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Ueli Prager

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Ulrich Felix «Ueli» Prager (* 15. August 1916 in Wiesbaden; † 15. Oktober 2011[1] in Mettmenstetten; heimatberechtigt in Zürich) war ein Schweizer Unternehmer und Gründer von Mövenpick.

Jugend und Ausbildung

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Ueli Prager war der Sohn von Hugo Prager, Besitzer des Hotels «Elite» in Zürich, und der Mimi, geborene Bühler. 1924 kaufte sein Vater das Anwesen «Freudenberg» mit Villa und Gutsbetrieb in Mettmenstetten. Von 1929 bis 1936 besuchte Ueli die Kantonsschule Trogen. Danach begann er ein Studium an der Universität Zürich, das er nicht abschloss. Von 1940 bis 1944 war er Angestellter der Schweizerischen Hoteltreuhandgesellschaft.[2][3]

Mit 32 Jahren eröffnete Prager 1948 das erste Mövenpick-Restaurant dank der Fürsprache von Ernst Göhner im Geschäftshaus Claridenhof in Zürich. Nach und nach wurden unter seiner Leitung mehrere Restaurant-Filialen gegründet.

Mövenpick entwickelte sich zu einem grossen Konzern. 1962 wurde die Fastfood-Restaurantkette Silberkugel nach US-amerikanischem Vorbild eröffnet. Die ersten beiden Mövenpick-Hotels entstanden 1972. 1970 entstanden unter dem Namen «Caves Mövenpick» in der Schweiz und Deutschland die ersten Weinkeller des Unternehmens, 1972 wurde die Produktion von Mövenpick-Eiscreme aufgenommen. 1983 startete das Marktrestaurant-Konzept «Marché».

Ende der 1980er-Jahre trat Prager als Direktionspräsident zurück. Das Geschäft überliess er zunächst seiner Frau Jutta. 1992 verkaufte Prager, der sich als Unternehmer durch seinen guten Geschäftssinn und seine Risikofreudigkeit auszeichnete, die Mövenpick-Aktienmehrheit an den deutschen Investor August von Finck junior. Später sagte er über die weitere Entwicklung: «Das Mövenpick von heute ist nicht mehr mein Mövenpick.»[4]

Seinen 80. Geburtstag feierte er in seiner Villa in Mettmenstetten. In einem Interview wurde er beschrieben als:

„Ein Schöpfer und Schaffer, wie es in der Gastronomie Mitteleuropas nach dem letzten Weltkrieg keinen zweiten gab. Querdenker, Trendsetter, Vorbild - jeder einzelne dieser gewaltigen Titel ist angebracht. Der Schweizer war weit mehr als Gastronom bzw. Hotelier, er war Weltmeister darin, vielfältigen, unkomplizierten Lebensgenuß zu popularisieren und zu vermarkten.“

G. Weiss[5]

Nach dem Verkauf von Mövenpick verlegte Prager seinen Wohnsitz nach Maidenhead[6] in der Nähe von London. Weiterhin weilte er oft in der Schweiz in seinem Schloss Crap da Sass in der Ebene von Silvaplana im Engadin.[7]

Er starb im Alter von 95 Jahren.[8]

Ueli Prager war dreimal verheiratet: 1941 mit Inge Kurz, 1957 mit Leonie Kretz, 1970 mit Jutta Begus. Insgesamt hatte er sechs Kinder, vier Töchter und zwei Söhne.[5] In der Schweizer Armee war er Hauptmann der Kavallerie.[9] Den Zürcher Pferderennsport-Verein präsidierte er von 1947 bis 1956.[10]

Ueli Prager (links, 1998)
mit Kantonschulrektor Willi Eugster (rechts)

Prager förderte durch die «Ueli Prager – Stiftung» regelmässig unterschiedliche Projekte. Beispielsweise gingen 400.000 Franken an seine frühere Kantonsschule Trogen.

Einzelnachweise

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  1. Rita Flubacher: Ueli Prager ist gestorben., Tages-Anzeiger, 18. Oktober 2011, abgerufen am 18. Oktober 2011.
  2. Historisches Lexikon Schweiz: Ueli Prager
  3. Dorfgeschichte Mettmenstetten: Hugo & Ueli Prager
  4. Tages-Anzeiger: Bildstrecke: Mövenpick-Gründer Ueli Prager
  5. 1 2 Gretel Weiss: Interview zum 80. Geburtstag 1986
  6. Ueli Prager. In: moneyhouse.ch vom 18. Oktober 2011.
  7. Ueli Prager – ein Pionier der Schweizer Gastronomie. In: NZZ Online. 18. Oktober 2011.
  8. Ueli Prager ist tot, Blick Online, 18. Oktober 2011, abgerufen am 26. Juni 2019.
  9. NZZ: Die Geburtsstunde der Möwe.
  10. Rennsportverein: Prager als Jockey auf auf seinem Pferd «Royal Bouquet»