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Träumt für morgen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Film
Titel Träumt für morgen
Produktionsland DDR
Erscheinungsjahr 1956
Länge 19 Minuten
Produktions­unternehmen DEFA-Studio für Wochenschau und Dokumentarfilme, Berlin-Johannisthal
Stab
Regie Hugo Hermann
Drehbuch Claus Küchenmeister, Wera Küchenmeister
Musik Kurt Grottke (Musikbearbeitung)
Kamera Hans Dumke
Schnitt Ella Ensink
Besetzung
  • Erich Franz (Sprecher)

Träumt für morgen ist ein DEFA-Dokumentarkurzfilm von Hugo Hermann von 1956 über spielende Kinder in Berlin-Prenzlauer Berg.

Kinder sehen einem Puppenspieler zu. Danach basteln sie sich selbst einfache Puppen mit Kartoffelgesichtern und spielen mit diesen auf einem alten Berliner Hinterhof. Dabei drücken sie ihre Wünsche und Träume aus.[1]

Träumt für morgen war der erste Kurzdokumentarfilm des gebürtigen Österreichers und langjährigen KPD-Mitglieds Hugo Hermann bei der DEFA. Ein Mitarbeiter seines Drehstabes beschwerte sich bald bei der Filmbehörde (Hauptverwaltung Film), der Film stimme von vorne bis hinten nicht und müsste besser in einem Pionierpark oder in einem Neubauviertel spielen.[2] Der Fall wurde daraufhin vor dem Zentralkomitee der SED verhandelt, wo der Leiter der Filmbehörde befürchtete, wenn man Hermann gewähren lasse, würden anarchische Zustände bei der DEFA ausbrechen.

Der Film durfte dennoch ab dem 10. August 1956 in DDR-Kinos gezeigt werden. Dagegen erhielt er keine Freigabe für die Bundesrepublik Deutschland durch den Zensurausschuß des Ministeriums für innerdeutsche Angelegenheiten, ohne Begründung.[3]

2004 wurde er in Wien wieder aufgeführt,[4] 2013 beim Werkleitz-Festival in Halle (Saale), 2018 im Berliner Kino Arsenal[5] und 2020 im Berliner Zeughauskino.

Der Kurator Florian Wüst lobte 2013 anlässlich einer Aufführung in Halle (Saale) diesen durch die authentische Darstellung der Kinder und ihres Milieus bestechenden Dokumentarfilm. 'Träumt für morgen' ist ein Plädoyer für menschliche Solidarität und eine Zukunft in Frieden und Freiheit.[6]

Einzelnachweise

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  1. Träumt für morgen (1956). Abgerufen am 28. Mai 2026. , DEFA-Stiftung
  2. Konrad Weiß: Wieviel Wahrheit verträgt eine Diktatur? Film zwischen Kunst und Propaganda. In: Michael Berg, Knut Holtsträter, Albrecht von Massow (Hrsg.): Die unerträgliche Leichtigkeit der Kunst: ästhetisches und politisches Handeln in der DDR. Böhlau Verlag Köln Weimar, 2007, ISBN 978-3-412-00906-9, S. 129142 (google.de [abgerufen am 28. Mai 2026]).
  3. Träumt für morgen. In: Filmzensur WEST-OST. Abgerufen am 28. Mai 2026., 1956 als Träumt von morgen, mit einem farbigen Foto
  4. Ein unbekanntes Kapitel. In: DEFA-Stiftung. Abgerufen am 28. Mai 2026., durch das Filmarchiv Austria am 1. Oktober 2004 im Metro-Kino
  5. Die DEFA-Stiftung präsentiert im Kino arsenal: Eine Zensur findet nicht statt? In: DEFA-Stiftung. 1. Oktober 2018, abgerufen am 28. Mai 2026.
  6. Träumt für morgen Werkleitz-Festival 2013