Turbo Prolog
| Turbo Prolog | |
|---|---|
zeichenorientierte Benutzerschnittstelle von Borland Turbo Prolog 2.0 | |
| Basisdaten | |
| Entwickler | Borland |
| Erscheinungsjahr | 1986 |
| Aktuelle Version | 2.0[1] (1988) |
| Betriebssystem | PC-kompatibles DOS |
| Kategorie | Compiler |
| Lizenz | proprietär |
| deutschsprachig | nein |
| www.borland.com (offline) www.pdc.dk (offline) | |
Turbo Prolog ist eine integrierte Entwicklungsumgebung (IDE) der Firma Borland für die logische Programmiersprache Prolog. Nach der Übernahme durch die dänische Firma PDC A/S wurde das Produkt unter dem Namen PDC Prolog for DOS weiterhin vertrieben.
Bei Turbo Prolog handelt es sich um eine Programmiersprache der fünften Generation (5GL).[2] Statt einer Problemlösung werden Fakten und Rahmenbedingungen beschrieben, anhand derer das System später Fragen beantwortet.[3]
Die Programmiersprache und ihre Entwicklungsumgebung stellt den direkten Vorgänger von Visual Prolog dar, das für die Entwicklung von Windows-Anwendungen ausgelegt ist.[4] Die ersten Versionen von Visual Prolog enthielten auch den DOS-Compiler, allerdings wurde ein separater DOS-Extender benötigt, um mit den deutlich höheren Speicheranforderungen von Visual-Prolog-Datenbanken umgehen zu können.[5]
Neben den Grafikfunktionen der ersten Version enthielt die zweite Version von Turbo Prolog bzw. PDC Prolog for DOS auch Funktionen für die Grafikbibliothek Borland Graphics Interface (BGI)[4]
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Dietmar Herrmann: Probleme und Lösungen mit Turbo-Prolog (= Programmieren von Mikrocomputern. Band 28). Vieweg+Teubner Verlag, Wiesbaden 1988, ISBN 3-528-04564-7.
- Konrad Justen: Turbo Prolog: Einführung in die Anwendung (= Programmieren von Mikrocomputern. Band 29). Vieweg+Teubner Verlag, Wiesbaden 1988, ISBN 3-528-04561-2.
- Werner Knauss, Fritz Heimsoeth: Grundlagen der logischen Programmierung. Hanser Verlag, München 1987, ISBN 3-446-15110-9.
- Werner Kinnebrock: Professionelles Programmieren mit Turbo Prolog. Oldenbourg Verlag, München 1988, ISBN 3-486-20723-7.
- Carl Townsend: Einführung in Turbo Prolog. Sybex, Düsseldorf 1987, ISBN 3-88745-680-7 (englisch: Introduction to Turbo Prolog. Übersetzt von Gabriele Wentges).
- Carl Townsend: Advanced Techniques in Turbo Prolog. Sybex, San Francisco 1987, ISBN 0-89588-428-3 (englisch).
- Herbert Schildt: Advanced Turbo Prolog. McGraw-Hill, Berkeley 1987, ISBN 0-07-881007-8 (englisch).
- Ralph Cafolla, Daniel Albert Kauffman: Turbo Prolog: Step by Step. Merrill Publishing Company, Columbus 1989, ISBN 0-675-20816-5 (englisch, Volltext im Internet Archive).
- William G. Wong: Prolog: A language for artificial intelligence. In: PC Magazine. Band 5, Nr. 17. Ziff Davis, 14. Oktober 1986, ISSN 0888-8507, S. 247–263 (englisch, Volltext in der Google-Buchsuche – Vergleich verschiedener Prolog-Implementierungen).
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Soham Kansodaria: Turbo prolog 2.0 basics. In: SlideShare. (englisch).
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Borland (Hrsg.): Borland Turbo Prolog v2.0 [5.25" 360K Floppy Disks]. 1988 (englisch).
- ↑ Borland’s award-winning software is the best holiday present you can give yourself or anyone else. In: InfoWorld. Band 8, Nr. 50. Popular Computing, 15. Dezember 1986, ISSN 0199-6649, S. 2 (englisch, Volltext in der Google-Buchsuche).
- ↑ Malte Weiß: Grundlagen der Informatik und Programmierung: Klassifikation von Programmiersprachen. (PDF; 1,0 MB) Hochschule Ruhr West, 16. November 2020, S. 10, abgerufen am 19. April 2026.
- 1 2 A New Force Enters the Prolog World: PDC Prolog for DOS. In: pdc.dk. PDC A/S, archiviert vom am 15. April 1997; abgerufen am 4. Februar 2024 (englisch).
- ↑ Visual Prolog 4.0 Frequently Asked Questions. In: pdc.dk. PDC A/S, archiviert vom am 15. April 1997; abgerufen am 28. Dezember 2024 (englisch).