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Unknown Pleasures

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Unknown Pleasures
Studioalbum von Joy Division

Veröffent-
lichung

15. Juni 1979

Aufnahme

1. April 1979 – 17. April 1979

Label(s)

Factory Records

Format(e)

LP, CD, MC

Genre(s)

Post-Punk

Titel (Anzahl)

10

Länge

39:24

Besetzung

Produktion

Martin Hannett

Studio(s)

Strawberry Studios, Stockport

Chronologie
Unknown Pleasures Closer
(1980)
Chart­plat­zie­rungen
Erklärung der Daten
Alben[1]
Unknown Pleasures
 UK7130.08.1980(1 Wo.)

Unknown Pleasures ist das Debütalbum der britischen Rockband Joy Division. Es wurde im Juni 1979 von Factory Records veröffentlicht und zählt zu den wichtigsten Alben im Genre Post-Punk.

Die Aufnahmen zum ersten Album der Band fanden Anfang bis Mitte April 1979 in Stockport statt. Unknown Pleasures erschien schließlich am 15. Juni 1979 auf Tony Wilsons Label Factory Records.

In der ersten Zeit nach Erscheinen des Albums war dem Album noch kein übermäßiger Erfolg in den Charts vergönnt. Die erste Auflage in Höhe von 10.000 Tonträgern verkaufte sich nur schlecht. Erst als die Band mit dem zweiten Album Closer, der Single Love Will Tear Us Apart, sowie dem Tod von Sänger Ian Curtis im Jahr 1980 bekannter wurde, konnte es eine Woche lang in die britischen Albumcharts vordringen. In den britischen Indie-Charts hielt es sich gar 136 Wochen.

1980 erschien das Album auf Kompaktkassette und 1986 erstmals auf CD. London Records und Rhino veröffentlichten 2007 die „Deluxe Edition“ mit einem Livemitschnitt aus Manchester vom 13. Juli 1979 als Bonus-CD. Seit 2013 ist Unknown Pleasures in hochauflösender Audioqualität als Download erhältlich. Anlässlich des 40. Jubiläums erschien 2019 eine limitierte Sonderpressung auf rotem Vinyl.

Die Schallplattenhülle wurde von Designer Peter Saville in Zusammenarbeit mit der Band gestaltet. Das berühmte Cover zeigt eine Abbildung mehrerer Radiopulse von PSR J1921+2153, dem im Jahr 1967 von Jocelyn Bell ersten entdeckten Pulsar. Entnommen wurden die Abbildung der Cambridge Encyclopedia of Astronomy,[2] die sie aus der Doktorarbeit von Harold Craft Jr. aus dem Jahr 1970 nachdruckte;[3] die Idee dazu stammte von Schlagzeuger Stephen Morris. Im Vergleich zum Original wurden allerdings die Farben invertiert; auf dem Cover sind also weiße Linien auf schwarzem Grund statt schwarze Linien auf weißem Grund zu sehen. Die 2019 erschienene Jubiläumsausgabe verwendet eine invertierte Version des Covers mit schwarzen Linien.

Auf der Original-LP gab es keine Titelliste und auch die Schallplattenseiten wurden nicht nummeriert, sondern nur mit „Inside“ und „Outside“ beschriftet.

Alle Songs stammen aus der Feder von Ian Curtis, Peter Hook, Stephen Morris und Bernard Sumner.

Seite A („Outside“)
1. Disorder – 3:32
2. Day of the Lords – 4:49
3. Candidate – 3:05
4. Insight – 4:29
5. New Dawn Fades – 4:47
Seite B („Inside“)
6. She’s Lost Control – 3:57
7. Shadowplay – 3:55
8. Wilderness – 2:38
9. Interzone – 2:16
10. I Remember Nothing – 5:53
Quelle Bewertung
AllMusic SternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbol[4]
Rolling Stone SternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbol[5]
Pitchfork SternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbol[6]
NME SternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbol[7]

Wie auch sein Nachfolger Closer gilt Unknown Pleasures als Meilenstein der Rockgeschichte, der viele andere Bands geprägt hat und großen Einfluss auf die Genres Post-Punk und Gothic Rock ausübte.[8]

Das Magazin Rolling Stone wählte es auf Platz 19 der 100 besten Debütalben sowie auf Platz 34 der 40 besten Punk-Alben.[9][10] Nachdem es 2003 und 2012 nicht in der Aufstellung vertreten war, erreichte Unknown Pleasures 2020 Platz 211 der 500 besten Alben aller Zeiten.[11]

In der Auswahl der 500 besten Alben aller Zeiten des New Musical Express belegt es Platz 40.[12]

Pitchfork wählte Unknown Pleasures auf Platz 9 der 100 besten Alben der 1970er Jahre.[13] Disorder belegt Platz 91 der 200 besten Songs des Jahrzehnts.[14]

Die Zeitschrift Uncut führt es auf Platz 60 der 200 besten Alben aller Zeiten.[15]

Beide Studioalben von Joy Division wurden in die 1001 Albums You Must Hear Before You Die aufgenommen.

Einzelnachweise

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  1. Unknown Pleasures in den Official UK Charts (englisch).
  2. Simon Mitton: The Cambridge Encyclopaedia of Astronomy. Crown Publishers, 1977, ISBN 978-0-517-52806-8 (google.de).
  3. H. Craft Jr: Radio observations of the pulse profiles and dispersion measures of twelve pulsars, Promotionsschrift, Cornell University, 1970
  4. Unknown Pleasures bei AllMusic (englisch)
  5. Review von Mikal Gilmore auf RollingStone.de (abgerufen am 27. Juni 2019)
  6. Review von Joshua Klein auf Pitchfork.com (abgerufen am 27. Juni 2019)
  7. Review auf nme.com (abgerufen am 27. Juni 2019)
  8. nytimes.com: Joy Division - Control - Movies
  9. 100 Best Debut Albums of All Time auf rollingstone.com (abgerufen am 27. Juni 2019)
  10. 40 Greatest Punk Albums of All Time auf rollingstone.com (abgerufen am 27. Juni 2019)
  11. The 500 Greatest Albums of All Time auf rollingstone.com (abgerufen am 7. November 2025)
  12. The 500 Greatest Albums Of All Time auf nme.com (abgerufen am 27. Juni 2019)
  13. The 100 Best Albums of the 1970s auf pitchfork.com (abgerufen am 27. Juni 2019)
  14. The 200 Best Songs of the 1970s auf pitchfork.com (abgerufen am 7. November 2025)
  15. 200 Greatest Albums of All Time, in: Uncut 02/2016, Ausgabe 225, S. 44.