Die Umpfer entsteht nordwestlich der Boxberger Ortschaft Gräffingen am Nordwestrand des Ahornwalds auf der Seite von Ahorn-Buch und fließt zunächst in Richtung Südosten. Dabei zieht sie an Uiffingen, Wölchingen und Boxberg (alle zur Stadt Boxberg) vorbei und wendet sich hier nach Nordosten. In der neuen Richtung durchquert sie Schweigern und passiert Unterschüpf (beide zu Boxberg) und tritt schließlich aufs Gebiet von Lauda-Königshofen über. Dort berührt sie noch Sachsenflur, ehe sie in Königshofen in die Tauber mündet.
Die Umpfer hat ein oberirdisches Einzugsgebiet von etwa 120km², das mit seinem allerobersten Teil im Unterraum Buch am Ahorn des NaturraumsBauland, größtenteils aber im Nachbarnaturraum Tauberland liegt, davon der überwiegende Teil im Unterraum Umpfer-Wachbach-Riedel und allein der Talmündungstrichter im Mittleren Taubertal.[3][4] Der höchste Punkt liegt auf 411,4mü.NHN über der Schüpfbach-Quelle auf einer Waldhöhe des Heckfelder Ahorns südlich von Esselbrunn; anderswo an der südlichen und westlichen Wasserscheide werden mehrfach Höhen über 390mü.NHN und wenige Male auch über 400mü.NHN erreicht.[LUBW 4]
Reihum grenzt das der Umpfer an die Einzugsgebiete der folgenden Nachbargewässer:
an der nördlichen Wasserscheide überwiegend an das des weiter abwärts zur Tauber entwässernden Brehmbachs, im östlichen Teil auch kurz an das des kleinen Oberlaudaer Bachs, der wenig abwärts der Umpfer die Tauber erreicht;
im Osten fließt die Tauber selbst so nahe, dass diese von der Wasserscheide her keine bedeutsamen Wasserläufe erreichen;
im Südosten führt der Wachbach den Abfluss jenseits der Scheide oberhalb in die Tauber;
hinter der südlichen Grenze fließen einige Bäche zum Erlenbach, einen Zufluss der Jagst;
im Südwesten liegen hinter einem kurzen Stück Wasserscheide die Quellgebiete der zwei Oberläufe der Kessach, die auch zur Jagst läuft;
wenig jenseits der Westgrenze entsteht die Rinna, die über Kirnau und dann die Seckach ebenfalls zur Jagst entwässert;
hinter einem wieder kurzen Stück nordwestlicher Wasserscheide entsteht die dort noch Erfa genannte Erf, die unterhalb der Tauber den Main erreicht.
Der hydrologisch bedeutendste Teil der Wasserscheide verläuft also im Süden und Westen gegen das Einzugsgebiet des die Jagst aufnehmenden Neckars, der vor dem Main den Rhein speist.
Bedingt durch die Verkarstung des Muschelkalks kann sich das tatsächliche Einzugsgebiet vom oberirdischen unterscheiden. Aus Markierungsversuchen ist bekannt, dass Wasser aus dem Einzugsgebiet des Stöckiggrabens bei Assamstadt die Wasserscheide zwischen Jagst und Tauber unterquert und vor allem über den Ursbach der Umpfer zufließt.[5]
Von der Quelle zur Mündung. Mit jeweils Zuflussseite, Zuflussrichtung, Länge[LUBW 2], teilweise auch Einzugsgebiet[LUBW 5]. Werte wurden auf eine Nachkommastelle gerundet. Abweichende Quellen wurden vermerkt.
Kalter Grundgraben, von rechts und Nordwesten, 1,2km.
Die Umpfer war mit Stand von 2004 auf ihrem ganzen hierfür erfassten Lauf ab etwa Wölchingen bis zur Mündung mäßig belastet (Güteklasse II), desgleichen der in Unterschüpf zulaufende Schüpfbach ab etwa Kupprichhausen.[6]
Das relativ breite Tal der Umpfer bietet zusammen mit denen der Kirnau und der Kessach eine verkehrsgünstige Verbindung zwischen der Tauber und der unteren Jagst und damit auch zwischen den Großräumen um Würzburg und Heilbronn. Die Frankenbahn durchzieht es auf seiner gesamten Länge, die B292 zwischen Königshofen und Wölchingen.
Der Umpfertalradweg verläuft entlang großer Teile des Umpfertals. Der Radweg ist komplett asphaltiert. In Unterschüpf besteht ein Anschluss an den Schüpfbachtalradweg und in Königshofen an den Taubertalradweg.
↑Horst Jungbauer: Karsthydrogeologische Untersuchungen im Muschelkalk zwischen der Hohenloher Ebene und dem Taubergrund südlich von Bad Mergentheim, Nordwürttemberg. Hochschulschrift, Universität Stuttgart 1983. Zitiert nach: Thomas Schöber, Theo Simon: Hydrogeologie und Verkarstung im Taubergrund und in Osthohenlohe. Exkursion L am 2. April 2005. In: Jahresberichte und Mitteilungen des Oberrheinischen geologischen Vereins. N.F. 87(2005), S. 303–317, hier S. 308.
Topographische Karte 1:25.000 Baden-Württemberg, als Einzelblatt Nr. 6423 Ahorn, Nr. 6424 Lauda-Königshofen, Nr. 6523 Boxberg und Nr. 6524 Bad Mergentheim