Frau Abba an das Reichskloster Fulda. Seine Besitztümer lagen u. a. im Gebiet der Hamel im Tilithigau. Unenhusen (Unsen), Munimeri (Bad Münder) und Hilligesfelde (Hilligsfeld) wurden explizit als Schenkungen an das Kloster genannt. Daneben übertrug er eine ganze Reihe weiterer im Tilithigau und im Suilbergau (im Raum der heutigen Landkreise Hameln-Pyrmont und Holzminden) liegender Orte an das Reichskloster Fulda.[5] Die Schenkung wurde in den Traditiones Fuldenses (Kapitel 41, Nr. 100) dokumentiert. Ältere Ersterwähnungen von Schenkungen an das Reichskloster Fulda wurden im 12. Jahrhundert im Codex Eberhardi (Band II, S. 194), in einer Abschrift zusammengefasst.[6] Unsen existierte also bereits in der Zeitstellung der ersten Christianisierungswelle im Zuge der Okkupation Sachsens durch Karl den Großen (* wahrscheinlich 2. April 747 oder 748, † 28. Januar 814 in Aachen) im 8. oder 9. Jahrhundert. Damit ist Unsen zusammen mit Munimeri, dem heutigen Bad Münder, einer der ältesten urkundlich erwähnten Orte am Süntel. Der Siedlungsplatz Unenhusen ist aber vermutlich noch älter. Sein Gründungsdatum wird in den Traditiones Fuldenses des Klosters Fulda nicht genannt, und es gab in dieser Zeitstellung noch keine anderen Aufzeichnungen über Unenhusen. Erst auf der wirtschaftlichen Basis des durch Schenkungen erworbenen Raumbesitzes im Tilithigau war es dem Reichskloster Fulda möglich, mit seinen Mönchen um 826 das Romanus- und Emerentianakloster in Hameln zu gründen. Es wurde auf der dem Kloster Fulda geschenkten Eigenkirche des sächsischen Grafen Bernhard von Engern und Ohsen († 826) und seiner Frau Christina (oder Odegundina) gebaut. Auf den Mauern des Romanus- und Emerentianaklosters baute das Reichskloster Fulda im Jahr 851 wiederum das Benediktinerkloster Bonifatiusstift Hameln als Nachfolgeeinrichtung und Filialkloster. Beide Klöster in Hameln dienten dem Reichskloster Fulda nacheinander zur Verwaltung seiner bereits erworbenen Besitzungen im Tilithigau. Unsen wurde nochmals im 9. Jahrhundert in einer Urkunde des Bonifatiusstifts Hameln erwähnt.[7] Im 11. Jahrhundert wurde das Bonifatiusstift in ein Kollegiatstift umgewandelt. Aus dem Kollegiatstift entwickelte sich nach Bränden und Umbauten im 13. Jahrhundert die noch heute bestehende Hamelner Münsterkirche.

Unsen gehörte zum Archiadiakonat Ohsen der Diözese Minden, das faktisch bis 1647/1648 bestand und infolge des Westfälischen Friedens offiziell aufgelöst wurde.

Unsen lag vom Frühmittelalter bis in die Frühe Neuzeit zusammen mit 13 weiteren Dörfern im Gogerichtsbezirk Goe auf der Hamel des altsächsisch-engernschen Tilithigaus. Der Zuschnitt des Gogerichtsbezirks änderte sich im geschichtlichen Verlauf mehrfach. Ein Platz auf dem Eichberg südsüdöstlich von Klein Hilligsfeld war der Gerichtsort (auch Malstätte oder Mahlstätte genannt) der Goe auf der Hamel. Dort wurden Versammlungen aller Eingesessenen (erven) der Goe abgehalten. Der Gograf des Gogerichtsbezirks Goe auf der Hamel war in Groß Hilligsfeld ansässig.

Hochmittelalter

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die kleine Grafschaft Holtensen der altsächsisch-engernschen Grafen von Holthusen existierte von der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts bis in das 14. Jahrhundert und umfasste 7 Parochien (Pfarreien und zugehörige Dörfer) im Gebiet zwischen Holtensen, Münder und Diedersen. Zu dieser Grafschaft gehörte auch Unsen. Die Grafen von Holthusen, die auf dem Rittergut in Holtensen saßen, waren im Hochmittelalter und beginnenden Spätmittelalter die weltlichen Grundherren von Unsen, ab 1260 allerdings unter der Landesherrschaft der Reichsgrafen von Hallermund. Gegen Ende des Hochmittelalters verlor das altsächsische und seit dem 9. Jahrhundert fränkische Gausystem (hier: der Tilithigau) mit dem Aufkommen und der Abfolge territorialer Landesherrschaften (Grafschaft Hallermund, welfisches Herzogtum Calenberg) an Bedeutung, während der Gogerichtsbezirk der Goe auf der Hamel als Verwaltungseinheit noch bis in das 16. Jahrhundert bedeutsam blieb.

Die Edelherren von Brünnighausen übten im Hochmittelalter die forstliche Hoheit und höchste Entscheidungsgewalt in der Ostermark,[8] einer vom Frühmittelalter bis in die Neuzeit bestehenden Waldmark im Territorium der Goe auf der Hamel aus.[9] Entscheidungen in Forstfragen wurden auf den Holtings (Holzgerichten) auf dem Eichberg bei Hilligsfeld getroffen.

Spätmittelalter

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1260 bis 1411 hatten die Reichsgrafen von Hallermund, deren Territorium zwischen der Region Hannover und dem heutigen Landkreis Hameln-Pyrmont lag, die Landesherrschaft und die Obergerichtsbarkeit über die Goe auf der Hamel. Inhaber der Holzgrafen- und Obermärkerrechte in der Goe auf der Hamel und damit auch im Ostsüntel waren nach dem Aussterben der Edelherren von Brünnighausen im Mannesstamm im Jahr 1260 die Grafen von Spiegelberg in Coppenbrügge, die vom Bistum Minden mit diesen Rechten belehnt wurden.

Die Edelherren Johann und Günter von Bovenden, die als Angehörige der in der zeitlichen Abfolge dritten Adelsfamilie den Edelherren von Holthusen und den Edelherren von Arnheim im Besitz des alten Rittergutes der vormaligen kleinen Grafschaft Holtensen nachfolgten, schenkten am 1. Oktober 1334 die St.-Aegidius-Kirche in Holtensen mitsamt allen zugehörigen Besitzungen in Holtensen und Unsen der Äbtissin und dem Konvent des Damenstifts Fischbeck als Lehen und Eigentum. Diese Kirche wurde wie die Stiftskirche in Fischbeck ab den 1120er Jahren errichtet. Das Stift Fischbeck hat seitdem das Kirchenpatronat über die Holtenser Kirche und war ab dieser Zeitstellung der bedeutendste geistliche Grundherr in Unsen. Und die jeweilige Äbtissin des Stifts Fischbeck hatte seit 1334 das Recht, den Pfarrer in Holtensen einzusetzen. Am 14. März 1507 schenkte der Holtenser Bürger Hermen Stalknecht ebenfalls alle seine Güter in Holtensen dem Stift Fischbeck. Das Stift Fischbeck verfügte im Spätmittelalter und in der Frühen Neuzeit über noch umfangreicheren Landbesitz und Zehntrechte in Unsen als das ehemalige Bonifatiusstift Hameln im Frühmittelalter.

Nach dem Niedergang und Verkauf der hallermundischen Güter und Rechte im Jahr 1411 und der 1435 gegen die Grafen von Spiegelberg gewonnenen Spiegelberger Fehde gingen das Obermärkerrecht und das Forst- und Jagdregal an den welfischen Landesherrn über. Die welfischen Herzöge setzten herrschaftliche Forstmeister ein, um den Holzeinschlag im Süntel und auf dem Schweineberg und in den anderen Wäldern der Ostermark zu kontrollieren. Sie hatten damit die Forsthoheit über die forstwirtschaftliche Nutzung des Süntels und das privilegierte Recht auf Holz- und Forstnutzung. Die Herzöge von Calenberg beanspruchten neben dem Forstregal noch weitere wirtschaftliche Hoheitsrechte im Ostsüntel.

Neuere Geschichte

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1574 beschrieb z. B. Herzog Erich II. zu Braunschweig-Lüneburg und Fürst von Calenberg-Göttingen (* 10. August 1528, † 17. November 1584) seine landesherrlichen Steinbrüche im südöstlichen Süntel oberhalb von Welliehausen. Parallel dazu standen den lokalen Bauern umfangreiche mündlich überlieferte historische Nutzungsrechte, die noch aus der Zeit der germanischen Stammesgesellschaft stammten, als Gewohnheitsrechte (consuetudo) zu.[10] Diese waren für ihr wirtschaftliches Überleben existentiell notwendig. Die Bauern aus Unsen konnten u. a., je nach Bauernstand, ihr Vieh, vor allem ihre Gänse, Schweine und Rinder, zur Waldweide (Waldmast) in die Eichen- und Buchenwälder (Hutewälder) des Süntels und des Schweinebergs (in die Allmende) treiben.

Der Konflikt zwischen dem Landesherrn mit seiner Forsthoheit und den Markgenossen mit ihren althergebrachten bäuerlichen Gewohnheitsrechten verkomplizierte die Forstwirtschaft, die noch in keiner Weise nachhaltig war und führte zur massiven Übernutzung und teilweisen Zerstörung der Waldgebiete. Je stärker die Bevölkerung wuchs und die landwirtschaftliche und gewerbliche Ausbeutung des Süntelwaldes zunahmen, desto knapper wurde das Holz. Dadurch gerieten die Markgenossen in wirtschaftliche Not. Die Situation verschärfte sich in der Neuzeit:

  • Nachwachsende Pflanzen wurden zu wenig gegen tierischen Verbiss geschützt und nahmen über die intensive Waldhude Schaden.
  • Große Waldflächen im Süntel wurden durch Raubbau zerstört. Beispiele sind Steinbrüche, Steinkohlebergwerke und Köhlereien im Süntel oberhalb von Unsen und Welliehausen, sowie Glashütten und Salinen in Münder und Klein Süntel, die enorme Mengen an Brennholz und Steinkohle aus dem Deister und Süntel benötigten.
  • Systematische Aufforstungsmaßnahmen mit der Neuanpflanzung von gezüchteten Forstsetzlingen waren im Mittelalter und in der Neuzeit bis zum 18. Jahrhundert noch nicht üblich.

Die welfischen Landesherren schränkten in der Folge die Rechte der Bauern in der Waldnutzung immer weiter ein und schufen strenge Forstordnungen, welche die Dorfbewohner nur weiter unter Druck setzten. Das Holzgrafenamt wurde 1711 per Dekret abgeschafft. An dessen Stelle trat ein landesherrlicher „reitender Förster“, bzw. eine forstamtliche Verwaltung. Daraus entwickelte sich im 18. Jahrhundert die Position des Oberförsters und in der Gegenwart die Position des Leiters eines Forstamts.

Die Dörfer der Goe auf der Hamel im Tilithigau, zu der auch Unsen zählte, gehörten von 1411 bis 1885 zum landesherrlichen Amt Springe, mit Ausnahme der Zeit von 1537 bis 1586, in welcher der Ort zur Großvogtei Calenberg gehörte.[11] Das Amt Springe verwaltete das Lehnsregister und die Abgaben und Dienste von Unsen. Das Amt Springe gehörte im 15. und 16. Jahrhundert zum Fürstentum Calenberg, das aus einer Teilung des welfischen Herzogtums Braunschweig-Lüneburg entstanden war.

Die Bauern des Ortes waren in der Frühen Neuzeit dem Dorfmeister in Vorwerk Dahle an der Deisterpforte zu Frondiensten, Fuhrdiensten und Abgaben für die Landesherrschaft (Fürstentum Calenberg) verpflichtet. Dort befand sich eine landesherrliche Zehntscheune. Der Unterhalt der ab 1292 errichteten herzoglichen Wasserburg Calenberg, einer welfischen Landesfestung bei Pattensen, OT Schulenburg, 13 km westlich von Hildesheim, die später auch als Schloss bezeichnet wurde, finanzierte sich aus den wirtschaftlichen Erträgen des umliegenden Landes und den Pflichten der abhängigen Bauern, auch der Bauern aus Unsen. Die Feste Calenberg wurde im Dreißigjährigen Krieg (1618–1648) zerstört und abgerissen. Sie existiert heute nur noch als Ruine „Alt Calenberg“.

Unsen und Holtensen wurden im Huldigungsregister von 1613 sowie in den Ortsverzeichnissen von 1634 und 1645 wegen ihrer engen wirtschaftlichen und verwaltungsmäßigen Verflechtungen und auch wegen des kriegsbedingten wirtschaftlichen Niedergangs durch den Dreißigjährigen Krieg als ein einziges Dorf geführt und bezeichnet.[12] Während der jahrelangen Belagerungen der Festung Hameln im Dreißigjährigen Krieg wurde das gesamte Umland nämlich abwechselnd von kaiserlichen, dänischen und schwedischen Truppen besetzt. Die Bauern mussten in ihren Häusern Quartier für die Truppen zur Verfügung stellen. Unsen wurde im Jahr 1626 von einer schweren Pestwelle getroffen, die u. a. im Herbst 1625 bereits im Raum um Fischbeck und anderenorts grassierte. Sie führte zu einer hohen Sterberate unter den Einwohnern Unsens.[13]

1792 besuchte der Naturforscher und Forschungsreisende Alexander von Humboldt (* 1789, † 1859) als preußischer Oberbergmeister das Sünteltal, weil er sich für die Geologie des Süntels und die dortigen Höhlen und Erdspalten interessierte. Er untersuchte markante Kalksteinformationen und dokumentierte die Bergbaupotentiale des Süntels.[14]

Neueste Geschichte

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

19. Jahrhundert

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor und während der französischen Besetzung von Hameln (November 1806 – Mai 1814) kam es ebenfalls zu massiven Zwangs-Einquartierungen von französischen Soldaten. Dies brachte für die Bauern erneut eine extreme wirtschaftliche Belastung.

Im Verlauf der Befreiungskriege von November 1813 bis Mai 1814 gegen Napoléon Bonaparte (* 15. August 1769, † 5. Mai 1821) und die französische Fremdherrschaft waren russische Kosaken (Russische Legion), preußische leichte Infanterieeinheiten (Hanseatische Legion) und Jägereinheiten (Hannoversche Jäger) als Teile der Nordarmee unter dem Oberbefehl von General Wallmoden (* 6. Februar 1769, † 22. März 1862), einem Enkel des britischen Königs Georg II., im Spätherbst und Winter 1813 u. a. im Quartier in Unsen, um die von den Franzosen besetzte strategische Festung Hameln zu belagern und zu befreien. Die Versorgung dieser Soldaten führte in Unsen und anderen Sünteldörfern zu einer extremen Verknappung von Lebensmitteln, Stroh und Viehfutter.

1830 wurde die Ostermark geteilt. Sie wurde bis in diese Zeitstellung von den Bauern mehrerer Dörfer gemeinschaftlich genutzt, und die Unsener Bauern nutzten den Südostsüntel und den Schweineberg. Ein Teil des Südostsüntels wurde ab 1830 als Genossenschaftsforst/Interessentenforst komplett in den Besitz der lokalen Bauerngemeinde Unsen überführt: Die „Forstgenossenschaft Unsen“ wurde im Rahmen einer Generalteilung als körperschaftlicher Realverband gegründet. Sie verwaltet seitdem die Forstflächen von Unsen auf dem Süntel. 1852 wurde die Gemeinde Unsen dem Amt Hameln zugeordnet. Zwischen 1855 und 1865 fand im Zuge der Agrarreformen die Verkoppelung (Spezialteilung) der Wirtschaftsflächen in Unsen statt. 1866 kam der Ort zur preußischen Provinz Hannover, 1884 zum Kreis Hameln und am 1. April 1922 zum Landkreis Hameln-Pyrmont.

20. Jahrhundert

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1908 wurde die ev.-luth. St.-Aegidienkirche in Holtensen im neoromanischen Baustil auf den Fundamenten der mittelalterlichen Kirche gebaut. Teile des Kirchengebäudes, insbesondere der Kirchturm im romanischen Baustil und das Tympanon an der Südfassade des Kirchenschiffs gehen bis auf das 12. Jahrhundert zurück.

1912/13 wurde die Gemeinde Unsen an die Stromversorgung der Überlandzentrale (des Elektrizitätswerks Wesertal) in Hameln-Afferde angeschlossen. Nach der Elektrifizierung folgte der rasche Wandel Unsens zum Touristenort. Eine zentrale Wasserversorgung wurde für Unsen in den 1920er und 1930er Jahren schrittweise aufgebaut. Der Wilhelm-Beißner-Brunnen in Unsen fördert das dortige Grundwasser. Heute sind die Stadtwerke Hameln für die Wartung der Brunnen und Hochbehälter zuständig.

In den Jahren 1937 und 1938 wurde am Rand des Sandsteinbruchs nordöstlich der „Jahnhütte“ das Horst-Wessel-Denkmal im Süntel als nationalsozialistische Kult- und Gedenkstätte für die NS-Propaganda errichtet. Der erste konkrete Vorschlag für den Standort des Denkmals im Süntel stammte vom lokalen NSDAP-Ortsgruppenleiter Karl Keese aus Unsen.[15] Die NS-Propagandastätte wurde am 20. April 1945, knapp zwei Wochen nach der militärischen Einnahme von Hameln von US-amerikanischen Einheiten gesprengt.[16]

Im April 1945 wurden amerikanische Soldaten der 2. US-Panzerdivision in den Dörfern am Süntel vorübergehend einquartiert, um die Region militärisch abzusichern und deutsche Truppenteile zu entwaffnen. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurden auf den Gehöften zeitweise auch befreite Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene untergebracht, die zuvor während des Zweiten Weltkriegs auf den Bauernhöfen in Unsen und den anderen Sünteldörfern eingesetzt wurden.[17]

Unsen besitzt seit September 1962 eine feste Busverbindung in das Stadtnetz.

Der Anschluss von Unsen an ein modernes Kanalisationsnetz erfolgte in den 1970er Jahren. Zuvor gab es in Unsen noch private Sickergruben und einfache Hauskläranlagen. Heute betreiben die Abwasserbetriebe Weserbergland die Abwasserbeseitigung und das Kanalnetz in Unsen.

21. Jahrhundert

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zum Juli 2017 wurde die Buslinie nach Holtensen, Unsen und Welliehausen von der Kraftverkehrsgesellschaft Hameln mbH (KVG) betrieben. Die KVG wurde mit der Verkehrsgesellschaft Hameln-Pyrmont (VHP) verschmolzen. Heute wird der öffentliche Nahverkehr in Unsen durch die Öffis (Nahverkehr Hameln-Pyrmont GmbH) betrieben. Der Ortsteil Unsen ist mit den Linien 5 und 92 mit der Kernstadt von Hameln verbunden. Außerdem steht für Unsen ein Rufbus-Angebot zur Verfügung. Ergänzend gibt es für die Nachtzeit das Anruf-Sammeltaxi (AST).

Die beiden Sturmereignisse des Orkans „Kyrill“ am 18. und 19. Januar 2007 und des Orkantiefs „Friederike“ am 18. Januar 2018 sorgten im Süntelwald bei Unsen und Welliehausen jeweils für massiven Windbruch. Die trockenen Sommer 2018 und 2019 sorgten für eine nachhaltige Schwächung der Fichtenbestände im Süntel. Dies führte in den 2020er Jahren zu einem massiven Waldsterben im Süntel. Am Donnerstag, den 27. Juni 2024 ereignete sich in Unsen ein extremes Unwetter der Warnstufe 3. Regelrechte Sturzbäche schossen von den umliegenden Äckern und Hängen in den Ort und setzten die Straßen in Unsen teilweise 30 Zentimeter hoch unter Schlamm. Für die Stadt Hameln wurde eine offizielle Sonderlage ausgerufen.[18] Bereits in früheren Jahrzehnten und Jahrhunderten kam es im Sünteltal immer wieder zu solchen durch Starkregen ausgelösten Hangsturzfluten. Zuletzt gab es im Juli 1965 die Heinrichsflut und zwei weitere Sturzfluten im Juli 1966 und im Jahr 1968.

Seit 1934 (Reichsjagdgesetz, dessen System bis heute im Bundesjagdgesetz fortbesteht) ist die Jagdpacht auf natürliche Personen beschränkt und wird in Jagdgenossenschaften als Körperschaften des öffentlichen Rechts verwaltet. Unsen gehört zum „Hegering 8 Sünteltal“ innerhalb der „Jägerschaft Hameln-Pyrmont e. V.“

Kindergarten und Schule

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von Januar 1994 bis zum Jahr 2010 war die St. Aegidius Kirchengemeinde Holtensen Trägerin des von der Stadt Hameln neu errichteten Kindergartens „Süntelzwerge“ in Holtensen. 2010 wurde der neu gegründete Ev.-luth. Kindertagesstättenverband im Kirchenkreis Hameln-Pyrmont Träger des Kindergartens, der auch von Unsener Kindern besucht wird.

Da die Kindertagesstätte in Holtensen zu klein geworden ist, um alle Kinder betreuen zu können, ist in Kooperation eines Investors mit dem Ev.-Luth. Kindertagesstättenverband im Kirchenkreis Hameln-Pyrmont eine neue größere Kindertagesstätte auf dem rund vier Hektar großen Gelände des ehemaligen Schullandheimes in Unsen geplant. Bis zur Eröffnung der Kita weichen Familien oftmals auf die Betreuungsangebote in der Kernstadt und in umliegenden Ortsteilen von Hameln aus.[19]

Holtensen war für die Unsener immer das Kirch- und Schuldorf. Nach dem Dreißigjährigen Krieg gab es eine erste Schule bei der Kirche in Holtensen. 1650 wurden erste Schulordnungen eingeführt: „Die Kinder sollten so weit gebracht werden, dass sie gedruckte Schrift lesen und den Katechismus mit Verstand beten können.“ Es gab jeden Winter einen Schulzwang für die Kinder vom 6. bis zum 12. Lebensjahr. In den Sommern mussten die Kinder oft in der Landwirtschaft der bäuerlichen Familien mithelfen. 1693 wurde eine neue Schule auf dem Krugbrink in Holtensen gebaut. In der französischen Besatzungszeit im Jahr 1812 wurde erneut ein Schulhaus bei der Kirche gebaut. Die betreffende Verfügung trägt die Unterschrift des Königs von Westphalen, Jérôme Bonaparte (* 15. November 1784, † 24. Juni 1860), des jüngsten Bruders Napoléon Bonapartes (* 15. August 1769, † 5. Mai 1821).

1958 wurde die Grundschule an der Diesterwegstraße in Holtensen (heute: Grundschule Sünteltal) als Nachfolgeeinrichtung für die älteren Dorfschulen fertiggestellt. Sie ist in der Geschichte Holtensens der vierte Schulneubau. 1974 wurde eine Erweiterung dieser Schule beschlossen. Die Verlässliche Grundschule wird von Kindern aus dem Hamelner Stadtteil Sünteltal (den drei Sünteldörfern Holtensen, Unsen und Welliehausen) besucht. Weiterführende Schulen werden in der Kernstadt von Hameln besucht.

1930 wurde im Ort die alte Unsener Badeanstalt mit einem Schwimmbecken, Umkleidekabinen und einer Liegewiese eingeweiht. Träger war die Ortschaft Unsen. Damals hatte Unsen einen Schwimmverein. Vor dem Zweiten Weltkrieg wurden viele Schwimmwettkämpfe mit Teilnehmern aus anderen Ortschaften durchgeführt. Auch während des Zweiten Weltkriegs fand ein normaler Badebetrieb statt.

Nach der Eingemeindung Unsens in die Stadt Hameln 1973 wurde das Schwimmbecken in einen Feuerlöschteich für die Freiwillige Feuerwehr Unsen umgenutzt. 1974 wurde das alte Bad geschlossen.

Das neue Waldbad Sünteltal, das am östlichen Rand der Gemarkung von Welliehausen, am nordwestlichen Ortsrand von Unsen und ebenfalls am Waldrand des Süntel liegt, wurde im Juni 1977 eröffnet. Es ist ausgestattet mit einem 25 Meter Schwimmerbecken, einem Nichtschwimmerbecken, einem Babybecken, einer großen Liegewiese, einem Beachvolleyballplatz und einem Kiosk. Das Schwimmerbecken wurde in den Jahren 2021 und 2024 in den Wintermonaten jeweils mit einer beheizbaren Traglufthalle zum „wintertauglichen“ Hallenbad umgerüstet.

Einwohnerentwicklung

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Unsen
Stadt Hameln
Koordinaten: 52° 9′ N, 9° 24′ OKoordinaten: 52° 8′ 52″ N, 9° 23′ 55″ O
Höhe: 140 m
Fläche: 1,66 km²[1]
Einwohner: 458 (30. Juni 2022)[2]
Bevölkerungsdichte: 276 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1973
Postleitzahl: 31787
Vorwahl: 05151
Unsen (Niedersachsen)
Unsen (Niedersachsen)
Lage von Unsen in Niedersachsen
Einwohnerentwicklung von Unsen[20]
1848 16.6.1933 13.9.1950 31.12.1972 31.12.2000 31.12.2009 31.12.2016
175 230 498 539 482 454 445

Ortsbürgermeisterin ist bisher Bettina Schultze (SPD).

Nach der Kommunalwahl vom 13. September 2026 sind die Ortsbürgermeister bisher noch nicht gewählt. Dies geschieht erst noch durch die neu gewählten Ortsratsmitglieder. Der Ortsrat Sünteltal hat neun Mitglieder. Die folgende Tabelle gibt nur das Wahlergebnis für den Ortsteil Unsen im Stadtteil Sünteltal wieder:

Ergebnis der Ortsratswahl vom 13. September 2026 für den Ortsteil Unsen[21]
Partei Wahlergebnis
SPD 66,07 %
CDU 31,86 %
FDP 2,08 %

Die Wahlbeteiligung lag in Unsen bei 73,41 %.

Der Ortsrat bemüht sich intensiv um die Ausweisung von neuem Bauland, um die Zukunft des Kindergartens (künftig in Unsen) langfristig zu sichern.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Liste der Baudenkmale in Hameln sind für Unsen fünf Baudenkmale aufgeführt.

  • 1920 wurde in Holtensen eine Gemeinde-Pflegestation eingerichtet, und es gab eine Gemeindeschwester. Daraus entwickelte sich unter anderem der „Deutsches Rotes Kreuz Ortsverein Unsen“.
  • Unsen hat eine Freiwillige Feuerwehr, die heute zu den 11 aktiven Ortsfeuerwehren der Stadt Hameln gehört.
  • 1953 wurde der „Sportverein Grün-Weiß-Süntel e. V.“ gegründet, der Mitglieder aus der Ortschaft Sünteltal hat. 1982 wurde im Verein die Jugendsportgemeinschaft gegründet. Folgende Angebote gibt es im Verein: Badminton, Bodystyling, Bogensport, Eltern-Kind-Turnen, Fußball, Gymnastik, Kinderturnen, Jedermann-Sport, Seniorensport, Tanzen, Tischtennis, Volleyball und Wandern.[22]
  • 1990 wurde der „Elternverein der Schule Sünteltal e. V.“ gegründet.[23]
  • Der „Förderverein Waldbad Sünteltal“ engagiert sich für das Freibad.[24]
  • 2001 wurde der Chor „Groovin' Valley“ gegründet, dem etwa 30 Sänger angehören. Das Repertoire geht von Gospel über Latin, Rock/Pop, Musical bis zu afrikanischen und indianischen Klängen.[25]
  • 2009 wurde der „Förderverein der Freunde und Förderer der St. Aegidien Kirchengemeinde Holtensen“ gegründet, aus dem die Nachbarschaftshilfe hervorging. Aktivitäten des Fördervereins sind die Begleitung von Senioren und Kranken zu Arzt- und Behördengängen, ein Fahrdienst zu kirchlichen Veranstaltungen und die Betreuung lernschwacher Schüler. Im Förderverein gibt es eine Frauengruppe.[26]
  • 2014 wurde der „Heimatverein Sünteltaler e. V.“ gegründet, der aus dem Projekt Unser Dorf hat Zukunft hervorging.[27]
  • 2023 wurde der Verein „Bürgerhaus Sünteltal“ mit dem Ziel gegründet, „das ehemalige Gemeindehaus der Gemeinde Holtensen von der Stadt zu übernehmen und für die Dörfergemeinschaft zu erhalten.“[28]
  • 2023 wurde der „Förderverein Kita 'Süntelzwerge' e. V.“ gegründet, der die Kindertagesstätte „Süntelzwerge“ der ev.-luth. Kirchengemeinde St. Aegidien in Holtensen unterstützt.[29]

Persönlichkeiten

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • Helga Knoke: Wald und Siedlung im Süntel. Eine siedlungsgeschichtliche Untersuchung. Rinteln, 1968, S. 118.

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. ↑ Statistische Daten. In: www.hameln.de. Stadt Hameln, 2020, S. 32, abgerufen am 18. März 2023.
  2. ↑ Landkreis Hameln-Pyrmont (Hrsg.): Nahverkehrsplan 2023 – 2027 / ANLAGE 1 – Einwohnerzahlen Ortsteile 2022. 30. Juni 2022, S. 3 (hameln-pyrmont.de [PDF; 406 kB; abgerufen am 8. November 2024]).
  3. ↑ Vgl. zur Ortsnamenforschung das Niedersächsische Ortsnamenbuch (NOB). Es ist ein langfristig angelegtes Projekt des Instituts für Historische Landesforschung an der Universität Göttingen.
  4. ↑ Helga Knoke: Wald und Siedlung im Süntel. Eine siedlungsgeschichtliche Untersuchung. Rinteln 1968, S. 118.
  5. ↑ Quellen: a) Ernst Friedrich Johann Dronke (Hrsg.): Traditiones et antiquitates Fuldenses, Fulda, 1844; b) Kirstin Casemir & Uwe Ohainski: Niedersächsische Orte bis zum Ende des ersten Jahrtausends in schriftlichen Quellen, Hahnsche Buchhandlung, S. 56, ISBN 978-3-77525-843-2.
  6. ↑ Quelle: Gudrun Pischke: Zur Ersterwähnung von Ortsnamen in Schriftquellen mit 1200 Jahre Bevern, in: Südniedersachsen, Zeitschrift für regionale Forschung und Heimatpflege, 51. Jahrgang, S. 82, 3. Dezember 2023.
  7. ↑ Sünteltal - Stadtportal der Rattenfängerstadt Hameln. Abgerufen am 7. August 2026.
  8. ↑ Die Ostermark in der Goe auf der Hamel umfasste folgende Waldgebiete: Afferdsches Holz, Behrenser Eichholz, Diersser Holz, Eichberg, Katzenberg, Lengenberg, Schecken, Schweineberg, (Ost-)Süntel, Wehrbergisches Holz und Wirries oder Gerichtsblock mit Schiereichen Quelle: Ludwig Fricke: Dorfchronik Welliehausen, Druck- und Verlagshaus J. C. Erhardt GmbH, Springe, 2002, S. 206.
  9. ↑ Manfred Willeke zit. Jakob Grimm: „Die drei Süntelmarkgenossenschaften“, in: Deutsche Rechtsaltertümer und Weistümer, 2. Ausgabe, 1854, Nr. 43. Jakob Grimm schrieb: „Die Mark bedeutet ursprünglich Grenze. Die natürliche älteste Grenze war der Wald. Der Name übertrug sich auf den gemeinsamen Wald. Zur Mark gehörte nicht nur der Wald, sondern auch Viehtriften und Hude im Wald, Wild, Vögel und Bienen. Die meisten großen Waldungen sind früher Markengut gewesen. [...] Jeder volle Markgenosse hatte freies Bau- und Brennholz. [...] Die Holtting wurde jährlich abgehalten. Sie stellte das Markrecht fest und überlieferte es. Sie urteilten über Verletzungen des Rechtes und konnten Rechtsbrecher aus der Mark verweisen!“ Quelle: Manfred Willeke: 175 Jahre Realverband Forstgenossenschaft Holtensen, Forstgenossenschaft Holtensen (Hrsg.), 1. Auflage. Hameln, 2019, S. 125 f., ISBN 978-3-00-061843-7.
  10. ↑
  11. ↑ Die Calenberger Amtsbücher halten fest, welche Dörfer zu den traditionellen Gogerichten gehörten und dokumentieren die überdauernde Struktur des Tilithigaus. Folgende Sekundärquellen geben darüber (lückenhaft) Auskunft: a) Ludwig August Theodor Holscher: Beschreibung des vormaligen Bisthums Minden nach seinen Grenzen, Archidiakonaten, Gauen und alten Gerichten, Münster, 1877; b) Bernhard Engelke: Die Grenzen, Gaue, Gerichte und Archidiakonate der älteren Diözese Minden, in: Hannoversche Geschichtsblätter, Band 4, 1937, OCLC 247648408; c) Hermann von Bothmer: Zur Entstehung der sächsischen Goe, in: Niedersächsisches Jahrbuch, S. 204–222, Lax, Hildesheim, 1961;
  12. ↑ Die Akten des Huldigungsregisters hießen in der Langform „Erbhuldigung der Ämter bei Regierungseintritt des Herzogs Friedrich Ulrich“. Quellen: a) Historische Kommission für Niedersachsen und Bremen. Sie untersuchte die historischen Akten des Amtes Springe (Niedersächsisches Landesarchiv (Abteilung Hannover), NLA HA, Hann. 74 Springe), das Calenberger Briefarchiv (NLA, HA, Cal. Br.) und die Landes- und Steuerverwaltung des Fürstentums Calenberg (Hann. 27); b) Werner Spiess: Die Großvogtei Calenberg. Die Ämter und Vogteien Calenberg, Springe, Langenhagen, Neustadt vor Hannover und Koldingen; Topographie, Verfassung, Verwaltung, Göttingen, Vandenhoeck & Ruprecht, 1933 (Studien und Vorarbeiten zum Historischen Atlas Niedersachsens, Heft 14).
  13. ↑ Quelle: Neithard Bulst: Vier Jahrhunderte Pest in niedersächsischen Städten. Vom Schwarzen Tod (1349–1351) bis in die erste Hälfte des 18. Jahrhunderts, in: Cord Meckseper (Hrsg.): Stadt im Wandel: Kunst und Kultur des Bürgertums in Norddeutschland 1150–1650, Ausstellungskatalog, 4. Band, Braunschweig, 1985, S. 251–270. Die Sammel-ISBN für alle vier Bände ist 978-3-922608-37-0.
  14. ↑ Quelle: Ilse Jahn & Fritz G. Lange (Hrsg.): Humboldt, Alexander von: Die Jugendbriefe Alexander von Humboldts 1787–1799 (Beiträge zur Alexander-von-Humboldt-Forschung, Band 2), Akademie Verlag, Berlin, 1973.
  15. ↑ Bernhard Gelderblom (unter Mitarbeit von Mario Keller-Holte): Die NS-Reichserntedankfesteauf dem Bückeberg 1933-1937. Aufmarsch der Volksgemeinschaft und Massenpropaganda, Verlag Jörg Mitzkat, Holzminden, 2018; Neuauflage im Wallstein Verlag, Göttingen, 2024, ISBN 978-3-95954-059-9.
  16. ↑ Bernhard Gelderblom: "Das Ehrenmal für Horst Wessel auf dem Süntel", in: Deister- und Weserzeitung (DWZ), Hameln, April 2017.
  17. ↑ Eine Hauptquelle für die Zwangsarbeit im Raum Hameln und im Sünteltal ist das Buch des Historikers Bernhard Gelderblom: Ausländische Zwangsarbeit in Hameln und im Landkreis Hameln-Pyrmont 1939-1945, Verlag Jörg Mitzkat, Holzminden, 2006, ISBN 978-3-93165-696-6. Der Autor greift auf Primärquellen (Archive) zurück. Dies sind Gemeinde- und Meldeunterlagen im Stadtarchiv Hameln, Lohn- und Beschäftigungslisten der Landwirte, amtliche Zuweisungslisten der Arbeitsämter, Unterlagen der NS-Bürokratie und Militärverwaltungen, Gefangenen-Arbeitskarten des Stammlagers (Stalag) XI B Fallingbostel, aus dem Bundesarchiv und den Arolsen Archives, Zeitzeugenberichte und Briefe von überlebenden ehemaligen Zwangsarbeitern.
  18. ↑ Quelle: Deister- und Weserzeitung (DWZ): Sturzbäche und Schlammmassen: Groß angelegter Unwetter-Einsatz in Unsen, in: https://www.dewezet.de/lokales/hameln-pyrmont/sturzbaeche-und-schlammmassen-gross-angelegter-unwetter-einsatz-in-unsen-WZRWNNE4WRBQXLVVEYY7AWUP4M.html, abgerufen am 13. August 2026.
  19. ↑ Ein Investor und der Ev.-Luth. Kindertagesstättenverband Hameln-Pyrmont planen einen Kita-Neubau im Hamelner Ortsteil Unsen, in: https://www.hameln.de/de/buergerservice-verwaltung/die-stadtverwaltung/pressemitteilungen-und-kontakt/stadt-buerger/vorzeige-kita-oeffnet-ihre-tueren, abgerufen am 9. Juni 2026.
  20. ↑ Sünteltal - Stadtportal der Rattenfängerstadt Hameln. Abgerufen am 4. August 2026.
  21. ↑ Das Kommunalwahlergebnis vom 13. September 2026 für den Ortsteil Unsen des Hamelner Stadtteils Sünteltal wurde am 22. September 2026 aus dem Votemanager übernommen.
  22. ↑ Homepage des Sportvereins Grün-Weiss-Süntel, https://www.gruen-weiss-suentel.de/, abgerufen am 5. Juni 2026.
  23. ↑ Die Seite des Ortsteils Sünteltal enthält Informationen zum Elternverein der Schule Sünteltal, https://www.suenteltal.de/vereineorganisationen/elternverein-schule-suenteltal/, abgerufen am 5. Juni 2026.
  24. ↑ Informationen zum Förderverein Waldbad Sünteltal sind enthalten in https://www.regi-on.de/soziales-vereine/vereine/vereinsregister/545/2523-foerderverein-waldbad-suenteltal-ev.htm, abgerufen am 5. Juni 2026.
  25. ↑ Die Homepage des Hamelner Ortsteils Sünteltal enthält Informationen zum Chor "Groovin' Valley", https://www.suenteltal.de/vereineorganisationen/grooving-valley/index.htm, abgerufen am 5. Juni 2026.
  26. ↑ Die Homepage der Ev.-luth. St. Aegidien-Kirchengemeinde Holtensen enthält Informationen zum Förderverein der Kirchengemeinde, https://aegidien-holtensen.wir-e.de/foerderverein, abgerufen am 5. Juni 2026.
  27. ↑ Die Homepage des Hamelner Ortsteils Sünteltal enthält Informationen zum örtlichen Heimatverein, https://www.suenteltal.de/vereineorganisationen/heimatverein/index.htm, abgerufen am 5. Juni 2026.
  28. ↑ Der Verein Bürgerhaus Sünteltal stellt sich vor. Ortsrat Sünteltal, abgerufen am 22. Oktober 2025.
  29. ↑ Die Homepage des Hamelner Ortsteils Sünteltal enthält Informationen zur Kita Süntelzwerge, https://www.suenteltal.de/vereineorganisationen/foerderverein-kita-suentelzwerge/index.htm, abgerufen am 5. Juni 2026.