Turdus xanthopus
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Turdus xanthopus, Präparat | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Turdus xanthopus | ||||||||||||
| Forster, 1844 |
Turdus xanthopus ist ein Singvogel aus der Familie der Drosseln (Turdidae).[1]
Die Art ist endemisch in Neukaledonien. Sie galt aus ausgestorben (extinct), bis sie im Jahre 1978 auf den kleinen Inseln Néba und Yandé wiederentdeckt wurde.[2] Sie gilt als ausgestorben auf der Hauptinsel Grande Terre, existiert aber noch auf den Inseln Île Néba und Île Yandé.[3]
Turdus xanthopus wurde bis vor kurzem als Teil des Turdus poliocephalus-Artenkomplexes angesehen. Dieser umfasst mehr als 50 auf zahlreiche Inseln verteilte endemischen Arten und wurde als eine polytypische Art unter dem Namen „Südseedrossel“ (im weiteren Sinne) betrachtet.[4][5]
Aufgrund molekularer phylogenetischer Untersuchungen wurde dieser Artenkomplex im Jahre 2023 in 17 Arten aufgespalten.[6][7][8]
Der Lebensraum umfasst küstennahe Wälder.
Der Artzusatz kommt von altgriechisch ξανθός xanthós, deutsch ‚gelb‘ und altgriechisch πούς poús, deutsch ‚Fuß‘.[9]
Merkmale
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Vogel ist 20–21 cm groß. Das Männchen ist überwiegend dunkelbraun, an der Oberseite etwas rötlicher, an Gesicht und Kehle blasser graubraun. Die Unterseite und die Flanken sind zimtbraun. Das Weibchen ist am Kopf etwas dunkler, an der Unterseite blasser. Mitunter gibt es einen kleinen weißen Fleck am Steiß. Schnabel, Augenring und Beine sind gelb bis gelborange, bei Jungvögeln bräunlich gelb, deren Unterseite trägt braune Flecken.[10]
Geografische Variation
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Art ist monotypisch.[1][10][11][12]
Stimme
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Gesang ist am besten zwischen November und Januar zu hören, er ist sanft und leise und dauert nur wenige Minuten.[10]
Lebensweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Art ist ein Standvogel. Die Nahrung besteht wohl aus kleinen Früchten.
Die Brutzeit liegt zwischen Dezember und Januar auf Yandé, auf Grande Terre könnte sie zwischen Juni und November gelegen haben. Das Nest ist eine Schale aus trockenen Farnblättern, Wurzeln, Zweigen, meist jedoch ohne Lehm. Es befindet sich versteckt hinter dichter Vegetation. Wahrscheinlich wird nur ein Mal im Jahr gebrütet. Das Gelege besteht meist aus 2 bläulich grünen Eiern mit braunen Flecken. Als Nesträuber kommt der Epibator nigrofasciolatum infrage.[10]
Gefährdungssituation
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Gefährdungssituation ist bislang nicht untersucht, Stand April 2026. Auf der Hauptinsel war die ursprünglich häufige Art um 1928 herum bereits verschwunden, ungefähr zur gleichen Zeit wie das der Turdus pritzbueri pritzbueri auf der Insel Lifou und der Turdus vanikorensis mareensis auf Maré.[3] Die noch erhaltenen Populationen sind sehr klein und von Habitatverlust bedroht.[13][14]
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- J. R. Forster: Turdus xanthopus. In: Descriptiones animalium quae in itinere ad maris australis terras per annos 1772, 1773 et 1774 suscepto, collegit, observavit et delineavit (etc.), S. 266, 1844, Biodiversity Library
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Turdus xanthopus (Turdus xanthopus) auf eBird.org
- Macaulay Library
- Turdus xanthopus im Integrated Taxonomic Information System (ITIS). Abgerufen am 24. April 2026.
- Turdus xanthopus auf oiseaux.net (französisch)
- Turdus xanthopus auf Briefmarken
- Société Calédonienne d’Ornithologie
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 Turdus xanthopus (Turdus xanthopus) bei Avibase; abgerufen am 24. April 2026.
- ↑ R. De Naurois: Sur le statut passé et présent des merles (Turdus poliocephalus) de Nouvelle-Calédonie et îles voisines. In: L’Oiseau et la Revue Française d’Ornithologie. Band 52, S. 153–170, 1982, PDF
- 1 2 Pascal Villard, Thomas Duval, Christian Papineau, Jean-Jérôme Cassan, Jérôme Fuchs: Notes on the biology of the threatened Island Thrush Turdus poliocephalus xanthopus in New Caledonia. In: Bird Conservation International. Band 29, Nr. 4, 2019, ISSN 0959-2709, S. 616–626, doi:10.1017/S0959270919000091 (cambridge.org).
- ↑ Island Thrush (Turdus poliocephalus [sensu lato]) bei Avibase; abgerufen am 4. April 2026.
- ↑ P. H. Barthel, C. Barthel, E. Bezzel, P. Eckhoff, R. van den Elzen, Ch. Hinkelmann & F. D. Steinheimer: Die Vögel der Erde - Arten, Unterarten, Verbreitung und deutsche Namen, 3. ergänzte Auflage, 2022, PDF
- ↑ A. H. Reeve, G. Gower, J. M. Pujolar, B. T. Smith, B. Petersen, U. Olsson, T. Haryoko, B. Koane, G. Maiah, M. P. Blom, P. G. Ericson, M. Irestedt, F. Racimo, K. A. Jønsson: Population genomics of the island thrush elucidates one of earth's great archipelagic radiations. In: Evolution letters. Band 7, Nummer 1, Februar 2023, S. 24–36, doi:10.1093/evlett/qrac006, PMID 37065434, PMC 1009150 (freier Volltext).
- ↑ F. Gill, D. Donsker, P. Rasmussen (Herausgeber): "Thrushes". [IOC World Bird List Version 14.2. International Ornithologists' Union. IOC World Bird List 14.2]
- ↑ J. F. Clements, P. C. Rasmussen, T. S. Schulenberg, M. J. Iliff, T. A. Fredericks, J. A. Gerbracht, D. Lepage, A. Spencer, S. M. Billerman, B. L. Sullivan, M. Smith und C. L. Wood: The eBird/Clements Checklist of Birds of the world: v2024, 2024, Version 2024. Abgerufen am 2. Juli 2025
- ↑ J. A. Jobling: A Dictionary of Scientific Bird Names. Oxford University Press, 1991, ISBN 0-19-854634-3.
- 1 2 3 4 N. Collar, D. A. Christie, G. M. Kirwan: New Caledonian Island-Thrush (Turdus xanthopus). Version 1.0. In: S. M. Billerman, N. D. Sly (Hrsg.): Birds of the World. 2024, Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA. doi:10.2173/bow.islthr40.01 Turdus xanthopus
- ↑ IOC World Bird List 15.1 Thrushes
- ↑ AviList Core Team. 2025. AviList: The Global Avian Checklist, v2025. doi:10.2173/avilist.v2025 AviList.v2025
- ↑ A. Bodin: Merle des îles, île de Néba. Synthèse des connaissances. Préconisation de gestion conservatoire. In: Nouvelle-Calédonie: Société Calédonienne d’Ornithologie, 2016
- ↑ J. Baudat-Franceschi: Préconisations de gestion conservatoire du Merle des îles. In: Nouvelle-Calédonie: Société Calédonienne d’Ornithologie. 2013