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Turbo Prolog

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Turbo Prolog

zeichenorientierte Benutzerschnittstelle von Borland Turbo Prolog 2.0
Basisdaten
Entwickler Borland
Erscheinungsjahr 1986
Aktuelle Version 2.0[1]
(1988)
Betriebssystem PC-kompatibles DOS
Kategorie Compiler
Lizenz proprietär
deutschsprachig nein
www.borland.com (offline)
www.pdc.dk (offline)

Turbo Prolog ist eine integrierte Entwicklungsumgebung (IDE) der Firma Borland für die logische Programmiersprache Prolog. Nach der Übernahme durch die dänische Firma PDC A/S wurde das Produkt unter dem Namen PDC Prolog for DOS weiterhin vertrieben.

Bei Turbo Prolog handelt es sich um eine Programmiersprache der fünften Generation (5GL).[2] Statt einer Problemlösung werden Fakten und Rahmenbedingungen beschrieben, anhand derer das System später Fragen beantwortet.[3]

Die Programmiersprache und ihre Entwicklungsumgebung stellt den direkten Vorgänger von Visual Prolog dar, das für die Entwicklung von Windows-Anwendungen ausgelegt ist.[4] Die ersten Versionen von Visual Prolog enthielten auch den DOS-Compiler, allerdings wurde ein separater DOS-Extender benötigt, um mit den deutlich höheren Speicheranforderungen von Visual-Prolog-Datenbanken umgehen zu können.[5]

Neben den Grafikfunktionen der ersten Version enthielt die zweite Version von Turbo Prolog bzw. PDC Prolog for DOS auch Funktionen für die Grafikbibliothek Borland Graphics Interface (BGI)[4]

  • Dietmar Herrmann: Probleme und Lösungen mit Turbo-Prolog (= Programmieren von Mikrocomputern. Band 28). Vieweg+Teubner Verlag, Wiesbaden 1988, ISBN 3-528-04564-7.
  • Konrad Justen: Turbo Prolog: Einführung in die Anwendung (= Programmieren von Mikrocomputern. Band 29). Vieweg+Teubner Verlag, Wiesbaden 1988, ISBN 3-528-04561-2.
  • Werner Knauss, Fritz Heimsoeth: Grundlagen der logischen Programmierung. Hanser Verlag, München 1987, ISBN 3-446-15110-9.
  • Werner Kinnebrock: Professionelles Programmieren mit Turbo Prolog. Oldenbourg Verlag, München 1988, ISBN 3-486-20723-7.
  • Carl Townsend: Einführung in Turbo Prolog. Sybex, Düsseldorf 1987, ISBN 3-88745-680-7 (englisch: Introduction to Turbo Prolog. Übersetzt von Gabriele Wentges).
  • Carl Townsend: Advanced Techniques in Turbo Prolog. Sybex, San Francisco 1987, ISBN 0-89588-428-3 (englisch).
  • Herbert Schildt: Advanced Turbo Prolog. McGraw-Hill, Berkeley 1987, ISBN 0-07-881007-8 (englisch).
  • Ralph Cafolla, Daniel Albert Kauffman: Turbo Prolog: Step by Step. Merrill Publishing Company, Columbus 1989, ISBN 0-675-20816-5 (englisch, Volltext im Internet Archive).
  • William G. Wong: Prolog: A language for artificial intelligence. In: PC Magazine. Band 5, Nr. 17. Ziff Davis, 14. Oktober 1986, ISSN 0888-8507, S. 247–263 (englisch, Volltext in der Google-Buchsuche Vergleich verschiedener Prolog-Implementierungen).

Einzelnachweise

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  1. Borland (Hrsg.): Borland Turbo Prolog v2.0 [5.25" 360K Floppy Disks]. 1988 (englisch).
  2. Borland’s award-winning software is the best holiday present you can give yourself or anyone else. In: InfoWorld. Band 8, Nr. 50. Popular Computing, 15. Dezember 1986, ISSN 0199-6649, S. 2 (englisch, Volltext in der Google-Buchsuche).
  3. Malte Weiß: Grundlagen der Informatik und Programmierung: Klassifikation von Programmiersprachen. (PDF; 1,0 MB) Hochschule Ruhr West, 16. November 2020, S. 10, abgerufen am 19. April 2026.
  4. 1 2 A New Force Enters the Prolog World: PDC Prolog for DOS. In: pdc.dk. PDC A/S, archiviert vom Original am 15. April 1997; abgerufen am 4. Februar 2024 (englisch).
  5. Visual Prolog 4.0 Frequently Asked Questions. In: pdc.dk. PDC A/S, archiviert vom Original am 15. April 1997; abgerufen am 28. Dezember 2024 (englisch).