Unsen
Unsen Stadt Hameln | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | 52° 9′ N, 9° 24′ O | |||||
| Höhe: | 140 m | |||||
| Fläche: | 1,66 km²[1] | |||||
| Einwohner: | 458 (30. Juni 2022)[2] | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 276 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. Januar 1973 | |||||
| Postleitzahl: | 31787 | |||||
| Vorwahl: | 05151 | |||||
Lage von Unsen in Niedersachsen | ||||||
| 1848 | 16.6.1933 | 13.9.1950 | 31.12.1972 | 31.12.2000 | 31.12.2009 | 31.12.2016 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 175 | 230 | 498 | 539 | 482 | 454 | 445 |
Politik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Ortsbürgermeisterin ist bisher Bettina Schultze (SPD).
Nach der Kommunalwahl vom 13. September 2026 sind die Ortsbürgermeister bisher noch nicht gewählt. Dies geschieht erst noch durch die neu gewählten Ortsratsmitglieder. Der Ortsrat Sünteltal hat neun Mitglieder. Die folgende Tabelle gibt nur das Wahlergebnis für den Ortsteil Unsen im Stadtteil Sünteltal wieder:
| Partei | Wahlergebnis |
|---|---|
| SPD | 66,07 % |
| CDU | 31,86 % |
| FDP | 2,08 % |
Die Wahlbeteiligung lag in Unsen bei 73,41 %.
Der Ortsrat bemüht sich intensiv um die Ausweisung von neuem Bauland, um die Zukunft des Kindergartens (künftig in Unsen) langfristig zu sichern.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Baudenkmale
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In der Liste der Baudenkmale in Hameln sind für Unsen fünf Baudenkmale aufgeführt.
Vereine
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1920 wurde in Holtensen eine Gemeinde-Pflegestation eingerichtet, und es gab eine Gemeindeschwester. Daraus entwickelte sich unter anderem der „Deutsches Rotes Kreuz Ortsverein Unsen“.
- Unsen hat eine Freiwillige Feuerwehr, die heute zu den 11 aktiven Ortsfeuerwehren der Stadt Hameln gehört.
- 1953 wurde der „Sportverein Grün-Weiß-Süntel e. V.“ gegründet, der Mitglieder aus der Ortschaft Sünteltal hat. 1982 wurde im Verein die Jugendsportgemeinschaft gegründet. Folgende Angebote gibt es im Verein: Badminton, Bodystyling, Bogensport, Eltern-Kind-Turnen, Fußball, Gymnastik, Kinderturnen, Jedermann-Sport, Seniorensport, Tanzen, Tischtennis, Volleyball und Wandern.[22]
- 1990 wurde der „Elternverein der Schule Sünteltal e. V.“ gegründet.[23]
- Der „Förderverein Waldbad Sünteltal“ engagiert sich für das Freibad.[24]
- 2001 wurde der Chor „Groovin' Valley“ gegründet, dem etwa 30 Sänger angehören. Das Repertoire geht von Gospel über Latin, Rock/Pop, Musical bis zu afrikanischen und indianischen Klängen.[25]
- 2009 wurde der „Förderverein der Freunde und Förderer der St. Aegidien Kirchengemeinde Holtensen“ gegründet, aus dem die Nachbarschaftshilfe hervorging. Aktivitäten des Fördervereins sind die Begleitung von Senioren und Kranken zu Arzt- und Behördengängen, ein Fahrdienst zu kirchlichen Veranstaltungen und die Betreuung lernschwacher Schüler. Im Förderverein gibt es eine Frauengruppe.[26]
- 2014 wurde der „Heimatverein Sünteltaler e. V.“ gegründet, der aus dem Projekt Unser Dorf hat Zukunft hervorging.[27]
- 2023 wurde der Verein „Bürgerhaus Sünteltal“ mit dem Ziel gegründet, „das ehemalige Gemeindehaus der Gemeinde Holtensen von der Stadt zu übernehmen und für die Dörfergemeinschaft zu erhalten.“[28]
- 2023 wurde der „Förderverein Kita 'Süntelzwerge' e. V.“ gegründet, der die Kindertagesstätte „Süntelzwerge“ der ev.-luth. Kirchengemeinde St. Aegidien in Holtensen unterstützt.[29]
Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Friedrich Hölscher (* 13. Januar 1859, † 14. November 1909), Architekt.
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Helga Knoke: Wald und Siedlung im Süntel. Eine siedlungsgeschichtliche Untersuchung. Rinteln, 1968, S. 118.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Statistische Daten. In: www.hameln.de. Stadt Hameln, 2020, S. 32, abgerufen am 18. März 2023.
- ↑ Landkreis Hameln-Pyrmont (Hrsg.): Nahverkehrsplan 2023 – 2027 / ANLAGE 1 – Einwohnerzahlen Ortsteile 2022. 30. Juni 2022, S. 3 (hameln-pyrmont.de [PDF; 406 kB; abgerufen am 8. November 2024]).
- ↑ Vgl. zur Ortsnamenforschung das Niedersächsische Ortsnamenbuch (NOB). Es ist ein langfristig angelegtes Projekt des Instituts für Historische Landesforschung an der Universität Göttingen.
- ↑ Helga Knoke: Wald und Siedlung im Süntel. Eine siedlungsgeschichtliche Untersuchung. Rinteln 1968, S. 118.
- ↑ Quellen: a) Ernst Friedrich Johann Dronke (Hrsg.): Traditiones et antiquitates Fuldenses, Fulda, 1844; b) Kirstin Casemir & Uwe Ohainski: Niedersächsische Orte bis zum Ende des ersten Jahrtausends in schriftlichen Quellen, Hahnsche Buchhandlung, S. 56, ISBN 978-3-77525-843-2.
- ↑ Quelle: Gudrun Pischke: Zur Ersterwähnung von Ortsnamen in Schriftquellen mit 1200 Jahre Bevern, in: Südniedersachsen, Zeitschrift für regionale Forschung und Heimatpflege, 51. Jahrgang, S. 82, 3. Dezember 2023.
- ↑ Sünteltal - Stadtportal der Rattenfängerstadt Hameln. Abgerufen am 7. August 2026.
- ↑ Die Ostermark in der Goe auf der Hamel umfasste folgende Waldgebiete: Afferdsches Holz, Behrenser Eichholz, Diersser Holz, Eichberg, Katzenberg, Lengenberg, Schecken, Schweineberg, (Ost-)Süntel, Wehrbergisches Holz und Wirries oder Gerichtsblock mit Schiereichen Quelle: Ludwig Fricke: Dorfchronik Welliehausen, Druck- und Verlagshaus J. C. Erhardt GmbH, Springe, 2002, S. 206.
- ↑ Manfred Willeke zit. Jakob Grimm: „Die drei Süntelmarkgenossenschaften“, in: Deutsche Rechtsaltertümer und Weistümer, 2. Ausgabe, 1854, Nr. 43. Jakob Grimm schrieb: „Die Mark bedeutet ursprünglich Grenze. Die natürliche älteste Grenze war der Wald. Der Name übertrug sich auf den gemeinsamen Wald. Zur Mark gehörte nicht nur der Wald, sondern auch Viehtriften und Hude im Wald, Wild, Vögel und Bienen. Die meisten großen Waldungen sind früher Markengut gewesen. [...] Jeder volle Markgenosse hatte freies Bau- und Brennholz. [...] Die Holtting wurde jährlich abgehalten. Sie stellte das Markrecht fest und überlieferte es. Sie urteilten über Verletzungen des Rechtes und konnten Rechtsbrecher aus der Mark verweisen!“ Quelle: Manfred Willeke: 175 Jahre Realverband Forstgenossenschaft Holtensen, Forstgenossenschaft Holtensen (Hrsg.), 1. Auflage. Hameln, 2019, S. 125 f., ISBN 978-3-00-061843-7.
- ↑
- ↑ Die Calenberger Amtsbücher halten fest, welche Dörfer zu den traditionellen Gogerichten gehörten und dokumentieren die überdauernde Struktur des Tilithigaus. Folgende Sekundärquellen geben darüber (lückenhaft) Auskunft: a) Ludwig August Theodor Holscher: Beschreibung des vormaligen Bisthums Minden nach seinen Grenzen, Archidiakonaten, Gauen und alten Gerichten, Münster, 1877; b) Bernhard Engelke: Die Grenzen, Gaue, Gerichte und Archidiakonate der älteren Diözese Minden, in: Hannoversche Geschichtsblätter, Band 4, 1937, OCLC 247648408; c) Hermann von Bothmer: Zur Entstehung der sächsischen Goe, in: Niedersächsisches Jahrbuch, S. 204–222, Lax, Hildesheim, 1961;
- ↑ Die Akten des Huldigungsregisters hießen in der Langform „Erbhuldigung der Ämter bei Regierungseintritt des Herzogs Friedrich Ulrich“. Quellen: a) Historische Kommission für Niedersachsen und Bremen. Sie untersuchte die historischen Akten des Amtes Springe (Niedersächsisches Landesarchiv (Abteilung Hannover), NLA HA, Hann. 74 Springe), das Calenberger Briefarchiv (NLA, HA, Cal. Br.) und die Landes- und Steuerverwaltung des Fürstentums Calenberg (Hann. 27); b) Werner Spiess: Die Großvogtei Calenberg. Die Ämter und Vogteien Calenberg, Springe, Langenhagen, Neustadt vor Hannover und Koldingen; Topographie, Verfassung, Verwaltung, Göttingen, Vandenhoeck & Ruprecht, 1933 (Studien und Vorarbeiten zum Historischen Atlas Niedersachsens, Heft 14).
- ↑ Quelle: Neithard Bulst: Vier Jahrhunderte Pest in niedersächsischen Städten. Vom Schwarzen Tod (1349–1351) bis in die erste Hälfte des 18. Jahrhunderts, in: Cord Meckseper (Hrsg.): Stadt im Wandel: Kunst und Kultur des Bürgertums in Norddeutschland 1150–1650, Ausstellungskatalog, 4. Band, Braunschweig, 1985, S. 251–270. Die Sammel-ISBN für alle vier Bände ist 978-3-922608-37-0.
- ↑ Quelle: Ilse Jahn & Fritz G. Lange (Hrsg.): Humboldt, Alexander von: Die Jugendbriefe Alexander von Humboldts 1787–1799 (Beiträge zur Alexander-von-Humboldt-Forschung, Band 2), Akademie Verlag, Berlin, 1973.
- ↑ Bernhard Gelderblom (unter Mitarbeit von Mario Keller-Holte): Die NS-Reichserntedankfesteauf dem Bückeberg 1933-1937. Aufmarsch der Volksgemeinschaft und Massenpropaganda, Verlag Jörg Mitzkat, Holzminden, 2018; Neuauflage im Wallstein Verlag, Göttingen, 2024, ISBN 978-3-95954-059-9.
- ↑ Bernhard Gelderblom: "Das Ehrenmal für Horst Wessel auf dem Süntel", in: Deister- und Weserzeitung (DWZ), Hameln, April 2017.
- ↑ Eine Hauptquelle für die Zwangsarbeit im Raum Hameln und im Sünteltal ist das Buch des Historikers Bernhard Gelderblom: Ausländische Zwangsarbeit in Hameln und im Landkreis Hameln-Pyrmont 1939-1945, Verlag Jörg Mitzkat, Holzminden, 2006, ISBN 978-3-93165-696-6. Der Autor greift auf Primärquellen (Archive) zurück. Dies sind Gemeinde- und Meldeunterlagen im Stadtarchiv Hameln, Lohn- und Beschäftigungslisten der Landwirte, amtliche Zuweisungslisten der Arbeitsämter, Unterlagen der NS-Bürokratie und Militärverwaltungen, Gefangenen-Arbeitskarten des Stammlagers (Stalag) XI B Fallingbostel, aus dem Bundesarchiv und den Arolsen Archives, Zeitzeugenberichte und Briefe von überlebenden ehemaligen Zwangsarbeitern.
- ↑ Quelle: Deister- und Weserzeitung (DWZ): Sturzbäche und Schlammmassen: Groß angelegter Unwetter-Einsatz in Unsen, in: https://www.dewezet.de/lokales/hameln-pyrmont/sturzbaeche-und-schlammmassen-gross-angelegter-unwetter-einsatz-in-unsen-WZRWNNE4WRBQXLVVEYY7AWUP4M.html, abgerufen am 13. August 2026.
- ↑ Ein Investor und der Ev.-Luth. Kindertagesstättenverband Hameln-Pyrmont planen einen Kita-Neubau im Hamelner Ortsteil Unsen, in: https://www.hameln.de/de/buergerservice-verwaltung/die-stadtverwaltung/pressemitteilungen-und-kontakt/stadt-buerger/vorzeige-kita-oeffnet-ihre-tueren, abgerufen am 9. Juni 2026.
- ↑ Sünteltal - Stadtportal der Rattenfängerstadt Hameln. Abgerufen am 4. August 2026.
- ↑ Das Kommunalwahlergebnis vom 13. September 2026 für den Ortsteil Unsen des Hamelner Stadtteils Sünteltal wurde am 22. September 2026 aus dem Votemanager übernommen.
- ↑ Homepage des Sportvereins Grün-Weiss-Süntel, https://www.gruen-weiss-suentel.de/, abgerufen am 5. Juni 2026.
- ↑ Die Seite des Ortsteils Sünteltal enthält Informationen zum Elternverein der Schule Sünteltal, https://www.suenteltal.de/vereineorganisationen/elternverein-schule-suenteltal/, abgerufen am 5. Juni 2026.
- ↑ Informationen zum Förderverein Waldbad Sünteltal sind enthalten in https://www.regi-on.de/soziales-vereine/vereine/vereinsregister/545/2523-foerderverein-waldbad-suenteltal-ev.htm, abgerufen am 5. Juni 2026.
- ↑ Die Homepage des Hamelner Ortsteils Sünteltal enthält Informationen zum Chor "Groovin' Valley", https://www.suenteltal.de/vereineorganisationen/grooving-valley/index.htm, abgerufen am 5. Juni 2026.
- ↑ Die Homepage der Ev.-luth. St. Aegidien-Kirchengemeinde Holtensen enthält Informationen zum Förderverein der Kirchengemeinde, https://aegidien-holtensen.wir-e.de/foerderverein, abgerufen am 5. Juni 2026.
- ↑ Die Homepage des Hamelner Ortsteils Sünteltal enthält Informationen zum örtlichen Heimatverein, https://www.suenteltal.de/vereineorganisationen/heimatverein/index.htm, abgerufen am 5. Juni 2026.
- ↑ Der Verein Bürgerhaus Sünteltal stellt sich vor. Ortsrat Sünteltal, abgerufen am 22. Oktober 2025.
- ↑ Die Homepage des Hamelner Ortsteils Sünteltal enthält Informationen zur Kita Süntelzwerge, https://www.suenteltal.de/vereineorganisationen/foerderverein-kita-suentelzwerge/index.htm, abgerufen am 5. Juni 2026.
