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Typhlonida

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Typhlonida

Typhlonida pygmaea (Syn. Munida pygmaea)

Systematik
Ordnung: Zehnfußkrebse (Decapoda)
Unterordnung: Pleocyemata
Teilordnung: Mittelkrebse (Anomura)
Überfamilie: Galatheoidea
Familie: Munididae
Gattung: Typhlonida
Wissenschaftlicher Name
Typhlonida
Macpherson & Baba in Machordom, Ahyong, Andreakis, Baba, Buckley, Garcia-Jimenez, McCallum, Rodríguez-Flores & Macpherson, 2022

Typhlonida ist eine Gattung der Mittelkrebse mit 28 rezenten Arten.[1] Sie besiedeln den Kontinentalhang und die Tiefsee im Atlantik, Indischen Ozean und Pazifik. Der Gattungsname wurde wegen der kleinen Cornea (Abschnitt des Augenstiels mit den Facettenaugen) bei den meisten Arten von altgriechisch τυφλός typhlós, deutsch ‚blind‘ abgeleitet.[2]

Der mäßig konvexe Carapax weist deutliche Querstreifen unterschiedlicher Länge auf. Das Paar epigastrischer Dornen liegt direkt hinter den Augenstielen und ist von weiteren Dornen flankiert. Protogastrische Dornen fehlen. Die Seitenränder sind gerade oder leicht konvex und mit fünf Dornen bewehrt, der vordere Seitendorn ist deutlich. Der Hinterrand ist glatt. Die Pterygostom-Falte ist unbewehrt und von oben nicht sichtbar. Das Rostrum (mittiger Stirnfortsatz) ist stachelartig und wird von den Überaugendornen flankiert. Zwischen beiden verlaufen seichte Längsrinnen. Das Epistom weist einen Kamm auf, der vom Seitenkamm des Munds ausgeht und seitlich bis zur Öffnung der Antennendrüse reicht. Die Somiten des Pleons weisen beborstete Querkämme auf, von denen jeweils die vordere unbewehrt oder am zweiten oder zweiten bis vierten Somiten mit Dornen besetzt ist. Die hinteren Platten des Telsons sind so breit wie lang.[2]

Das thorakale Sternum ist etwas breiter als lang und im Bereich des siebten Sterniten am breitesten. Der dritte Sternit ist drei- bis viermal breiter als lang. Der Übergang vom dritten zum vierten Sterniten ist schmal. Der vierte Sternit ist trapezähnlich. Die Seitenteile der hinteren Sterniten sind gekielt oder glatt. Die Augenstiele sind frei beweglich, die Cornea ist meistens klein, bei einigen Arten groß und gewöhnlich nicht breiter als der Augenstiel. Das erste Antennulenglied ist mittellang und schmal und mit zwei Dornen am Ende und zwei Dornen an der Seite bewehrt, wobei der innenseitige Dorn kurz und weniger als halb so lang wie der seitliche ist. Das erste Antennenglied ist nicht mit dem Epistom verschmolzen und innenseitig nahe dem Ende mit einem sehr kleinen Dorn bewehrt, der auch ganz fehlen kann. Das Ischium des schmalen dritten Maxillipeden ist verlängert. Die Scherenfinger sind kürzer als der Propodus oder genauso lang. Die Schreitbeine (Pereiopoden 2 bis 4) sind relativ schlank und stachlig. Ihre Endglieder sind am Beugerand mit einer Reihe borstenartiger beweglicher Dornen besetzt, die von einem kleinen Fortsatz ausgehen. Das letzte Schreitbein (P4) hat eine mittlere Länge und die Verbindung zwischen Merus und Carpus reicht nicht bis an den Vorderrand des Carapax.[2]

Die Gattung umfasst folgende rezente Arten:[1]

Commons: Typhlonida – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. 1 2 Typhlonida Macpherson & Baba in Machordom, Ahyong, Andreakis, Baba, Buckley, Garcia-Jimenez, McCallum, Rodríguez-Flores & Macpherson, 2022. In: World Register of Marine Species. Abgerufen am 20. September 2026 (englisch).
  2. 1 2 3 Annie Machordom et al.: Deconstructing the crustacean squat lobster genus Munida to reconstruct the evolutionary history and systematics of the family Munididae (Decapoda, Anomura, Galatheoidea). In: Invertebrate Systematics. Band 36, 10, S. 929–970, hier S. 961–962, doi:10.1071/is22013 (englisch).